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Rezension:Bella Arcadia: Das Italien der Literaten und Künstler (Gebundene Ausgabe)

Christina Höfferer, eine österreichische Reise- und Radjournalistin, nimmt den Leser mit auf eine kulturelle Reise durch Italien. Sie zeigt uns zunächst Besonderheiten von Piemont, das in ihren Augen herb, deftig und genussvoll ist. Dass sich in dieser Region vieles um das Essen und um die Trüffel dreht, ist allen bekannt, die sich mit entsprechenden Kochbüchern befassen oder selbst bereits, dem Kulinarischen nicht abgeneigt, in Piemont in die Töpfe guter Köche geschaut haben.

Die Autorin berichtet über Alba, der Hauptstadt der weißen Trüffel, aber auch über den in Alba geborenen Schriftsteller Beppe Fenoglio, der den Partisanenkrieg der Widerstandsbewegung während des Faschismus in Italien beschrieb. Sie schreibt auch über Asti und die Sehenswürdigkeiten dort und über einen legendären Rennrad-Pionier aus jener Stadt.

Diesen Wechsel von Kurzportraits interessanter Persönlichkeiten einzelner Regionen Italiens und der Schilderung von Landschaften, Orten und Sehenswürdigkeiten setzt sie in den folgenden 23 bebilderten Kapiteln fort. Gerade die Tatsache, dass sie immer wieder von Menschen erzählt, machen die Reisebeschreibungen so lebendig.

Die Autorin lernt die Tochter des Weingutsbesitzers Angelo Gaja kennen, welche sie über die Grundlagen des Ruhmes von Barbaresco aufklärt. Höfferer berichtet von ihren Eindrücken im Castello von Barbaresco, erzählt kurz die Familiengeschichte des Winzergeschlechts Gaja, bevor sie sich nach Bologna begibt. (Die Weine dieses Winzers sind übrigens superlecker.)

Es führt zu weit, alle Stationen ihrer Reise hier aufzuführen. Sehr gut gefallen haben mir die beiden Kapitel, die Höfferers Reise durch das Land der Etrusker beschreiben und berührt hat mich, dass die Autorin ein Kapitel den "Gärten der Finzi-Contini" widmet. Das großartige Buch Bassanis und den Film mit Helmut Berger kenne ich. Dass die Gärten der Finzi-Contini in Wirklichkeit nicht existieren, war mir bekannt, nicht aber dass der Autor sie an einer Stelle der Stadt Ferrara imaginierte, wo sich einst eine Delizia der Familie Este befand.

Fellini ist ein Thema, ein anderes Sardinien und die Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Grazia Deledda, deren hochgelobtes Erzählwerk um ihre Heimat Sardinien kreist.

Sehr gut gelungen ist die Beschreibung des Caffé Greco in Rom. Hier arbeiteten nicht nur Goethe, Dumas und Gogol, sondern unzählige weitaus weniger bekannte Schriftsteller. Zu den Schätzen des Kaffeehauses zählt ein Gemälde der Malerin Angelika Kauffmann. Sie war eine gute Freundin Goethes.

Einige sehr interessante Gebäude in Rom, die man als Normaltourist möglicherweise übersieht, kommen zur Sprache. Zu diesen gehört das "Keats-Shelley-Haus" an der Spanischen Treppe.

Dem berühmten Schriftsteller Cesare Pavese ist ein Kapitel gewidmet, dessen bekanntestes Werk "Der Mond und die Johannisfeuer", in alle Sprachen der Welt übersetzt wurde. Sehr lobenswert.

Begeistert bin ich natürlich, dass Christina Höfferer den von mir hoch geschätzten Lord Byron nicht vergessen hat und ihre Betrachtung Venedigs mit ihm beginnt. Byron lebte anderthalb Jahre in Venedig. Welch` Glück ist jenen beschieden, die ähnlich wie er, so viele Monate in dieser Stadt verweilen dürfen.

Ein gelungenes Buch. Empfehlenswert.

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Rezension:Traumziel Ostsee: Von Flensburg bis Usedom (Gebundene Ausgabe)

Bernhard Pollmann stellt in diesem textlich aber auch fotografisch hochinformativen Bildband die Landschaften an der Ostsee vor. Dabei berichtet er zunächst von Land und Leuten, von der Entstehung der Ostsee während der letzten beiden Eiszeiten, von dem Phänomen, wie Wind und Wellen die Küstenlandschaft veränderten und aus Sandhaken Nehrungen und Lagunen entstanden sind.


Aufgrund des Entstehens der Nehrungen wurden Meeresbuchten abgetrennt, die Haffe, die anderen Ortes als Lagunen bezeichnet werden (vgl.: S.12). Man erfährt, dass die südliche und baltische Ostküste über weite Strecken eine typische Haffküste sei. Die Begriffe "Stettiner Haff" und das "Frische" sowie das "Kurische Haff" wird der ein oder andere aus der Schule kennen. Sehr gut wird man darüber aufgeklärt, was man unter "Bodden" zu verstehen hat und auch über einstige mystische Orte an der Ostsee, die heute als Natur- und Kulturdenkmäler besichtigt werden können. Man lernt Hünen-, Riesen- und Langbetten kennen und erfährt auch Näheres zur neolithischen Revolution, durch die die technischen und geistigen Grundlagen gelegt wurden für die Jahrtausende bis zu den Umbrüchen der industriellen Revolution.

Die Hanse, die einst mächtigste Vereinigung von Bürgern im Heiligen römischen Reich Deutscher Nationen, kommt zur Sprache, die zwischen dem 13. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert Wirtschaft und Kultur in den Städten an der Ostsee prägte. Hier werden auch die architektonischen Glanzstücke aus jener Zeit kurz zur Sprache, die man später im Buch ausführlich betrachten kann. Störtebecker und seine Vitalienbrüder bleiben nicht unerwähnt und man lernt eine ganze Reihe von Leuchttürmen kennen, die zu den markantesten Bauten an der Ostsee zählen.

Gefallen hat mir, dass im Rahmen eine sehr aufschlussreiche Schilderung des Seebädertourismus auch von der Erfindung des Strandkorbs berichtet wird. Deutschlands älteste Strandkorbfabrik nahm übrigens 1925 auf Usedom die Produktion auf.

Das Buch ist in folgende die Rubriken alsdann gegliedert:

Schleswig- Von Flensburg zur Kieler Förde
Holstein- Von Kiel nach Lübeck
Mecklenburg- Vom Klützer Winkel zur Rostocker Heide
Rügen- Deutschlands größte Insel
Vorpommern-Vom Fischland zum Stettiner Haff
Usedom- Deutschlands östliches Inselparadies

Anhand eines übersichtlichen Kartenausschnittes kann man sich kundig machen, wo die einzelnen Landschaften und Orte lokalisiert sind. Es ist unmöglich im Rahmen der Rezension auf alle Orte, Sehenswürdigkeiten und Landschaften im Buch näher einzugehen. Dass Flensburg eine alte "Rumstadt" ist, wusste ich bislang noch nicht. Über die "rumreiche" Vergangenheit wird man gut informiert und begreift sofort, weshalb bei einem Besuch Flensburgs auch das einzige Rum-Museum Deutschland besichtigt werden sollte.

Lobend erwähnen möchte ich die Beschreibung sagenumwobener Kultstätten in Schleswig, die Mooropferplätze dort und auch die Heilige Quelle, die noch heute ein Anziehungspunkt für viele darstellt. Traumhaft ist die Landschaft an der Schlei, über die sehr einladend berichtet wird. Die Schlei stellt das größte Brackgewässer in Schleswig-Holstein dar. Für seltene Pflanzen- und Tierarten sind ihre Nebenbuchten ein idealer Lebensraum.

