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Rezension: 52 kleine & große Eskapaden am Niederrhein- Jutta M. Ingala- Dumont

Die Autorin #Jutta M. Ingala nimmt sich immer mal wieder Auszeiten, die sie vom heimischen Münsterland nicht selten an den Niederrhein führen. Auf ihrer Homepage www.6gradost.com erzählt sie von ihren kleinen und großen Entdeckungen und vor allem von ihren Begegnungen. Dies geschieht im Rahmen kurzweilig zu lesender Geschichten. 

Ihr hier vorliegendes, reich bebildertes Reisebuch mit dem Titel "52 kleine und große Eskapaden am Niederrhein" ist in drei Abschnitte untergliedert: 

Abstecher-Nur ein paar Stündchen 
Ausflüge-Raus für einen Tag 
Miniatururlaub- Ferien für ein Wochenende 

22 Abstecher, sprich Kurztrips für jeweils circa 4 Stündchen, führen beispielsweise zu Orten wie dem #Landschaftspark_Heilmannshof, der an den Niepkuhlen gelegen ist. Dabei handelt es sich um kleine sumpfige Tümpel, die wie Perlen an einer Schnur aufgereiht sind und zwar von Krefeld bis Vluyn und sogar noch weiter. Für Spaziergänger muss dieser Park eine Oase sein. 

Beeindruckend auch ist die Heide bei Drevenack. Die sandige Heidelandschaft ist von knorrigen Hudebäumen umgeben, An deren Stämmen wachsen seltsam geformte Pilze. Der Duft der Heide soll sich mit dem Aroma von würzigem Wacholder mischen. Klingt vielversprechend, diese bizarre Landschaft, die man in wenigen Stunden erwandern kann. 

Im 2. Abschnitt dann gibt es 18 Ausflüge. Hier werden jeweils 12 Stunden pro Ausflugsziel anberaumt. Eines der Ziele sind die Rheinauen bei Friemersheim. Das ist ein Ortsteil von Rheinhausen, das zu Duisburg gehört. Dann gibt es einen Ausflug, der mir viel Freude bereiten könnte und zwar mit dem Heißluftballon über die niederrheinische Landschaft zu fliegen. Die Bilder, die aus dem Ballon heraus realisiert wurden, sind vielversprechend. Man kann aus der Vogelperspektive Flussläufe, Landmarken und Wälder bewundern. Wunderschön. 

Spannend auch scheint ein Ausflug per Rad oder zu Fuß entlang der #Issumer_Fleuth und ins Sumpfdickicht zwischen Geldern und Issum zu sein und ein Highlight stellen die historischen Gärten von Kleve dar. Die Symmetrie der Anlage soll eine ungemein meditative Wirkung haben.

Im 3. Abschnitt dann werden 12 Miniurlaube vorgeschlagen, so etwa 117 Kilometer entlang der Niers von Mönchengladbach bis zur Mündung in die Maas. An diesem Fluss sollen eine ganze Reihe von Herrenhäusern und Mühlen liegen. Ach ja, sehr malerisch soll die Landschaft dort sein. Die Fotos bestätigen dies und machen neugierig.

Neben den informativen Texten und schönen Fotos gibt es jeweils einen Kartenausschnitt und Infos wie man an den jeweiligen Ausgangspunkt gelangt, zudem erfährt man etwas zur besten Reisezeit, auch zur Ausrüstung sowie Diverses anderes mehr.

Was noch?  Tourenverlauf: GPX Daten können  jeweils kostenfrei downgeloaded werden.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

Onlinebestellung: Dumont oder Amazon

Rezension: Hotel Europa- Refugien in der Stadt, auf dem Land und am Wasser- Prestel

Herausgeber dieses tollen, bei Prestel erschienenen Reisebuchs mit dem Titel "#Hotel_Europa" ist das Süddeutsche Zeitung Magazin. Dort erschien erstmals im Januar 2010 eine Kolumne, die sich mit idealen Hotels in Europa befasst. Gemeint sind damit nicht Fünf-Sterne-Luxushotels mit Zimmerservice rund um die Uhr, sondern individuelle, eher kleine Häuser mit Zimmern, in denen man gern ein paar spannende, erholsame Tage verbringen kann. 

Im Vorwort liest man: Ein "Hotel Europa" müsse kein völlig makelloses Haus sein. Wichtig seien, jeweils eine verblüffende Besonderheit, die man nur an diesem Ort fände und vor allem der Charme, der von dem entsprechenden Hotel ausgehe. 

Untergliedert sind die ausgewählten, kurzweilig zu lesenden Kolumnen in: Stadt, Land und Wasser.

Man lernt tatsächlich viele unglaublich interessante Hotels kennen, so etwa das #Hotel_Henriette in Paris, wo man im Sommer in einem von Efeu umschlungenen Mini-Innenhof frühstückt und sich einer hübschen Inneneinrichtung seines Zimmers erfreuen kann. 

Neugierig auch macht das "FahrradStop Gut Lorf" in Aken, Sachsen Anhalt mit einer interessanten Geschichte wie der Besitzer zu dem pittoresken Anwesen kam, aber auch die Villa Roncalli in Umbrien, wo man offenbar in idyllischer Umgebung sehr gut essen und trinken kann. 

Unmöglich hier eine Auswahl der vielen Hotels zu nennen, die im Buch im Rahmen der schönen Kolumnen fokussiert werden. 

Eines möchte ich aber doch noch erwähnen: Das Hotel "#Monte_Baldo" am Gardasee. Der Autor schreibt dazu: "Ein Hotel, in dem ich sofort nach dem Aufwachen lachen musste, weil es so schön war: die Sonne, die durch die hohen rundbögigen Fenster ins Zimmer fällt, der leichte warme Wind, das Geräusch der kleinen Gardasee-Wellen, wie sie am Ufer auflaufen, die pinkfarbenen Blüten, die den guseisernen Balkon umranken, unten das leise Klappern vom Eindeckender Frühstückstische am Ufer, das Gequake von Enten, die auf Croissantkrumen warten. Das alles sieht und hört man, wenn man morgens die Augen aufmacht und abends die Flügeltüren zum See offen gelassen hat- auch das würde ich ihnen unbedingt empfehlen."

Wer Freude am Besonderen hat, findet hier viel, um es vor Ort dann für sich zu entdecken. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

Onlinebestellung: Bitte hier klicken: Prestel oder Amazon
Hotel Europa: Refugien in der Stadt, auf dem Land und am Wasser

Rezension: Lissabon- Begegnungen in der Stadt des Lichts- Holger Ehling-Corso

Der Verfasser dieses Reisebuches - Holger Ehling- ist Journalist und Sachbuchautor, der in Frankfurt aber auch in Lissabon lebt. Seine Faszination der portugiesischen Hauptstadt gegenüber bringt er vielschichtig in diesem reich bebilderten Buch zum Ausdruck, das er in fünf Abschnitte untergliedert hat:

-Lissabon fürs Auge
-Lissabonner Büchermenschen
-Lissabon für Leib und Magen
-Schatten in der Stadt des Lichts 
-Glaube, Liebe Sehnsucht- Lissabon für die Seele

Der Dichter Alberto de Oliveira nennt Lissabon "Stadt des Lichts". Nicht nur er, sondern auch Fernando Pessoa huldigt dem geschichtsträchtigen Ort in einem Gedicht. Mit dieser Lyrik wird man eingangs auf die Stadterkundung eingestimmt.  Im Vorwort dann liest man bereits, dass Lissabon eine der schönsten Städte Europas, vielleicht sogar der Welt sei und man spätestens dann, wenn man sie zu Fuß erkunde, bemerke, wie alt sie sei.

Man bekommt - spannend erzählt - Wissenswertes zur Geschichte dieser Stadt  mitgeteilt, liest von den Mauren, die einst Lissabon kontrollierten und natürlich auch vom legendären Erdbeben, das zu den stärksten gehört, die jemals Europa erschütterten. Sogar in Skandinavien war das Beben zu spüren und die Flutwellen rissen an der nordafrikanischen Küste Tausende von Menschen in den Tod. In Lissabon waren zwei Drittel aller Gebäude zerstört. Nur die "Almalfa" und die dünn besiedelte Oberstadt blieben intakt.

Lissabons Geschichte wird auf zwei Seiten chronologisch aufgelistet, um einen groben Überblick zu vermitteln. Dann werden diverse Sehenswürdigkeiten näher beschrieben. Dazu gehört auch der "Jardim da Estrela", der wohl als der hübscheste Park der Stadt gilt. Über die Architektur erfährt man Näheres und liest, was einer der erfolgreichsten Architekten Portugals- Miguel Saraiva- im Hinblick auf Lissabon meint. Für ihn als Architekt ist die Metropole eine Fundgrube, weil man sich im Grunde dort wie in einem architektonischen Freilichtmuseum bewege. Man liest, welche entsprechenden Highlights man besuchen sollte, um sich dann ausgiebig mit Kacheln, den sogenannten Azulejos zu befassen.

