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Rezension: Zu Gast in Bayern- Karin Lochner- Fotos Peter von Felbert- Callwey


Der Fotograf Peter von Felbert und die Autorin Karin Lochner haben dieses wunderschöne Buch mit dem Titel "Zu Gast in Bayern" verfasst. Dabei haben die beiden die Texte und Fotos in fünf Abschnitte untergliedert:

Tradition und Brauchtum 
Kulinarik 
Natur 
Stadt &Kultur 
Feste 

Im Rahmen dieser fünf Abschnitte erwartet die Leser eine Vielzahl traumhafter Fotos, zudem dürfen sie sich auf Interviews, 30 Persönlichkeitsportraits und andere Textbeiträge freuen. 

Man liest über das #Alphorn für Anfänger und in diesem Zusammenhang über Elisabeth Heulmann-Reimche aus Garmisch-Partenkirchen, die vor mehr als 20 Jahren die Werdenfelser Alphornbläserinnen gegründet hat. Bei ihr kann man Kurse belegen, um das Instrument dann spielen zu können. Ihren Schülern legt sie übrigens einen Ausflug ans Herz, wo diese eines der schönsten Hochtäler Bayerns kennen lernen können. Ist das nicht zuvorkommend?

Ein Interview mit einem Schellenschmied und Yogalehrer finde ich sehr spannend. Kilian Trenle hat als Yogalehrer einen Kopfstandstuhl erfunden. Im Interview berichtet er u.a. wie er von Yoga zum Schmieden gekommen ist. Als Schmied erklärt er den Unterschied zwischen einer #Schelle und einer #Glocke und wieso Almhirten Schellen aufgrund von deren Akustik wählen. 

Es folgen im ersten Abschnitt weitere spannende Textbeiträge, zudem gibt es eine Reihe interessanter Tipps für Oberbayern und viele schöne Fotos als Highlight obendrauf. 

Im zweiten Abschnitt lernt man zunächst Kartoffeln von Caspar Plautz kennen. 20 ausgefallene Sorten bietet er am #Münchner_Viktualienmarkt an. Ein junger Soziologe und ein Goldschmied sind für den Verkauf dort zuständig, vermitteln zu jeder Kartoffelsorte eine Geschichte und die beste Zubereitungsart. Drei sehr gute Rezepte mit Kartoffeln machen neugierig und der Musik- und Radeltip der beiden, den es dazugibt, ebenso. 

Silvia Beyer betreibt eine traditionelle Bergwirtschaft, die Hüdeleskopfhütte im Allgäu, über die man im Buch Näheres erfährt. Auch hier gibt es wieder tolle Rezepte, so etwa für "Silvias Käsespätzle". Die Zubereitung wird gut erklärt. 

Des Weiteren lernt man Teresa Deufel kennen. Nur ganz kurz: Sie ist Winzerin am Bodensee, deren "#Summer" neugierig macht. Spannend auch ist das Interview mit dem Freibäcker Arnd Erbel aus Franken, der sein Handwerk in einer der ältesten Backstuben Deutschlands ausübt und der #Dinkel für "magic"  hält. Dinkel habe ihm ein neues Bewusstsein gegeben und beeinflusse seine gesamte Bäckerei. 

Neben weiteren tollen Beiträgen in diesem Abschnitt gibt es auch noch ein Interview mit #Jockl_Kaiser, einem Sternekoch aus Nördlingen und ein Porträt des jungen Winzers Andi Weigand aus Iphofen, das mir sehr gut gefallen hat. 

Tipps für Franken sind auch vorhanden und Bilder. an denen man sich nicht satt sehen kann. 

Der Abschnitt 3 gilt der Natur. Hier lernt man Alena Lettenmaier, den Bayerischen Wald und ihre Lieblingsplätze im Nationalpark kennen. Des Weiteren wartet ein Interview mit einer Kapitänin auf der Donau auf die Leser und zudem gibt es noch ein Portrait eines Alphirten, der noch dazu klassischer Sänger ist. Bei ihm beginnen fünf Wochen nach dem Almabtrieb die Opernproben. Florian Karg studierte übrigens klassischen Gesang. Er verrät den Lesern freundlicherweise seine Lieblingsbergtour. Das ist  mehr als nur Alphirtenservice.

Was noch? Eine Waldbademeisterin lernt man kennen. "Waldbaden" kommt übrigens aus Japan. Die ausgebildete Gesundheitsmanagerin Elke Seidel zeigt, wie es geht. Waldbaden wirke positiv auf das Immunsystem und die Nerven. 

Tipps zu Ostbayern gibt es auch noch dazu, bevor man sich mit "Stadt und Kultur" befassen kann. Hier kann man dann ein Interview mit einem Hornisten der Bayerischen Staatsoper lesen und sich in das Innenleben der Augsburger Puppenkiste vertiefen, lernt außerdem  schöne Plätze von Augsburg kennen, um sich danach mit dem Zisterzienserinnenkloster Waldsassen zu beschäftigen. 

Dies und anderes mehr sowie Tipps zu Bayrisch-Schwaben geben einen weiteren Einblick in diesen tollen Freistaat, wo man offenbar sehr schön Feste feiert, wie der 5. Abschnitt deutlich macht. Ein Interview mit der Tanzmeisterin Katharina Mayer und ein Bericht zum Maibaumsteigen sind noch nicht alles, was man dem 5. Abschnitt entnehmen kann. Doch stöbern Sie selbst.

Gesamteindruck: Da muss man sofort hinreisen. Dort gibt es viel zu sehen und die Landschaft ist ein  Traum, nein, Paradies pur. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension Peter J. König: MR & MRS T On Tour - Die schönsten Ziele Europas erfahren - recharge: Aufladen und Kraft tanken- teNeues



Die Autoren Ralf Schwesinger und Nicole Wanner haben mit dem teNeues Verlag dieses interessante, neuartige Reisebuch auf den Weg gebracht, das sich nicht nur durch ein spannendes Konzept, sondern auch durch eine individuelle Zielsetzung von herkömmlichen Reiseführern unterscheidet. 

Ausgangspunkt ist der Wunsch auf nachhaltige Weise durch Europa zu reisen, dabei erstklassige Hotels zu besuchen, deren Konzept ebenfalls auf Nachhaltigkeit aber auch auf Naturbezogenheit ausgelegt ist, dabei aber ebenso ein edles Ambiente, Kultur, Ästhetik und nicht zuletzt eine exzellente Küche vorweisen können. 

Ralf Schwesinger und Nicole Wanner, sie nennen sich hier "MR. und MRS. T" haben sich dazu eine Möglichkeit einfallen lassen, deren Ursprung mit dem Kauf eines neuen Autos begonnen hat. Sie erwarben einen Tesla S, ein Fahrzeug aus der E-Mobilität des amerikanischen Autobauers Elon Musk, der zurzeit noch die Mittel- und Oberklasse der elektrisch angetriebenen Autos beherrscht. Die beiden Autoren hatten dabei verschiedene Ziele im Auge, nicht nur dass sie erproben wollten, ob es funktioniert durch das westliche, nördliche, südliche und südwestliche Europa problemlos mit einem Elektrofahrzeug zu reisen, es ging ihnen auch darum, ob in den anvisierten, ausgesuchten Hotels es auch möglich war, ihren Tesla ohne Probleme immer wieder Vorort die Elektrobatterien aufladen zu können. Um dieses elektrische Abenteuer zu ermöglichen, immerhin wurde über eine Reisedauer von zwei Jahren geplant, haben die beiden Autoren ihre Jobs und Wohnungen gekündigt, ihr Hab und Gut eingelagert und sich dann auf den Weg gemacht. 

Wie der Untertitel es bereits ankündigt, hat das Experiment zum Inhalt: Recharge, Aufladen und Kraft tanken. Dieses bezog sich sowohl auf ihren Tesla, aber in erster Linie auf sie selbst, wenn ihre ausgesuchten Refugien sich durch den absoluten Wohlfühlfaktor, Entspannung und Erholung und ein höchst angenehmes Lebensgefühl auszeichneten. Neben den exquisiten Stadthotels, die sich ausschließlich in Kulturmetropolen befinden, wie etwa in Brügge/Belgien oder San Sebastian/Spanien, sind es doch meistens Spitzenhotels in ausgesuchten ländlichen Regionen, die durch die Einbettung in großzügige Parks oder Gärten mit einer besonderen naturbezogenen Gestaltung einen ganz außergewöhnlichen Aufenthalt möglich machen.Natürlich gehört auch immer das entsprechende Wellness-Angebot dazu. So haben Ralf Schwesinger und Nicole Wanner Hotels in Portugal, Spanien, Frankreich, in Benelux, Italien, Schweiz und Lichtenstein, Deutschland, in Skandinavien und Österreich während ihrer zweijährigen Reise aufgesucht. 