Thematisiert wird u.a. die Wikingersiedlung Haitabu am Danewerk, aber auch das Inselschloss Gottorf, ein fünfflügeliger Prachtbau, der mit seinen Gärten und Parks zu einem der schönsten baulichen Ensemble der Ostseeküste zählt. Kiel wird sehr gut porträtiert. Diese Stadt habe ich vor einigen Jahren besucht und war nicht sehr von deren Architektur angetan. Bestens beschrieben wird die Landschaften der Insel Fehmarn und die Glanzlichter in Ostholstein, zu denen Travemünde und Lübeck zählen. Dem Buddenbrookhaus in Lübeck hat man eine besonderes Augenmerk gewidmet.Neben dem Holstentor und anderen bekannten Backsteingebäuden in der Stadt, wird nicht vergessen über das Lübecker Marzipan zu berichten.

Anschließend lernt man das von mir sehr geschätzte Mecklenburg näher kennen, kann sich mittels Fotos in die schönen Landschaften dort vertiefen, erfährt über die Hansestädte Wismar, Rostock, Stralsund und über die Inselwelten Näheres. Poel ist Mecklenburgs fruchtbare Insel. Bis vor kurzem kannte ich die Insel noch nicht. Sie begann mich zu interessieren als ich erfuhr, dass sich ein Mensch, der mir als sehr junge Frau viel bedeutete, dorthin zurückgezogen hat. Die Insel ist Deutschland ältestes Seevogelschutzgebiet. Allerdings muss man nicht Biologe sein, um dort hin auszuwandern. Juristen tun es offenbar auch. Vielleicht haben sie weit mehr Grund dazu, sich auf eine solche Insel zurückzuziehen als Biologen.

Traumhaft dargestellt werden die Seebäder Kühlungsborn und Heiligendamm und noch besser die Insel Rügen mit ihren Hünengräbern und Opfersteinen, ihrer Hauptstadt Bergen und dem dortig ältesten Bauwerk der Insel, die durch ihre zauberhaften Alleen besticht. Sehr gut wird man mit Putbus, der weißen Stadt am Meer vertraut gemacht, auch mit dem bedeutendsten Seebad der Insel nämlich Binz, der Halbinsel Mönchgut, der Urwaldinsel Vilm, dem Nationalpark Jasmund mit seinen Kreideklippen und Buchenwäldern sowie den botanischen Raritäten dort. Es gibt dort u.a. alleine 27 Orchideenarten, darunter auch den Frauenschuh. Man lernt Arkona, Rügens Nordkap kennen, auch das Fischerdorf Vitt und erfährt, dass die flachen Bodden von Ummanz sie zur Kranichinsel machen.

Die Halbinsel Fischland lernt man kennen und das wunderschöne Ostseebad Ahrenshoop. In dieser Künstlerkolonie lebten vor über 100 Jahren schon Maler, Künstler und Kunsthandwerker, deren Häuser heute unter Denkmalschutz stehen. Zingst wird sehr gut beschrieben und auch der Ort Ribnitz-Damgarten, den ich schon besucht habe, weil dort eine Tante von mir einst lebte. Damals lernte ich auch Stralsund kennen, eine Stadt von der ich hoffe, sie noch einmal zu sehen, weil sie mich auf besondere Weise fasziniert hat. Bei einer solchen Reise hoffe ich allerdings auch Greifwald näher kennen zu lernen und die Ruinen des Klosters Eldada am Greifswalder Bodden, die Caspar David Friedrich einst zu seinem berühmten Gemälde inspirierten. Diesbezüglich wird man im Buch ebenfalls gut informiert. Wolgast und die Insel Usedom bleiben auch nicht ausgespart. Hier werden die Bäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck beeindruckend vorgestellt.

Im Anschlusskapitel "Ostsee kompakt" erhält man einen guten Überblick über alles Wissenswerte, wie etwa Anreisemöglichkeiten, Klima und Wetter, kulinarische Spezialitäten und Veranstaltungshöhepunkte. Eine Zeittafel zur Geschichte der Ostsee schließt das empfehlenswerte Buch ab.

Der bislang beste Bildband, den ich zum Thema Ostsee gelesen habe.

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Rezension: Geheimnisvolle Steiermark


Nicht nur Personen, die bevorzugt in der Steiermark ihre Ferien verbringen, werden Freude an dem vorliegenden, reich bebilderten Buch haben, das die Autoren Reinhard M.Czar und Gabriela Timischl auf den Weg gebracht haben. Die Steiermark, so kann man dem Klappentext entnehmen kann, ist flächenmäßig das zweitgrößte Bundesland, das sich zwischen dem Dachstein im Norden und den Weinbaugebieten im Süden durch eine enorme Vielfalt auszeichnet.

Zur Sprache gebracht werden 65 steierische Besonderheiten, denen ein Besuch abzustatten nicht uninteressant ist. So ist beispielsweise vom "Tal der Schmetterlinge" die Rede, einem unbekannten Naturjuwel in der Spitzbachklamm. Dort gibt es vom Aussterben bedrohte, seltene und an sich eher in anderen Gegenden beheimatete Schmetterlingsarten. 500 Arten sind mittlerweile bekannt, allerdings rechnen die Forscher mit weit mehr als 1000 dieser Arten. Fotos vom Pantherspinner und vom Jakobs-Bärenspinner machen neugierig auf dieses Paradies, in dem man natürlich auch unzählige seltene Pflanzen kennenlernen kann.

Man liest Wissenswertes über den Minnesänger Ulrich von Liechtenstein, lernt seine Frauenburg bei Unzmarkt kennen und hat Gelegenheit eine Zeitreise zu den "Ursteieren" und zu einem magischen Quell am Hochlantsch zu unternehmen. Natürlich gibt es dort auch eine Wallfahrtskirche. Das hier entspringende Wasser soll bei Augenleiden helfen. Über die Magie des Ortes gibt es diverse Legenden, die man im Buch nachlesen kann.

Berührend finde ich die Geschichte von Anna und ihrem Jungfernsprung. Wenn Liebe und Tod eine Einheit bilden, sind die Protagonisten wohl immer unsterblich. Julia und Anna sind Beispiele dafür.
Es ist unmöglich an dieser Stelle zu all den geheimnisvollen Sehenswürdigkeiten Stellung zu nehmen, deshalb habe ich versucht an einigen Beispielen aufzuzeigen, worum es in diesem Buch geht.

Mir gefallen die in die Texte eingebundenen Sagen, die den Blick für eine Welt öffnen, die in unserer Zeit der Zahlen und Fakten sehr an Bedeutung verloren hat. Es sind diese Traumwelten, die Dichter einst inspirierten, Balladen zu schreiben.
Empfehlenswert.

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Rezension:Indien - Eine Bilderreise (Gebundene Ausgabe)

National Geographic hat mit "Indien- Eine Bildreise" nicht nur ein Fest für die Augen für all jene geschaffen, die sich ab und an gerne in Traumwelten aufhalten, sondern wartet zudem textlich mit umfangreichen Informationen über Indien auf.

Untergliedert ist das Buch in:

Land der Vielfalt- Kulturgeschichte
Nordindien-Im Land der Hochpässe
Nordwestindien-Ein Märchen mit Zukunft
Nordostindien-An den Ufern des Ganges
Kolkata-Sitz der Göttin Kali
Mittelindien- Das Herz Indiens
Mubia-Die Stadt der Träume
Südindien-Das ursprüngliche Indien
Bangladore- Die Hauptstadt des Business

Der indische Kulturraum, der den gesamten südostasiatischen Subkontinent umfasst, kann auf eine beinahe 5000-jährige Geschichte zurückblicken. Dabei haben Begegnungen mit Eroberern und Einwanderern aus Zentralasien, Persien und Mazedonien, mit Handelspartnern aus Rom und China sowie während der Kolonialzeit mit diversen europäischen Ländern stets zur Aufnahme neuer Elemente in der indischen Architektur, Kunst, Musik und Literatur geführt, (vgl.:S. 8).

