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Rezension:Trends und Lifestyle Dresden und Umgebung (Gebundene Ausgabe)

Da ich im März kommenden Jahres erneut Dresden besuchen möchte, kommt mir das vorliegende Buch der Serie Trends und Lifestyle "Dresden und Umgebung" gerade recht. Die Autorin Cornelia Haller und der Fotograf Frank Grätz haben dieses informative, reich bebilderte Buch auf den Weg gebracht, in welchem man nicht nur über die Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern auch über interessante mittelständische Betriebe informiert wird.


Man liest zunächst von der Frauenkirche und erhält auch einen sehr schönen visuellen Eindruck von diesem sakralen Bau und zwar von innen sowie von außen und erfährt, dass George Bähr im 18. Jahrhundert den berühmten Kuppelbau, der 200 Jahre lang das Dresdner Stadtbild prägte, schuf. Man liest vom Bombenangriff, der das Bauwerk am 15.2.1945 zum Einsturz brachte und auch von dem Wiederaufbau. Über 100 Konzerte und kirchenmusikalische Veranstaltungen finden jährlich in der Frauenkirche statt, darunter Werke von Bach, aber auch solche von César Franck und Louis Vierne.

Mit großem Interesse habe ich die vielen Infos zu gastronomischen Betrieben gelesen, auch den Beitrag "Die Altstadt: Kultur pur oder Shoppingtour". Dabei stimme ich der Autorin zu, dass die Mischung es macht. Alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt, ich erwähne sie bewusst nicht, kommen zur Sprache, aber auch die "Türckische Cammer", eine der ältesten und bedeutendsten Sammlungen osmanischer Kunst außerhalb der Türkei. Man erfährt von den Einkaufsmöglichkeiten rund um den Altmarkt und in der Altmarktgalerie und lernt hier im Buch einige der Geschäfte dort näher kennen.

In der "Gläsernen Manufaktur" habe ich schon mal gespeist und zwar sehr gut, auch besagte Manufaktur wird im Buch beschrieben und nicht zuletzt auch "Yendize", die "Tabakmoschee", die, als ich zwischen den Jahren 2002/2003 in Dresden weilte, noch nicht renoviert war. Dieses schöne Gebäude, das einst eine Zigarettenfabrik verkörperte, steht unter Denkmalschutz. Es finden hier Märchenlesungen für Kinder und Erwachsene statt, um den Charakter eines Scheherazade-Palastes zu unterstreichen.

Ganz gewiss werde ich bei meinem kommenden Dresden-Besuch das "La Fourchette" aufsuchen. Der ambitionierte Patron kommt aus dem Senegal und kreiert delikate Speisen, die auf einer Kombination aus klassisch-französisch und kosmopolitisch-karibischer Küche beruhen. Mir gefällt das schöne, schlichte und dabei farblich freundliche Ambiente des Restaurants. Sehr überzeugend.

Aufschlussreich auch ist der Bericht mit dem Titel "Romantische Viertel, herrliche Aussichten und ein Blaues Wunder".Besuchen sollte man hier u.a. die barocke Loschwitzer Kirche, die ebenfalls ein Werk des Architekten George Bähr ist.

Über die Dresdner Neustadt liest man Wissenswertes und lernt viele hübsche Lifestyle-Geschäfte kennen, die alle auch sehr gut beschrieben sind. Dann schließlich hat man Gelegenheit, sich in einen textlichen Streifzug durch die sächsische Küche zu vertiefen. Hier auch lese ich, dass das Lieblingsgericht des letzten Königs von Sachsen Milchreis mit Zimt und Zucker und brauner Butter war. Ich bin überzeugt, dass er bei all den leckeren Speisen, die die Gastronomie heute in Dresden anbietet, gewiss ein aromareicheres Lieblingsgericht bevorzugt hätte.


Mit großem Interesse habe ich den zweiseitigen Bericht über die "Dresdner Molkerei Gebrüder Pfund" gelesen und mich der schönen Bilder erfreut. Den schönste Milchladen der Welt werde ich im kommenden Jahr abermals aufsuchen, weil man dort einerseits wirklich guten Käse kaufen und im Restaurant im ersten Stock diesen auch genießen kann, ferner aber auch die bezaubernden Kacheln von Villeroy und Boch aus dem Jahr 1892, die den Laden zur Augenweide machen, zu bewundern vermag.

Die Sächsische Weinstraße bleibt nicht unerwähnt. Sie ist das kleinste der insgesamt 13 Weinanbaugebiete in Deutschland. Man erfährt Näheres über das Städtchen Pirna, über Schloss Pillnitz, über Radebeul und Schloss Proschwitz, dem ältesten privaten Weingut Sachsens. Das Meißner Porzellan kommt zur Sprache. In der Manufaktur in Meißen sollte man das Museum besuchen, um die Geschichte dieses berühmten Porzellans näher kennenzulernen.

Am Schluss dieses informativen Buches sind die Feste und Festival in Dresden und Umgebung aufgelistet. Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt (Dresdner Striezelmarkt) besteht schon seit 1434. Andere Feste sind neueren Datums, aber gewiss auch einen Besuch wert.

Sehr zu empfehlen.

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Rezension: Himmelbett und Klosterzelle: Außergewöhnlich übernachten in Burgen, Klöstern und Schlössern (Broschiert)

Nicht nur romantisch veranlagte Menschen werden begeistert von diesem reich bebilderten Buch sein, in dem man Wissenswertes über 70 Burgen, Klöster und Schlösser erfährt, in denen man als Gast übernachten kann.

Die Reiseziele sind untergliedert in: Mecklenburg-Vorpommern/ Brandenburg, Niedersachsen/Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen/Thüringen, Sachsen/Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg/Elsass, Bayern, Österreich und die Schweiz.

Von allen Schlössern, Burgen und Klöstern erhält man einen guten visuellen Eindruck und zwar von innen und von außen und es werden stets neben einer allgemeinen Beschreibung des jeweiligen Ortes konkrete Angaben zur Anreise, den Sehenswürdigkeiten im Umfeld, den Freizeitangeboten in der Umgebung, der Geschichte, zur Kategorie einzelner Hotels, zu den Preisen, den Veranstaltungen und anderem mehr gemacht.

Interessanter als Übernachtungen in Schlössern und Burgen sind in meinen Augen Übernachtungen in Klöstern, wie etwa im Kloster "Maria Laach" in der Eifel. Dieses Kloster wurde 1093 gegründet. Gäste haben hier Gelegenheit Exerzitien zu machen und können beispielsweise im Gastflügel der Abtei übernachten.

Das Kloster Marienthal im Rheingau kann man ebenfalls zwecks Exerzitien besuchen und dort auch übernachten. Marienthal ist eine der ältesten Wallfahrtsorte in Deutschland. Es handelt sich übrigens um ein Franziskanerkloster, das ich bereits mehrfach besichtigt habe.

Dass man auf der Wartburg in einem 5-Sternehotel übernachten kann, war mir neu. Dass diese Burg geschichtsträchtig ist, muss man eigentlich nicht erwähnen. 1211-28 lebte die Heilige Elisabeth dort, eine Frau, die ich sehr bewundere.

Neugierig macht mich der Wallfahrtsort Odilienberg im Elsass. Die Blütezeit dieses Klosters war im 12. Jahrhundert. Die damalige Äbtissin Herrad von Landsberg verfasste ein Buch, das das Wissen der damaligen Zeit beinhaltete. Aus heutiger Sicht ein unmögliches Unterfangen. Der Wallfahrtsort wird übrigens der "Heilige Berg des Elsass" genannt.

Im alten Gästehaus des Klosters Frauenwörth auf Frauenchiemsee kann man auch übernachten. Dieses Kloster wurde bereits 722 gegründet. Dort an Meditationen oder Exerzitien teilzunehmen, stelle ich mir besonders in den Wintermonaten interessant vor, weil dann nur wenige Touristen auf der Insel sind und man leichter Ruhe findet.

Kloster Andechs und Kloster Benediktbeuren muss man gesehen haben. Schlösser und Burgen haben freilich auch ihren Reiz, wie mir die Beschreibung von Schloss Elmau soeben zeigt, das Anfang des letzten Jahrhunderts durch den Lebensreformer Johannes Müller mit Unterstützung seiner Mäzenin Gräfin Waldersee erbaut worden ist.

Klosterzelle oder Himmelbett? Die Entscheidung ist nach der Lektüre des vorliegenden Buches nicht einfach. Nicht alles ist eine Frage der Matrazen.

Das Buch bietet eine Fülle von Informationen und inspiriert zu Reisen in die Vergangenheit.

Empfehlenswert.