Street Art in Lissabon ist ein weiteres Thema. Sie explodierte in der Stadt und im ganzen Land nach der #Nelkenrevolution vom 25.April 1974. Ihrem Wesen nach ist sie eine vergängliche Kunstform. Nur wenige Abbildungen überdauern Monate oder gar Jahre. Über bildende Kunst in Lissabon wird man aufgeklärt, liest von den wichtigsten und beliebtesten Orten, wo man sie besichtigen kann, liest auch vom Kunstmarkt und von Museen, um sich alsdann mit Buchhandlungen in dieser schönen Stadt näher zu befassen. Daraufhin lernt man Joao Tardo, einen Schriftsteller näher kennen, für den Schreiben letztlich eine einsame Sache ist, die viel Kraft in Anspruch nimmt, liest Näheres über die Literatur in Portugal und erhält auch einige sehr gute Buchtipps, bevor man sich mit den kulinarischen Genüssen vor Ort näher beschäftigen kann. Die portugiesische Küche ist unkompliziert. Soviel dazu.

Auch das Nachtleben wird nicht ausgespart und es wird die Zuwanderung zur Sprache gebracht, sowie der #Fado, der erst in den 1980ern eine Renaissance erlebte. Auch Fadolokale, die Fado-Szene bleiben nicht unerwähnt und das typische Lebensgefühl, das sich im Fado zu erkennen gibt: Es ist die Sehnsucht, genannt #Saudade, ein Lebensgefühl, dass ich allemal der Melancholie vorziehen würde..

Ein wirklich gelungenes Buch.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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Rezension: 52 kleine und große Eskapaden in der Region Rhein-Main- Sarah Waltinger - DUMONT

Die Bloggerin #Sarah_Waltinger verarbeitet ihre Erlebnisse auf Reisen für Magazine und Verlage. Das vorliegende reich bebilderte Buch von ihr mit dem Titel "52 kleine und große Eskapaden in der Region Rhein-Main" ist in drei große Abschnitte untergliedert: 

Abstecher-Nur ein paar Stündchen 
Ausflüge-Raus für einen Tag 
Miniatururlaub- Ferien für ein Wochenende 

Ich selbst komme aus dem Rhein-Main-Gebiet, habe das Reisebuch mit großem Interesse studiert und erstaunt festgestellt, dass ich noch lange nicht alle Ecken hier kenne. Den #Lohrberg allerdings habe ich bereits besucht, ihn auch auf "Buch, Kultur und Lifestyle" im Rahmen eines Events auch erwähnt. Die Autorin hat den Frankfurter Hausberg (immerhin 185 Meter hoch) sehr schön skizziert und genau beschrieben, wie man von der Frankfurter Innenstadt dorthin gelangt, wann die beste Zeit für einen solchen Abstecher ist und wie viel Zeit man für die Erkundung benötigt. Imposante Fotos und ein Kartenausschnitt vervollständigen den Eindruck. Auf diese Weise wird mit allen 52 Trips (Eskapaden) verfahren. 

Schön, dass der #Palmengarten in Frankfurt erwähnt wird, man auch die Darmstädter #Mathildenhöhe nicht vergessen hat. Das #LILU in Frankfurt-Niederrad kannte ich bislang noch nicht, scheint Idylle pur zu sein und dies mitten im urbanen Frankfurt! Sehr schön beschrieben ist die Rheininsel #Langenau und die Dünenlandschaft in Frankfurt Schwanheim, die nach der letzten Eiszeit entstand. 

Unmöglich jetzt alle 52 Orte hier kurz zu skizzieren. Den #Kühkopf möchte ich benennen, weil ich das Naturschutzgebiet seit meiner Kindheit immer wieder besucht habe und der urwüchsigen Auenlandschaft wegen sehr liebe. 

Für Liebhaber von Schlössern und Burgen gibt es im Reiseführer auch einige sehr schöne Tipps, zudem wurde das Felsenmeer nicht vergessen und einen Ausflug auf Goethes Spuren kann man nachvollziehen. Dass man Kloster Eberbach mit ins Programm aufgenommen hat, ist ebenso lobenswert, wie der Ausflug in den Naturpark Taunus oder die Fahrradtour in die Wetterau. 

Die Grube Messel gehört bekanntermaßen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier führen Geologen fast ganzjährig durch das weitläufige Terrain, vorbei an Forschungszelten der Senckenberg Gesellschaft. 

Was noch? Vielleicht der Naturpark Spessart mit dem schönen Wasserschloss Mespelbrunn oder an heißen Tagen der Riedsee in Leeheim? Seit Ewigkeiten war ich dort nicht mehr und bin überrascht, dass es dort mittlerweile schattenspendende Palmen gibt. 

Die Zeiten ändern sich und mit ihnen das Klima.

Alles in allem ein tolles Buch mit allen Touren zum Download.

Sehr empfehlenswert

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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52 kleine und große Eskapaden in der Region Rhein-Main: Ab nach draußen! (DuMont Eskapaden)

Rezension: Lufthansa- PARIS- City Guide-Marianne von Waldenfels-Callwey

Dieser sehr gut recherchierte und dabei reich bebilderte #Paris_Guide mit Texten von Marianne von Waldenfels enthält neun Kapitel, die sich mit  diversen Stadtvierteln von Paris befassen und außerdem neun Interviews mit namhaften Persönlichkeiten, die diese Metropole sehr gut kennen. 

Das Konzept: Der Reiseführer richtet sich an eine kosmopolite, vielseitig interessierte, vielreisende Zielgruppe, deren kostbarstes Gut die Zeit ist. Diese Menschen reisen beruflich oder privat stets aufs Neue an bestimmte Orte, und immer wieder an Orte, die sie neu entdecken. Die Reisenden kennen sich bestens aus, sind zudem bestens informiert und zwar digital über Blogs und digitale Medien, allerdings sind sie fortdauernd auf der Suche nach Inspiration und vielfältigen Erlebnissen. 

Deshalb auch halten sie Ausschau nach den schönsten Hotels, den besten Restaurants, den angesagtesten Bars, den ungewöhnlichsten Läden und den kulturellen Geheimtipps abseits der Tourismuswege. 

Bei all dem geht es ihnen um ein ganzheitliches Erlebnis. Was das heißt? Kultur geht für sie stets zusammen mit Kulinarik und anderen sinnlichen Erlebnissen. 

Alle Lufthansa City Guides sind nicht thematisch gegliedert. Sie möchten  stattdessen die einzelnen Stadtviertel zum Erlebnis machen. Die Empfehlungen stammen von einer ganzen Bandbreite von Insidern: den besten Concierges der Stadt, Influencern, Designern, Chefköchen, Schauspielern, usw. Gemeinsam mit den charmanten Illustrationen, der hochwertigen Ausstattung ergibt sich ein besonderes Lesevergnügen, das sich nicht nur unter dem Arm vor Ort erleben lässt, sondern auch zu Hause im Schaukelstuhl. 

Mit Lufthansa und Callwey kooperieren hier zwei Unternehmen mit ähnlichen Werten - Verlässlichkeit, Fernweh und stilvollem Lifestyle. Dabei zeichnet Callwey für die Inhalte verantwortlich. Lufthansa ist der Herausgeber. 

Die Interviews werden geführt mit: dem Stoff-König Pierre Frey, der Champagner- Expertin  Vitalie Taittinger, dem Nobel-Preisträger Daniel Pallas, dem Bestseller-Autor Marc Levy, der Antik-Batik-Designerin Gabrielle Cortese, der Stilexpertin Katrin Riffaud, der Graffiti- Legende und Club-Mogul André Saraiva, der Künstlerin Èmile Pitoiset und dem Starkoch Pierre Touitou. 

Zunächst liest man in der Einleitung wissenswerte Fakten, so etwa wie man von den beiden Flughäfen der Metropole in die Stadt gelangt, wie es sich mit Trinkgeldern verhält und wohin man in Paris mit Kindern gehen kann. Termine und Events werden genannt und zur Einstimmung auch Filme, Serien und Bücher, in denen Paris die Hauptrolle spielt. 

Die neun Touren beginnen jeweils mit einer Straßenkarte, dort sind die näher beschriebenen Sehenswürdigkeiten eingezeichnet. Informiert wird man über Cafés, Bistros und Restaurants als auch Bars auf jeder der Touren, erfährt zudem, wo man gut einkaufen und schlafen kann. Am spannendsten finde ich das Marais, ein Viertel mit vielen richtungsweisenden zeitgenössischen Galerien. Im Marais sollte man nicht vergessen,  die Gedenkstätte "Mémorial de la Shoa" zu besuchen. Es handelt sich dabei um eine Mauer mit 76 000 eingravierten Namen und um ein Dokumentationszentrum, das an die Juden erinnert, die während des Zweiten Weltkriegs deportiert wurden. 

Spannend ist die Tour Nr. 7 "Bastille und der Osten". Natürlich sollte man dort "Cimetiére du Père –Lachaise" dort besuchen, weil diese Stadt auch durch die Toten lebt, die dort beerdigt sind.

Alles in allem ein hilfreicher Reise-Guide.

Wo das nächste Mal speisen? Vielleicht in der Brasserie Lipp? Dort trifft sich die Intellektuellenszene der Stadt. Ganz in der Nähe ist das Café de Flore und das Les Deux Margots, inspirierende Orte um anschließend sich ausgiebig mit Kunst in der Stadt zu beschäftigen 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Lufthansa City Guide - Paris: Durch die Stadt mit Insidern wie Marc Levy, Pierre Frey und Vitalie Taittinger

Rezension: #Glücksorte im #Harz- Fahr hin und werd glücklich- #André_Niedostadek- Droste Verlag

#André_Niedostadek, der Autor dieses bemerkenswerten Reiseführers, ist Professor an der #Hochschule_Harz.