Im Rahmen des Kapitels über Kulturgeschichte lernt man die einzelnen Epochen und Dynastien kennen, nicht zuletzt auch die vedische Periode(ca. 1500-500 v.Chr.). Die ein oder anderen haben sicher schon von Veda gehört. Das ist eine Sammlung altindischer, religiöser Texte, die hymnische Loblieder an die Götter, Melodien für deren Gesang und begleitende Opfersprüche enthalten.



















Man wird auch das Leben des Buddha unterrichtet, der zwischen 563 bis 483 v. Chr. gelebt haben soll. Die islamische Invasion kommt zur Sprache und auch die britische Kolonialherrschaft, bevor die Reise durch die einzelnen Regionen beginnt. Man erhält weitrechende Einblicke in die Gepflogenheiten der Menschen Indiens, lernt Fluss- und Seenlandschaften näher kennen und es werden traumhafte Städte Paläste und Tempelanlagen sowie farbenprächtige Massenhochzeiten thematisiert. Des Weiteren lernt man Religionsgemeinschaften kennen aber auch Metropolen der Hoffnung wie Delhi.
Thematisiert werden die Wahlen in Indien auch der Islam dort, den arabische Kaufleute im 7. Jahrhundert ins Land brachten. Das Taj Mahal, das Grabmal der Kaiserin Mumtaz lernt man kennen und natürlich auch Jaipur mit seinen beeindruckenden Palästen. Bilder von "Kumbh Mela" bleiben nicht ausgespart. 2001 strömten 70 Millionen Pilger nach Allahabad, um sich am Zusammenfluss von Ganges, Yamuna und Saraswati rituell zu reinigen.

Neben dem alte Indien der Unterdrückung lernt man auch das neue Indien der IT-Branche kennen. Das neue Indien, so hoffe ich, wird dafür sorgen, dass sich die Armut minimiert, dass das Kastendenken dem Gestern angehört und die Menschen sich ihren Fähigkeiten gemäß entwickeln können.

Ein Buch, dessen Bilderwelt Reisefieber aufkommen lässt.

Copyright-Hinweis:"Indien-Eine Bilderreise/National Geographic" .

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Rezension:Geo Saison Extra Kurzreisen: 31/2011 [Broschiert]

Diese „Geosaison extra“ stellt die besten Kurzreisen- 17 Traumziele- aus Geosaison vor und wartet mit lesenswerten Reisereportagen auf, die den Leser nach Amalfitana , Marrakesch, zu einer Oberpfalz-Radtour, nach Lissabon, ins Ötztal, nach Venetien, auf Rügen, nach Palma und nach Perpignan mitnehmen.


Neben eine Fülle wirklich einladender Bilder von diesen schönen Reisezielen und interessanten Erlebnisberichten, erhält man jeweils sehr gute Info im Hinblick auf Übernachtungsmöglichkeiten und wird auch nicht im Ungewissen gelassen, wo man gut essen und trinken kann. Wichtige Daten wie etwa Adressen von Fremdenverkehrsämtern werden immer mitgeliefert.

Auf den letzten Seiten hat man Gelegenheit Kurzberichte zu Städtereisen nach Berlin, Edinburgh, Granada, Stockholm, Tallinn und Petersburg zu lesen.

Dieses Magazin macht wirklich Lust auf eine Kurzreise. Hätte ich die Wahl, würde ich wohl nach Mallorca reisen und zwar dort zur wilden Küstenlandschaft und den versteckten Paradiesen. Es soll hier romantische Buchten geben, wo man fast allein ist. Wer hätte das gedacht.

Empfehlenswert.

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Rezension:Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Luxemburg (Gebundene Ausgabe)

Die Autorinnen Annette Beckmann und Ursula Furlan sowie die Fotografin Mechthild Schneider nehmen die Leser mit auf eine kulinarische Reise durch Luxemburg.

Gleich zu Beginn kann man sich anhand einer Karte klar machen, wo die im Buch beschriebenen Orte lokalisiert sind. Die Zahlen auf der Karte sind identisch mit den Seitenzahlen der einzelnen Betriebe in diesem Buch und bezeichnen die Lage der Region.


Gegliedert ist das reich bebilderte Buch wie folgt:

Die Luxemburger Mosel-nicht nur kulinarisch ein Genuss

Die Luxemburger Schweiz ganz groß

Der Luxemburger isst gerne

Die Ardennen-überall ist grün

Rund um die Großstadt herum

Vergangenheit und Zukunft gekonnt vereint

Luxemburg- Die Stadt der Gourmets

Vorgestellt werden Restaurants und Betriebe, in denen kulinarische Besonderheiten hergestellt werden und man lernt Sehenswertes im letzten Großherzogtum der Welt kennen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Essen und Trinken, das erwähne ich trotz allem, damit keine Missverständnisse aufkommen.

Man liest vom Ort Schengen und dem gleichnamigen Abkommen, wodurch am 14.Juni 1985 die stationären Grenzkontrollen abgeschafft worden sind. Heute stehe der Austausch von Kultur, Kunst und Tradition zwischen den drei Ländern im Vordergrund und auch die verschiedenen Küchen Deutschlands, Frankreichs und Luxemburgs im Vordergrund, (vgl.: S.15). Auf das Naturschutzgebiet Haff Remich wird man hingewiesen und auf die Tatsache, dass keiner die Mosel wirklich kenne, der dort noch nicht durch die Weinberge gewandert sei. Wenn man von den Weinbergen aus ins hügelige Hinterland fährt, soll sich das mediterrane Klima der Mosel stark verändern.

Weinliebhaber dürfen sich freuen, denn man lernt einige sehr gute Weingüter im Buch kennen, so auch die "Domaine Henri Ruppert" in Schengen. In der Weinstube dort hat man Gelegenheit die Weine vor Ort zu verkosten, die von kleinen Gerichten begleitet werden sollten, sofern man es nicht nur bei einem Glas belässt.

Im Rahmen der Weingüter wird auch "Les Domaines de Vinsmoselle" kurz skizziert, wo man offenbar sehr gute Weine verkosten kann. Es ist unmöglich all die Weingüter, die im Buch beschrieben sind, hier zu benennen. Gewiss ist es kein Fehler in der "Domaine Cep d` Or", dem größten Weingut des Großherzogtums, ein Weinseminar zu besuchen, um sich Grundkenntnisse im Hinblick auf Luxemburger Weine anzueignen.

Vorgestellt wird auch die "Distellierie Clos du Fourschenhaff" in Ehnen. Hier werden Edelbrände hergestellt, die bereits viele Auszeichnungen erhalten haben und natürlich allerbeste Restaurants, wie etwa das "Restaurant Joel Schaffler", das mir vom Interieur her besonders gut gefällt. Schaeffler ist der jüngste Spitzenkoch in Luxemburg und schaffte es bereits auf dem Wettbewerb "Bocuse d` Or" sein Land zu vertreten. Sein Markenzeichen soll eine leichte Küche sein mit viel Gemüse, Tomaten, Artischocken, Mandeln, Oliven, angereichert mit Äpfeln und Birnen der Region, (vgl.: S.46).

Traumhaft sind die Bilder von der "Kleinen Luxemburger Schweiz". Dort erschließt sich dem Besucher in der Region Müllerthal mit seinen ausgeklügelten Wanderwegen eine geheimnisvolle Felsenlandschaft aus Sandstein. Im 18. Und 19. Jahrhundert soll es dort über 80 Mühlen gegeben haben. Besuchen kann man u.a. den Ort Echternach und die dortige Abtei und Basilika, aber auch die imposante Burg Beaufort. Vorgestellt werden die Liköre aus diesem Renaissance-Schloss, die nach einem Geheimrezept des ehemaligen Schlossherrn kreiert werden. Während der Sommermonate kann man übrigens verschiedene Veranstaltungen auf der Burg besuchen.