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Rezension:Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Nürnberg Stadt und Land (Gebundene Ausgabe)


Die Autorin Barbara Kagerer und der Fotograf Daniel Schvardz nehmen die Leser mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch Nürnberg (Städteregion und Land).

Man erfährt zwar auch Wissenswertes über Sehenswürdigkeiten, allerdings liegt der Schwerpunkt des Buches auf der Präsentation der Gastronomie und mittelständischer Unternehmen, die kulinarische Produkte erzeugen und verkaufen. Die aufgesuchten gastronomischen Betriebe vermitteln ihr Können, indem sie Rezepte im Buch vorstellen.

Ich war in meinem bisherigen Leben nur einmal in Nürnberg und bin jetzt natürlich hocherfreut, auch kulinarisch Wissenswertes über diese Stadt entgegengebracht zu bekommen. Das Albrecht-Dürer-Haus war das damalige Hauptziel meiner Stadtbesichtigung. Wie man im Buch erfährt, wird im Museum dort an diesen herausragenden Künstler der frühneuzeitlichen Kunstgeschichte erinnert.

Man liest von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und erfährt, dass seit dem Mittelalter der Nürnberger Hauptmarkt ein Platz pulsierenden Lebens sei. Neun Märkte gibt es insgesamt in Nürnberg, wobei der Markt am Koberger Platz der beliebteste ist.

In der Folge lernt man Konditoreien, Delikatessenläden, ein Gewürzhaus, aber auch den Christkindelmarkt in Nürnberg kennen und liest von den "Zwetschgenmännle" dort, die es wohl schon handgefertigt seit dem 17. Jahrhundert gibt.

Vorgestellt wird Nürnbergs Blumenflüsterin und viele sehr gute Restaurants, auch liest man Näheres über Nürnbergs Altstadtfest, über einen Handwerkerhof und den "Schutzverband Nürnberger Bratwürste e.V."

Das Romantik Hotel "Gasthaus Rottner" wird von der Familie schon in der vierten Generation geführt. Die fränkischen Spezialitäten dort werden auf Sterneniveau angeboten. Eine Adresse, die man sich merken muss, wie ich finde.

Als Leser hat man Gelegenheit, sich über das Kochniveau der vorgestellten gastronomischen Betriebe ein Urteil zu bilden. Die Rezepte sind gut erklärt und lassen sich mit etwas Mühe gut zubereiten.

Gefallen hat mir auch die Beschreibung von dem "Schlossrestaurant Reichenschwand" in Reichenschwand und vom "Distlerhof Hotelrestaurant" in Leinburg-Diepershof, wo man offenbar lukullisch bestens verwöhnt wird.
Kulinarisch interessierten Menschen, die gerne Städtereisen unternehmen, empfehle ich das Buch gerne.

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Rezension:Highlights Karibik: Die 50 Ziele, die Sie gesehen haben sollten (Gebundene Ausgabe)

An einem trüben Tag wie heute lese ich am liebsten Reisebücher.

Christian Heeb und Axel Pinck stellen in ihrem reich bebilderten Buch 50 Ziele in der Karibik vor, die man gesehen haben sollte.

Untergliedert ist das Buch in fünf Teile:

-Bahamas und USA

-Die großen Antillen

-Inseln unter dem Wind

-Karibische Küste

Anhand einer doppelseitigen Karte hat man gleich zu Beginn Gelegenheit, sich klar zu machen, wo die Inseln alle konkret liegen.

Tausende kleiner Inseln verteilen sich, wie man in der Einleitung wenig später erfährt, über die 4000 Kilometer langen Inselbogen von Bimini vor der Küste Floridas bis nach Aruba ganz im Süden der Karibik.

Zunächst lernt man die Bahamas und andere Inseln, die der USA zuzuordnen sind, kennen. Darunter auch "Key West". Diese Insel soll eine Zuflucht für Künstler, Bonvivants und Abenteurer sein. Hemingway und Tennesee Williams lebten hier, nicht zuletzt weil es dort sehr schöne Strände und ausgezeichnete Bars geben soll.

Kuba mit seiner Hauptstadt Havanna wird gut beschrieben. Man liest u.a. von Varadero, dem wohl bekanntesten und populärsten Seebad Kubas, das 140 Kilometer östlich von Havanna liegt und durch seinen feinsandigen Strand bestechen soll.

Die Reise führt weiter über die Dominikanische Republik nach Puerto Rico und von dort nach Jamaika, einer Insel, deren Beschreibung mich sehr neugierig macht. Dieses Eiland soll ein Mythos sein, aufgrund des Zaubers der Reggae-Musik, der Strandparadiese, der Regenwälder, der Zuckerrohrfelder und der hervorragenden Rumspezialitäten.


Man liest von Bob Marleys Geburtsstätte in Nine Miles, von verschwiegenen Buchten östlich von Port Antonio, von der Artenvielfalt im tropischen Regenwald, von rund 70 verschiedenen Orchideen, 500 Baumarten, zehn Meter hohen Baumfarnen, bis zu 20 Meter hohem Jamaika -Bambus und wildem Kaffee, der in diesem Regenwald auf der Insel wächst.


Es ist unmöglich im Rahmen der Rezension auf alle Inseln einzugehen. Einige der Insel interessieren mich besonders, so etwa Antigua. Diese Insel liegt im Zentrum der Antillen. Nur 2% der Bevölkerung sind europäischer Abstammung. Die meisten Bewohner sind Nachfahren von schwarzen Sklaven.


St. Lucia scheint auch wunderschön zu sein. Hier gibt es nicht nur Badebuchten und ein traumhaftes Tauch- und Segelrevier, sondern im gebirgigen Landesinnern auch tropischen Regenwald.

Barbados stand 300 Jahre unter britischer Kolonialherrschaft. Das hat dort englische Sitten und Gebräuche als auch Zuckerrohrplantagen zur Folge.

Interessant auch scheint mir Curacao, eine holländisch geprägte Insel, mit ihrer Hauptstadt Willemstad.

Das Buch endet mit einem Ort in Kolumbien: Cartagena, der einst am umkämpftesten Stadt der Karibik. Die Autoren weisen auf nicht grundlos auf den Roman "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" des Nobelpreisträgers Gabriel Garcia Márquez hin, der in dieser Stadt spielt.

Das Buch liefert einen sehr guten Überblick über schöne Reiseziele in der Karibik. Gedanklich bin ich derzeit in Antigua in einer Badebucht und genieße den Blick aufs Meer.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Highlights Vietnam: Die 50 Ziele, die Sie gesehen haben sollten (Gebundene Ausgabe)

Bernd Schiller und Hans Zaglitsch stellen in diesem reich bebilderten Buch die Highlights von Vietnam vor. Dieses Land möchte ich gerne einmal bereisen, weil es wirklich wunderschön ist, wie die Fotos dokumentieren.

Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Ausstellung in Darmstadt, die Bilder aus dem Vietnamkrieg zeigte und dort das unendliche Leid der Bevölkerung. Das war 1972.

Wie schön nun zu sehen, dass die von je her offenen und freundlichen Vietnamesen dort wieder in Frieden leben können und trotz der furchtbaren Vergangenheit uns alle gerne als Gäste empfangen.

In diesem Land boomt der Tourismus liest man gleich zu Beginn, hat Gelegenheit sich zunächst in eine Karte zu vertiefen und die einzelnen im Buch beschriebenen Regionen geographisch einzuordnen.

Untergliedert ist das Buch in:
Hanoi
Nordvietnam
Zentralvietnam
Der Süden und Saigon
Mekong-Delta und Inseln.

Hanoi wird als eine Stadt beschrieben, die durch ihre Vielfalt besticht, durch ein Nebeneinander von alter Kultur und neuer Welt experimentierfreudiger Künstler und Galerien. Man liest über die "Van-Mieu-Pagode", die als "Literaturtempel" berühmt wurde und zum Weltkulturerbe gezählt wird. Sie erinnert an die bereits 1070 gegründete Universität und wird seitdem als Schatzkammer für die Wertvorstellungen des großen chinesischen Gelehrten Konfuzius "hoch und heilig" gehalten.

Die Reste der Zitadelle von Thang Long wurden 2010 zum Weltkulturerbe ernannt. Darüber, aber auch über die Ein-Säulen-Pagode "Chu Mot Cot" und über das französische Hanoi, der Oper, der Grandhotels und des Savoir-Vivre wird man sehr gut unterrichtet. Es sind aber noch viele weitere Informationen, die man im Hinblick auf diese wirklich schöne Stadt erhält. Alle Infos werden von überzeugenden Fotos begleitet und machen neugierig auf diese Stadt.