Im vorderen aufklappbaren Buchdeckel seines reich bebilderten Werkes entdeckt man ein Zitat des Philosophen Erasmus von Rotterdam. Dieses lautet: "Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit." Das Zitat lässt aufhorchen und macht darauf neugierig, was der abenteuerlustige Autor mit seinem Motorrad in dem von ihm bereisten idyllischen Mittelgebirge in Erfahrung gebracht hat, nicht zuletzt auch deshalb, weil er im Klappentext die Begriffe das "Glück", den "Ort" und den "Harz" jeweils konkret definiert hat. 

In den rund 80 Textbeiträgen, die dann folgen, werden Orte vorgestellt, auf die die Definitionen zutreffen. Alle 80 Orte werden sehr kurzweilig beschrieben. Am unteren Ende des Textes werden Adresse, Homepage und Anfahrtsmöglichkeiten mitgeteilt. Nicht selten findet man am Textrand einen hilfreichen Tipp, den man nicht überlesen sollte. 

Es handelt sich bei den Glücksorten um höchst unterschiedliche Orte. So gehört eine Senfmanufaktur in Quedlinburg ebenso dazu, wie der Kräuterpark in Altenau  und wie das Europa-Rosarium in Sangershausen. 

Der 15. Textbeitrag wird begleitet von einem Foto, das André Niedostadek auf einem halbierten Baumstamm, - einer Baumliege-, ruhend im Wald zeigt. Man liest auf der linken Seite "Chillen auf dem Indianerpfad". Es geht um den WeltWald Harz bei Bad Grund. Dort wurden in den 1970er Jahren Hunderte mehr oder weniger exotische Gehölze gepflanzt. Seither wird dieser Wald von Waldliebhabern sehr geschätzt. Was Abenteuerlustige dort unternehmen können, liest man neben anderen Informationen zu diesem besonderen Ort auch. 

Baumverbunden bleibt man weiterhin unter der Sommerlinde im Kloster Drübeck, die bereits vor 300 Jahren gepflanzt wurde.

Was wäre der Harz ohne seine Mythen? So liest man von der #Rosstrappe bei #Thale und bewundert die #Teufelsmauer bei #Wedderleben, die mit einem großen Schmetterling auf dem Foto fast ein wenig surrealistisch anmutet, doch das ist wohl Absicht. 

Eine Klippe wie die Teufelsmauer zähle zu den einzigartigen Glückorten. Der Autor erklärt in seinem Text weshalb das so ist. Dann gibt es da zudem den Naturmythenpfad bei Braunlage, der nachdenkliche Menschen zum Philosophieren anregen soll. 

Facettenreich sind die fokussierten Glücksorte allemal. Wo findet man Glück am besten? In der Natur? Oder sollte man eher eine Himmelsleiter emporsteigen? In Goslar gibt es tatsächlich eine. Keine mit Sprossen, wohl aber eine mit 232 Stufen. Der himmlische Blick von oben soll Glücksmomente schenken. Nur Hexen können von dort  nach Thale fliegen, alle anderen müssen sich beim Abstieg auf ihre Füße verlassen. Bodenhaftung und Glück sind ein harmonisches Paar.

André Niedostadek sucht nach #Glückorten. Diese haben mit herkömmlichen Reisezielen nicht zwingend etwas gemeinsam. Es geht darum, etwas zu bestaunen, was andere, deren Ziel herkömmliche Sehenswürdigkeiten sind, vielleicht sogar übersehen, so etwa den historischen Briefkasten in Stolberg oder einen Dorfladen in Deersheim oder das GlücksCafé/Glückspilz in Osterode, wo hübsche Dinge Programm sind. 

Das Buch zu lesen und sich immer wieder in die ansprechenden Fotos zu vertiefen, bereitet Freude und lässt erahnen, welches Glück man beim Besuch der idyllischen Orte empfinden kann. 

Was noch? Auf dem hinteren aufklappbaren Buchdeckel befindet sich auf der Innenseite eine Landkarte, wo die vom Autor beschriebenen Glücksorte genau lokalisiert sind. So wird es einfacher die Glückorte zu entdecken, die der Autor bereits erkundet hat.

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich.

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Glücksorte im Harz: Fahr hin und werd glücklich

Rezension: Preview- Schottland- Die Highlands I- Von West bis Nordwest-H. Jürgen Wiehr-Nünnerich-Asmus-Verlag& Media

#Hans_Jürgen_Wiehr hat Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie und konzeptionelles Design studiert und als Art-Director in der Werbe-, TV- und Filmbranche gearbeitet. Er ist  mit dem Label ADDVICE Design & Advertsing seit 1993 selbstständig.

Mit dem vorliegenden Buch startet die neuartige Reise-Bildband-Reihe "#Preview". Dabei bietet der Auftaktband als Reisevorbereiter und Routenplaner mit seinen sehr beeindruckenden doppelseitigen Fotografien einen Vorgeschmack auf einen bemerkenswert vielfältigen und aufregenden Flecken dieser Erde: Schottland. 

Der Autor und Fotograf der wunderschönen Bilder begleitet den individuell Reisenden auf landesüblichen Wegen und Straßen entlang der westlichen Atlantikküste. Dort findet man wilde Landschaften vor, auch mysteriöse Wälder und nebelverhangene Berge zu alten Burgen und Schlössern mit wunderschönen Gärten und Parkanlagen. 

In diesem Bildband liest man nicht nur, wo die imposanten Orte liegen, so etwa auf der Insel Staffa oder an zauberhaften Plätzen im Westen und Nordwesten des Landes, sondern vor allem, wie man dort hinkommt. 

Eine ausklappbare Orientierungskarte mit allen POIS (Points of Interest) an der letzten Umschlagsseite lotst die Leser zielsicher an jeden erwünschten Ort. Dabei begleiten Erlebnisbeschreibungen des Autors, praktische Tipps für unterwegs oder Fakten aus Geologie und Geschichte die bemerkenswerten, doppelseitigen Bilder.

Die dezenten, fast unwirklichen Farben verleihen den Bildern etwas fast Mystisches. Man ahnt, dass dieses Schottland alte Geheimnisse birgt, dass spirituelle Kraft von den Felsen und dem Meer, den Mooren und der fast unberührten Natur dort ausgeht und wünscht sich mehr vor Ort dort zu erfahren.

Das Buch vermittelt Reiselust und erfüllt somit seinen Zweck mit Bravour. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Schottland - Die Highlands I: Von West bis Nordwest (PREVIEW)


Rezension: Atlas der Reiselust- Inspiration für ein ganzes Leben-Dumont

Dieses reich bebilderte, sehr informative Reisebuch von #Dumont ist in 7 große Abschnitte untergliedert. Sie lauten: 

Wunder der Natur 
City-Trips
Feste und Festivals
Einmalige Erlebnisse 
Abenteuer& Outdoor 
Aromen der Welt 
Unsere Kulturschätze 

Jedem Abschnitt ist eine Landkarte vorgeschaltet, auf der man die in den jeweiligen Abschnitten näher beschrieben Orte geografisch punktgenau finden kann. Im Abschnitt Wunder der Natur werden 50 Naturwunder, die man nicht verpassen sollte, vorgestellt. Den Anfang nehmen die großen Nationalparks. Diese sind nach Ländern unterteilt und werden stets sehr gut skizziert. Zu Ende jeder Beschreibung erfährt man immer, welche Jahreszeit  für einen Besuch am geeignetsten ist. Neben diesen Nationalparks werden dann noch sechs weitere besondere Nationalparks aufgeführt. Dazu gehört z.B. der in Frankreich verortete Nationalpark #Vanoise, der historisch betrachtet, der erste französische Nationalpark  ist, der sich in unserem Nachbarland etabliert hat.

Es folgen in diesem Abschnitt die schönsten Seen der Welt. Untergliedert sind sie nach dem gleichen Prinzip. Allein drei der schönsten Seen liegen in der Schweiz. Es handelt sich um den #Genfersee, den #Luganersee, den #Lago_Maggiore. Eine ganze Seite ist dem #Comer_See gewidmet. Sehr gut sind hier die Villen und Gärten aber auch die Dörfer am Comer See beschrieben. 

Weiter geht es dann an die Enden der Welt. Hier macht #Ushuaia und #Feuerland aber auch #Wladiwostok neugierig. Interessante Wüsten wie etwa die Wüste von #Tabernas, -sie ist die einzige natürliche wüste Europas- werden thematisiert und auch einzigartige Buchten weltweit. Natürlich wurde die #Halong_Bucht nicht vergessen. In den Gewässern dieser Bucht- im Golf von Tonkin- bilden nahezu 2000 größere und kleinere Felseninseln eine Landschaft von atemberaubender Schönheit. 

Alsdann werden Trauminseln skizziert. Unter diesen befindet sich die Insel #Panteleria. Sie ist eine der größten Inseln von Sizilien und zugleich die abgelegenste. Die Gewürzinsel #Sansibar wird ausführlich beschrieben, bevor man die 50 ultimativen Strände kennenlernt, denen dann Traumlagunen folgen. Die #Seychellen dürften wohl neben der Lagune von #Bora_Bora un Ko_Phi -Phi am meisten zu bieten haben, was Schönheit anbelangt. 