Man lernt verschiedene Käsereien näher kennen und immer wieder bemerkenswerte Restaurants. Mich spricht das "Le Cigalon in Müllerthal im Müllerthal" besonders an. Philippe Stoque hat in Südfrankreich drei Jahre lang in einem 3 -Sterne-Restaurant gekocht. Die Spezialität des Hauses ist Lamm, wobei ich wohl lieber die "Jakobsmuscheln an Steinpilzrisotto mit einer Schwarzwurzelemulsion" bevorzugen würde.

Die Luxemburger sollen gerne gut speisen, liest man. Man lernt zahlreiche Gerichte der traditionnel Küche dort kennen, darunter "Ardenner Schinken", Rieslingpasteten und "Quetschflued".

Etwa in der Mitte des Buches warten auf den Leser 28 Rezepte. Diese wurden seitens der Restaurants, die im Buch vorgestellt werden, beigesteuert. Die Rezepte sind gut gegliedert und lassen sich problemlos nachkochen. Meine Lieblingsrezepte sind "Gebratenes Zanderfilet auf Trüffelrisotto an einer Pinot-noir-Sauce" und die "Bachforelle mit Pilzen gefüllt". Wer gerne Fleisch isst, sollte das "Lamm mit Thymiankruste" zubereiten. Das Rezept klingt vielversprtechend.

Mir gefällt die Idee Rezepte aus den vorgestellten Restaurants zu präsentieren, weil man auf diese Weise mehr über das tatsächliche Kochniveau des Hauses erfährt als in normalen Restaurantführern.

Sehr schön werden die Ardennen beschrieben. Hier lernt man die mittelalterliche Stadt Clervaux und "Schloss Wiltz" kennen und erneut eine Fülle schöner Restaurants u.a. auch in Vianden, einer mittelalterlichen Stadt am Rande der Ardennen.

Restaurants rund um die Großstadt herum und auch das Grubenmuseum Cockerill kommen zur Sprache und schließlich der "pavillon madeleine" von Lea Linster in Kayl. Sie kocht dort auf höchstem Niveau und ist wohl die allererste Adresse im Großherzogtum, wenn es um das Stillen kulinarischer Bedürfnisse geht.

Die Stadt Luxemburg soll die Stadt der Gourmets sein. Man lernt im Buch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen und exquisite Restaurants, bei denen es schwer fällt eine Wahl zu treffen. Ich würde wahrscheinlich das "Le Bouquet Garni" aufsuchen, das einen Stern hat. Thierry Duhr war übrigens Souchef bei Lea Linster.

Im Adressenverzeichnis zum Schluss werden alle Restaurants und kulinarischen Betriebe mit Anschrift, Telefonnummer, Website und E-Mailadresse vorgestellt, sodass man schon mal vorbestellen kann, wenn man plant ein paar Tage in Luxemburg zu verbringen.

Ich war bereits einige Male in Luxemburg, eine Reise dorthin lohnt sich. Durch das Buch habe ich viel dazu gelernt und weiß nun, wo ich das nächste Mal speisen werden, wo ich Wein kaufen und welche Sehenswürdigkeiten ich mir zu Gemüte führen werde.

Sehr empfehlenswert.

Bilder:Copyright: © 2011 Neuer Umschau Buchverlag GmbH, Neustadt/Weinstr. /A. Tauber/F. Rettig

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Rezension:Südwestengland: Mit allen Infos und Tipps zu den schönsten Gärten und ihrer Umgebung (Taschenbuch)

Dieser Gartenreiseführer der Landschaftsarchitektin und Gartenjournalistin Heidi Howcroft enthält eine Fülle von Informationen, Tipps und auch Fotos zu den schönsten Gärten in Südwestengland.

Die Autorin untergliedert das Buch in die Gärten der Grafschaften:

Dorset
Sommerset
Devon
Cornwall

Nach einer knappen Einführung erhalten potentielle Gartenbesucher einige Hinweise, wie man sich in den Gärten Südwestenglands als Gast zu verhalten hat und wie man eine Gartenreise plant.

Allen Gärten vorangestellt ist der "Stourhead Garden", der zwar in der Grafschaft Whitshire liegt, offenbar jedoch so schön ist, dass man ihn während der Reise nicht aussparen sollte. Zu allen Gärten im Buch (subtropischen Paradiese, naturhafte Landschaftsgärten, botanische Sammlungen, architektonische Gärten, Parkanlage und Cottage-Gärten) erfährt man immer die konkrete Anschrift mit Telefonnummer, den Namen des Eigentümers, eine Kurzbeschreibung des Gartens, die Entstehungszeit, den Gestalter, die Größe, die empfohlene Jahreszeit und die Mindestzeit für Besuche, die Anfahrt, die Öffnungszeit und die Eintrittspreise. Mittels kleiner, individueller, stimmungsvoller Texte wird man über jeden Garten informiert.
Mir haben es die subtropischen Gärten wie etwa "Abbotsbury Subtropical Gardens" in Dorset besonders angetan, die in Stichworten folgendermaßen beschrieben sind:" Subtropischer Waldgarten, Wald- und Schattenpflanzen, Liebhabergarten, Sumpfgarten, Ziergräser-Rabatten, Mittelmeergarten, Seerosenbecken, Frühlingsblüher, Nationale Sammlung von Hoheria",(Zitat. S.26).

Ein Lob dafür, dass man neben den guten Gartenbeschreibungen auch mehr über das Umfeld erfährt, beispielsweise über den nackten Mann von Cerne Abbas, von dem man noch immer nicht weiß, ob er ein Fruchtbarkeitssymbol aus der Eiszeit oder aber eine Protestaktion aus dem 17. Jahrhundert gegen die puritanische Regierung Oliver Cromwells war.

Einen Garten in Cornwell liebe ich. Er nennt sich "Trebah Garden" und beinhaltet ein subtropischer Waldgarten, einen Bachlauf mit Sumpfgarten, einen Sammlergarten und einen Pflanzenliebhabergarten.

Eine Reise nach Südwestengland, deren primäre Absicht darin besteht, dort Gärten zu besuchen, bedeutet sich in ein Paradies auf Erden aufzumachen. Um eine solche Reise stressfrei zu erleben, ist es sinnvoll, zuvor bereits diesen Gartenreiseführer gelesen zu haben und genau zu überlegen, welche Gärten man sehen möchte. Genuss heißt auch in diesem Fall, sich auf weniges zu beschränken.
Empfehlenswert.


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Rezension: Paris AAD - Art, Architecture, Design (Taschenbuch)

Dieser Reiseführer thematisiert neben Design-Restaurants und angesagten Newcomer-Galerien sogenannte Klassiker, wie etwa den Louvre, das Museé Rodin etc., sowie sehenswerte Beispiele moderner Architektur. Das Taschenbuch ist handlich und lässt sich in jeder Jackentasche problemlos unterbringen.

Die Empfehlungen im Buch sind untergliedert in die Kapitel Art, Architecture, Design. Anhand einer Ausschnittkarte zum Schluss kann man nachsehen, wo sich die jeweilig besprochenen Orte befinden.

Man erhält zu den einzelnen Orten jeweils die Adresse und die Öffnungszeiten und immer auch mittels Fotos visuelle Eindrücke, sowie eine Kurzbeschreibung in englischer, französischer, spanischer und deutscher Sprache.

Am Beispiel der Louvre-Beschreibung möchte ich kurz aufzeigen, was Sie in den Kurzbeschreibungen erwartet: "Er gilt als eines der schönsten und größten Museen der Welt. Gerade 8% des Bestandes, der von der Antike bis 1848 reicht und alle wichtigen Kunstepochen und- regionen umfasst, sind ausgestellt. Darunter Publikumsmagnete wie die "Venus von Milo" oder die "Mona Lisa". Aufwendige Restaurierungen ermöglichen eine zeitgemäße museale Präsentation, und die Werke zeitgenössischer Künstler hielten Einzug: so schmückt seit 2010 ein Gemälde Cy Twomblys den Bronzesaal der Antike." Nach meiner Ansicht genügt dies als Kurzinfo. Alles Weitere kann man bei einer Führung vor Ort in Erfahrung bringen.