Entstanden ist so dieses außergewöhnliche Werk, das neben einem hervorragenden Bildband auch ein ausgesuchter Hotelführer und zusätzlich ein sehr interessanter Reiseführer ist, eingebettet in neueste elektrische Technologie. Das Konzept erschließt sich auf einer simplen, aber zutreffenden Logik, zunächst das erwünschte Hotel suchen, um von hier aus das Umfeld zu erkunden, sei es in spektakulären Naturlandschaften mit kulturellen Städten oder auch typischen, pittoresken Dörfern, die allesamt einen Besuch lohnenswert und informativ machen. Und alles unter der Prämisse der Nachhaltigkeit, des Aufladens, des Kraft Tankens und des beeindruckenden Erlebens in vielerlei Hinsicht. 

Essen und Trinken kommen dabei absolut nicht zu kurz, wenn zum Beispiel in einem exquisiten Hotel-Weingut an den Weinbergen des Duoro-Tales in Nord-Portugal oder auf dem Heurigenhof Bründlmeier in der Wachau an der Donau in Österreich, einem der besten Winzer Europas Station gemacht wird, einfach um zu genießen und sich wohl zu fühlen, Landschaft inklusive. 

Hier hat der innovative teNeues Verlag zusammen mit den beiden Autoren Schwesinger und Wanner Neuland betreten, um jenseits der ausgetretenen Pfade der Reiseliteratur ein überaus anschauliches und informatives Konzept vorzustellen, das auf Anhieb begeistert, vereint es doch recht unterschiedliche Grundideen, angefangen vom nachhaltigen, elektrischen Reisen, über Hotels mit nachhaltigen, naturbezogenen, angenehmen Beherbergungsmöglichkeiten, bis hin zu großartigen Landschaften und einmaligen Kulturstätten. 

Dieses alles in einem interessanten, lesenswerten Buch unterzubringen, heißt Wissen zu besitzen, aber auch den Mut zu haben, ein solches Projekt in Angriff zu nehmen. Dies ist den Autoren vorzüglich gelungen. Wie immer ist es auch teNeues exzellent gelungen, alles bestens in Buchform zu kleiden. 

Alles ist hochwertig, angefangen vom haptischen Eindruck, die wunderbaren Fotografien und nicht zuletzt die textliche Begleitung, die sowohl sehr anschaulich und informativ über die einzelnen Hotels Auskunft gibt, aber auch über das Umfeld in das diese Hotels eingebettet sind, also Landschaften, besuchenswerte Ausflugspunkte oder auch beeindruckende Naturschönheiten. 

Wer auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Reise-Erlebnis ist, der wird hier fündig. Es muss ja nicht gerade mit einem Tesla sein, aber besser wäre es schon. 

 Maximal empfehlenswert 

 Peter J. König

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Rezension Peter J. König:The World- Michael Poliza- teNeues


#Michael_Poliza, einer der anerkannt weltbesten Fotografen hat sich nach vielen spektakulären Kunstwerken fotografischer Natur einen weiteren Traum erfüllt, denn das Thema dieses Bildbandes besitzt den ambitionierten Titel "#The_World". Dabei ist dem Ausnahme-Fotograf durchaus bewusst, dass dies nicht den Anspruch erhebt, alle Länder dieser Erde bereist zu haben, obwohl er mittlerweile etwa 170 Länder besucht hat. Auch geht es Michael Poliza nicht darum, Länder und Kontinente einfach abzuhaken, vielmehr will er zeigen, welche Schönheit sich weltumspannend erleben lässt und wie absolut wichtig es ist, alles zu unternehmen, damit diese beispiellose Schönheit auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt. Dass wir an der Schwelle einer kritischen Phase für unseren Planeten stehen, ist dem Naturliebhaber und fotografierenden Ästheten durchaus bewusst. Dank seiner vielen Reisen und der Fülle von spektakulären Bilder die Michael Poliza vor die Linse bekommen hat, ist es ihm eine Herzensangelegenheit mit Hilfe dieser Aufnahmen in der Zeit des Klimawandels, der Verwüstung von Natur und der Vernichtung von biologischer Artenvielfalt durch den Menschen, hier ein deutliches Zeichen zu setzen. So soll der menschlichen Gesellschaft bewusst werden, welche verheerenden Risiken in Kauf genommen werden, wie auch die eigene Existenz aufs Spiel zu setzen und welche immensen Verluste damit verbunden sind. Das beste Mittel dies zu verdeutlichen, sieht der engagierte Naturliebhaber und Ausnahme-Fotograf in der Möglichkeit seines Kunstwerkes "The World", wo er dem Betrachter auf wunderbare Weise in Form seiner grandiosen Aufnahmen zeigt, welcher Verlust der gesamten Menschheit droht, wenn nicht ein radikales Umdenken überall auf dem Planten einsetzt, weil damit zukünftig solche Naturerlebnisse nicht mehr möglich sind oder zumindest nur noch sehr eingeschränkt.

Dabei ist Michael Poliza absolut bewusst, in welcher Ambivalenz sein fotografisches Schaffen steht. Nicht nur, dass sein Reisen einen deutlichen CO2-Fuß-Abdruck hinterlässt,, die wunderschönen Aufnahmen animieren ganze Heerscharen von Touristen dorthin zu fahren, wo Poliza die Schönheit und Seltenheit von Landschaft, Flora und Fauna entdeckt hat, mit deutlichen negativen Folgen, wie man am Beispiel von Venedig eindeutig sehen kann, Im Gegensatz dazu ist es jedoch die Möglichkeit all das Wunderbare was die Natur auf unserer Erde geschaffen hat noch einmal zu dokumentieren, bevor es unwiederbringlich vernichtet worden ist oder durch den Massentourismus am Rande vor der Zerstörung steht. Deshalb auch hat der engagierte Fotograf sich zum Ziel gesetzt, alle seine Reisen klimaneutral durch Kompensation zu unternehmen

Bei der Auswahl der Aufnahmen aus dem schier unendlichen Fundus von Michael Polizia hat der Fotograf bei seinem neuesten Werk "The World" sich darauf konzentriert das Wesen jedes Kontinents, sei es Afrika, Asien, Amerika, die Antarktis, Ozeanien und Europa, in vielfältigen, einzigartigen Beispielen zu zeigen. Es sind die unterschiedlichen, individuellen, spektakulären Facetten des Momentes, die den Reiz der Aufnahmen ausmachen, im Gegensatz zum Ort des Geschehenes, der doch zu unterschiedlich ist, ob in den menschenleeren Weiten der eisigen russischen Halbinsel Kamtschatka, den tropischen Landschaften in Afrika und Südostasien, den menschenfeindlichen Wirklichkeiten der über weite Flächen der Erde verstreuten Wüsten oder der kulturellen Vielfalt auf dem europäischen Kontinent. Dabei ist es immer der magische Moment, den Michael Poliza so faszinierend getroffen und verewigt hat, unabhängig auch wo auf der Welt die Aufnahme entstanden ist. Einzigartig und phänomenal, anders ist das Bild-Kunstwerk von Michael Poliza "The World" nicht zu charakterisieren.

Soviel zunächst zur inhaltlichen Gestaltung, womit wir zum haptischen Eindruck des Werkes "The World" kommen. Wie immer bei den großartigen Bildwerken des #teNeues Verlags haben wir es hier mit einem Bildband der Premium-Klasse zu tun. Dies bezieht sich sowohl auf das Format des Werkes, überdimensional, als auch auf die Qualität des gedruckten Papiers, spitzenmäßig, sodass der äußere Eindruck Gewichtigkeit und Extravaganz, einhergehend mit Einmaligkeit, vermittelt. Und bevor auf die besonderen Details im Bildband eingegangen wird, wie etwa der sehr informative und ausführliche Text, von der renommierten Reisejournalistin Sophy Roberts verfasst, soll noch einmal auf die einmalige Faszination der Aufnahmen von Michael Poliza hingewiesen werden, wirklich grandios diese Eindrücke und diese Farben.

Dass die textlichen Beiträge in englischer, deutscher und französischer Sprache die Fotografien begleiten, ist bei teNeues geradezu eine Selbstverständlichkeit bei der internationalen Ausrichtung dieses Verlages. Und last but not least, nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass es sich bei „The World“ um einen streng limitierten und nummerierten Fotoprachtband handelt, mit zumeist unveröffentlichten Bildern, weltweit aufgenommen. Diesen XXL-Band gibt es in unterschiedlichen Ausgaben, als Special Edition, handsignierte Special Edition und Collector´s Edition in zwei Varianten.