Spannend auch ist die Beschreibung der beeindruckendsten Wasserfälle. Dabei werden die Wasserfälle von #Iguazú am ausführlichsten beschrieben. Sterne  zu beobachten, wird zudem auch noch ermöglicht. Hier wird ein imposanter Rundtrip zu den besten Himmelsbeobachtungspunkten der Welt geliefert. Weiter geht es dann mit atemberaubenden Naturphänomenen, so etwa diversen Geysiren, wandernden Felsen oder blühenden Wüsten, auch erfährt man, was genau Polarlichter sind und wo man sie erleben kann. 

Alsdann beginnt der 2. Abschnitt. Hier gibt es erst einmal Wissenswertes über die Ausgehmöglichkeiten in 10 interessanten Metropolen. Dann lernt man #Street_Art und #Murals in aller Welt kennen und schließlich Hotels mit Geschichte. Unter diesen das #Adlon in Berlin, das #Savoy in London, auch das #Ritz in Paris. Es geht weiter mit den großartigsten Plätzen der Welt. Der #Registan in #Samerkand ist gewiss unvergesslich. Doch all die andren Orte sind es  im Grunde auch. 

12 Dachterrassen in Europa und 25 berühmt berüchtigte Hafenstädte lassen aufhorchen, aber interessant auch sind 10 genial günstige City-Trips, so etwa die Trips nach Catania auf Sizilien oder nach Granada in Andalusien.

Es ist natürlich unmöglich, über alles, was im Buch vorkommt, im Rahmen der Rezension zu informieren. Da gibt es im 3. Abschnitt u.a. 10 Feste, die man entdecken kann, zudem die spektakulärsten Neujahrsfeste, dazu noch die irrsten Musikfestivals der Welt. Hier wird natürlich auch auf das Montreux Jazz Festival hingewiesen. Kann man dies in einem Leben alles schaffen?

Was noch? Schräge Feste auf dieser Welt… Was ist das denn, bitte? Z.B.  "La Tomata", eine Megatomatenschlacht. Die findet in Spanien statt. Dort bewerfen sich 40 000 Irre mit Tomaten. Menschen sind schon sehr eigenartig in ihrem Tun. 

Es geht weiter mit einmaligen Erlebnissen im 4. Abschnitt. Zunächst lernt man 12 traumhafte Regionen in Europa kennen. Unter diesen übrigens auch der Hochschwarzwald und natürlich die Amalfiküste. Sonneninseln wie etwa Korfu werden vorgestellt und 20 romantische Orte auf der ganzen Welt. Dabei ist auch Ushuaia, das Tor zur Antarktis und zum Südpol. Es folgen Trips aller Art, dann lernt man auch gruselige Orte kennen und schließlich im 5. Abschnitt Abenteuer & Outdoor-  Empfehlungen.

10 kulinarische Reisen  werden im  Kapitel  6 präsentiert. Das ist natürlich sehr spannend. Japan und Peru sind dabei, auch Vietnam. Was kann dann noch kommen? Die Weinstraßen der Welt. Das ist wirklich gut gemacht. Bravo.  Hier wird jeweils ein kurzer Überblick gegeben. Über die Weine selbst muss man sich allerdings vor Ort informieren.

Erwähnenswert sind auch fünf kulinarische Kurztrips. Dass Brüssel dabei ist, finde ich sehr lobenswert, denn dort speist man  wirklich exzellent.

Was noch? Im Kapitel 7 geht es um Kulturschätze, die schönsten Gärten beispielweise. Dazu gehören der Park #Sanssouci ebenso wie die Gärten am Comer See und Lago Maggiore aber auch die Gärten von Taj Mahal. Spannend natürlich sind die berühmtesten verlassenen Städte wie Petra und Pompeji und sagenhafte Orte wie Stonehenge. Ach ja, aufregende Märkte gehören auch dazu. Kennen Sie den Viktualienmarkt in München? 

Wohin reisen?  Dorthin, wo man hofft, das zu finden, nach dem man sich am meisten sehnt. Vielleicht auf die Insel Santorin. Das beigefügte Foto ist wirklich inspirierend.

Maximal empfehlenswert.
Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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DuMont Bildband Atlas der Reiselust: Inspiration für ein ganzes Leben

Rezension: Die geheimen Häuser der Cotswolds- Jeremy Musson, Hugo Rittson Thomas- Gerstenberg

Dieses ganz besondere Reisebuch führt den Leser und Bildbetrachter zu den geheimen Häusern der Cotswolds. Vier der insgesamt 20 vorgestellten Häuser waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Werks regelmäßig für Besucher geöffnet. Andere Häuser sind zwar nicht der Öffentlichkeit zugänglich, aber es können durchaus Veranstaltungen, Aufenthalte und Privatführungen gebucht werden. Auf manchen der vorgestellten Grundstücke befinden sich Ferienhäuser, die angemietet werden können. Näheres hierzu kann man den Besucherinformationen zu Ende der Publikation entnehmen, die eine Arbeit des Architekturhistorikers Jeremy Musson und von Hugo Rittson Thomas ist, der als der bedeutendste Porträtfotograf Englands gilt. 

Das Autorenteam hat für das Buch die Grenzen der Region #Cotswolds ein wenig weiter gefasst und #Gloucestershire als auch große Teile #Oxfordshires hinzugenommen. Diese Einteilung sei, so Musson, vor allem der Gemeinsamkeit des dort vorherrschenden Kalksteins geschuldet. 

Wie man u.a. erfährt, haben im 19. Jahrhundert speziell die Schriftsteller und Künstler die Cotswolds zu schätzen gewusst. Vor allem der britische Künstler #William_Morris sei von der stillen Poesie, die die Steinhäuser dort verströmten, beeindruckt gewesen. 

Die im Buch vorgestellten Häuser folgen einer subjektiven Auswahl. Dabei stammen einige aus dem Mittelalter und andere aus jüngerer Zeit. Die Häuser sind jeweils sehr gut beschrieben und man kann sich anhand von vielen wunderschönen Bildern einen Eindruck von der Außen- und Innenansicht der Gebäude verschaffen, die jeweils geradezu fürstlich eingerichtet sind. 

Einige dieser Häuser wurden im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert, andere wurden fast schon verfallen, restauriert. Beeindruckend sind in vielen der Häuser die fantastischen Bibliotheken und Kunstwerke, auch Wandteppiche,  besondere Möbelstücke, die alten Fenster aus Buntglas und vieles andere mehr. Unmöglich all dies hier aufzuzählen und den interessanten Berichten - auch über die Architektur  der Gebäude - vorzugreifen, deren Besitzer natürlich stets vorgestellt werden. 

Bridget Elworthy, Bewohnerin von Wardington Manor in Oxfordshire bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt "Alte Häuser sind Kostbarkeiten, die es für zukünftige Generationen zu bewahren gilt." Ihre Liebe zum Garten, zur Natur und dem Landleben ist im gesamten Haus zu spüren. In allen Räumen finden sich große Blumenarrangements. Wunderbar!

Dieses Buch kann man immer wieder zu Hand nehmen, sei es um darin zu lesen oder Bilder zu bestaunen oder sich Gedanken zu machen über die Zeitläufte, die  nur dann gut sein können, wenn sich alle ihrer Verantwortung gegenüber dem Gestern, Heute und Morgen bewusst sind. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König 

Im Fachhandel erhältlich 

Onlinebestellung bitte hier klicken: Gerstenberg oder Amazon Die geheimen Häuser der Cotswolds

Rezension: Das kleine Buch der großen Berge- Patrick Brauns

Der Untertitel dieses spannend zu lesenden Buches heißt "50 Berge, die sie kennen müssen, um die Schweiz zu verstehen" und ist im Midas Verlag, der in Zürich ansässig ist, veröffentlicht worden. 

Patrick Brauns beschreibt die besagten 50 wichtigsten Berge der Schweiz sehr ausführlich und skizziert weitere Erhebungen mit entsprechend kürzeren Texten ohne Bild. 

Das Buch ist in vier Himmelsrichtungen und das Gebiet dazwischen eingeteilt. Die fünf größten Berge lernt man zuerst kennen. Allen voran wird der wichtigste Berg der Schweiz beschrieben. Dabei handelt es sich um das Matterhorn, wobei er nicht die höchste Erhebung in der Schweiz ist. Es folgen Eiger, Mönch und Jungfrau und weitere gewaltige Berge, bevor dann eine Vielzahl großer und kleiner Berge beschrieben wird. Wie man erfährt, ist bei Bergen ganz allgemein nur für Alpinisten die Höhe (und die Schwierigkeit) das entscheidende Kriterium. 

Für Bergsteiger zählen die Berge erst ab der magischen 3000- oder 4000 er- Grenze. Für eine Stadt, den jeweiligen Kanton oder das Land gelten andere Kriterien. Genannt werden: die markante Form, die Erschließung durch Bahnen, die Nutzung durch die Bewohner der Stadt unterhalb des Berges, die Geschichten und Mythen. Das sind die Gesichtspunkte unter denen Berge unter 2000 oder gar 1000 Meter wichtiger werden als die ganz hohen. 

Man liest von drei Arten von Bergen, nämlich den Gipfeln, Pässen und Alpen. Haus- und Symbolberge sind ein weiteres Thema. Den Begriff Hausberg gibt es übrigens nur in der Deutschschweiz. 