Bei einem nächsten Besuch in Paris werde ich mich noch mehr mit der Architektur befassen. Die diesbezüglichen Hinweise im Buch haben mich sehr neugierig gemacht. Besonders interessant finde ich das Technik- und Industriemuseum des Architekten Adrian Fainsilber, - "Cité des Scienes" genannt, das wie eine futuristische Fabrik aus Glas und Stahl anmutet.

Bei den Design-Restaurants sollte man sich das "Le George" nicht entgehen lassen. Die Dachterrasse soll als die schönste von Paris gelten, mit einer geradezu umwerfenden Sicht auf Notre Dame und Montmartre.

In der Folge lernt man auch sehr hübsch gestaltete Bars und Shops in Paris kennen.

Es gibt also viele Besonderheiten zu sehen, wie das Büchlein verdeutlicht und manches, was man in herkömmlichen Reiseführer nicht findet.

Empfehlenswert.

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Rezension:Über die Alpen nach Italien: Zu Fuß 1500 Kilometer auf den Spuren Heinrich Heines (Gebundene Ausgabe)

Der 1955 geborene freie Journalist, Vortragsreferent und Fotograf Achill Moser hat sich unmittelbar nach dem Abitur seines jüngsten Sohnes Aron auf den Weg gemacht, um mit diesem gemeinsam auf den Spuren Heines von München nach Florenz zu Fuß zu gehen. Heine fuhr die 1500 km umfassende Strecke einst mit der Kutsche.


Vater und Sohn schreiben im Wechsel die einzelnen Kapitel des spannend zu lesenden Reiseberichtes. Berichtet wird nicht nur von Sehenswertem, sondern von den Lauferfahrungen, den Befindlichkeiten und Überlegungen unterschiedlicher Art, die das 75 Tage lange Beisammensein mit sich brachten. Verwoben in den Gesamttext sind zahllose Textpassagen aus Heines Heines "Reise nach Italien".


Achill Moser lässt nicht unerwähnt, dass Heine damals das Klischee eines Italienreisenden erfüllte und wie viele Söhne der gehobenen Bürgerschicht und des Adels auf große Tour ging, motiviert durch Fernweh, Neugier und Begegnungslust,(vgl.: S.57). Moser sen. erzählt zunächst auf wenigen Seiten Heines Leben und auch wie es zu der Italienreise kam, zu der er sich im Alter von 31 Jahren entschied.

Auf der Reise selbst ist Heine gewissermaßen dann der Dritte im Bunde, dessen Fahrt in der Kutsche in jenen Tagen auch nicht gerade ein Spaziergang war. Es ist interessant zu beobachten, ob die drei Personen einzelne Orte wirklich unterschiedlich wahrnehmen. Hat sich der Blick auf einen Ort wie Verona oder Florenz im Laufe der Zeit verändert?

Mir gefällt, dass Achill und Aron Moser diese körperlich beschwerliche Reise gemeinsam durchführen. Auf eine solche Weise ein Kind ins Leben zu entlassen, halte ich für nachahmenswert. Die vielen Gespräche, die Nähe, die gemeinsame Erfahrung, das Vertrauen wird sich nicht nur im Heute, sondern wohl auch in der Zukunft positiv auszahlen. Einander kennen- und vertrauen lernen ist in Extremsituationen am besten möglich. Wie viele Väter kennen heute ihre Söhne und Töchter noch, wenn diese das Kleinkindalter hinter sich gebracht haben? Selbst dann, wenn sie in einer gemeinsamen Wohnung leben, bleibt nicht selten das Eigentliche verborgen. Doch je besser man sich kennenlernt, umso geringer werden die Missverständnisse, deren Konsequenz nicht selten Funkstille ist. Eine banale Erkenntnis, aus der selten die richtigen Folgerungen gezogen werden.


Empfehlenswert.

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Rezension: Romantisches Wien: Verschwiegene Orte · Verträumte Winkel (Gebundene Ausgabe)


 Die Autorin Dr. Barbara Sternthal und der Fotograf Carlos de Mello thematisieren in diesem schönen Buch die verschwiegenen Orte und verträumten Winkel von Wien. Wer mit dem Begriff Romantik kein Problem hat, wird sich ohne Vorbehalte auf das Buch einlassen können. Der Portugiese Carlos de Mello, der seit über 10 Jahren in Wien lebt, hat mittels seiner Fotos ein sehr einfühlsames Porträt von Wien realisiert, das von aufschlussreichen, erläuternden Texten Dr. Sternthals begleitet wird.

Gegliedert ist das Buch in die Kapitel:
-Walzertraum und Frühlingsblühen - Eine Verführung

-Schmale Gassen, bezaubernde Plätze - Durch die Innenstadt Wiens
-Wie im Dorf- Jenseits der alten Basteien

-Grüne Oasen -Wo Wien blüht

-Imperiale Romantik- Wo Adel und Herrscher die Pflicht vergaßen

-Der Saum der Stadt - Als wär`s ein Stück vom Himmel

Mein besonderes Augenmerk gilt dem Saum der Stadt, den Orten Grinzing, Nussdorf etc. Dort soll die Weinbautradition im Osten Österreich ihren Anfang genommen haben. Dass Ludwig von Beethoven eine Weile in der Kahlenberger Straße in Nussdorf gewohnt hat, kann ich gut nachvollziehen, denn der Ort ist Idylle pur.

Zauberhaft sind auch die Aufnahmen, die Skulpturen inmitten vom Grün des Parks von Schloss Schönbrunn zeigen und andere jenseits der alten Basteien.

Wenn Romantik das ist, was ein melancholisches Wohlgefühl auslöst, so trifft das auf die meisten der vorgestellten Ecken und Winkel zu. Weshalb Romantik fast immer mit alter Pracht oder Naturaufnahmen in Verbindung gebracht wird, lässt mich nachdenklich werden. Vielleicht sind wir heutzutage nicht mehr in der Lage, diesem melancholischen Wohlgefühl gestalterisch geschmackvoll Ausdruck zu verleihen und zwar aus Angst davor, dass etwas Kitschiges dabei herauskommt.

Empfehlenswert.

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Rezension:Das große Reisebuch: 100 Traumziele für vier Jahreszeiten (Gebundene Ausgabe)

Das Autorenteam Dr. Klaus Viedebantt, Jochen Müssig, Roland F.Karl und Bernd Schiller haben dieses sehr informative, reichbebilderte Reisebuch auf den Weg gebracht, das 100 Traumziele für vier Jahreszeiten enthält.

Die Reiseziele sind den vier Jahreszeiten und jeweils den einzelnen Kontinenten zugeordnet. Wer Sizilien aufsuchen möchte, sollte dies beispielsweise im Monat April tun, weil es dann noch nicht so heiß ist und man besser Rundfahrten zu den archäologischen Stätten unternehmen kann. Zu jedem der Reiseziele erfährt man die beste Jahreszeit, erhält besondere Reisetipps, wird auf die Highlights hingewiesen und bekommt im Rahmen eines kleinen, informativen Textes einen Überblick über das, was man am Reiseziel dann zu erwarten hat.

Meine persönlichen Traumziele im Frühling sind eine Rundreise durch die Toskana und Reisen nach Sizilien, zum Jakobsweg, nach Madeira, Kreta und Malta sowie Reisen zu bestimmten Orten in Syrien und Jordanien. Doch das ist Geschmackssache. Exotische Reiseziele wie "Bhutan" sind gewiss auch nicht uninteressant. Ein Aufenthalt im Wellnesstempel "Uma-Paro" scheint allerdings ein ziemlich kostspieliges Vergnügen zu sein.