Es sollte abschließend noch zusätzlich erwähnt werden, dass ein solcher wunderbarer Bildband nicht nur ein Highlight in jeder guten Privat-Bibliothek ist, zugleich verbirgt sich auch ein Schatz dahinter, denn je mehr die Digitalisierung in unserer Alltagswelt voranschreitet, so werden es diese außergewöhnlichen Foto-Bildwerke sein, die haptischer Natur, zukünftig immer mehr wie Kunstwerke gesammelt und gehandelt werden, Wert nach oben offen.

Maximal empfehlenswert 
Peter J. König 

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Rezension: Lufthansa-Wien-City Guide- Callwey

Marianne von Waldenfels, die Autorin dieses Reiseführers, war u.a. zehn Jahre Chefredakteurin der Zeitschrift "Style" und hat bei Callwey einige sehr bemerkenswerte Bücher verfasst, von denen ich auf "Buch, Kultur und Lifestyle" einige bereits vorgestellt habe.

Wie bei allen City Guides dieser Serie, erfährt man auch in diesem zunächst wie man vom Flughafen in die Metropole, in diesem Fall nach Wien, gelangt, kann sich alsdann u.a. in ein kleines Kaffee-ABC vertiefen, erfährt, was man mit Kindern unternehmen kann und hier auch, dass man bei schlechtem Wetter das #Schmetterlingshaus im Burggarten aufsuchen soll, weil es dort etwas wundervolles zu bestaunen gibt: Hunderte exotische Schmetterlinge fliegen in einem tropischen Miniatur-Regenwald zwischen Wasserfällen und Bäumen frei umher.

Es folgen Infos zu Dingen, die man unbedingt wissen sollte. Auch Termine und Events werden genannt, um schließlich im Rahmen von insgesamt 8 Stadttouren einen Überblick zu erhalten, was man in Wien alles sehen, erleben und genießen kann. Beleuchtet werden: 

1. Stephansdom, Hofburg & die innere Stadt 
2. Alsergrund & Josefstadt
3. Museumsviertel & Neubau 
4.Karlsplatz & rund um den Naschmarkt 
5. Zwischen Belvedere &Donaukanal 
6.Leopoldstadt & Prater 
7.Rund um Schloss Schönbrunn 
8. Grinzing &Die Wein- und Hausberge 

Darüber hinaus hat Marianne von Waldenfels zehn Interviews mit namhaften Wiener Persönlichkeiten realisiert. Unter diesen mit der Schriftstellerin #Christine_Grän, (zwei ihrer Bücher habe ich vor langer Zeit gelesen als auch rezensiert) und dem Maler Helmut Ditsch, mit dem ich auch vor Jahren schon ein Interview auf "Buch, Kultur und Lifestyle" habe realisieren können.

Alle zehn Interviewpartner (m/w) warten mit interessanten Tipps zur Stadt auf. Im Rahmen der textlich und zudem durch Bilder sehr gut fokussierten Bezirke erfährt man stets auch, wo man gut essen und trinken kann und erhält Tipps zum Einkaufen. Kunst und Kultur werden löblicherweise auch immer zur Sprache gebracht. Zudem gibt es Relax-Adressen und solche zum Übernachten.

Ein City-Guide für jung und alt, für Reisende, die davon überzeugt sind, dass man sich an Kultur erfreuen kann, indem man in sie eintaucht und bestaunt. 

 Sehr empfehlenswert 

 Helga König 

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Rezension: Wasser-Eine Entdeckungsreise- Rudi Sebastian-teNeues

#Rudi_Sebastian nimmt die Leser mit auf eine fotografische Reise, die den Wunderstoff "Wasser" im Fokus hat.  Dabei erklärt  er zunächst, was Wasser eigentlich ist und woher es kommt. 

Wer in der Schule gut zugehört hat, weiß, dass Wasser als einziger Stoff auf der Erdoberfläche in drei Aggregatzuständen vorkommt: fest, flüssig, gasförmig. Dabei sind 3 Prozent Süßwasser, davon mehr als die Hälfte gebunden in fester Form: 24 Millionen Kubikkilometer Eis, Schnee und Gletscher bedecken die Erde und ein Promille des Wassers existiert gasförmig als unsichtbarer Wasserdampf. 

Zwischen der grandiosen Bilderreise kann man immer wieder Texte in englischer und deutscher Sprache lesen, die sich näher mit Wasser befassen. So erfährt man, dass es große Wärmemengen aufnehmen und gut sowie vergleichsweise lange speichern kann. 

Man liest dann weiter Wissenswertes über die Dichteanomalie des Wassers und seine Notwendigkeit für das Wetter. So muss man wissen, dass Wolken und Wasser zu den wichtigsten Elementen zählen, die das Klima und den Klimawandel bestimmen. 

Man erfährt mehr  über das Wesen der Flüsse und darf sich dann an Flusslandschaften erfreuen, so etwa entlang der Havel mit all dem Grün, das sich im Fluss in vielen Schattierungen spiegelt. Zwei grüne Flüsse in Slowenien und in der Schweiz darf man ebenfalls auf Bildern bewundern und sich ihrem Zauber vollständig hingeben. 

Wundervolle Landschaftsbilder, die den Li-Fluss in China zeigen, lassen lange innehalten, um dann wenig später von einem Landschaftsfoto, das den Canal du Midi  visulisiert, überwältigt zu werden. Über Flüsse mit außergewöhnlichen Farben wird man auch informiert, so erstrahlt der Rio Celeste in Costa Rica in reinem Himmelblau und der Rio Tinto in Spanien in sattem Rot und Gelb.  Die Farbe des Rio Celeste im Nordwesten Costa Ricas ist übrigens ein physikalisches Phänomen, das im Buch näher erläutert wird. 

Im 2. Kapitel des Buches geht die Fotoreise dann weiter zu verschiedenen Seen über deren Wesen man zuvor Grundsätzliches lesen kann.  So wird man über Salzseen beispielsweise informiert und kann sich über die Besonderheiten des Owens Lake in Kalifornien durch eindrucksvolle Aufnahmen kundig machen und in der Folge dann ein Seenwunder in Brasilien bestaunen. 

Das Meer und sein Wesen sind Thema des Kapitels 3. Zur Sprache gebracht wird  u.a. die Farbe Türkis in den Gewässern der Bahamas. Dabei ergeben sich die ungezählten Türkistöne aus dem Zusammenspiel von Wassertiefe, Sandfarben, Wind und Strömungen. Grandiose Bilder machen neugierig auf das, was farblich wie ein Wunder erscheint. 

Man liest weiter von der Bucht von Cádiz, die ein Paradebeispiel für das Ineinandergreifen natürlicher Prozesse und menschengemachter Umformung und Nutzung bei gleichzeitiger Steigerung der Bodendiversivität darstellt. Davon kann man sich auf Bildern überzeugen, denen weitere fantastische Fotos folgen, speziell von dem Phänomen Nazaré/ Portugal. Dort steigt auf extrem kurzer Distanz der Meeresboden auf Strandniveau. 

Was noch? Bilder vom "Ewigen Eis" in Norwegen und in Grönland. Diese Bilder spiegeln die Realität. Das Tempo der Eisschmelze in der Arktis hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen, das weiß nicht nur Rudi Sebastian, der die Schmelze eindrucksvoll dokumentiert hat. 

Fotos von der Aquakultur, auch von Schnee und Eis  werden fast zum Schluss gezeigt, um sich dann ganz zum Ende nochmals großartiger Wasserimpressionen zu erfreuen. Die Fotos, die Rudi Sebastian in Portugal gemacht hat, erinnern an Gemälde des britischen Malers William Turner. Großartig!

 Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension:Tales from the Roads Less Traveled Pie Aerts- teNeues Mendo

Dieser grandiose Fotoband mit Bildern von #Pie_Aerts möchte zeigen, wie wichtig eine vielfältige Menschheit und ein Leben im Gleichgewicht mit der Natur sind. Dabei geht es diesem Fotografen bei seinem Tun nicht nur um die Bilder, sondern zudem um eine tiefere Verbindung, konkret darum, "in Vergangenheit und Gegenwart vorzudringen, die Bedeutung individueller Überzeugungen, Traditionen und Unterschiede wahrzunehmen, zu würdigen, wertzuschätzen und zu verteidigen."

Deshalb auch möchte er die einfache, unvollkommene und rätselhafte Natur des Menschseins darbieten. Er will eine Verbindung visualisieren zu den Dingen, auf die wir angewiesen sind, gemeint sind Natur, Ressourcen, Wildtiere- und einander. 