Es folgen sehr gute Beschreibungen zur Halong-Bucht, zu Kenh Ga, einem schwimmenden Dorf und heißen Quellen in Nordvietnam, auch zu Haiphong und dem Golf von Tonging, dem Bergland Nordvietnams sowie vielem Sehenswerten mehr.

In Zentralvietnam soll die schönste Stadt des Landes liegen: Hoi An ist eine Touristenhochburg mit UNESCO-Prädikat, aber nicht nur sie, sondern auch My Lai sollte man besuchen, hier nämlich wurden 500 unschuldige und unbewaffnete Dorfbewohner- Alte, Frauen, Kinder, Säuglinge am 16 März 1968 von US-Soldaten brutal ermordet.

All die Gräueltaten sollten nicht weggeschoben werden, wenn man dich mit den Schönheiten Vietnams befasst.

Ich staune über die gezeigten Nationalparks, die Pagoden, die liebevollen Gesichter und bin besonders begeistert von Saigon sowie von Tay Ninh, dem heiligen Zentrum der Cao Dai, einen Tagesausflug südlich von dieser Stadt.

Beeindruckt auch hat mich das Kapitel über das Mekong- Delta und gefallen haben mir die Sonderinformationen, die an den Seitenrändern geliefert werden.

Ein tolles Buch, das ich nicht nur Reiselustigen gerne empfehle.

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Rezension: Island

Mit Island assoziiert der eine Mama und Papa, andere eine geheimnisvolle Landschaft und ich assozierte bislang damit einen wunderschönen Reisebegleiter und dessen spannende Erzählungen über sein Geburtsland.:-))

Bevor ich als junge Studentin in den Semesterferien in Andalusien den isländischen Studenten Elias kennenlernte und mit ihm spontan drei Wochen hindurch vergnügt durch Andalusien trampte, assoziierte ich Island allerdings mit "Brunhild", der Gattin des Nibelungen Gunthers, die diesen, als er mit ihr beischlafen wollte, an die Wand tackern oder an einen Kleiderbügel gefesselt im Wormser Schlafgemach an die Tür hängen ließ..., ich weiß es nicht mehr genau. Der Grund ist jedenfalls klar: Gunther entsprach nicht ihren ästhetischen Vorstellungen. Falls die Männer in Island, dem Herkunftsland Brunhilds, alle so blendend aussahen, wie mein  Reisebegleiter in Andalusien, verstehe ich, weshalb sie unpässlich auf Gunther reagierte. Dieser soll angeblich ein bordeauxrot gewandter, zeternder Gnom gewesen sein, eine Art Giftzwerg demnach..

Kurzzum, Elias berichtete mir in Andalusien drei Wochen hindurch von Island und seit damals vermischen sich Bilder, die an sich nicht zusammengehören vor meinem geistigen Auge. Island und Andalusien sind gewissermaßen eins geworden. Das darf natürlich nicht sein.

Durch den vorliegenden Bildband des französischen National Geographic Fotografen Oliver Grunewald habe ich mir endlich Klarheit verschafft. Nun sind alle Bilder wieder am rechten Ort. Island allerdings erscheint mir noch schöner als ich es mir bislang vorgestellt habe. Island ist so schön wie Elias, einer der schönsten Männer, die mir in meinem bisherigen Leben begegnet sind.

Das Buch, das primär aus Fotos von dieser Insel besteht, beginnt mit einer knappen, hochinformativen Einleitung. Hier auch erfährt man, dass diese Insel am nördlichen Polarkreis vor 25 Millionen Jahren entstand.
Die der Einleitung folgenden Bilder sind in die Kapitel: Eis, Eruptionen, Vulkane, Geysire, Wasser Erosionen untergliedert. Diesen Bildkapiteln folgt ein abschließendes Textkapitel mit dem Titel "Die Seele Islands".

Beeindruckt hat mich gleich zu Beginn ein Foto, das kleine Eisklumpen und Eisberge zeigt, die angeblich leise klingend unter dem kalten Licht des Vollmonds auf dem Wasser treiben. Im Hintergrund sieht man das fluoreszierende Polarlicht am Horizont.

Alle Bilder im Buch werden übrigens kurz und dabei sehr gut von Bernadette Gilbertas beschrieben.
Ich habe mich in jedes einzelne Bild geradezu verliebt, in die Eisschollen, das Polarlicht, in die Solfatorenfelder, hauptsächlich aber in das Foto, wo sich das aus dem Vulkan Eyafjallajökull strömende Lava über einen Abhang ergießt und ihn dabei von seiner Eisdecke befreit. Dieses Bild strahlt Erotik pur aus. (Vielleicht lag ich mit meiner andalusisch-isländischen Kopfkinomelange gar nicht so verkehrt). Die dann folgenden Eruptionen sind atemberaubend: Eis und Feuer vor der grün erleuchteten Polarnacht. In solchen Nächten werden Halbgötter gezeugt und die leben dann auf der Insel.:-))
Es führt zu weit, die einzelnen Bilder zu beschreiben.

Die Erde ist auf dieser Insel noch nicht zur Ruhe gekommen. Es blubbert und dampft überall. Das finde ich aufregend. Wunderschön sind die vielen Wasserfälle, aber auch die ausgehöhlten Felswände. Einfach alles. Auf den Bildern findet man keine Menschen. Man vermisst sie nicht, vermutet, dass sie Tarnkappen aufhaben, wie einst Siegfried, der auf diese Weise Brünhild in Island beim Kampf besiegte. Es war eine klitzekleine Schlacht aber kein Endsieg:-)). Ich vermute die Isländer haben aus dieser vorübergehenden Niederlage ihre Konsequenzen gezogen. Das war sicher nicht dumm von ihnen. Doch wer die Geschichte von Siegfried kennt, weiß, dass ihn seine Handlung teuer zu stehen kam. Hagen machte ihn im Odenwald im Auftrag der Isländerin zu Hackfleisch. Was hat ihm nun sein kurzfristiger Sieg gebracht? Er konnte das gute Odenwälder Quellwasser nicht länger genießen. Pech für ihn.

In Bernadette Gilbertas Ausführungen über die Seele Islands erfährt man Wissenswertes über diese Insel. Erwarten Sie hier bitte keinen poetischen Text. Es sind Fakten, die vermittelt werden. Auch die Ausführungen einer Autorin, eines Fischers, eines Gletscherführers, eines Reisebüroleiters, zweier Landwirte, eines Geophysikers, Alpinisten, Autors und Fernsehmoderators sind faktischer Natur. Nur die Malerin bekundet Poesie und diese fügt sich so wunderbar in die Landschaft, genauer in die Bilderwelt ein, die an die Anfänge der Erde erinnern.

Ein gelungenes Buch.

Empfehlenswert.

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Rezension:Sizilien: Kunst und Kultur (Gebundene Ausgabe)

"Wir fuhren die Straßen hinauf, wo das Lava, welche 1669 einen großen Teil dieser Stadt zerstörte, noch bis auf unsere Tage sichtbar blieb." (Goethe, S. 78)

Herbert Hartmann und Christoph Wetzel haben dieses reich bebilderte Buch auf den Weg gebracht, das sich mit der Kunst und Kultur von Sizilien auseinandersetzt.
Das Buch ist in sechs Kapitel untergliedert. Dabei handelt es sich um:

Die ionische Küste

Griechen, Punier und Araber

Normanen, Staufer und Spanier

Wege durch die Insel

Der Inselbogen

Schauplatz Sizilien

Im Vorwort erhält man bereits eine Idee davon, wie vielschichtig man Sizilien betrachten kann. Man liest in der Folge von historisch Wissenswertem über die ionische Küste und was sich dort zugetragen hat. Orte wie Messina und Catania kommen zur Sprache und man erfährt, dass in der zuletzt genannten Stadt der Opernkomponist Bellini und der Schriftsteller Vega geboren worden sind.


Man erfährt aber auch, dass Goethe sich vier Jahre nach dem Erdbeben von Messina, der letzten Station seiner in Palermo begonnenen Sizilienreise, in dieser Stadt aufhielt und liest Näheres zu dessen Aufenthalt dort. Liest des Weiteren von anderen Zeiten, nämlich jenen der Staufer im Hinblick auf das quadratische Castello Ursini von Catania und hat Gelegenheit sich alsdann mit der Welt der Mythen zu befassen, die sich dieser Insel als Orte des Geschehens bemächtigten.

Beeindruckende Bilder von Messina haben mich lange gefangen genommen, auch das antike Theater von Taormina und Ansichten von Catania. Dann las ich erneut Eindrücke von Goethe am Ostermorgen des Jahres 1787, wo er die Insel in Feststimmung erlebt.