Alle Berge sind sehr gut beschrieben, auch der Monte Verità. Dort trafen sich Dichter, Künstler, Lebensreformer, Anthroposophen, Naturisten, Vegetarier, Pazifisten und Anarchisten. Die nur 321 Meter hohe Erhebung oberhalb von Ascona war einst ein Ort, wo sich einst die kulturelle Gesellschaft Europas einfand. Heute ist der Monte Veritá ein vielseitiges Ensemble von Park und Landschaftskunst, gut gepflegten und etwas "verwunschenen" Teilen, laut Patrick Brauns. Dieser Berg gilt als Beweis, dass es nicht auf die Höhe ankommt, um Bedeutung zu erlangen.

Ein tolles Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt und das neugierig auf die Besichtigung der beschriebenen Berge macht. 

Sehr empfehlenswert.. 

Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken:  Midas Collection oder Amazon
Das kleine Buch der großen Berge: 50 Berge, die Sie kennen müssen, um die Schweiz zu verstehen

Rezension: Münchner Weiberwirtschaften- Refugien für Leib und Seele- Ingeborg Pils- Hädecke

Dieses bemerkenswerte Buch für Münchenliebhaber (m/w) ist eine Teamarbeit der Journalistin Ingeborg Pils, der mehrfach ausgezeichneten Fotografin Barbara Lutterbeck, der freien Buchmacherin Tia Lottermoser und des Graphikers Rüdiger Wagner. 

Aus der Buchreihe "Weiberwirtschaften" sind bereits sechs Bücher veröffentlicht worden. Drei davon habe ich im Onlinemagazin "Buch, Kultur und Lifestyle" rezensiert und zwar "Hessische Weiberwirtschaften", "Südtiroler Weiberwirtschaften" sowie "Fränkische Weiberwirtschaften".

Ausgewählt für das hier vorliegende Buch wurden 30 Gastronominnen aus München, deren Konzepte ebenso unterschiedlich sind wie ihre Lebensläufe. Wie Ingeborg Pils im Vorwort die Leser wissen lässt, schreiben diese Damen mit ihren Gasthäusern, Restaurants, Biergärten, Lounges und Cafés jeweils ein kleines Stück kulinarische Stadtgeschichte. Genau das macht neugierig auf das Buch.

Über die vorgestellten gastronomischen Betriebe und deren Betreiberinnen erfährt man stets Wissenswertes. Die Adressen und Öffnungszeiten der einzelnen Lokale werden stets genannt. Ein Foto von der jeweiligen Wirtin und Fotos von deren gastronomischem Betrieb fehlen auch nicht und vor allem gibt es immer auch Rezepte, so dass man eine Idee davon erhält, wie in den einzelnen Wirtschaften gekocht wird. 

Marion Zierer vom Wirtshaus zur Geyerwally pflegt in ihrem Haus mit ruhigem, schattigem Biergarten altbayerische Gastlichkeit. Ihre Rezepte für "Böfflamott", "Kalbsleber-Berliner-Münchner-Art", "Semmelknödel", "Kartoffelknödel", "Spätzle" und "Blaukraut" machen neugierig und das Rezept für "Obatzda" sollte man unbedingt sofort ausprobieren, auch wenn man Bier nicht mag und stattdessen Wein dazu genießt. Köstlich.

Neben gutbürgerlicher bayerischer Küche, wie sie von einigen der vorgestellten Wirtinnen perfekt zubereitet wird, lernt man u.a. ein Veggie-Restaurant mit Bar kennen, auch ein Café, das mir auf Anhieb gut gefallen hat. Das "Café Marais" hat Pariser Flair und das Rezept für "Roastbeef mit Bratkartoffeln" schmeckt durch die beigefügten Kräuter eindeutig provenzalisch. 

Spannend ist vor allem die Vielfalt. Auf der Insel Mühle im Westen ist Susanne Mittermeier der gute Geist in Restaurant, Biergarten und Hotel. Dabei lässt sich die Geschichte der Insel bis ins Jahr 1445 zurückverfolgen. Die Wirtschaft befindet sich im historischen Mühlengebäude und nicht weit von der Insel entfernt kann man Schloss Blutenburg besuchen, in der u.a. die Internationale Jugendbibliothek untergebracht ist.

Beigefügt hat die Wirtin zwei Rezepte. Hier möchte ich den "Schrobenhausener Spargel mit neuen Kartoffeln und gebratenem Saiblingsfilet" hervorheben. Nicht ganz einfach in der Zubereitung, vor allem  bei der Zubereitung der  "Korallenhippe" benötigt  man Gelassenheit. Diese Weiberwirtschaft sollte man sich gut merken für einem nächsten München-Besuch, wenn man mehr als nur gutbürgerlich speisen möchte. 

Italienisch angehauchte Gerichte wie etwa "Involtini vom Rinderfilet" oder "Tagliolini neri mit Garnelen in Safransauce" gibt es bei Pia Rahnenführer in "Saffer´s Fattoria".

Sehr ansprechend auch ist das Restaurant "Saint Laurent". Das beigefügte Rezept von Claudia Pezeron macht überaus neugierig. Es handelt sich um ein "Lammkarree à la Provencale mit Ratatouille und Kartoffelgratin". 

Dieses und vieles andere mehr macht das Buch zu einem Restaurantführer der besonderen Art, zugleich aber auch zu einem tollen Kochbuch. 

Nicht zu vergessen: Künstler treffen sich im "Turmstüberl". Dort finden regelmäßig auch kulturelle Veranstaltungen statt. Die Adresse kann man dem Restaurantführer entnehmen.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Münchner Weiberwirtschaften: Refugien für Leib und Seele – 30 Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte

Rezension Peter J. König:--- N A M I B I A --- Michael Poliza-- teNeues

Michael Poliza, einer der anerkannt weltbesten Fotografen hat sich erneut mit diesem Kunstwerk fotografischer Natur einen weiteren Traum erfüllt, denn das Thema ist wiederum ein Land auf seinem Lieblingskontinent Afrika. Nach spektakulären Bildwerken, die er bereits über Afrika kreiert hat, und hier besonders sein Gesamt-Werk "Africa", übrigens wie auch dieser Band "Namibia" im teNeues Verlag erschienen, hat sich der Ausnahme-Fotograf mit der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika befasst, einem Land, das weltweit mit am dünnsten besiedelt ist, mit nur statistisch 2,4 Menschen pro Quadratkilometer. Dies hat etwas mit den großen Wüsten, etwa Kalahari und Kunene zu tun, die mit Abstand das größte Territorium in Namibia einnehmen. 

Noch heute ist der Einfluss zu sehen, den die deutschen Kolonialherren im Südwesten Afrikas hinterlassen haben und nicht nur in der Hauptstadt Windhoek oder an der Atlantik-Küste mit der Stadt Lüderitz und anderen, nein Spuren finden sich im ganzen Land, ob bei Eisenbahn-Stationen, Farmen oder in der Infrastruktur. Deutscher Pioniergeist, deutsche Gründlichkeit und deutscher Drill ist auch heute noch in Namibia spürbar und dass Ortschaften und Niederlassungen deutsche Namen tragen, ist einerseits befremdlich in Afrika, andererseits wiederum aber auch anheimelnd, wenn die Geschäfte mit deutscher Sprache beschriftet sind und für afrikanische Verhältnisse eine ungewohnte Aufgeräumtheit, ja gar Sauberkeit herrscht. 

Dies sind allerdings nur Randerscheinungen, denn die Faszinationen Namibias sind eindeutig ihre Landschaften, die Monumentalität, die sich aus ihnen ergibt, die Ruhe, die Wildness, die Weite, das Licht und die großartige Tierwelt. Alles zusammen entwickelt einen Zauber, dem sich der Betrachter nicht entziehen kann. Hier auch liegt der Grund, warum Michael Poliza sich mit seiner Kamera auf den Weg gemacht hat, um zu versuchen, diesen einmaligen Zauber einzufangen. Dabei scheinen die Wege unendlich, und die Faszination ebenso. Über die Qualität der Aufnahmen, Kunstwerken gleich, gibt es nur eine Begrifflichkeit: Phänomenal. 

Vieles wurde aus der Luft "geschossen", da nur so ein Eindruck von der Unendlichkeit vermittelt werden kann. Phantastische Bilder die die Natur "gemalt" hat, konnte Poliza mit seiner Kamera in fesselnder Weise einfangen. Wüsten, Steppen, Dünenlandschaften und Flussläufe und die dazugehörige Tierwelt ist ebenso in einem erstaunlichen Licht aufgenommen worden, wozu auch die "Big Five" zählen, die spektakulärsten Tiere, die ganz Afrika zu bieten hat. 

Aber nicht nur die Landschaften und die Tierwelt hat der Spitzen-Fotograf in Szene gesetzt, nicht minder haben ihn die Naturvölker angezogen, die diese Landstriche seit jeher besiedeln, etwa die Herero oder die Simba, die noch ihre ursprünglichen Lebensgewohnheiten beibehalten haben und dies mit Stolz und einem eigenen Selbstbewusstsein verkörpern. Hier zeigt sich ganz besonders die künstlerische Qualität der Aufnahmen, wenn Michael Poliza den Anmut junger Mädchen und die Unbekümmertheit und den Stolz junger Männer mit der Linse aufsaugt, ebenso Szenen aus dem täglichen Leben dieser Naturmenschen, die sich völlig unbekümmert gegenüber dem Fotografen zeigen, was zu einmaligen Bild-Eindrücken führt.