Pie Aerts möchte Menschen zusammenführen, sie dazu motivieren, sich wieder füreinander und für unseren Planeten zu interessieren. Ein Wollen, dass man gerne unterstützt, wenn begreift, dass nur das friedliche WIR dauerhaft überlebensfähig ist. 

Zahlreiche Bilder und Geschichten im Buch werden zukünftig nie wieder so sein oder in naher Zukunft völlig verschwinden. Diese Aufnahmen sind in Indien, Indonesien, Uganda, Japan, Chile, Myanmar, Botswana, Sri Lanka, Nepal, Italien, Namibia, Bolivien und auf den Philippinen entstanden. Die erläuternden Texte sind in englischer, französischer und deutscher Sprache nachlesbar. 

So werden beispielsweise Legenden eines Tales im Hochland von #Papua visualisiert. Es geht darum, dass sich Volksstämme aus dem Hochland von Wanema im Baliem-Tal versammeln, um zu feiern. Hier auch lernt man Mellius kennen, den örtlichen Dorfvorsteher. Von seinem hohen Wachturm aus hält er Ausschau nach den Wildschweinen. Seine Kleidung, kaum beschreibbar, zeugt davon, dass Männer auf der ganzen Welt eitel sind, auch wenn sie eine Art Urmenschentracht tragen. Im Fall von Mellius ist der Penis künstlich verlängert durch ein überstülptes Tierhorn und auf dem Kopf thront eine Riesenfeder, durch die er sich als Häuptling ausweist. Dabei muss man wissen, dass Penisfutterale bei den Hochlandvölkern ein gängiger Körperschmuck sind, der in allen Farben getragen wird. 

Man lernt Männer, Frauen und Kinder dieses Volkes kennen, das durch  seine Kleidung wie aus einer anderen Zeit kommend erscheint. Trotz der Speere, die man auf einigen Fotos wahrnimmt, wirkt das, was man sieht, aber dennoch nicht bedrohlich.

Blättert man weiter, gelangt man zu Motiven, die in all den weiter oben aufgezählten Ländern entstanden sind. Dazu im Einzelnen im Rahmen einer Rezension zu berichten, ist allerdings unmöglich. 

Besonders begeistert haben mich die Fotos von Myanmar, dem ehemaligen #Burma. Die Menschen haben dort eine besonders friedliche Ausstrahlung, strahlen Mitgefühl, Freude und Hoffnung aus. 

Der Schwerpunkt der Bilder aus Botswawa und dort vom Okovango Delta liegt auf Tieren: Löwen. Elefanten, Giraffen. Hier auch liest man, dass das Geheimnis des wahren Buschkarmas das "Loslassen" sei. 

Die Fotos von Nepal werden nicht nur Buddhisten gefallen, weil sie auf geheimnisvolle Art Frieden visualisieren.

Am meisten allerdings faszinieren mich die Bilder von Nepal, Kathmandu, weil man sieht, dass die Menschen dort trotz unsäglichen Leids die Hoffnung nie aufgegeben haben. Nicht wenige Städte im Kathmandu-Tal sollen sich wie eine Zeitreise anmuten, 200 Jahre in die Vergangenheit.

Sehr schöne Landschaftsaufnahmen von Namibia beeindrucken ebenso wie die Aufnahmen der Teeplantagen in Srilanka.

Fast überall erlebt man Menschen, die das Lächeln noch nicht verlernt haben, auch in Bolivien  leuchtet es bei aller Armut hervor und  man erkennt den Hochmut der Industrieländer, der außer einem zynischen Lachen keine menschliche Regung mehr zu zeigen in der Lage ist. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: The Satorialist INDIA- Scott Schuman- Taschen

Die Fotos für diesen traumhaften Bildband mit Reiseeindrücken von Indien hat der Fotograf #Scott_Schumann realisiert. Er arbeitete im Bereich Fashion-Marketing und Branding und begann Anfang 2000 auf den Straßen New Yorks beiläufig stylische Menschen zu fotografieren. Diese Bilder veröffentlichte er in seinem Blog "The Sartorialist". Er fand rasch Zuspruch, fotografierte später Kampagnen für namhafte Marken wie etwa Burberry. Zwischenzeitlich finden sich seine Arbeiten in den ständigen Sammlungen des Victoria und Albert Museum und des Tokyo Metropoliten Museum of Photography. 

Die Texte im Buch hat die Moderedakteurin Bandana Tewari verfasst. Sie hat für Magazine wie die "Elle" und "Marie Claire" gearbeitet und schreibt eine Kolumne für "The Business of Fashion". 

Wie die Autorin informiert, ist Schumann unermüdlich gereist- nach Ladakh im Norden, Bikaner im Westen, zu den Sundarbans im Osten und nach Thiruvananthapuram an Indiens Südspitze. 

In seinen Bildern geht es nicht darum, Armut zu romantisieren, sondern, wie ich vermute, die Schönheit in dem, was er sah, zu zeigen.

Wie die Moderedakteurin Bandana Tewari schreibt, zieht sich ein bescheidenes Kleidungsstück durch das gesamte Buch: Das #Gamcha. Es handelt sich um ein dünnes Baumwolltuch, das ursprünglich die Ikone einfacher Menschen war.  

Wie man weiter erfährt, besteht jedes Bild aus drei Teilen: dem Charisma des Motivs, seiner Kleidung und dem Licht. 

Scott Schumann schreibt zu seiner Indienreise,  dass es das emotionale Herz Indiens war, das ihm hierdurch näher gebracht wurde. Und genau dieses leuchtet aus all seinen Fotos hervor. 

Diese sind schwarz-weiß aber auch bunt, zeigen höchst unterschiedliche Motive, zeigen vor allem schöne Menschen mit ausdrucksvollen Augen, zeigen Reichtum und Armut, Skepsis, Hoffnung, zeigen üppiges Grün, zeigen fröhliche, alte Menschen und solche mit abgeklärt, weisem Blick… 

Zu jedem der Bilder ließe sich eine kleine Geschichte schreiben. Vielleicht zuallererst zu Gandhi, der als Graffitigemälde milde von einer öden Wand eines Hochhauses in New Delhi lächelt, gefolgt von einer wunderschönen in die Jahre gekommenen Frau aus Jaipur, mit einem besonders liebevollen Blick. 

Sanftmut und Freundlichkeit scheinen das emotionale Herz Indiens auszumachen, speziell dort, wo die Menschen noch so sein dürfen, wie es ihrem Wesen entspricht und die Konsumwelt sie noch nicht verwestlicht hat. 

Ein sehr, sehr schönes Buch, das zu einer Indienreise einlädt, einer Reise, die in erster Linie die Menschen dort im Auge hat und hier vor allem ihre Seele. 

Maximal empfehlenswert 

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The Sartorialist. India

Helga König

Rezension: Rom- City Guide –Callwey

Dieser reich bebilderte Lufthansa City Guide für Aufenthalte in Rom nimmt seinen Anfang mit wichtigen Fakten, so etwa wie man vom Flughafen in diese Stadt gelangt oder welche Dinge man unbedingt vermeiden und welche man dort tun sollte oder auch was man in Rom  mit Kindern unternehmen kann. 

Events und Termine kommen zur Sprache und zur Einstimmung Filme, Serien und Bücher, in denen die ewige Stadt die Hauptrolle spielt. Ein Interview mit Lavinia Biagoiotti Cigna, eine der jüngsten Ceo´s in der Modewelt, ist ein schöner Einstieg in diesen modernen Reiseführer, weil das Gespräch viel über den Lebensstil der Römer im Hier und Heute vermittelt. 

Neben insgesamt acht ausführlichen Touren durch einzelne Stadtteile plus tollen Fotos warten weitere Interviews auf den Leser. Es sind solche mit namhaften Leuten aus der Hauptstadt Italiens, so etwa mit dem Drei-Sternekoch Heinz Beck und auch der Kult-Köchin Christina Bowerman. Alle InterviewpartnerInnen berichten von ihren Lieblingsorten in Rom und begründen dies auch überzeugend.

Bei den Touren erhält man zunächst stets einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten. Anschließend bekommt man Tipps, wo man gut frühstückt und auch ein entsprechendes Lunch oder Dinner einnehmen kann. 

Adressen für Bistros und Bars werden auch nicht vergessen. Shopping und Unterkünfte zum Schlafen, teilweise auffallend edel, sind ebenfalls aufgelistet. Kunst und Kultur runden die jeweilige Tour dann schließlich ab. 

Was noch? Beigefügtes Kartenmaterial vereinfacht die Orientierung in den einzelnen Stadtteilen und Extra-Tipps sowie Insider-Tipps der Crew machen noch schlauer. Was kann da noch schief gehen?

Reiselust ohne Reue? Ja.  Mit dem  Lufthansa City Guide Rom ist es möglich.