Ausfühlich wird man über die Griechen, die Punier und die Araber unterrichtet, die alle auf der Insel ihren kulturellen Einfluss geltend machten. Das griechische Theater in Syrakus mag der ein oder andere bereits besucht haben, doch wem ist die phönizische Handelsstation "Mazara der Vallo" bekannt?

Am meisten angetan bin ich von den Zeiten als die Normannen, Staufer und Spanier das Inselgeschehen beeinflusst haben. Man erfährt nicht zuletzt Näheres über die normannisch-sizilische Baukunst und den Hof Friedrichs II. , der sich als die Verkörperung des Rechts auf Erden begriff.

Wunderbare Bilder von Palermo erwarten den Betrachter und man hat Gelegenheit sich in einem mehrseitigen Text mit dem Thema Goethe und Sizilien zu befassen. Der Dichter schreibt am 5.Mai: "Wir rückten dem roten Berg näher, ich stieg hinauf: er ist ganz aus rotem vulkanischen Grus, Asche und Steinen zusammengehäuft.", (Zitat: S.79).

Den Ätna kann man auf einem Foto bewundern und immer wieder die Landschaft in sich aufnehmen, die so facettenreich ist. Doch man wird auch über die Künstler in Sizilien informiert und darf sich eines Bildes des Strómboli (vorgelagertes Inselchen erfreuen und hier den weithin sichtbaren Eruptionen- heute in Intervallen von20 Minuten bis zu einer Stunde- , die schon den Seefahrern im Altertum als natürliches Leuchtfeuer dienten.

Die kulinarischen Besonderheiten Sizilien werden thematisiert, bevor man sich in einen mehrseitigen historischen Abriss der Geschichte vertiefen kann und dort auch über Literatur, Oper und Film informiert wird, wobei natürlich di Lampedusas "Il Gattopardo" nicht vergessen wird.

Zum Schluss hat man Gelegenheit sich in eine Landkarte zu vertiefen, die dem Betrachter Sizilien zeigt. Interessant sind für mich auch die vielen kleinen vorgelagerten Inselchen, die mir mal wieder verdeutlichen, das ein Blick auf die Karte blitzschnell Kopfgeburten aus dem Weg zu räumen vermag.

Menschen, die diese Insel bereisen dürfen, können sich glücklich schätzen. Das macht das Buch deutlich.
Empfehlenswert.

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Rezension:Andalusien: Maurische Pracht in Spaniens Süden (Gebundene Ausgabe)

Dieser traumhafte Bildband von Rolf Leger stellt sowohl textlich als auch fotografisch Andalusien, die maurische Pracht in Spaniens Süden vor. Gleich vorab möchte hervorheben, das die wunderschönen fotografischen Impressionen mich dazu veranlassten, mich zunächst erst einmal in die Bilder zu vertiefen, bevor ich mich mit den diese begleitenden eloquenten Texte auseinandergesetzt habe.

Während des Betrachtens und Lesens habe ich Segovia gehört, den ich vor einiger Zeit auf dieser Plattform auch rezensiert habe. Die Landschaftsaufnahmen gleich zu Beginn des Buches hielten mich lange gefangen, speziell ein doppelseitiges Foto, das Zahara de la Sierra, eines der berühmten weißen Dörfer um Ronda zeigt, das von einer sehr beeindruckenden Landschaft umgeben ist.

Zunächst wird man textlich mit Spaniens Außenbild konfrontiert, liest hier auch bereits historisch Wissenswertes, bevor es dann zur Sache geht. Andalusien liegt kulturhistorisch betrachtet an einen Kreuzpunkt kaum zu überschätzender weltgeschichtlicher Bedeutung. Weshalb das so ist, wird im Buch ausführlich erläutert. Auch liest man davon, dass die fokussierte Region topografisch eine klare Dreiteilung besitzt. Diese wird genau definiert und dann näher textlich beleuchtet. Anschließend folgt ein historischer Abriss, der, was uns an anbelangt, bei dem Cro-Magnon-Menschen seinen Anfang nimmt. Man liest Näheres zur geheimnisvollen Megalithzeit, zu den Phönikern und Puniern, den Zeiten römischen Einflusses und schließlich von der Geburt der spanischen Nation.

Ausführlich wird dann über die nichtchristliche Zivilisation auf europäischem Boden berichtet, die im Jahre 711 begann. Informiert wird man auch über das Kalifat von Cordoba und auch über die architektonischen Wunderwerke dort. Dabei handelt es sich um eine der ältesten Moscheen der gesamten islamischen Welt "die Mezquita" und ferner um den Kalifenpalast von Medina Azhara. Zur Sprache gebracht wird in diesem Zusammenhang eine eigenständige Kunst in Al- Andalus, die an Beispielen sehr gut nachvollzogen werden kann. Beeindruckend sind die Innen- und Außenaufnahmen der Mezquita. Das Bild der Arkaden ist sicher vielen bekannt, weil es beinahe einem Wahrzeichen von Andalusien gleichkommt.

Über Taifa-Könige, Almoraviden und Almohaden wird man aufgeklärt und hat die Chance erneut in Bilderwelten einzutauchen, so etwa in Motive aus Sevilla und Malaga, bevor man sich mit Granada und der Alhambra befassen kann. Die Alhambra wird nicht nur anhand eines Schaubildes erläutert, sondern auch textlich umfangreich erklärt und zwar untergliedert in Alcazaba, Patio de Machua, Mexuar und Cuarto Dorado, Palacio de Comares, Palacio de Leones, Banos Reales, Patio de la Daraxa, Jardines del Partal und El Generalife.

Es folgen Fotos von glaublicher Schönheit, die der Alhambra vielschichtig huldigen, dann erst liest man von der Neuzeit und den "Katholischen Königen", die das Ende des islamischen Königreichs in Andalusien herbeiführten, lernt die Reconquista-Architektur alsdann kennen, aber auch in der Folge die Geburt des Barock und ist wie verzaubert von dieser besonderen Region Spaniens, die ich bislang nur einmal in sehr jungen Jahren Gelegenheit hatte, persönlich kennenzulernen, leider in der glutheißen Julisonne. Dennoch sind die Eindrücke unvergesslich und wurden durch dieses Buch mehr als nur ein wenig aufgefrischt.
Empfehlenswert, für kulturhistorisch interessierte Leser und solche, die es werden wollen.

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Rezension:Wolfram Siebeck isst unterwegs: Kulinarische Abenteuer (Gebundene Ausgabe)

Der Autor, Restaurantkritiker und kulinarische Kolumnist Wolfram Siebeck hat wieder einmal ein kurzweiliges Buch vorgelegt, in dem er den Leser mit spannenden Reisebeschreibungen unterhält, die natürlich immer auch lukullische Facetten haben.

Siebeck bekennt gleich zu Beginn, dass er in den letzten Jahrzehnten viel gereist sei und kommt zu dem selbstironisierenden Ergebnis, dass Reisen, die wegen kulinarischen Erlebnissen angetreten werden, arm und dick machen.

Ganz so arm, wie Siebeck vorgibt es zu sein, ist er aber nicht, denn immerhin residiert er auf Burg Mahlberg in der Ortenau. Ein wenig Hüftgold kann man ihm seit einigen Jahren allerdings nicht absprechen. Dieses macht diesen älteren Herren jedoch noch attraktiver als er es ohnehin immer war. Siebeck kokettiert offenbar gerne. Das ist amüsant.


Mit viel Interesse habe ich von Siebecks frühen kulinarischen Erfahrungen in Frankreich gelesen und wie der Maler Max Ernst ihn in Paris zur Kasse gebeten hat. Die Speisen im "Voltaire", auch die Weine scheinen exzellent gewesen zu sein. Immerhin. Siebeck weiß, was einen Gentleman wirklich ausmacht, nämlich ohne mit der Wimper zu zucken zu zahlen und erst Jahrzehnte später auf der Parkbank für jeden hörbar, allerdings witzelnd zu miauen, (grins).


Der Gentleman erzählt von Reiseerlebnissen in Wien, Prag, Monte Carlo, Istanbul, Granada, Tokio, Moskau und vielen anderen Reisezielen mehr. Alle Erlebnisse sind spannend zu Papier gebracht, auch die Erlebnisse, die er in Island hatte. In Reykjavik sollen die besten Restaurants in Hotels untergebracht sein und die Bürger dieser Metropole sollen gerne ausgehen und Konsum zu schätzen wissen. Siebeck berichtet von seinen lukullischen Erfahrungen auch dort und dass für ihn das gepfefferte Walsteak enttäuschend war, weil es auch vom Esel hätte gewesen sein können, so dünn und zäh wie es war, (vgl.: S.105).