Damit der Leser eine erste Vorstellung von dem thematischen Umfang dieses Kult-Werkes bekommt, hier der Auszug aus dem Inhalts-Verzeichnis: Nach dem Vorwort folgen die Kapitel:

Aus der Vogelperspektive
Land der Extreme
Farbenspiele
Nambias Tierwelt
Menschen und Völker
Ein Platz an der Sonne

Soviel zunächst zur inhaltlichen Gestaltung, womit wir zum haptischen Eindruck des Werkes "Namibia" kommen. Wie immer bei den großartigen Bildwerken des teNeues Verlags haben wir es hier mit einem Bildband der Premium-Klasse zu tun. Dies bezieht sich sowohl auf das Format des Werkes, überdimensional, als auch auf die Qualität des gedruckten Papiers, spitzenmäßig, sodass der äußere Eindruck Gewichtigkeit und Extravaganz, einhergehend mit Einmaligkeit vermittelt. Und bevor auf die besonderen Details im Bildband eingegangen wird, wie etwa der sehr informative und ausführliche Text, von Günter Kast verfasst, einem sehr erfahrenen Reisejournalisten, soll noch einmal auf die einmalige Faszination der Aufnahmen von Michael Poliza hingewiesen werden, wirklich grandios diese Eindrücke und diese Farben. 

Dass die textlichen Beiträge in englischer, deutscher und französischer Sprache die Fotografien begleiten, ist bei teNeues geradezu eine Selbstverständlichkeit bei der internationalen Ausrichtung dieses Verlages. Wurden bei den großformatigen Aufnahmen im Buch selbst die Begleittexte in Englisch verfasst, so findet sich im Annex jede einzelne Aufnahme noch einmal in einem kleinen Format, erläutert durch deutsche und französische Textbeschreibungen. 

Es sollte schließlich noch erwähnt werden, dass ein solcher wunderbarer Bildband nicht nur ein Highlight in jeder guten Privat-Bibliothek ist, es verbirgt sich auch ein Schatz dahinter, denn je mehr die Digitalisierung in unserer Alltagswelt fortschreitet, so werden es diese außergewöhnlichen Foto-Bildwerke sein, die haptischer Natur, zukünftig wie Kunstwerke gesammelt und gehandelt werden, Wert nach oben offen. 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. König 

Im Fachhandel erhältlich

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Namibia

Rezension: streets of Paris-te Neues- Mendo

Bildbände, die Paris zum Thema haben, machen stets neugierig, nicht zuletzt, um zu recherchieren, ob ein unbekannter Blickwinkel auf die Stadt, etwas zum Vorschein bringt, was bislang noch versteckt, ein geheimes Leben führte.

Wie Jost Bastmeijer in seinem Vorwort, das in englischer, deutscher und französischer Sprache abgedruckt worden ist, schreibt, lädt dieser Bildband dazu ein, immer neue Blickwinkel, Perspektiven und Ansichten der Stadt zu entdecken. Dabei bündelt "Streets of Paris“ die Arbeit von über 40 zeitgenössischen Fotografen, die Tausende von Pariser rues durchstreift haben, um diverse sehr unterschiedliche Ansichten dieser dynamischen Welthauptstadt zu erfassen.

Viele der beteiligten Fotografen können auf eine beachtliche Anzahl an Follower in den sozialen Medien verweisen. Zusammen bilden ihre voneinander unabhängigen Perspektiven eine bisher einmalige Sammlung von Parisbildern, lässt teNeues seine Leser wissen

Geworben wird mit: Außergewöhnlichen Ansichten von berühmten Wahrzeichen wie Sacré Cœur, dem Louvre oder dem Eiffelturm. Diese ergeben tatsächlich ein stimmungsvolles Städteporträt. Aufnahmen von quirligen Künstler- und Modevierteln wechseln sich ab mit weniger bekannten Eindrücken aus den banlieues der Stadt, festgehalten von Fotografen mit einem modernen Blick fürs urbane Detail.

Streets of Paris ist eine Liebeserklärung an die "Stadt des Lichts". Der Fotograf Amedo Abello schreibt deshalb nicht von Ungefähr,  Fotografieren sei für ihn Schreiben mit Licht. Was das heißt, begreift man beim Anblick der Fotos sofort. Einige der Fotografen lernt man übrigens im Rahmen von Texten näher kennen

Hervorheben möchte ich ein Foto, das Yvan Des Costards realisiert hat. Es ist in der Rue Oberkampf entstanden, im 11. Arrondissement. Durch die Scheiben kann man in ein typisches Pariser Café blicken und sieht eine hübsch gekleidete Französin beim Kaffeegenuss ein Buch lesen. Sie hat ihr Gesicht abgewandt und ist sich mit ihrem Buch selbst genug. Ob sie auf jemand wartet? Vielleicht.

Fantastisch fotografiert wurde die Pyramide du Louvre im 1, Arrondissement seitens Pie Aerts. Ein Spiel mit Dunkelheit und Licht...

Häuserzeilen, Bars, Panoramenfotos, keine Abziehbilder..., selbst der Eifelturm wird von Denis Mamim so gezeigt wie man ihn eigentlich nie auf Bildern sieht und irgendwann dann entdeckt man ein Foto von Juan Valle Jerez de vom Louvre am Abend. Wie schön! Es gibt nur wenige Orte, die so anziehend sind zur blauen Stunde im Herbst und im Winter. Der Wunsch dort zu sein und den Abend zu genießen, vom  Louvre- Restaurant aus  auf die angeleuchtete Pyramide zu schauen, ist nicht zu vermeiden.

Irgendwann folgt dann erneut ein Blick in ein Café, diesmal in Saint-Germain-des-Prés. Und wieder liest ein Mensch ein Buch, so wie das seit Ewigkeiten  in Cafés üblich ist, wenn man dort alleine ist oder auf jemand wartet. Doch es gibt da auf diesem Foto noch einen anderen Gast, einen, der auf sein Smartphone starrt. Das ist die neue Zeit. Das ist das Symbol der Vereinzelung.

Verliebte scheint es in der Stadt nicht mehr zu geben, stattdessen immer wieder Einzelgänger. Man joggt allein, hängt am Smartphone, shoppt, interessiert sich offenbar nicht mehr für potentielle Gegenüber. 

Die Stadt der Liebe bringt keine Liebenden mehr hervor. Ist das die Botschaft der Bilder? Nein. Alle haben sich in die Häuser verzogen, weil der Zeitgeist  immer noch "cocooning" als angesagt postuliert.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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Streets of Paris (MENDO)

Buchvorstellung: streets of amsterdam- teNeues. Mendo

Dieser schöne Bildband mit Texten in englischer, deutscher und französischer Sprache führt den Betrachter durch die Straßen der Hauptstadt der Niederlande. Dabei hat der Fotograf Joost Bastmeijer den Eingangstext verfasst. Wie er den Leser wissen lässt, wächst Amsterdam sehr rasch. Von daher gäbe es immer neue Gegenden zu entdecken, oftmals mit bahnbrechender Architektur. Angeregt durch andere Fotografen, lichtete er die Menschen und die Architektur dieser Metropole ab. Wie er schreibt, kann man dann, wenn man in der Stadt mit dem Fahrrad in verschiedenen Vierteln unterwegs ist, den unterschiedlichen Menschen, die dort leben, ganz einfach nachspüren. 

Die Bilder dieses Buches wurden von 40 unterschiedlichen Fotografen realisiert und dokumentieren deren Liebe zu Amsterdam. Es sind völlig unterschiedliche Perspektiven, die dem Betrachter eine Stadt nahebringen, die viel zu erzählen weiß. Natürlich fehlen nicht das Panorama der Prinsengracht (Renzo Gerritsen), aber auch eine ganze Reihe sehr moderner Gebäude, wie etwa den Breitner Tower, den Rembrandt Tower und den Mondriaan Tower (Lorenzo de Wit) oder die Leeuwenburg (Darius Jasak) kann man bewundern und sich in ein doppelseitiges Foto von Wouter van Osten vertiefen, das den Titel "Montelbaans Tower & Oudeschans Canal City Center" trägt und beinahe wie ein Gemälde wirkt. Es folgen eine Reihe wunderschöner fotografischer Impressionen, so etwa von einem kleinen Mädchen mit ihrem Hund im Rembrandpark (Eliane Roest) und immer wieder auch Textimpressionen von Fotografen, deren Bilder in dem vorliegenden Werk zu bestaunen sind. 

Sehr gut gefallen hat mir ein Foto von Hans de Kort, das ein Hinterrad und dessen Schatten auf einer gepflasterten Straße zeigt. Typisch für Amsterdam, wie auch das Konterfei von Anne Frank, das für alle deportierten Juden  als Mahnmal steht. 

Margot van der Krogt hat bewachsene Wohnhäuser abgelichtet. Idyllen, die man zu schätzen weiß, wenn das Leben sich nicht immer von der besten Seite gezeigt hat.