Sehr empfehlenswert

Helga König
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Lufthansa City Guide Rom: Durch die Stadt mit Insidern




Rezension: Depart- Aufbruch in die Freiheit-Dumont

"Ich reise, um meinen Horizont zu erweitern. Jede neue Erfahrung hilft mir zu unterscheiden, was wirklich wichtig ist." (Jussi Ulkuniemie)

Im Vorwort dieses Bildbandes schreibt Joost Bastmeijer, Medienschaffender und Instagram-Fotograf auf Reisen, dass Fotografen der neuen Generation Gleichgesinnte im Internet finden, die dort Online-Plattformen als Leinwand nutzen. Die Fotografen folgen sich gegenseitig im Netz. Daraus resultieren dann Treffen, sogenannte Photo Walks. Die namhaften Instagrammfotografen reisen immerfort durch ferne Städte, Länder, über Inseln und Kontinente auf der Suche nach dem perfekten Foto. Dabei schließen sie über kulturelle Unterschiede Freundschaften und teilen ihre Fotos mit ihren Followern.

Die drei führenden Fotografen der neuen Generation sind Bastiaan, Bob und Willem Sizoo. Im vorliegenden Bildband hat man Gelegenheit an den Reisen dieser und anderer namhafter Instergrammfotografen Anteil zunehmen. Neben den eindrucksvollen Fotos erwarten den Leser und Betrachter sehr gute Texte, die neugierig auf die Reiseziele machen. 

Es sind fantastische Fotos, so etwa realisiert in Bangkok/Thailand. Eindrucksvoll hier der Blick auf Menschen, sei es auf einen Mönch am Bahnhof in Bangkok oder einen anderen auf dem Weg durch die Altstadt. Wundervoll auch sind die Fotos, die Einblicke in die Natur auf Madeira geben oder jene, die in Island entstanden sind. 

Allen Aufnahmen gemeinsam ist, dass die Fotografen, die Geheimnisse eines Ortes in ihren Aufnahmen eingefangen haben und sie sensiblen Betrachtern zugänglich machen. 

 Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: 52 kleine & große Eskapaden in der Pfalz- Thomas Diel- Dumont

Thomas Diehl, der Autor dieses Buches, ein gebürtiger Pfälzer, ist der Wald- und Weinpfalz sehr verbunden. Dabei hat er als Wanderjournalist einer Tageszeitung und Betreiber einer Wander- und Radwanderwebsite (www.wanderpotal-pfalz.de) bereits zahlreiche Freunde der Pfalz zu klassischen aber auch ungewöhnlichen Unternehmungen in der freien Natur motiviert.

Das vorliegende reich bebilderte Buch von ihm mit dem Titel "52 kleine und große Eskapaden in der Pfalz" ist in drei große Abschnitte untergliedert:

Abstecher-Nur ein paar Stündchen
Ausflüge-Raus für einen Tag Miniatururlaub
Miniurlaub: Ferien für ein Wochenende

Dabei geht es im ersten Kapitel um spannende und erholsame Naturerlebnisse im Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen-herumstreunen, kraxeln, picknicken, baden, schauen und staunen.

Die einzelnen Abstecher sind sehr gut beschrieben und von Fotos begleitet, die einen Eindruck von den jeweiligen Orten vermitteln. Genannt wird stets Verbindungen zu den Orten mit der Bahn, dem Bus oder auch dem Auto und wie man von dort wieder wegkommt. Die Dauer und Strecke werden auch angegeben, zudem die beste Zeit sowie die Ausrüstung. Außerdem gibt es Kartenauszüge.

Gefallen hat mir sogleich, dass dem Autor  auch Freinsheim ein Abstecher wert ist. Ich teile mit ihm die Meinung, dass in dieser Weinbaugemeinde die sie schönste Altstadt der Pfalz gelegen ist. Er hat seine Stündchen dort bestens beschrieben.

Imposant auch ist die Burgruine Drachenfels, eine leicht zu erreichende Felsenburg mit allem, was die Pfälzer Burgen ausmachen. Sehr schön sind hier die in Fels gehauenen Treppen, die einen Panoramablick über das Dahner Felsenland bieten.

Gelungen zudem ist die Beschreibung des Picknicks in den Reben und in diesem Zusammenhang der Ort Ilbesheim sowie der 271 m hohe Hügel mit dem Namen der Kleine Kalmit. Diese und andere Abstecher machen Lust auf die Pfalz. Besagte Lust steigert sich noch im 2. Kapitel mit dem Titel "Ausflüge". Hier geht es um Genusswanderungen, Radtouren und sportliche Herausforderungen für einen Tag.

Spannend finde ich den Vulkan namens Pechsteinkopf, unweit von Forst und Wachenheim, natürlich auch des Weines wegen, der von dort einfach köstlich schmeckt. Mit dem Mountainbike durch den Pfälzer Wald, das scheint auch verlockend zu sein, wie Text und Bilder dokumentieren. Verlockend ist des Weiteren die Gegend um den Trifels.

Im 3. Kapitel geht es um Miniurlaube, so etwa mit dem Rad von Weindorf zu Weindorf oder aber man kann eine Zweitageswanderung auf dem Pfälzer Keschdeweg realisieren. Dies alles und vieles mehr macht das Buch unumgänglich, wenn man die Pfalz erkunden möchte.

Sehr empfehlenswert.

 Helga König

Rezension: Gestrandete Riesen- Geschichten vom schönen Schein und von wirklicher Größe alter Grandhotels- Gerd Wagner- Edition Zeitblende

In diesem Buch werden sieben alte, spektakuläre #Grand_Hotels näher beleuchtet. Dabei wird erzählt, was es mit den einzelnen Luxushotels einst auf sich hatte und teilweise heute noch hat. 

#Gerd_Wagner bringt die Häuser seinen Lesern durch Geschichten, Betrachtungen, Reisebücher und Gespräche näher. Dazu gibt es noch 12 Zeichnungen von der Grafikerin #Claudia_Berg, ein Reisetagebuch von #Helmut_Brade und sechzehn Fotos von #Maximilian_van_Poele.

Bei den Grand Hotels handelt es sich um: 

- The Grand Hotel Scarborough- England 
- Banff Springs Hotel Banff-Kanada 
- Les Roches Noires Trouville- Frankreich 
- Thermae Palace Oostende- Belgien 
- Principe Di Piemonte Viareggio- Italien
-  Reid´s Palace Funchal- Madeira 
- Hotel Waldhaus Sils Maria- Schweiz 

Zu Anfang jeder Hotelpräsentation wird stets die Lage kurz beschrieben, es wird die Anzahl der Zimmer und berühmte Gäste in der Reihenfolge ihres Eintreffens und die Historie genannt. 

Alte Fotos aus den Glanzzeiten der Paläste bilden den visuellen Rahmen für die  kurzweiligen Texte, die dem Leser, der Blicke in die Vergangenheit zu schätzen weiß, diese Grand-Hotels mit jeweils bemerkenswerter Geschichte auf reizvolle Art näher bringen. Dieser Reiz entsteht aus dem Spannungsfeld zwischen der realen Historie und den Geschichten, die dort hätten geschehen können. 

Die vier im Buch enthaltenen Erzählungen handeln von der großen Zeit des mondänen Reisens. Diese Geschichten seien wahr aber vollkommen frei erfunden. Vor allem aber sind sie packend geschrieben.

Das im Buch zudem enthaltene Reisetagebuch von #Helmut_Brade ist übrigens mit wunderschönen Federzeichnungen von Claudia Berg illustriert. Auch das Reisetagebuch hat seinen Reiz. "Geisterstunde am helllichten Nachmittag..."

Am interessantesten von allen Hotels finde ich das Hotel #Waldhaus_Sils_Maria im Engadin in der Schweiz mit seinen 140 Zimmern. Dieses Luxushotel wird inzwischen in der fünften Generation als Familienbetrieb geführt. Eine solche Tradition beeindruckt natürlich, wenn man weiß, dass zumeist nach der 3. Generation der Ofen aus ist. 

Eine ganze Reihe berühmter Gäste war dort schon zu Besuch. Unter ihnen Theodor W. Adorno, Marc Chagall, Erich Kästner, Thomas Mann, Max Reinhardt und Luchino Visconti . 