Ich möchte nicht zu viel von den Reiseerlebnissen verraten, um das Lesevergnügen nicht zu mindern, jedoch noch kurz erwähnen, dass Siebecks Bericht über ein "Luft-Menu" mir besonders gut gefallen hat.


Siebecks Geschichten machen stets deutlich, dass hier ein hochgebildeter, weltgewandter Mann schreibt, der immer auch über Literatur und Kunst etwas Kluges zu sagen weiß und damit dokumentiert, dass seine Konversation bei Tisch über den Tellerrand weit hinausreicht. Mit ihm zu speisen, muss ein Vergnügen sein.

Empfehlenswert.

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Rezension:Trends und Lifestyle Freiburg und Umgebung (Gebundene Ausgabe)

Die Autorin Sigrid Hofmaier und der Fotograf Andreas Gerhard stellen in diesem Buch die badische Universitätsstadt und den Breisgau unter mittelständischen Gesichtspunkten vor. Dabei ist das reich bebilderte Buch in folgende Kapitel untergliedert:

-Kultur mit Bodenhaftung- Freiburg hat, was alle suchen

-Perfekter Dienst und beste Leistung- Nachhaltigkeit in und um Green City

-Lebensart an der Dreisam- Entdeckungen mit Charme und Charakter

-Alles nah, alles da- Regionalität ist Trumpf

-Am Schauinsland- Unterwegs am Freiburger Hausberg

-Alles auf einen Blick
Freiburg und dessen Umgebung habe ich schon vielmals besucht, insofern sind die touristischen Beschreibungen im Buch für mich kein Neuland. Neu für mich sind die Infos zu mittelständischen Betrieben, die für Touristen durchaus lesenswert sind, speziell, wenn man die Städtereise auch zum Shoppen nutzen möchte.

Nachdem man zunächst ein wenig über die Geschichte Freiburgs aufgeklärt wird und hier auch erfährt, dass die Albert-Ludwigs-Universität im Jahre 1457 gegründet worden ist und heute 140 Studiengänge in Gebäuden, die eine Fläche von 437 000 Quadratmetern einnehmen, belegt werden können, erfährt man mehr über die Kunst- und Musikszene und hat Gelegenheit nicht nur das Münster, sondern auch ein historisches Kaufhaus, das Colombi-Schlössle und andere Sehenswürdigkeiten mehr in Augenschein zu nehmen.

Besonders lesenswert finde ich den Beitrag über den "Freiburger Münsterbauverein", der einen eigenen Steinmetzbetrieb betreibt, die so genannte Münsterbauhütte. Im dort in der alten Münsterbauhütte beherbergten Münsterladen kann man sich mit Literatur versorgen und Originalsteine sowie Modelle des Bauwerks etc. erwerben.

Bei meinem letzten Besuch in Freiburg saß ich lange in einem sehr netten Weinlokal direkt am Münster, trank dort sehr guten Wein, erfreute mich des regen Marktlebens und unterhielt mich mit Freiburgern, die dort nach ihren Markteinkäufen ebenfalls ihren Wein tranken. Natürlich bin ich überaus begeistert nun mehr über die "Alte Wache- Haus der badischen Weine" zu erfahren, u.a. auch, dass dieses Haus mittlerweile 39 Gesellschafter zählt und man aus über 100 Wein- und Sektsorten der Anbaugebiete Kaiserstuhl, Tuniberg, Markgräflerland, Breisgau und Ortenau als Gast wählen kann, freundlich beraten wird, die edlen Tropfen im Ausschank probieren und mit nach Hause nehmen kann. Das kann ich soweit bestätigen und auch, dass die Fotos nicht übertreiben. Es ist wirklich so schön, wie auf den Fotos dargestellt und die Weine sind tatsächlich bestens.

Ich kann an dieser Stelle natürlich nicht über alle Geschäfte, die im Buch zur Sprache kommen, schreiben, denn das würde den Rahmen einer Rezension sprengen. Hinweisen möchte ich auf die "Galerie pro arte", aber auch auf das "Stiftungsweingut Freiburg", das ich bislang nicht kannte, das aber seit 1298 dem Wohl der Bürger verpflichtet ist.

Informiert wird man über das Industrie- und auch über das Gewerbegebiet der Stadt, bevor man einen Modeladen, ein Friseurgeschäft, ein Lichtstudio, eine Möbelwerkstatt, einen Blumenladen und auch verschiedene Restaurants kennenlernt.

Es führt zu weit auf diese Betriebe, wie auch die dann folgenden näher einzugehen. Stets sind die Hinweise ausführlich beschrieben und man hat nach der Lektüre eine Vorstellung davon, was man von den einzelnen Geschäften zu halten hat. Freiburg verzeichnet über 1 Million Übernachtungen im Jahr. Der Tourismus boomt. 30 % der Bevölkerung nutzen das Fahrrad und der Fahrradnetzweg ist 400 km lang. Seit 2010 darf sich Freiburg die Bundeshauptstadt im Klimaschutz nennen. Weshalb diese Stadt auch "Green City" genannt wird, erfährt man auf den Seiten 88-89.

Gut informiert wird man auch über die Früchte des täglichen Marktes rund um das Münster, auch über die Stadtteilmärkte im Gründerzeitviertel Wiehre und im Quartier Stühlinger und darf sich schöner Fotos vom Wochenmarkt auf dem Münsterplatz erfreuen.

In der Folge erfährt man Näheres zur Winzergenossenschaft Oberbergen. Am Kaiserstuhl mit seiner vulkanischen Landschaft gedeihen bekanntermaßen hervorragende Weine. Hier liest man auch, dass der Begriff "Bassgeige" für Oberbergener Weine auf die Geländeform des Anbaugebietes zurückgeht, was mir bislang übrigens nicht bekannt war.

Einige sehr gute Restaurants im Breisgau werden näher beschrieben und auch die "Kunsthalle Messmer" in Riegel am Kaiserstuhl. Zur Kunsthalle gelangt man durch einen Skulpturengarten. Die "Kunsthalle Messmer" wartet mit zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr auf, wobei ihre Kompetenz in der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst zu finden ist. Alle zwei bis drei Jahre lobt Messmer den internationalen Evard-Preis aus. Es nehmen etwa 600 Künstler daran teil. Der Preis gilt in der konkret-konstruktiven Kunstszene als bedeutend.

Thematisiert wird auch der Freiburger Hausberg und die "Schauinslandbahn der Freiburger Verkehrs AG". Ferner lernt man den Steinbildhauer Martin Wiese und seine Werke näher kennen und immer wieder hübsche Restaurants, die verdeutlichen, dass man sich hier im siebten Himmel befindet. Insofern wundert es mich nicht, dass in Vogtsburg-Burgheim am Kaiserstuhl ein Restaurant und Gästehaus auch so heißt. Das Ambiente des "Siebten Himmels" ist so schön, dass ich mich entschlossen habe, beim nächsten Besuch der Region dort zu wohnen und zu speisen.

Auf den letzten Seiten findet man umfangreiches Adressenmaterial. Nicht uninteressant, wenn man Weine ordern möchte oder aber wie ich demnächst im "Siebten Himmel" zu wohnen gedenke.

Empfehlenswert.
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Rezension:Neuseeland: Im Land der weißen Wolke (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Thomas S. Frank und der Fotograf Clemens Emmler haben dieses reich bebilderte Buch auf den Weg gebracht. Hier lernt man ausführlich die Schönheiten Neuseelands kennen, dessen wichtigste Orte man anhand von vorangestelltem Kartenmaterial zunächst geografisch einzuordnen vermag.

Die Nordinsel wird durch die Themenbereiche der winterlose Norden, der entlegenere Osten, der brodelnde Kern sowie das kulturelle Zentrum abgedeckt und die Südinsel mittels der Themenbereiche sonniger Norden im Süden, Neues im Osten, wilde Westküste und tief im Süden. Zum Ende des Buches kann man sich in einen praktischen Reiseteil einlesen, auf den ich später in meiner Rezension noch zu sprechen komme.

Lobenswert in diesem Buch ist, dass sich der Text- und der Bildteil die Waage halten und man Seite um Seite aufgrund der Bilder auf die begleitenden Texte neugierig gemacht wird.

Man erfährt historisch Wissenswertes aber auch Näheres über die Bewohner, so etwa dass auf 100 Kiwis heute 76 Weiße und 15 Maori kommen und dass Menschen aus Asien die dynamischste ethnischste Gruppe im Land darstellen. Man liest des Weiteren Lehrreiches über die Agrarstruktur und über die Mentalität der Bewohner dort.