Bei den Sommerzielen ist u.a. die Provence angeführt. Da ich mich in dieser Region schon häufiger aufgehalten habe, kann ich bestätigen, dass die Informationen wirklich bestens sind. Alle Wesentlichkeiten sind aufgeführt. Das gilt auch für das Reiseziel "Loiretal". Die aufgeführten Schlösser habe ich besucht. Es freut mich, dass man "Azay-le Rideau" nicht vergessen hat und man auch auf das Kloster "Fontevraud" hinweist. Dort befindet sich u.a. das Grab von Eleonore von Aquitanien, die in diesem Kloster einige Jahre auch lebte. Diese Klosteranlage ist die sehr beeindruckend und damit wirklich sehenswert. Was nicht erwähnt wird ist, dass es in der Klosteranlage ein preisgünstiges, sehr gutes Hotel gibt, das ich an dieser Stelle gerne empfehle. Ein wirklicher Geheimtip für Loire-Reisende.

Schön beschrieben ist das Reiseziel Peru. Unsere Sommermonate sind die dortigen Wintermonate. Das soll die ideale Saison für Andentouren sein. Leider habe ich die Anden noch nicht bereist. Sie sind aber nach wie vor eines meiner Traumziele, nicht nur wegen Cuzco, Machu Picchu und dem Titicacasee, sondern auch wegen der Menschen dort und der bunten Märkte der Indios.

Von den vorgestellten Inselwelten machen mich die Seychellen, Mauritius und Réunion und Polynesien am neugierigsten. Die beste Reisezeit soll jeweils der Sommer sein. Alle diese soeben erwähnten Insel-Paradiese sind ziemlich kostspielig. Das darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Die Reiseziele- auch für den Herbst und Winter- sind sehr gut gewählt und man erhält stets einen ersten, recht aufschlussreichen Eindruck. Mich faszinieren die Bilderwelten in diesem Buch, die zunächst zur gedanklichen Reise einladen. Ob die Wünsche, die daraufhin entstehen, realisiert werden können, hängt freilich von vielen Kriterien ab. Wer Flugangst hat, für den ist es unmöglich, manche Orte zügig zu erreichen, ganz egal wie groß der Geldbeutel ist. Manche Leute vertragen feucht-warmes Klima nicht, andere haben Angst vor Attentaten. Tausenderlei Gründe stehen nicht selten dagegen seine Traumreisen zu verwirklichen. Das Buch hilft in diesem Fall auch neue Traumreisen aufzutun, die sich einfacher realisieren lassen. Auch eine Reise nach Oberbayern kann wunderschön sein, wie die Infos von Seite 10-11 deutlich machen.

Das Buch ist kein Reisekatalog, also erwarten Sie bitte keine Reisepreisauflistungen.

Empfehlenswert.

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Rezension:Reise durch das Land des Prosecco: Mit Fotos von Marion & Martin Assam (Gebundene Ausgabe)

Dies ist ein kleiner handlicher Reiseführer von Hans Messner mit Fotos von Marion und Martin Assam, der den Leser durch das Land des Prosecco führt. Jeder kennt dieses Kultgetränk, über das man im Buch gleich zu Beginn ausführlich aufgeklärt wird. Auf über 15 Gemeinden, etwa 30 Kilometer Luftlinie und 4350 Hektar erstreckt sich das DOCG- Gebiet (Näheres zum Begriff auf Seite 13 des Buches), auf dem die Weine für Prosecco wachsen und dort auch wird Prosecco als Stilwein (Tranquillo), als Perlwein (Frizzante) und als Sekt (Spumante) hergestellt, (vgl.: S.13). Einzelne Proseccosorten werden vorgestellt, auch der "Verdiso", der ein alter Platzhirsch der Region verkörpert und den man gerne zu Fisch oder verschiedenen Risotto reicht.

Messner thematisiert in einzelnen Kapiteln die Reiserouten:
Entlang der nördlichen Strada del Prosecco- Vittorio Veneto- Valdobiande
Im Herzen der Strada des Prosecco- Tarzo- Follo bei Valdobbiadene
Entlang der südlichen Strada del Prosecco-Conegliano- Farra di Soglio- Vidor- Conegliano
"Heilige" Landschaft am Fluss- Quartier del Piave
Conegliano- Hauptstadt des Prosecco
Valdobbiadene- die kleine Schwester
Romantik in den Colli Asolani
Und in der Mitte der Montello
Treviso- Stadt zwischen den Flüssen
Köstliche Provinz Treviso

In diesen Kapiteln wird man über jeweils Sehenswertes unterrichtet und erhält auch immer Tipps, wo man speisen und übernachten kann. Aufgrund der vielen Fotos bekommt man eine recht gute visuelle Vorstellung von der fokussierten Region. Im 13. Kapitel handelt der Autor den Frühling im Land des Prosecco und 17 Weinfeste ab. So wird beispielsweise in Combai Anfang Mai- also jetzt- dem Verdiso gehuldigt, den ich zu Beginn meiner Rezension schon erwähnte, weil er der alte Platzhirsch ist (Merke: Platzhirschen muss man immmer huldigen, sonst reagieren sie unpässlich:-)) und im Bergdorf Combai, neben den Maroni das Aushängeschild ist, das die Touristen anlockt.

Auf den letzten Kapiteln im Reiseführer kann man Wissenswertes zum Thema "Radeln in den Hügeln" erfahren und sich in die Liste alle Prosecco-Winzer vertiefen, deren Adressen man mitgeliefert bekommt.

Wer mit dem Auto nach Venedig reist, sollte sich dieses Gebiet, das nur etwa 60 km von der Lagunenstadt entfernt liegt, nicht entgehen lassen und schlauerweise einen Reiseführer in der Tasche haben. Dieser hier ist empfehlenswert.

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Rezension: Bioparadies Toskana- Zu Gast bei 100 BIO-Produzenten

Telsche Peters hat ein aufschlussreiches Buch für Toskana-Freude verfasst. Sie beschreibt 100 Bio-Produzenten aus den Provinzen Florenz, Siena, Acquacotta, Grosseto, Arezzo, Licca, Posa, Liverno Massa Carrara, Pistoia und Prato.

Die Bioproduzenten stellen folgende Produkte her: Wein, Vinasanto, Grappo, Olivenöl, Pasta, Honig, Marmelade, Fleisch, Käse, eingelegtes Gemüse, Cremes, Kräuter, Brot, Gemüse, Früchte, Kekse, Hülsenfrüchte, Soßen, Säfte, Safran, Getreide, Kastanien und Tomatenprodukte.

Die Autorin erklärt zunächst die Bedeutung von „Bio“ und differenziert dabei zwischen Biologischer, biodynamischer und Biolandwirtschaft. Anhand einer Liste kann man die Zertifikationsorganisationen nachvollziehen, die in der Toskana zugelassen sind.

Die einzelnen Bio-Produzenten werden sehr gut beschrieben. Man erhält immer die Anschrift, Infos zur Zertifikation, zu den Öffnungszeiten, zur Kreditkartennutzung, wann man den Produzenten besuchen kann sowie wer und in welche Länder die Bio-Waren importiert werden.

Besonders haben mich die Produzenten von Bio-Weinen. Diese während eines Toskana- Urlaubs aufzusuchen, um die Weine vor Ort zu verkosten, stelle ich mir besonders vergnüglich vor.

Neben den informativen Bioproduzentenporträts wartet Telsche mit einem delikaten Rezept für „Kaninchen in Weißwein“ und ein anderes für „Aquacotta“ auf. Des Weiteren kann man sich im Rahmen eines Bio-Wein- und eines Olivenöl-Exkurses einen knappen Überblick über die Herstellungsart dieser Bio-Produkte verschaffen.