Empfehlenswert

Helga König
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Rezension: Amaze- Christina Mittermeier-teNeues

Dieser Bildband mit begleitenden Texten in englischer, deutscher und französischer Sprache beginnt mit einem Vorwort der mexikanisch-amerikanischen Umwelt-Fotografin Christina Mittermeier, die ihr Leben als Umweltschützerin und Künstlerin als leidenschaftliche Reise begreift. Sie schreibt  zunächst von den Anfängen ihrer Fotografinnenlaufbahn und lässt nicht unerwähnt, dass sie seither viele unberührte Orte der Erde erkundet hat, d.h. jene Winkel, in denen Wildtiere noch nicht gefährdet sind und indigene Völker ihr Leben im Verborgenen frei leben können. Des Weiteren ist Christina Mittermeier auch noch in jeden Ozean abgetaucht und hat auf diese Weise den Zustand unserer Erde sowie unserer Existenz durch die Linse ihrer Kamera aufgenommen.

Das vorliegende Buch hat sie deshalb auf den Weg gebracht, weil sie die Liebe zur Natur und Achtung vor ihr vermitteln möchte. Das Werk verschafft den Lesern und Betrachtern einen Überblick über zwei Jahrzehnte des Schaffens von Christina Mittermeier und spiegelt ihre Faszination für die Widerstandsfähigkeit, den Mut und die Weisheit der verbliebenen indigenen Völker auf unserem Planeten. 

Die Fotografien versucht in Amaze zu zeigen, wie sich die Welt aus den Ursprüngen entwickelt hat und dass wir alle Teil eines komplexen, zusammenhängenden Geflechts des Lebens sind.

Die Fotos im Buch sind teilweise Schwarz-Weiß, teilweise aber auch farbig und werden in zwei Fotoserien untergliedert: "Genügsamkeit" einerseits und  "Am Rande des Wassers" andererseits.

Menschen aus Papua New Guinea und andere aus Madagaskar, Kinder aus Kenia oder Rwanda aber auch Weise aus Indien und indigene Menschen aus Brasilien verdeutlichen die Vielfalt und die Facetten, die den Menschen auszeichnen. Allen gemeinsam ist die Nachdenklichkeit und das Lachen.

Beeindruckend auch ist ein Krokodil unter Wasser. Um ein solches Tier zu fotografieren, braucht man Mut, viel Mut. Dann  sieht man immer wieder mal lachende Kinder, denen wir alle verpflichtet sind eine Planeten zu übergeben, auf dem man noch leben kann.

Ich teile die Meinung des Verlags, der in diesem Werk eine ergreifende Inspiration für ein nachhaltiges Leben sieht und diese überwältigende Sammlung von Naturfotografien in "Amaze" zu einem Muss für alle macht, die sich um unseren Planeten und um diejenigen sorgen, mit denen wir ihn teilen.


Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Amaze

Rezension: My Himalaya- 40 Years Among Buddhists- Olivier Föllmi- teNeues

Der Fotograf Olivier Föllmi, dessen Wurzeln in Frankreich, der Schweiz und Italien liegen, bereiste über 20 Jahre lang als Fotograf und Menschenfreund zu Fuß die entlegensten Himalaya-Regionen. Anschließend verbrachte er 20 Jahre damit, jeden Kontinent der Erde für sich zu erkunden. Der Vielgereiste hat zwischenzeitlich 36 Bücher veröffentlicht, die in neun Sprachen übersetzt worden sind. Seine Publikationen wurden mehr als eineinhalb Millionen Mal verkauft und dienten als Basis für mehrere Filme. 

Die Texte in diesem Prachtband sind in englischer, deutscher und französischer Sprache abgedruckt worden.

Nach einem sehr persönlichen Vorwort des Fotografen, durch das dem Leser und Betrachter des Buches Föllmis Liebe zu der Himalaya-Region bereits recht gut nahegebracht wird,  sind die dann folgenden Texte und Fotos in die Rubriken: 
Wisdom- Weisheit-Sagesse 
Karma-Karma-Karma
Impermanence-Vergänglichkeit-Impermanence 
Interdependence-Interdependenz- Interdépendance 
Compassion –Mitgefühl-Compassion 
untergliedert.

Jedes der Kapitel beginnt mit einem buddhistischen Gedanken, der für das jeweilige Thema steht. Für die Weisheit gilt nachstehender buddhistische Satz: "Ihr seid verantwortlich für eure eigene Verwirrung, und ihr seid verantwortlich für eure eigene Befreiung. Von der Verwirrung rettet uns nur Weisheit."

Dann erfährt man, was man in der Bilderfolge sieht, liest von den Mönchen und ihrem trägen Rhythmus der Mönchsgebete und von dem 14. Dalai Lama, der das "Kalachakra" einleitet. Das ist die zur Erlösung führende Lehre der Weisheit. 

Die Farb-Bilder der betenden Mönche und Gläubigen und des lächelnden Daila Lamas beeindrucken ebenso wie die Fotos eines Gläubigen in den Bergen und die buddhistischen Kinder, in deren Blick sich bereits Bewusstsein zeigt. Das Farbspiel der roten Gewänder noch vor dem geistigen Auge, liest man den Begriff Karma und dass es unser Geist sei, der unser eigenes Karma schafft, sowohl in diesem als auch in allen kommenden Leben. 

Textlich und auch durch die Bilderwelt reist man mit dem Fotografen durch sein Himalaya und verschafft sich Eindrücke, die unvergesslich sind. Der Mensch wird hier auf sein rechtes Maß zurecht gerückt. Die Landschaft macht dabei selbst den Hochmütigsten demütig. 

Dann lernt man Menschen von Dumka kennen. Es sind die ärmsten Menschen von Indien, die die höchsten Straßen der Welt in 5000 Metern über dem Meer für die indische Armee von Hand hacken, schottern und teeren. Auch hier ist Demut angesagt. Wir wissen nicht, wo unser Karma uns hinführen wird. Man sieht imposante Landschaftsbilder, liest über die Vergänglichkeit und erlebt oft sehr verschlossene Menschen aus dem Himalaya-Gebiet, irgendwann dann auch solche, die tanzen und lachen. 

Auf 4500 Meter sind die Schäfer von Rupshu den Unbilden des Wetters ausgesetzt. Danach erlebt man sehr glückliche Menschen. Dies sind die Bilder, die mich am meisten erfreuen. 

Glück bedeutet letztlich Unabhängigkeit. Diese erhält man, wenn man sich vor Verwirrung rettet und sich um Weisheit bemüht, so weit ich das verstanden haben. Weisheit ist die Leere vom Bewusstsein der Vergänglichkeit und  insofern vom  klugen Loslassen. 

Ein Traumbuch.

27,5 x 34 cm 304 Seiten,
200 Farbfotografien Hardcover
Text: Deutsch, Englisch und Französisch
Gewicht: 2,901 kg

 Maximal empfehlenswert.

Helga König

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My Himalaya

Rezension Peter J. König- Afrika- In 125 Jahren um die Welt- TASCHEN

Der TASCHEN Verlag, der für seine spektakulären Bildbände bekannt ist, hat erneut ein wunderbares bibliophiles Kleinod mit diesem außergewöhnlichen Werk "Afrika" auf den Weg gebracht. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung von einmaligen Fotografien, die vom National Geographic Magazin seit mehr als fünf Generationen veröffentlicht worden sind. 

Herausgeber ist Reuel Golden der ehemalige Chefredakteur des British Journal of Photography. Dabei werden in einer Bildfolge von 200 Aufnahmen außergewöhnliche Bildwerke gezeigt, aus allen Winkeln des Schwarzen Kontinent von Kairo bis Kapstadt. Alle Bilder stammen aus den Archiven des legendären Magazins National Geographic, die in einem Zeitraum von 125 Jahren dort archiviert worden sind. Es beginnt mit beeindruckenden Schwarz-Weiß- Aufnahmen, setzt sich fort mit den ersten Autochromfotos und führt weiter durch das Zeitalter der Kodachrome-Dias bis in die heutige Digital-Ära. 

Die einzelnen Motive sind immer einzigartig, sei es bei einem Flug in den fünfziger Jahren über die nebelverhangenen Vulkane Ugandas oder über die weiten Steppen Ostafrikas mit ihrer zahllosen Tierwelt. In Ägypten zeigen die Aufnahmen wie die Archäologen in die versunkene Welt der Pyramiden vorgedrungen sind, um Grabmäler zu entdecken, die vor mehreren tausend Jahren errichtet, vom Ruhm der Herrscher in Ägypten zeugen sollen. 

Die Facetten Afrikas sind so vielfältig und genauso vielfältig sind die Themen der Photographien. Dazu gehören die Wolkenkratzer von Simbabwe ebenso, wie die Gassen und die Suks in den Altstadtviertel algerischer Städte. In erster Linie ist Afrika beeindruckende Natur. Hier auch liegt das Hauptaugenmerk der photographischen Kunst. 

Bestaunt werden können die einmaligen Aufnahmen von Berggorillas in Ruanda genauso wie die zarten, rotbuschigen Wildblumen der Drakensberge in Südafrika oder auch der Kampf der kenianischen Bauern gegen riesige Heuschreckenschwärme. Aber nicht nur der Zauber Afrikas wird thematisiert, auch das ganze Elend ist mit der Kamera festgehalten, das sich in den Elendsviertel afrikanischer Millionenstädte ausgebreitet hat. Nichts bleibt den besten Fotografen ihrer Zeit verborgen. 