Die Hauptstadt Polynesiens wird fokussiert, auch die Reste der Riesenbäume im Norden der Nordinsel und anschließend lernt man alle wichtigen Orte und Regionen beider Inseln näher kennen. Mich fasziniert dabei der brodelnde Kern der Nordinsel am meisten, weil dort Geysire fauchen, Schlammtümpel Kochen, Thermalquellen sprudeln und heiße Wasserlöcher am Siedepunkt dampfen, (vgl.: S.72).

Bemerkenswert auch ist das kulturelle Zentrum der Nordinsel und hier die Stadt Martinborough, auf die der Autor einen nicht grundlos einen Toast ausspricht.

Die Südinsel beeindruckt landschaftlich aufgrund ihrer Lieblichkeit, wobei Marlborough Sounds unumstritten zu den schönsten Küstenlandschaften in ganz Neuseeland zählen sollen. Die Fotos lassen diesbezüglich keine Fragen offen. Ein Traum.
Doch auch die wilde Westküste sollte man sich bei einem Besuch der Inseln ansehen, speziell wenn man ein Liebhaber romantischer Landschaften ist.

Wer sich schnell einen Überblick über die TOP 10 der Insel verschaffen möchte, wird zum Schluss des Buches dahingehend bestens bedient. Die beiden Nationalparks sollte man nicht verabsäumen auszusuchen, wenn man in Neuseeland weilt, sicher allerdings auch auf einschlägigen Festivals und Events tummeln, sofern man Geselligkeit und Einsamkeit im Wechsel schätzt.

Der Zeittafel kann man die wichtigsten historischen Ereignisse der Insel entnehmen, auch gibt es sehr gute Hinweise, wo man übernachten und genießen kann. Eine Reihe weiterer Kurzinfos macht deutlich, dass dieses Buch eine gute Basis für einen geplanten Neuseelandaufenthalt darstellt.

Empfehlenswert.
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Rezension:Luxury Hotels Top of the World Vol. II: 2 (Gebundene Ausgabe)

In diesem Bildband lernt man die besten Luxushotels der Welt kennen. Auf den Leser und Betrachter warten eine Fülle von Fotos mittels derer man sich einen Eindruck von besagten Luxusherbergen beschaffen kann. Preise werden in dem Buch keine genannt, denn es handelt sich nicht um einen Buchungskatalog und auch nicht um einen Hotelführer.

Um Bücher dieser Art wirklich schätzen zu können, muss man frei von Neid sein und das Schöne um seiner selbst willen lieben, ohne danach zu fragen, ob man es für sich in Anspruch nehmen kann.

Exklusive Hotels aufzusuchen, auch dann, wenn man nur eine Tasse Kaffee dort zu sich nimmt, um das Ambiente für eine Weile zu genießen, macht sehr viel Freude. In solchen Hotels einige Tage verwöhnt zu werden, ist natürlich ein wenig wie der Himmel auf Erden. Von solchen Erlebnissen kann man lange zehren. Man sollte sich das von Zeit zu Zeit gönnen. Wirklich kostspielig wird es, wenn man sich dort wochenlang niederlässt, so wie dies einige Popstars und Modezaren angeblich zu tun pflegen. Doch auch diesen Menschen sollte man den Genuss nicht neiden, denn wo viel Licht ist, ist stets viel schmerzhafter Schatten.

An trüben Herbst- und Wintertagen genügt mitunter der Blick in ein solches Buch, um zu besserer Laune zu gelangen und sich vorzustellen an einem dieser Punkte zu sein. In der Fantasie ist bekanntermaßen alles möglich....

Die Hotels sind den jeweiligen Kontinenten zugeordnet. Sie werden im Einzelnen kurz und auch sehr präzise beschrieben und zwar in englischer, deutscher, französischer, spanischer und italienischer Sprache.

In einigen wenigen der beschriebenen Hotel habe ich schon Kaffee getrunken, in anderen gespeist und im "Bayrischen Hof" in München einige Male übernachtet, insofern meine ich, das Buch ein bisschen auch vom Wahrheitsgehalt her beurteilen zu können.

Es ist unmöglich, im Rahmen der Rezension auf alle Hotels einzugehen. "The Savoy" in London soll der Big Ben unter den Luxushotels in dieser Stadt sein. Oscar Wilde und George Bernhard Shaw hielten sich hier einst bereits gerne auf. Weshalb das so war, begreift man sofort, wenn man die Bilder sieht.

Drei Luxushotels der Stadt Berlin werden gezeigt. Nach den Fotos zu urteilen ist das "Adlon" wohl das schönste. Die Zimmer sind opulent gestaltet. In einem solchen Himmelbett zu schlafen, ist gewiss ein besonderes Erlebnis. Die Aufenthaltsräume und das Schwimmbad sind so exzellent designt, dass man auf einen Stadtrundgang bei entsprechender Begleitung gerne verzichtet.

Das "Hotel Hessischer Hof" in Frankfurt/Main ist perfekt dargestellt. Es ist nicht nur zu Messezeiten ein begehrter Aufenthaltsort, sondern auch für Frankfurter, die die Bar dort zu schätzen wissen.

Im "Hotel Goldener Hirsch" in Salzburg habe ich vor langen Jahren einmal gut gespeist. Die gezeigten Räume haben sich kaum verändert. Es scheint noch immer eine gute Adresse zu sein, wenn man die Geburtsstadt Mozarts besucht. Das "Hotel Sacher" in Wien wirkt auf mich sehr anziehend, wenn ich die Bilder genauer studiere. Auch hier schläft der Gast in einem schönen Himmelbett.

Ich will gar nicht wissen, wie teuer der Aufenthalt im "Badrutt`s Palace" in St. Moritz ist, obschon es schönere Inneneinrichtungen gibt. Doch das Panorama ist einzigartig.

Im "Hotel Le Negresco" in Nizza muss man einen Kaffee trinken und man muss sich auch die imposante Eingangshalle ansehen, wenn man diese Stadt besucht. Die Aufnahmen spiegeln die Realität gut wieder. Es ist ein Traum, von solch wundervollen originalen Kunstwerken umgeben zu sein.

Eine sehr schöne Hotels in Paris werden gezeigt, darunter das "Four Seasons Hotel George V" mit seinem prachtvollen Speiseraum und das "Hotel Ritz", das zumeist von Amerikanern frequentiert wird.

Das "Hassler Roma" würde ich gerne mal besuchen, weil der Blick auf die Stadt von dort optimal ist und im "Bauer II Palazzo" in Venedig muss es sehr schön sein zu wohnen, wenn man sich an Casanovas Heimatort aufhält. Die Bilder überzeugen mich.

Natürlich werden auch Traumhotels in Spanien angeführt, doch ich habe mich soeben in das Hotel "La Sultana Marrakech" verliebt. Dort aber auch im "Royal Mansour" muss Scheherazade ihren Kaffee genießen.

Dubais Hotels machen mich sprachlos. Dort gibt es Luxus pur. Doch Luxus kann sich auch anders als in prachtvoll ausgestatten Räumen zeigen. Dies machen die gezeigten Camps in Namibia und Kenia und die Lodges in Süd Afrika deutlich.

Die Hotels in den USA sind puritanisch-luxuriös und insofern fehlt ihnen das Unerhörte, das Luxus erst zu dem macht, was er ist. Ganz anders die Hotels in der Karibik und in Argentinien sowie Peru, die mir bei Betrachten den Mund offen stehen lassen. Das "Alvear Palace Hotel" in Buenos Aires soll die formale Eleganz der 30er Jahre besitzen und das "Hotel Monasterio" in Cuzco war einst ein Priesterseminar und wartet mit Luxus ganz besonderer Art auf.

Von den indischen Luxusherbergen beeindruckt mich "The Oberoi Udaivilas" in Udaipur besonders und wird nur noch getoppt von dem Hotel "Alila Villas Soori" auf Bali. Dort würde ich es schon einige Monate ohne Computer aushalten:-)). Das Hotel liegt direkt am Meer.

Im Index sind alle Hotels aufgelistet. Hier auch erfährt man die genauen Anschriften und erhält zudem diverse andere Infos. Preise kann man sich im Internet besorgen. Die will ich beim Lesen des Buches auch gar nicht wissen. Solches Wissen stört nur beim Genuss der Bilder.