Man lernt den Chef Pâtissier, einen Kochlehrling, den Maitre d hôtel, die Zimmerevisorin, die Floristin, den Hausschreiner, die Dame für das Kassabüro und den Verantwortlichen für Kommunikation und Strategie  und deren Arbeitsfeld durch  informative Texte etwas näher kennen, kann sich die Preisliste im Internet anschauen, muss sich dabei aber nicht wundern.  Orte wie das Hotel Waldhaus Sils Maria sind Juwelen und diese gibt es bekanntermaßen nicht umsonst. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Gestrandete Riesen: Geschichten vom schönen Schein und von wirklicher Grösse alter Grandhotels

Rezension: #Föhr- Neu entdecken-Insel, Orte, Originale- #Othmar_Kyas- #Delius_Klasing

Dieses sehr schön bebilderte, textreiche Reisebuch befasst sich mit der Nordsee-Insel #Föhr. Neben der einmaligen Schönheit der Natur, sollen es die Insulaner sein, die den besonderen Reiz von Föhr ausmachen.

Das Gebiet der Insel, deren Lage genau beschrieben wird, war vor 10.000 Jahren bereits besiedelt. Die Sturmfluten von 1219 und 1362 führten zu bleibenden Veränderungen der ursprünglichen Küstenlinie. Damals wurden Marschgebiete überflutet und Boden abgetragen. #Priele vertieften sich zu #Wattströmen. Diese Entwicklung wurde in den folgenden Jahrhunderten vertieft. So entstand das heutige #Wattenmeer mit den #Inseln und #Halligen. 

#Föhr erreicht man übrigens mit Fähren vom Fährhafen #Dagebüll aus. Allerdings gibt es auf der Insel auch noch einen kleinen Sportflughafen.  Ist man angekommen, lernt man, wie im  ersten Kapitel beschrieben, das Watt und die Strände kennen. 

Über #Marsch und #Geest wird man aufgeklärt und weiß nach der Lektüre wie eine #Salzwiese entsteht. Solche Wiesen haben sich an der Föhrer Küste, vorwiegend im Norden der Insel gebildet.

Man lernt Besonderheiten Föhrs in den unterschiedlichen Monaten des Jahres kennen und wird ausgiebig über das Seebad #Wyk informiert, natürlich auch über das kulturelle Zentrum von Wyk - der Kurgartensaal und das Friesenmuseum mit seinen weltläufigen Außenanlagen-. 

Freundliche Insulaner (m/w) werden vorgestellt, so etwa die Tierschützerin Janine Bahr, auch den Bäcker Stefan Füchsel, Patricia Dulz, die Besitzerin eines Krabbenkutters und auch den Friesendoktor Hark Weber.

Die Inseldörfer sind sehr gut  beschrieben. Dabei lässt sich die Geschichte von #Midlum über 1000 Jahre zurückverfolgen. Ein für das Buch abgelichtetes #Friesenhaus in #Goting stammt aus dem Jahre 1779 und die Wrixumer Mühle aus dem Jahre 1851. Idylle allerorten, wie die Fotos zeigen. Wer möchte nicht auf diese Insel?

Auch sehr gute gastronomische Adressen vor Ort lernt man kennen und sogar ein #Weingut, das mich sofort neugierig gemacht hat. 

Über Museen, das Schleswig- Holstein Musikfestival, auch über Jazz auf Föhr bleibt man nicht uninformiert und erfährt zudem welche Sportmöglichkeiten auf der Insel geboten werden. 

Ein tolles Buch, das Lust auf die Insel macht. Langweilen kann man sich dort  jedenfalls nicht.

Sehr empfehlenswert. 

Helga König 

Im Fachhandel erhältlich 

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Föhr neu entdecken: Insel, Orte, Originale

Rezension: #Paris- #Serge_Ramelli- #teNeues

Die Bilder für diesen traumhaft schönen Fotoband hat der französische Fotograf #Serge_Ramelli realisiert. Er ist Spezialist für Landschafts- und Städteaufnahmen. Mit seinen Kunstfotografien ist er in weltweit zur Zeit 78 Niederlassungen des französischen Galeristen #YelloKorner vertreten. Des Weiteren bietet er bei #Youtube einen Onlinekurs Fotografie für mehr als 540 00 Abonnenten an. 

Die Texte im Buch hat Darius Stevens Wilhere verfasst. Er ist ein in LA ansässiger Autor/Regisseur und Post-Production-Ninja, der unter anderem schon für die Unternehmen #Netflix, #Sony, #MTV und #ESPN gearbeitet hat. Seine Texte sind in englischer, deutscher und französischer Sprache nachlesbar. 

In seinem Eingangstext schreibt er, dass #Paris ihn überwältigt habe. Hier sei ihm klar geworden, dass das visuelle Bild eine überragende Rolle spielen könne, wenn es darum gehe, einen Ort unsterblich zu machen. Er verspricht, dass man beim Durchblättern der Ansichten von Paris die lebenslange Liebe des Fotografen zu seiner Heimatstadt erspüren könne. Das kann ich bestätigen. 

Für Darius Stevens Wilhere sind Serge Ramellis Bilder Zugänge zu fantastischen Möglichkeiten, denn ein Träumer könne beim Anblick der Motive sich mittels selbst erfundenen Geschichten hineinversetzen. Vielen der wunderschönen Aufnahmen wurden Erläuterungen beigegeben. 

Besonders begeistert bin ich von den Bildern, die den Louvre zeigen. Das bedeutendste Museum Frankreichs erhielt durch die Glaspyramide einen Eingang, der bewusst im Kontrast zu den historischen Gebäuden steht. Der Architekt der Pyramide ist übrigens der Amerikaner Ieoh Ming Pei. Sehr beeindruckend ist das doppelseitige Foto, das zwei Skulpturen zeigt, die auf die Pyramide herabzublicken scheinen. Dieses Foto macht klar, wer den Platz dominiert. Es ist die Vergangenheit des Schlosses und seiner darin enthaltenen Kunstschätze bei aller Ästhetik der Pyramide. 

Ein Blick auf die majestätischen Türme der Kathedrale #Notre_Dame erinnert daran, wie die gotische Kathedrale noch im Herbst ausgesehen hat. Es folgen Bilder der Stadt bei untergehender Sonne, die das Herbstlaub rötlich erscheinen lassen. Nächtliche Aufnahmen lassen lange innehalten und die Sehnsucht nach einem erneuten Paris-Besuch ins Unermessliche steigen. Traumhaft der abendliche Blick in die Rue des Barres. Das ist ein kleiner mittelalterlicher Fußweg im 4. Arrondissement. 

Die Ile de la Cité ist der älteste Teil der Stadt. Neun Brücken verbinden ihn mit den beiden Seineufern, die man immer wieder bewundern kann. Sehr gelungene Motive vom Eifelturm und vom Montmartre –Hügel, den Bistros und Cafés dort und auch der Kirche, die stilistisch an die Hagia Sophie und den Markusdom von Venedig erinnern, sind so schön, dass man lange innehält und sich an längst vergangene Zeiten erinnert. 

Erinnert im Text wird an Bars, Cafés und Brasserien, wo Berühmtheiten wie Hemingway und Jean Paul Sartre verkehrten,aber auch an das Kaffeehaus Procope. Dort gingen Rousseau und Voltaire schon ein und aus.

Zahlreiche Bilder von Notre- Dame de Paris und Erläuterungen hierzu, lassen wünschen, dass das historische Gebäude bald in alter Pracht wieder aufgebaut ist. 

Sehr schön auch ist die Innenansicht des Kaufhauses Galeries Lafayette mit der farbigen Glaskuppel über der 33 Meter hohen Galerie. Ich erinnere mich noch sehr gerne an einen Besuch dort. Es gab so viel zu sehen.

Alle Aufnahmen  in diesem  Bildband sind ein Hochgenuss für die Augen und verführen zum Träumen. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachbuchhandel erhältlich

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Paris. Serge Ramelli. Buch mit vielen einzigartigen Fotos von Seine Stadt Paris (Deutsch, Englisch, Französisch) - 27,5x34 cm, 176 Seiten

Rezension: 52 kleine & große Eskapaden am Niederrhein- Jutta M. Ingala- Dumont

Die Autorin #Jutta M. Ingala nimmt sich immer mal wieder Auszeiten, die sie vom heimischen Münsterland nicht selten an den Niederrhein führen. Auf ihrer Homepage www.6gradost.com erzählt sie von ihren kleinen und großen Entdeckungen und vor allem von ihren Begegnungen. Dies geschieht im Rahmen kurzweilig zu lesender Geschichten. 

Ihr hier vorliegendes, reich bebildertes Reisebuch mit dem Titel "52 kleine und große Eskapaden am Niederrhein" ist in drei Abschnitte untergliedert: 

Abstecher-Nur ein paar Stündchen 
Ausflüge-Raus für einen Tag 
Miniatururlaub- Ferien für ein Wochenende 

22 Abstecher, sprich Kurztrips für jeweils circa 4 Stündchen, führen beispielsweise zu Orten wie dem #Landschaftspark_Heilmannshof, der an den Niepkuhlen gelegen ist. Dabei handelt es sich um kleine sumpfige Tümpel, die wie Perlen an einer Schnur aufgereiht sind und zwar von Krefeld bis Vluyn und sogar noch weiter. Für Spaziergänger muss dieser Park eine Oase sein. 