In vielen der Biobauernhöfe- und- weingüter kann man auch wohnen, einige der Betriebe haben hauseigene Restaurants, in denen man die toskanische Küche genießen kann.

Empfehlenswert.

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Rezension: Die schönsten Blütenwanderungen in Südtirol (Broschiert)

In Südtirol war ich in meinem bisherigen Leben genau drei Mal. Stets war ich fasziniert von den netten Menschen dort, der traumhaften Landschaft, den Orten und der überbordenden Blüten- und auch Obstpracht, die für mich der Vorstellung eines Paradieses auf Erden nahe kommt.

Susanne und Rainer Altrichter stellen in ihrem Buch 34 Blütenwanderungen in Südtirol mit dem Schwerpunkt "Dolomiten" vor. Die Texte sind überaus informationsreich und die Fotos ein Traum für Natur- und Pflanzenliebhaber.

Eingangs erfährt man Wissenswertes zum Weltnaturerbe "Dolomiten", erhält hilfreiche Tipps für eine gelungene Wanderung, erfährt des Weiteren den Schwierigkeitsgrad der Wanderungen anhand von entsprechenden Symbolen, kann sich in eine Blühzeittabelle einlesen und anschließend in die Wanderungen vertiefen, die ausgezeichnet beschrieben sind. Es werden stets spezielle Blüten näher beschrieben, so etwa die Zwerg-Alpenrose, der Frühlings-Enzian, das Dolomiten-Fingerkraut, der echte Alpenklee, der Rhätische Alpenmohn, das Maiglöckchen und das Edelweiß.

Es wird mit Ausschnittkarten der Routen aufgewartet und man erhält immer auch Infos zum Start, eine Kurzfassung der Route, Angaben zur höchsten Wegstelle, zum Höhenunterschied, zur reinen Gehzeit, zum Schwierigkeitsgrad, zur Telefonnummern zur Touristeninfo und spezielle auf die jeweilige Route ausgerichtete Tipps.

Dass der "Blaue Eisenhut" nicht nur im Garten wächst, war mir bewusst, dass er einer der giftigsten Pflanzen im Alpenraum ist, wusste ich bislang nicht. Auch wusste ich nicht, dass man im Altertum die Speerspitzen mit dem Gift des Eisenhutes präparierte. Kaiser Claudius soll angeblich mit dem Gift des Eisenhutes getötet worden sein.

Meine Lieblingsblume im Buch ist der blaue Frühlingsenzian, an dem man sich im Naturpark Puez-Geisler erfreuen kann.

Ein Buch, das ich gerne empfehle.

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Rezension: Wildes Bayern- Norbert Rosing

Dieser Bildband huldigt mittels traumhafter Fotos des renommierten Naturfotografen Norbert Rosing, über den man Näheres auf den letzten beiden Seiten des Buches erfährt, den einzigartigen Naturschätzen Bayerns.

Die Bilderwelten sind untergliedert in die Kapitel:
Zugspitze, Allgäu und Berchtesgadener Land
Paradies für Gipfelstürmer
Bayrischer Wald und Oberpfalz
Spurensuche im Urwald
Fichtelgebirge und Rhön
Spielplatz der Riesen

In der Einleitung von Katja Büllmann erfährt man u.a., dass sich in Bayern zwei deutsche Nationalparks, des Weiteren UNESCO-geschützte Biospährenreservate und Naturparks befinden, die teilweise noch nahezu unerschlossen sind. Überall gibt es in Bayern wunderschöne Kulturlandschaften, doch stets auch Wildnis, die sich, wie Büllmann verdeutlicht, nicht widersprechen müssen. Das zeigt die Almwirtschaft und die Fischerei in den bayrischen Nationalparks.

Im ersten Kapitel lernt man die Naturschätze der Zugspitzregion, des Allgäus und des Berchtesgadener Landes kennen. Alle Fotos werden kurz erklärt. Besonders beeindruckt hat mich eine doppelseitige Wetterstimmung, die der Fotograf im Winter auf der Zugspitze aufgenommen hat und ein weiteres Motiv, das ebenfalls auf der Zugspitze realisiert wurde. Hier geht die Sonne über dem Hochnebel auf, im Hintergrund werden die Tannenheimer Berge angestrahlt, zu deren Füßen die Stadt Füssen liegt. Als junge Studentin unternahm ich einst eine Tramptour durch das Allgäu, jener traumhaften Region, in der Touristen nicht selten nur Augen für Schloss Neuschwanstein haben. Leider.


Die Bilder aus dem Berchtesgadener Land habe ich mir lange angesehen, das Foto eines Murmeltieres, auch das Edelweiß, das für Rosing eine der größten Herausforderungen darstellt, denn es gilt diese Pflanze zunächst einmal aufzuspüren und sie anschließend perfekt zu fotografieren, (vgl:.S.71). Ganz zauberhaft muten die Wasserfälle nach Starkregen bei Ramsau an, die dort in die Wimmbachklamm fließen. Almrausch habe ich vor Ewigkeiten in der Nähe von Interlaken blühen sehen, dass er auf der Reiter Alpe häufig vorkommt, wusste ich nicht.

Rosing hat eine ganze Reihe von wild lebenden Tieren abgelichtet, u.a. einen jungen Steinbock, einen Rothirsch, einen Sperlingskauz, Wildkatzen, sogar Wölfe, einen Luchs, eine Erdkröte und andere Tiere mehr. Ich ahne wie lange er warten musste bis diese Bilder entstanden sind.

Mein Augenmerk gilt allerdings mehr der Flora als der Fauna auf den Bildern, was mit meinem Faible für schöne Farben zu tun hat. Wunderschön ist das Motiv, welches einen Eisenhut zeigt, der sich in eine Eisblume verwandelt hat, auch das doppelseitige Foto, das Christrosen im Neuschnee zeigt, ist zauberhaft.

Großartig schaut die Bergwelt des Watzmann aus. Rosing hat die Ostwand vom Hubschrauber aus 2000 Meter senkrecht nach unten abgelichtet. Die Landschaft ist atemberaubend schön.

Im Bayerischen Wald, in der Oberpfalz und im Fichtelgebirge, sowie der Rhön war ich noch nie und bin überrascht, wie schön es dort ist. Im Frühling scheinen die Wälder hier märchenhaft zu sein und von besonderem Zauber sind sie offenbar auch im Winter. Die Baumimpressionen, die Rosing hier verwirklicht hat, haben es mir besonders angetan, aber auch ein Landschaftsbild, das die mäanderte Naab durch die Wiesen südlich von Schwandorf zeigt. Man kann Urbuchen und Karpatenbirkenurwälder in der Rhön bewundern, aber auch Küchenschellen und Adonisröschen, die im Frühling in der Rhön erblühen.

Dass Bayern viele schöne Regionen und Märchenlandschaften besitzt, ist kein Geheimnis, doch wie schön die Natur dort wirklich ist, erahnt man erst, wenn man sich die Bilder Rosings anschaut. Man denkt an Waldgeister und Feen, an eine Zeit lange vor unserer Zeitrechnung und ahnt, dass der Alpendost, die Alpenkratzdistel und der Almrausch schon damals üppig an den Orten blühten, an denen sie im Heute von Rosing fotografiert wurden.

Ein Schätzkästlein für Liebhaber schöner Naturaufnahmen und Menschen, die kein Problem damit haben, das Wort "schön" pausenlos in den Mund zu nehmen, ohne sich veranlasst zu sehen, es variieren zu müssen, weil sie begreifen, dass alles einfach schön ist, so wie Ludwig Thoma es verbalisiert.
Empfehlenswert.