Empfehlenswert.
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Rezension:Australien (Gebundene Ausgabe)

Der NATIONALGEOGRAPHIC-Fotograf Stanislas Fautré stellt in diesem Buch mittels einer Fülle beeindruckender Fotos und aufschlussreicher begleitender Texte Australien vor. Auf einer der ersten Seiten wird der Betrachter bzw. die Betrachterin fast ein wenig vorwurfsvoll von dem Patriarchen der Ngkalabons im Dorf Weemol, Arnhemland "Philipp" angeblickt. Fast meint man er wolle sagen:"Krähenfrau und Eidechsenmann, das war vor dem weißen Mann. Die Traumpfade führen nun ins Nichts. Alkohol und Drogen haben die Traumzeit abgelöst,"(Zitat: S. 9).

Auf einigen Fotos lernt man neue Kunstwerke der Aborigines kennen, auf anderen solche, die bereits 40 000 Jahre alt sind. Gezeigt werden des Weiteren bemalte Aborigines, die zur Musik des Didgeridoo und dem Rhythmus der Keulen tanzen.

Berührend sind die Kinderbilder. Diese Kinder der Eingeborenen haben sehr große Augen und wirken engelsgleich. Nach den ersten Eindrücken, die den Menschen, die die Traumzeit noch kannten, vorstellen, lernt man Landschaftsbilder kennen.

Das Buch ist übrigens in die Kapitel: Terra Incognita; Die Straße zum Wasser; Unterwegs; Felsen; Traumstädte und Landschaften untergliedert.

Im ersten Landschaftskapitel kann man sich einen Eindruck von Kaps, Felswänden und Vorgebirgen verschaffen, aber auch von Sandbänken, die das Blaue Wunder des Great Barrier Reefs Queensland) bewachen. Man lernt Riesenstörche und Reptilien auf den Bildern kennen, auch Wasserfälle, die von einer einzigartigen Vegetation umgeben sind. Nicht selten verlaufen solche Wasserfälle und Flüsse zwischen Schraubenbäumen und riesigen Farnen.

Das Kapitel über das Outback gefiel mir dort am besten, wo ich mit der "Roten Mitte" konfrontiert worden bin. Dort mit einem Heißluftballon entlang zu schweben oder noch besser über die Felsenlandschaft zu gleiten muss die Erfüllung sein.

Beeindruckend sind die Sandsteinkuppeln von Purnululu und der Kata Tjuta (Mount Olga in all seinen Farben. Noch schöner als all dies sind der Mango Lake und die Pinnacles-Wüste im rosa Licht des Sonnenuntergangs.

Die Städte haben mich weniger berührt als das Paradies auf diesem Kontinent, auf dem der Sand rote und weiße Wellen wirft und seltene Bäume und noch seltenere Tiere an die Traumzeit erinnern. Ob es damals schon Kängurus und Koalas gab oder nur eine Idee davon, vermag ich nicht zu sagen, doch Hände hat es gegeben, wie die alten Höhlenmalereien zeigen und diese Hände tasteten sich aus der Traumzeit in die Schattenwelt hervor, von der wir glauben, dass sie die Tatsächlichkeit verkörpere.

Empfehlenswert.

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Rezension: 400 Roadtrips, die Sie nie vergessen werden (Gebundene Ausgabe)

Dieser grandiose Reisebildband mit einem kurzen Vorwort von Keith Bellow führt den Leser auf die höchsten Straßen der Welt hin zu kurvigen Küstenstraßen mit atemberaubendem Blick und weiter zu spektakulären Landschaften, vom Wasser geformt und auch hin zu versteckten Schätzen für abenteuerlustige Reisende und zu verträumten Orten an ruhigen Landstraßen aber auch zu Dinosaurieren, Schlachtfeldern und Kultstraßen, um schließlich Streifzüge durch den Großstadttrubel zu unternehmen und kulinarische Köstlichkeiten am Wegesrand zu genießen.


Die einzelnen Reiserouten werden jeweils sehr gut erklärt. Neben den allgemeinen Erläuterungen erfährt man immer, von wo nach wo die Reise geht, die Straßen werden genau bezeichnet, die Länge der Route, die Fahrzeit, die beste Reisezeit werden genannt und man erhält zudem Daten zur Reiseplanung. Dazu kommen dann noch fotografische Eindrücke.

Im ersten Kapitel "Über Hügel und Berge" bin ich am meisten angetan von der Route San Demetrio Corone nach Catanzaro. Dabei handelt es sich um die Bergstraßen Kalabriens, die nach der Beschreibung sehr beeindruckend sein müssen. Noch interessanter erscheint mir allerdings die Rundstrecke ab Catania entlang den Hängen des Ätnas auf Sizilien zu sein, Europas größtem aktiven Vulkan, den man ganzjährig besuchen kann.


Besonders anziehend finde ich des Weiteren die ostspanischen Bergdörfer mit den Terrassen von Orangen und Zitronenhainen, Oliven- und Mandelbäumen, die sich von Altea nach Albir erstrecken. Aufgeführt sind in diesem Kapitel auch die Top Ten "Routen für Könner". Zu ihnen gehört u.a. die Strecke von Davos über Bormio nach Stelvio, die im Winter nicht selten gesperrt ist.

Im Kapitel "An den Küsten und Ufern" bin ich am meisten angetan von Neuseelands Westküste, gefolgt von der deutschen Ostseeküste mit ihren wundervollen Stränden, grünen Landschaften, Fischerdörfer und historischen Häfen von Wismar nach Barth.

Natürlich begeistert mich auch die Amalfi-Küste in Italien von Sorrento nach Vietri sul Mare und die Französische Riviera von Nizza bis Monaco, die ich schon oft Gelegenheit hatte zu besuchen und der meine ganz große Liebe gilt. In diesem Kapitel lernt man neben vielen Reiserouten weltweit die TOP TEN der spektakulären Brücken kennen, den ultimativen Roadtrip und die TOP TEN der Seeufer-Touren, zu der auch eine Plattensee-, aber auch eine Neusiedler- See- Tour zählen.

Anschließend folgen die Routen an "Flüssen in Tälern und durch Schluchten". Hier lernt man u.a. den ultimativen Roadtrip "Felsbögen und Canyons" näher kennen und eine Route von Lima nach Tacna in Peru, aber auch eine Fahrt entlang der Elbe in Sachsen, die zu historischen Schlössern und Burgen, reizvollen alten Städten und der dramatischen Sandsteinküste des Nationalparks Sächsische Schweiz führt.

Im Kapitel "Auf einsamen Straßen" fasziniert mich am meisten die Rundstrecke ab Salta/ Argentinien. Höhepunkt dieser Tour sollen rote Felsenschluchten, Wanderdünen, Weinberge, Kolonialstädte und alte Dünen bilden. Man lernt übrigens u.a. die TOP TEN der ungezähmten Straßen, den ultimativen Roadtrip "Seidenstraße", aber auch die Rundstrecke um Arezzo in Italien kennen, wo man uralte Wälder und abgelegene Klöster bestaunen kann.

Schön auch muss die Rundstrecke ab Pickering in England sein mit den geheimnisvollen Mooren, aber auch die Route nach Assisi im ländlichen Umbrien.

Es ist unmöglich alles, was in diesem Reisebuch aufgeführt ist zu benennen, doch die TOP TEN der Mittelmeerrouten möchte ich anführen, die alle sehr gut beschrieben sind. "Über die Dörfer" ist ein Kapitel, das mich sehr anzieht und hier am meisten wohl die mittelalterlichen Festen, die man auf der Rundstrecke ab Guarda in Portugal besichtigen kann.


Bei den Städtetouren finde ich die Rundstrecke ab Madrid am interessantesten und bei den historischen Routen die Katharerroute in Frankreich sowie natürlich die Tour im Tal des Indre, der ein Nebenfluss der Loire ist.

Schlussendlich dann kann man sich ein Gourmetreisen vertiefen. Hätte ich die Wahl zwischen den vorgestellten Gourmet-Routen, würde ich wohl nach Galicien reisen, um dort Wein und Meeresfrüchte zu genießen.

Alles in allem ein tolles Buch mit vielen hilfreichen Informationen. Auch, wenn man nicht überall hinreisen kann, ist es doch schön, eine Idee von den Reiserouten zu erhalten.
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Rezension: Iconic New York (Gebundene Ausgabe)

Dieser Fotobildband wurde von dem Konzertpianisten und Fotografen Christopher Bliss realisiert, dessen Arbeiten so anerkannt sind, dass einige davon sogar in die Dauerausstellung des Museums oft the City of New York aufgenommen worden sind, wie man der fünfsprachigen (englisch, deutsch, französisch, spanisch und italienisch) Kurzbiografie zum Ende des Buches entnehmen kann. Das ebenfalls fünftsprachige Vorwort hat der ehemalige, heute 87 jährige Bürgermeister von New York Edward I. Koch verfasst.