Beeindruckend auch ist die Heide bei Drevenack. Die sandige Heidelandschaft ist von knorrigen Hudebäumen umgeben, An deren Stämmen wachsen seltsam geformte Pilze. Der Duft der Heide soll sich mit dem Aroma von würzigem Wacholder mischen. Klingt vielversprechend, diese bizarre Landschaft, die man in wenigen Stunden erwandern kann. 

Im 2. Abschnitt dann gibt es 18 Ausflüge. Hier werden jeweils 12 Stunden pro Ausflugsziel anberaumt. Eines der Ziele sind die Rheinauen bei Friemersheim. Das ist ein Ortsteil von Rheinhausen, das zu Duisburg gehört. Dann gibt es einen Ausflug, der mir viel Freude bereiten könnte und zwar mit dem Heißluftballon über die niederrheinische Landschaft zu fliegen. Die Bilder, die aus dem Ballon heraus realisiert wurden, sind vielversprechend. Man kann aus der Vogelperspektive Flussläufe, Landmarken und Wälder bewundern. Wunderschön. 

Spannend auch scheint ein Ausflug per Rad oder zu Fuß entlang der #Issumer_Fleuth und ins Sumpfdickicht zwischen Geldern und Issum zu sein und ein Highlight stellen die historischen Gärten von Kleve dar. Die Symmetrie der Anlage soll eine ungemein meditative Wirkung haben.

Im 3. Abschnitt dann werden 12 Miniurlaube vorgeschlagen, so etwa 117 Kilometer entlang der Niers von Mönchengladbach bis zur Mündung in die Maas. An diesem Fluss sollen eine ganze Reihe von Herrenhäusern und Mühlen liegen. Ach ja, sehr malerisch soll die Landschaft dort sein. Die Fotos bestätigen dies und machen neugierig.

Neben den informativen Texten und schönen Fotos gibt es jeweils einen Kartenausschnitt und Infos wie man an den jeweiligen Ausgangspunkt gelangt, zudem erfährt man etwas zur besten Reisezeit, auch zur Ausrüstung sowie Diverses anderes mehr.

Was noch?  Tourenverlauf: GPX Daten können  jeweils kostenfrei downgeloaded werden.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Rezension: Hotel Europa- Refugien in der Stadt, auf dem Land und am Wasser- Prestel

Herausgeber dieses tollen, bei Prestel erschienenen Reisebuchs mit dem Titel "#Hotel_Europa" ist das Süddeutsche Zeitung Magazin. Dort erschien erstmals im Januar 2010 eine Kolumne, die sich mit idealen Hotels in Europa befasst. Gemeint sind damit nicht Fünf-Sterne-Luxushotels mit Zimmerservice rund um die Uhr, sondern individuelle, eher kleine Häuser mit Zimmern, in denen man gern ein paar spannende, erholsame Tage verbringen kann. 

Im Vorwort liest man: Ein "Hotel Europa" müsse kein völlig makelloses Haus sein. Wichtig seien, jeweils eine verblüffende Besonderheit, die man nur an diesem Ort fände und vor allem der Charme, der von dem entsprechenden Hotel ausgehe. 

Untergliedert sind die ausgewählten, kurzweilig zu lesenden Kolumnen in: Stadt, Land und Wasser.

Man lernt tatsächlich viele unglaublich interessante Hotels kennen, so etwa das #Hotel_Henriette in Paris, wo man im Sommer in einem von Efeu umschlungenen Mini-Innenhof frühstückt und sich einer hübschen Inneneinrichtung seines Zimmers erfreuen kann. 

Neugierig auch macht das "FahrradStop Gut Lorf" in Aken, Sachsen Anhalt mit einer interessanten Geschichte wie der Besitzer zu dem pittoresken Anwesen kam, aber auch die Villa Roncalli in Umbrien, wo man offenbar in idyllischer Umgebung sehr gut essen und trinken kann. 

Unmöglich hier eine Auswahl der vielen Hotels zu nennen, die im Buch im Rahmen der schönen Kolumnen fokussiert werden. 

Eines möchte ich aber doch noch erwähnen: Das Hotel "#Monte_Baldo" am Gardasee. Der Autor schreibt dazu: "Ein Hotel, in dem ich sofort nach dem Aufwachen lachen musste, weil es so schön war: die Sonne, die durch die hohen rundbögigen Fenster ins Zimmer fällt, der leichte warme Wind, das Geräusch der kleinen Gardasee-Wellen, wie sie am Ufer auflaufen, die pinkfarbenen Blüten, die den guseisernen Balkon umranken, unten das leise Klappern vom Eindeckender Frühstückstische am Ufer, das Gequake von Enten, die auf Croissantkrumen warten. Das alles sieht und hört man, wenn man morgens die Augen aufmacht und abends die Flügeltüren zum See offen gelassen hat- auch das würde ich ihnen unbedingt empfehlen."

Wer Freude am Besonderen hat, findet hier viel, um es vor Ort dann für sich zu entdecken. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Hotel Europa: Refugien in der Stadt, auf dem Land und am Wasser

Rezension: Lissabon- Begegnungen in der Stadt des Lichts- Holger Ehling-Corso

Der Verfasser dieses Reisebuches - Holger Ehling- ist Journalist und Sachbuchautor, der in Frankfurt aber auch in Lissabon lebt. Seine Faszination der portugiesischen Hauptstadt gegenüber bringt er vielschichtig in diesem reich bebilderten Buch zum Ausdruck, das er in fünf Abschnitte untergliedert hat:

-Lissabon fürs Auge
-Lissabonner Büchermenschen
-Lissabon für Leib und Magen
-Schatten in der Stadt des Lichts 
-Glaube, Liebe Sehnsucht- Lissabon für die Seele

Der Dichter Alberto de Oliveira nennt Lissabon "Stadt des Lichts". Nicht nur er, sondern auch Fernando Pessoa huldigt dem geschichtsträchtigen Ort in einem Gedicht. Mit dieser Lyrik wird man eingangs auf die Stadterkundung eingestimmt.  Im Vorwort dann liest man bereits, dass Lissabon eine der schönsten Städte Europas, vielleicht sogar der Welt sei und man spätestens dann, wenn man sie zu Fuß erkunde, bemerke, wie alt sie sei.

Man bekommt - spannend erzählt - Wissenswertes zur Geschichte dieser Stadt  mitgeteilt, liest von den Mauren, die einst Lissabon kontrollierten und natürlich auch vom legendären Erdbeben, das zu den stärksten gehört, die jemals Europa erschütterten. Sogar in Skandinavien war das Beben zu spüren und die Flutwellen rissen an der nordafrikanischen Küste Tausende von Menschen in den Tod. In Lissabon waren zwei Drittel aller Gebäude zerstört. Nur die "Almalfa" und die dünn besiedelte Oberstadt blieben intakt.

Lissabons Geschichte wird auf zwei Seiten chronologisch aufgelistet, um einen groben Überblick zu vermitteln. Dann werden diverse Sehenswürdigkeiten näher beschrieben. Dazu gehört auch der "Jardim da Estrela", der wohl als der hübscheste Park der Stadt gilt. Über die Architektur erfährt man Näheres und liest, was einer der erfolgreichsten Architekten Portugals- Miguel Saraiva- im Hinblick auf Lissabon meint. Für ihn als Architekt ist die Metropole eine Fundgrube, weil man sich im Grunde dort wie in einem architektonischen Freilichtmuseum bewege. Man liest, welche entsprechenden Highlights man besuchen sollte, um sich dann ausgiebig mit Kacheln, den sogenannten Azulejos zu befassen.

Street Art in Lissabon ist ein weiteres Thema. Sie explodierte in der Stadt und im ganzen Land nach der #Nelkenrevolution vom 25.April 1974. Ihrem Wesen nach ist sie eine vergängliche Kunstform. Nur wenige Abbildungen überdauern Monate oder gar Jahre. Über bildende Kunst in Lissabon wird man aufgeklärt, liest von den wichtigsten und beliebtesten Orten, wo man sie besichtigen kann, liest auch vom Kunstmarkt und von Museen, um sich alsdann mit Buchhandlungen in dieser schönen Stadt näher zu befassen. Daraufhin lernt man Joao Tardo, einen Schriftsteller näher kennen, für den Schreiben letztlich eine einsame Sache ist, die viel Kraft in Anspruch nimmt, liest Näheres über die Literatur in Portugal und erhält auch einige sehr gute Buchtipps, bevor man sich mit den kulinarischen Genüssen vor Ort näher beschäftigen kann. Die portugiesische Küche ist unkompliziert. Soviel dazu.