Und so wird auch der Wandel der Zeit sichtbar, der selbst vor einem solchen wunderbaren, mystischen Kontinent nicht Halt macht. Lange bevor in der modernen, medialen Zeit über Fernsehen oder Internet die Welt, und damit auch der unvergleichliche Kontinent Afrika für jedermann und jederzeit in die Wohnstuben geholt werden kann, war es das berühmteste Fotografen-Magazin der Welt, National Geographic, das einen tiefen Eindruck von den Ländern und den Menschen Afrikas vermittelt hat und damit begann, einen riesigen weißen Fleck auf der Weltkarte transparent zu machen. 

So ist es auch sehr anerkennenswert, dass mit diesem phänomenalen Kunst-Bildband von TASCHEN und dem Herausgeber Reuel Golden sich gleichzeitig eine Hommage verbindet, die National Geographic über alle Zeiten huldigt. 

Absolut empfehlenswert 

Peter J. König

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National Geographic. In 125 Jahren um die Welt. Afrika

Rezension: Chiemsee& Chiemgau gehmütlich –Walter Töper- Verlag Anton Pustet

Dr. Walter Töpner ist Verfasser von Reiseführern und hat mit dem hier vorliegenden Buch allen, die am Chiemsee und im Chiemgau gerne wandern, radeln und etwas entdecken oder erleben möchten, eine große Freude bereitet. 

In den aufklappbaren Buchdeckeln befindet sich jeweils eine Übersichtskarte von der Region, um die es hier geht. Der Autor erläutert zunächst, weshalb der Chiemsee und der Chiemgau zusammengehören und skizziert diese aber auch die Chiemgauer Alpen, um dann ein wenig über die Geschichte zu erzählen. Seit 800 v. Chr. lebten dort keltische Stämme und in der Römerzeit gehörte der Chiemgau zur Provinz Noricum. Im 700. Jahrhundert kamen Benediktiner auf die Inselklöster Herren- und Frauenchiemsee. Darüber hinaus liest man u.a. von Wallfahrtskirchen, Barockschlössern etc. All dies und vieles mehr kann man im Rahmen von 33 Wanderungen und Radtouren in Augenschein nehmen. 

Die erste Route führt den Chiemseeuferweg entlang rund um den Chiemsee. Die Rundfahrt erstreckt sich auf 60 km und kann mit dem Fahrrad an einem Tag bewältigt werden. Man erfährt diesbezüglich, welche Sehenswürdigkeiten einen erwarten, liest über die Orte, die man dort kennenlernt und kann sich über einige, bereits verstorbene Chiemseemaler kundig machen. 

Ein Spaziergang auf der Insel Herrenchiemsee und ein weiterer auf der Insel Frauenchiemsee sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Besonders interessant finde ich alle Infos zur Fraueninsel, einem Ort, den ich selbst schon besucht habe und bei dem damals viele Fragen offen blieben. Dass zwischen den beiden berühmten Inseln noch eine kleine Insel liegt, wissen alle, die sich schon mal am Chiemsee aufgehalten haben, doch dass diese Insel bereits in der jüngeren Steinzeit besiedelt war, dürfte nicht jedem bekannt sein.

Wissenswertes erfährt man über das Kloster Frauenwörth und hier auch über die karolingische Torhalle. Auch Klostermedizin ist ein Thema. Schon im Jahre 1263 gab es einen Klostergarten dort, aus dessen angebauten Pflanzen Säfte und Salben hergestellt wurden. 16 Chiemseefischer leben noch auf der Fraueninsel, die insgesamt 80 Tonnen Fisch fangen und davon gut leben können. Dass dies möglich ist, verdanken sie auch den Touristen. 

Im Rahmen der hervorragend beschrieben 33 Wanderungen erfährt man beispielsweise mehr über alte Bräuche und merkwürdige Sitten. So findet an Maria Himmelfahrt das Fest der Kräuterweihe statt, zu denen einst 77 verschiedene Kräuter zu Büschel geweiht und gebunden wurden. Sie sollten Heil und Glück schenken. 

Über das Wallfahrtsbrauchtum, auch über schweren Zeiten, Wallfahrern und Jakobspilgern kann man sich informieren und immer mehr und mehr in Erfahrung bringen. 

Womit beginnen? Vielleicht mit dem Rad von Kloster zu Kloster, um zu staunen und darüber nachzudenken wie es gewesen sein mag als um die Zeit 465 v. Chr. ein Komet mit der Zerstörungsgewalt von acht Hiroshimabomben auf den Chiemgau traf. Die dort lebenden Kelten waren so traumatisiert, dass sie erst 200 Jahre später in ihr Siedlungsgebiet zukamen. 


Ein tolles Buch.Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Chiemsee und Chiemgau gehmütlich: Wandern, radeln, entdecken, erleben

Rezension: Alles fließt- Der Rhein- Eine Reise-Bilder-Geschichten-Elke Heidenreich

Elke Heidenreich hat Theatergeschichte und Germanistik studiert und moderierte fünf Jahre lang die Sendung "Lesen" im ZDF. Sie arbeitet mit verschiedenen Opernhäusern zusammen und gab 40 Musikbücher heraus, denn Musik ist neben Literatur ihre Leidenschaft. Zudem ist sie Autorin von Kurzgeschichten und Kinderbüchern. Mit dem freien Fotograf und Filmemacher Tom Kraus hat sie bereits viele Reisen, Fotoreportagen und Bücher realisieren können und auch die Bilder in diesem Werk stammen von ihm. 

Das  vorliegende, reich bebilderte Buch beginnt bei den zwei Quellen des Rheins in den Alpen und vermittelt die Eindrücke der beiden Rhein-Reisenden auf vielfältige Weise. Auf einer Karte kann man sich einen Eindruck verschaffen, von wo nach wo der Strom fließt, der immerhin sechs Länder persönlich kennenlernen durfte, bevor er als Lek und Waal nach tausenden von Kilometern in die Nordsee fließt. Dass der Alpenrhein Liechtenstein durchquert und wenig später in den Bodensee fließt, hat man einst im Geographieunterricht gelernt, doch wer dort noch keine Reise hin unternommen hat, bekommt nun endlich eine Vorstellung davon,  wie schön es hier wirklich ist: "Was für eine reich beschenkte Landschaft ist diese Gegend am Bodensee! Schon vor fünftausend Jahren war hier Siedlungsraum, Pfahlbautenfunde im See belegen das. Hier gab und gibt es alles: Berge, Wasser, gutes Klima, Rosen Reichtum, Wein, Fachwerkhäuser, Spargel, Erdbeeren…“ schreibt Elke Heidenreich und bekundet Zeile für Zeile ihre Faszination von dieser Gegend und den weiteren, die dann folgen. 

Die zahlreichen traumhaften Fotos, oft doppelseitig, machen begreifbar, weshalb die Maler und Dichter in vielen Jahrhunderten den Rhein so sehr liebten.  Besonders Eindrücke vom Rheinfall in Schaffhausen sind fotografisch und textlich wunderbar dokumentiert worden und so geht es weiter zu namhaften Orten wie etwa Basel, dem Ort, wo Sebastian Brants Satire "Das Narrenschiff" 1494 gedruckt wurde.  Basel war eine der ersten Städte mit Druckerei liest man, nachdem Gutenberg Mitte des 15. Jahrhunderts in Mainz den Buchdruck erfunden hatte und erfährt von der Autorin immer wieder historisch Interessantes. So wird  ihre Rheinreise  beinahe eine typische Bildungsreise. 

Über einen meiner Lieblingsorte- Straßburg- liest man Wissenswertes, doch stets lebensfroher als in einem Reiseführer, denn Elke Heidenreich freut sich oft während der Reise, einfach die Sonne zu genießen und ein Glas Wein zu trinken. 

Gedichte und Rheinlieder sind in ihren Text eingeflochten, Nietzsche wird zitiert und von der deutschen Seele ist die Rede. Sie habe viel mit dem Rhein zu tun. Das begründet Elke Heidenreich auch und zitiert den Anfang von Heinrich Bölls Erzählung "Undines gewaltiger Vater". 

Speyer und Worms muss man sinnlich wahrnehmen, um die Orte historisch wirklich zu erfassen, ein weites Feld… Hier ist Magie im Spiel, vor allem in Worms. Dort, wo der Dom steht, stand einst die Nibelungenburg, Wohnsitz der  königlichen Mörderbande.  

Schön, dass wenig später an Karoline von Günderode erinnert wird und diverse Rheinburgen erwähnt werden. Heinrich Heines Ballade von den "Feindlichen Brüdern" fehlt ebenso wenig wie Brentanos Loreley-Ballade. Da Elke Heidenreich aber nicht nur typischer Rheinromantik huldigen möchte, wurde auch Kästners sehr ironisches Loreley-Gedicht nicht vergessen. 

Und so berichtet die Rheinreisende mehr und mehr bis zum Niederrhein hin, bis sich Vater Rhein mit Mutter Nordsee verbindet: "Seit Jahrtausenden ist er unentwegt in Bewegung, ist die wichtigste Verbindung zwischen den Alpen und dem Meer. Hier oben darf er endlich Ruhe haben, er muss nicht einmal ordentlich münden- er darf einfach verschwinden, mehr als hundert Kilometer ist das Gebiet breit, in dem er das tut."

"Alles fließt".  Dieses Buch beweist es, nicht nur, weil es sich entsprechend liest.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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