Die Bilder in diesem Buch werden nicht von Texten begleitet. Man hat nur Gelegenheit zum Schluss im Index nachzulesen, was man im Einzelnen in Schwarz-Weiß mitunter auch in Farbe von New York City zu sehen bekommt.

Ich war in meinem bisherigen Leben nur einmal in New York und zwar vor genau 30 Jahren, Ende September für fünf Tage und zwar auf der Rückreise von Mexiko. Fast alles, was ich im Buch betrachten kann, habe ich damals mit eigenen Augen gesehen und auch fotografiert, nur bei Weitem nicht so beeindruckend.:-((

Ein solch beeindruckendes Schwarz-Weiß-Foto von der Freiheitsstatue und ebensolch beeindruckende Bilder von der Wallstreet halten mich lange gefangen, gleichwohl die Bilder von den Hochhäusern, die ich schon damals faszinierend fand. Die kleinen Geschäfte und der Washington Square Park erinnern daran, dass Menschen in dieser Stadt leben mit genau den Bedürfnissen als anderenorts.

Sehr gut ist die Geschwindigkeit und das Pulsieren der Stadt auf einigen Fotos festgehalten, durch beleuchtete, fahrende Autos in der Abenddämmerung und sich rasch bewegende Menschen. Ich weiß nicht, weshalb mir immer wieder der Begriff "Steinwüste" durch den Kopf geistert, wenn ich mir Luftaufnahmen von der Stadt ansehe. Vermutlich, weil mein altes Vorurteil sich durch die Bilder erneut bestätigt. Wüsten können allerdings sehr schön sein und sogar leben. New York ist ein Beispiel dafür.

Die vorweihnachtliche Stimmung vor dem Rockfeller Center ist natürlich bezaubernd. Doch alles ist so riesig, so überdimensional, sogar die Weihnachtsbäume, dass die Menschen letztlich stets wie Zwerge wirken und es ja auch im gewissen Sinne sind.

Die Patrick`s Cathedral ist sehr gut abgelichtet. Sie hat mich schon damals inmitten der Hochhäuser Manhattans begeistert. Bliss hat sie aus einem Fenster eines Hochhauses aufgenommen. Der Blickwinkel ist perfekt.

Die Herbstimpression im Central-Park vor der Hochhauskulisse gefällt mir besonders gut, weil der Anschein erweckt wird, dass die Natur die Steinwüste nach hinten drängt. Menschen, die sich im Park auf dem Rasen im Sommer von der Hitze in der Stadt erholen und solche die im Metropolitan Museum of Art Freude an moderner Kunst haben, werden sicher nicht die gleichen sein, wie jene, die die Dachterrassen auf Hochhäuser aufsuchen, um dort Fotos zu machen. Das sind wohl eher Touristen oder Profifotografen wie Christopher Bliss, der dem Betrachter dieses Bildbandes geradezu eine Reise in die Stadt der Gigantomanie erspart. Dürfen wir ihm dafür dankbar sein? Es kommt auf die Jahreszeit an.

Ein empfehlenswertes Buch.

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Rezension:Teneriffa: Insel des ewigen Frühlings (Gebundene Ausgabe)

Dieser hochinformative Bildband des Fotografen Ernst Wrba und der Reisebuchautorin Anette Meisen führt den Leser nach Teneriffa, die Insel des ewigen Frühlings.

Auf den ersten Seiten hat man Gelegenheit, sich die Insel auf einer Karte genau anzusehen und einen Überblick über die im Buch näher beleuchteten Orte zu verschaffen. Die vielen wunderbaren Bilder machen neugierig auf die begleitenden Texte.

So erfährt man gleich zu Beginn, dass das, was man von der Insel Teneriffa und den kanarischen Nachbarn sieht, in Wahrheit nur 5% eines kettenförmigen "Vulkangebäudes" darstellt, das über Jahrmillionen aus über 3000 Meter Meerestiefe emporgewachsen ist.

Die Entstehung der Inseln ist auf die Kontinentalverschiebung zurückzuführen, (vgl.: S.20). Teneriffa soll außer Sonne und Strand viele andere Seiten haben und diese werden im Buch verlockend aufgezeigt.

Untergliedert ist das Buch in folgende Kapitel:

Santa Cruz und La Laguna- das urbane Zentrum
Der Norden-Anagas und Accentejo
Der Nordwesten- Altstadtzauber in La Orotava
Der Nationalpark Teide- Naturschätze in Hülle und Fülle
Der Westen- Bananen und Barrancos
Der Süden - mehr als Sonne und Strand
Der Osten-Liebe auf den zweiten Blick
Reiseteil.

Da ich noch nicht auf dieser Insel war, bin ich überwältigt von deren Vielfalt. Neben 360 Kilometer Küste mit entsprechenden Traumstränden, hat diese Insel nicht zuletzt den Teide-Nationalpark zu bieten, der seit 2007 seitens der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt worden ist.


Über dieses Paradies wird man ausführlich aufgeklärt. Man liest über die vulkanische Mondlandschaft, die den höchsten Berg Spaniens, den Pico del Teide (3718m) umgibt und kann sich anhand von Fotos einen Eindruck von dieser reizvollen Landschaft verschaffen. Man hat die Chance, mittels einer geführten Biketour auf 1800 Metern zu starten. Mit jedem Kilometer soll die Umgebung ein anderes Gesicht zeigen. Auf Terrassenfelder und Mandelbäume folgt der Grüngürtel der Kanarischen Kiefern und dieser endet schließlich in der schwarzen Lavalandschaft des Teide, (vgl.:S.85).


Mir gefällt, dass in diesem Buch auf die unterschiedlichsten Schönheiten der Insel hingewiesen wird und man im Vorfeld einer geplanten Reise bereits eine Idee hat, was uns dort erwartet. Will man Strand, will man Bananenplantagen, Blumengärten, Lorbeerwälder oder Mondlandschaft oder das Flair einer reizvollen Stadt mit Kolonialgebäuden? Alles ist möglich. Schlaumeier befassen sich am besten mit den TOP-Ten-Teneriffas(Seite 144-145), um von allem das Beste herauszupicken.


Festivals und Events, ein kurzer historischer Abriss anhand einer Zeittafel und Adressen zum Übernachten und Genießen werden zum Schluss des Buches auch geliefert. Die angeführten Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants werden kurz beschrieben, so dass man beim Besuch der Insel nicht ahnungslos in Touristenfallen tappen muss.

Infos zu Teneriffa von A-Z runden die vielfältigen Reiseinformationen im Hinblick auf die Insel Teneriffa ab.

Empfehlenswert, nicht nur als Vorabinformation, sondern auch als Nachlese.

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Rezension: Feinspitz in Salzburg

Helen-Plöderer-King hat diesen kulinarischen Reiseführer durch Salzburg verfasst. Die Autorin lebt seit 1986 in Salzburg und weiß insofern wovon sie schreibt. 120 Lokalbeschreibungen warten auf den neugierigen Leser, der hier einen guten Überblick über die Gastronomie der Mozartstadt erhält.
Das Buch enthält zwei Übersichtskarten, die es dem Besucher erleichtern, die einzelnen Lokale zu finden. Diese Lokale sind untergliedert in:

-An der Theke, Schokolade und Süßes
-Bei Tisch- Kulinarisch-Kulturelle Abwechslung
-Auszeit Biergärten
-Unterwegs- Salzburger Märkte
-An der Bar-Nachtleben

Man erhält von allen Lokalen die genaue Anschrift und auch die Website, um sich weiter zu informieren. Die Restaurants und Beisln sind bestens beschrieben. Einige habe ich selbst schon besucht, u.a. das Restaurant "Goldenen Hirsch", das sehr gut beschrieben ist und wo ich wirklich vortrefflich gegessen habe.

Leider war ich noch nicht im "Ikarus" im legendären "Hangar -7". Dort wechseln die Spitzenköche monatlich ab und das Menü ändert sich ebenfalls dauernd. Wer in Salzburg lebt, hat hier Gelegenheit lukullisch extrem verwöhnt zu werden und zwar das ganze Jahr über, sofern es der Geldbeutel zulässt.

Im "Tomaselli" habe ich einen guten Kaffee getrunken. Die Atmosphäre versetzt die Besucher in Zeiten Mozarts zurück. Den Ort muss man einfach aufsuchen, wenn man in Salzburg ist, weil er Kaffeehaustradition verkörpert.

Dieser kulinarische Reiseführer ist in deutscher und englischer Sprache abgefasst und ein Muss, wenn man in Salzburg gut speisen und nicht blind in einer Touristenschuppen landen möchte.
Empfehlenswert.

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