Auch das Nachtleben wird nicht ausgespart und es wird die Zuwanderung zur Sprache gebracht, sowie der #Fado, der erst in den 1980ern eine Renaissance erlebte. Auch Fadolokale, die Fado-Szene bleiben nicht unerwähnt und das typische Lebensgefühl, das sich im Fado zu erkennen gibt: Es ist die Sehnsucht, genannt #Saudade, ein Lebensgefühl, dass ich allemal der Melancholie vorziehen würde..

Ein wirklich gelungenes Buch.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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Rezension: 52 kleine und große Eskapaden in der Region Rhein-Main- Sarah Waltinger - DUMONT

Die Bloggerin #Sarah_Waltinger verarbeitet ihre Erlebnisse auf Reisen für Magazine und Verlage. Das vorliegende reich bebilderte Buch von ihr mit dem Titel "52 kleine und große Eskapaden in der Region Rhein-Main" ist in drei große Abschnitte untergliedert: 

Abstecher-Nur ein paar Stündchen 
Ausflüge-Raus für einen Tag 
Miniatururlaub- Ferien für ein Wochenende 

Ich selbst komme aus dem Rhein-Main-Gebiet, habe das Reisebuch mit großem Interesse studiert und erstaunt festgestellt, dass ich noch lange nicht alle Ecken hier kenne. Den #Lohrberg allerdings habe ich bereits besucht, ihn auch auf "Buch, Kultur und Lifestyle" im Rahmen eines Events auch erwähnt. Die Autorin hat den Frankfurter Hausberg (immerhin 185 Meter hoch) sehr schön skizziert und genau beschrieben, wie man von der Frankfurter Innenstadt dorthin gelangt, wann die beste Zeit für einen solchen Abstecher ist und wie viel Zeit man für die Erkundung benötigt. Imposante Fotos und ein Kartenausschnitt vervollständigen den Eindruck. Auf diese Weise wird mit allen 52 Trips (Eskapaden) verfahren. 

Schön, dass der #Palmengarten in Frankfurt erwähnt wird, man auch die Darmstädter #Mathildenhöhe nicht vergessen hat. Das #LILU in Frankfurt-Niederrad kannte ich bislang noch nicht, scheint Idylle pur zu sein und dies mitten im urbanen Frankfurt! Sehr schön beschrieben ist die Rheininsel #Langenau und die Dünenlandschaft in Frankfurt Schwanheim, die nach der letzten Eiszeit entstand. 

Unmöglich jetzt alle 52 Orte hier kurz zu skizzieren. Den #Kühkopf möchte ich benennen, weil ich das Naturschutzgebiet seit meiner Kindheit immer wieder besucht habe und der urwüchsigen Auenlandschaft wegen sehr liebe. 

Für Liebhaber von Schlössern und Burgen gibt es im Reiseführer auch einige sehr schöne Tipps, zudem wurde das Felsenmeer nicht vergessen und einen Ausflug auf Goethes Spuren kann man nachvollziehen. Dass man Kloster Eberbach mit ins Programm aufgenommen hat, ist ebenso lobenswert, wie der Ausflug in den Naturpark Taunus oder die Fahrradtour in die Wetterau. 

Die Grube Messel gehört bekanntermaßen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier führen Geologen fast ganzjährig durch das weitläufige Terrain, vorbei an Forschungszelten der Senckenberg Gesellschaft. 

Was noch? Vielleicht der Naturpark Spessart mit dem schönen Wasserschloss Mespelbrunn oder an heißen Tagen der Riedsee in Leeheim? Seit Ewigkeiten war ich dort nicht mehr und bin überrascht, dass es dort mittlerweile schattenspendende Palmen gibt. 

Die Zeiten ändern sich und mit ihnen das Klima.

Alles in allem ein tolles Buch mit allen Touren zum Download.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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52 kleine und große Eskapaden in der Region Rhein-Main: Ab nach draußen! (DuMont Eskapaden)

Rezension: Lufthansa- PARIS- City Guide-Marianne von Waldenfels-Callwey

Dieser sehr gut recherchierte und dabei reich bebilderte #Paris_Guide mit Texten von Marianne von Waldenfels enthält neun Kapitel, die sich mit  diversen Stadtvierteln von Paris befassen und außerdem neun Interviews mit namhaften Persönlichkeiten, die diese Metropole sehr gut kennen. 

Das Konzept: Der Reiseführer richtet sich an eine kosmopolite, vielseitig interessierte, vielreisende Zielgruppe, deren kostbarstes Gut die Zeit ist. Diese Menschen reisen beruflich oder privat stets aufs Neue an bestimmte Orte, und immer wieder an Orte, die sie neu entdecken. Die Reisenden kennen sich bestens aus, sind zudem bestens informiert und zwar digital über Blogs und digitale Medien, allerdings sind sie fortdauernd auf der Suche nach Inspiration und vielfältigen Erlebnissen. 

Deshalb auch halten sie Ausschau nach den schönsten Hotels, den besten Restaurants, den angesagtesten Bars, den ungewöhnlichsten Läden und den kulturellen Geheimtipps abseits der Tourismuswege. 

Bei all dem geht es ihnen um ein ganzheitliches Erlebnis. Was das heißt? Kultur geht für sie stets zusammen mit Kulinarik und anderen sinnlichen Erlebnissen. 

Alle Lufthansa City Guides sind nicht thematisch gegliedert. Sie möchten  stattdessen die einzelnen Stadtviertel zum Erlebnis machen. Die Empfehlungen stammen von einer ganzen Bandbreite von Insidern: den besten Concierges der Stadt, Influencern, Designern, Chefköchen, Schauspielern, usw. Gemeinsam mit den charmanten Illustrationen, der hochwertigen Ausstattung ergibt sich ein besonderes Lesevergnügen, das sich nicht nur unter dem Arm vor Ort erleben lässt, sondern auch zu Hause im Schaukelstuhl. 

Mit Lufthansa und Callwey kooperieren hier zwei Unternehmen mit ähnlichen Werten - Verlässlichkeit, Fernweh und stilvollem Lifestyle. Dabei zeichnet Callwey für die Inhalte verantwortlich. Lufthansa ist der Herausgeber. 

Die Interviews werden geführt mit: dem Stoff-König Pierre Frey, der Champagner- Expertin  Vitalie Taittinger, dem Nobel-Preisträger Daniel Pallas, dem Bestseller-Autor Marc Levy, der Antik-Batik-Designerin Gabrielle Cortese, der Stilexpertin Katrin Riffaud, der Graffiti- Legende und Club-Mogul André Saraiva, der Künstlerin Èmile Pitoiset und dem Starkoch Pierre Touitou. 

Zunächst liest man in der Einleitung wissenswerte Fakten, so etwa wie man von den beiden Flughäfen der Metropole in die Stadt gelangt, wie es sich mit Trinkgeldern verhält und wohin man in Paris mit Kindern gehen kann. Termine und Events werden genannt und zur Einstimmung auch Filme, Serien und Bücher, in denen Paris die Hauptrolle spielt. 

Die neun Touren beginnen jeweils mit einer Straßenkarte, dort sind die näher beschriebenen Sehenswürdigkeiten eingezeichnet. Informiert wird man über Cafés, Bistros und Restaurants als auch Bars auf jeder der Touren, erfährt zudem, wo man gut einkaufen und schlafen kann. Am spannendsten finde ich das Marais, ein Viertel mit vielen richtungsweisenden zeitgenössischen Galerien. Im Marais sollte man nicht vergessen,  die Gedenkstätte "Mémorial de la Shoa" zu besuchen. Es handelt sich dabei um eine Mauer mit 76 000 eingravierten Namen und um ein Dokumentationszentrum, das an die Juden erinnert, die während des Zweiten Weltkriegs deportiert wurden. 

Spannend ist die Tour Nr. 7 "Bastille und der Osten". Natürlich sollte man dort "Cimetiére du Père –Lachaise" dort besuchen, weil diese Stadt auch durch die Toten lebt, die dort beerdigt sind.

Alles in allem ein hilfreicher Reise-Guide.

Wo das nächste Mal speisen? Vielleicht in der Brasserie Lipp? Dort trifft sich die Intellektuellenszene der Stadt. Ganz in der Nähe ist das Café de Flore und das Les Deux Margots, inspirierende Orte um anschließend sich ausgiebig mit Kunst in der Stadt zu beschäftigen 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Lufthansa City Guide - Paris: Durch die Stadt mit Insidern wie Marc Levy, Pierre Frey und Vitalie Taittinger