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Rezensionen:400 inspirierende Reisen, die Sie nie vergessen werden: Von Angkor bis zu den Zedern Gottes (Gebundene Ausgabe)

Dieses Reisebuch enthält eine Fülle beeindruckender Fotografien und eine ebensolche Fülle von Sachinformationen im Hinblick auf 400 inspirierende Reisen, von Angkor bis zu den Zedern Gottes. Es sind Reisen für die Seele, die hier vorgestellt werden.

Zugeordnet werden diese beeindruckenden Reisen den Oberbegriffen:

-Magische Landschaften
-Rätsel aus Stein
-Quellen des Glaubens
-Majestätische Ruinen
-Gebet und Verehrung
-Heilige Stätten
-Wege der Pilger
-Zeremonien und Feste
-Orte des Gedenkens
-Oasen der Stille

Alle im Buch fokussierten Orte werden näher beschrieben. Stets werden die beste Reisezeit, die Reiseplanung und wichtige Websites genannt, wie auch Highlights, die mit dem konkreten Reiseziel in Verbindung stehen. Pittoreske Fotos runden die Infos zu dem einzelnen Reiseziel mehr als nur zufriedenstellend ab. Daneben hat man in mehr als 20 Top- Ten -Listen Gelegenheit, Besonderheiten im Rahmen von spirituellen Reisen kennenzulernen.
Bei den magischen Landschaften lernt man beispielsweise die Sonnen-und Mondinsel in Bolivien näher kennen. Die "Isla del Sol" ist die wichtigste der 41 Inseln des Titicacasees. Die Amymara glaubten, dass dort auf der Insel der Gott Inta geboren worden sei. Auf dieser Insel befindet sich ein Jungbrunnen, der offenbar eine ähnliche Wirkung hat, wie die Brunnen und Quellen, die auf der nächsten Seite im Buch genannt werden, so etwa die "Ambohimanga-Quellen auf Madagaskar".

Zehn heilige Berge lernt man näher kennen, darunter den Olymp in Griechenland und den Kilimandscharo in Tansania. Auch zehn heilige Bäume werden vorgestellt und in der Folge zehn Felskunststätte, zehn Riesenstatuen, zehn heilige Schriften, zehn sakrale Klänge, zehn Mosaike, zehn heilige Höhlen, zehn heilige Türme, zehn Künstlerkapellen, zehn Reliquiare, zehn Marienheiligtümer, zehn historische Wallfahrten, zehn nächtliche Feiern, zehn Ernte-Dankfeste u.a. m.

Eine Reise wert sind in meinen Augen Orte wie Tula in Mexiko. Ich besuchte Tula 1980 im Rahmen einer Studienreise und finde, dass die Beschreibung im Buch alles Wissenswerte sehr gut vermittelt. Ich bedauere "Machu Picchu" in Peru noch nicht besucht zu haben, denn die heilige Stadt in den Anden soll ein Labyrinth von Tempeln, Toren, Palästen und Plätzen sein, die es zu bestaunen gilt.
Petra in Jordanien möchte ich auch gerne besuchen. Ein Highlight dort ist das Amphitheater mit 7000 Plätzen.

Thematisiert werden u.a. die Steinreihen von Carnac und Stonehenge in England, die möglicherweise heiligste Stätte Europas, auch der Tempelberg in Israel, der Berg Sinai in Ägypten, der Berg Athos in Griechenland und anderes Sehenswerte mehr. Cluny in Frankreich halte ich für einen Ort, den man nach Möglichkeit aufsuchen sollte, und Mezquita, die große Moschee Córdobas, ein imposantes Baudenkmal der Mauren, das einst aus 1000 Säulen bestanden haben soll.

Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom ist der berühmteste Reliquienschrein der westlichen Welt. Ihn habe ich schon mehrfach betrachtet, wenn ich in Köln war. Er ist wirklich sehenswert.

Bei den Wallfahrtsorten wird natürlich Santiago de Compostela erwähnt. Dort ziehen die Reliquien des heiligen Jacobus Gläubige schon fast 1200 Jahre an. Nach Lourdes in die Pyrenäen würde ich gerne eine Wallfahrt machen, weil dieser Ort eine hohe Spiritualität besitzt.

Am 29. September sollen jedes Jahr Tausende von Pilgern drei Kilometer durch die Bucht zur Insel Mont Saint Michel waten, um sich vom Erzengel Micheal für ihr spirituelles Ringen Kraft zu holen.

Vor langer Zeit habe ich einem Menschen, den ich liebte, einen Spaziergang durch Stadtfriedhof von Pére Lachaise empfohlen als er geschäftlich nach Paris reiste. Ich empfahl ihm das Grab von Heloise und Abelard aufzusuchen, vergaß aber zu erwähnen, worauf er achten solle. Es waren die Bindestriche zwischen Geburts- und Todestag beider Personen, die Bindestriche, die ihr Leben ausmachten, das so viel beinhaltete, dass man sich noch heute ihrer erinnert. Hauptsächlich erinnert man sich ihrer Liebe, die die Zeiten überdauerte. Die Liebe ist am Ende immer das einzige, was bleibt, alles andere ist vergänglich. Alle guten Musiker und Dichter wissen das.
Chopins Grab dort soll ähnlich wie jenes von Oscar Wilde stets mit Blumen geschmückt sein. Das verstehe ich, denn beide waren Menschen, die durch ihr Werk die Melodie der Seele erklingen ließen, eine melancholische Melodie von unendlicher Tiefe.

Ein schönes Buch, das ich gewiss noch oft zur Hand nehmen werde.

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Rezension:Eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Engadin: mit Val Poschiavo, Val Müstair und Val Bergaglia (Gebundene Ausgabe)

Sie Autoren Wolfgang Fassbender und Cornelia Haller Zingerling sowie der Fotograf Christian Hacker nehmen den Leser mit auf eine kulinarische Reise durch das Engadin, Valposchchiavo, Val Müstair und Val Bregalia. Auf den Eingangseiten kann man auf einer Karte genau lokalisieren, wo die Orte liegen, von denen gesprochen wird. Die angegebenen Zahlen sind identisch mit den Seitenzahlen der einzelnen Betriebe im Buch und bezeichnen ihre Lage in der Region. Thematisch gestreift werden Landschaft und Sehenswürdigkeiten aber vor allem Hotels und Restaurants, sowie kulinarisch interessante Gewerbebetriebe unterschiedlicher Art. Floristen- Kunsthandwerksbetriebe bleiben auch nicht ausgespart.

Die Reise nimmt im Engadiner Wintersportort St. Moritz ihren Anfang, der 1800 Meter über dem Meeresspiegel angesiedelt ist. Man liest vom Beginn seines Aufstiegs zum mondänen Skireiseziel und lernt verschiedene Hotels dort kennen. Diese werden alle bestens beschrieben. Die Küchenchefs vieler im Buch näher skizzierter Restaurants warten mit gut erklärten Rezepten auf. Mittels dieser Rezepte erhält man einen ersten Eindruck von ihren Kochkünsten. Beeindruckend finde ich das "Carlton Hotel" in St. Moritz. Dort präsentiert sich Luxus mit Understatement.

Die international bekannte Designer Carlos Rampazzi sorgte für edle Eleganz. Die Speisekarte im " Romanoff" lässt erahnen, dass man hier fürstlich speisen kann, vermutlich noch weitaus besser als die Gäste, die es sich dort 1913 bereits gut gehen ließen. Sehr einladend auch wirkt das Restaurant "Cascade" am gleichen Ort. Die Küche dort wurde vom GaultMillau bereits ausgezeichnet, dennoch scheint das Lokal als eine Art Geheimtipp zu gelten, vermutlich einer, der bei den Gourmets von St. Moritz in aller Munde ist.

Man lernt in der Folge das Oberengadin und Bergell kennen. Hier soll in einer Alpensennerei das klassische Fondue neu erfunden worden sein, mit Kräutern und gar mit Trüffeln verfeinert. Wer zum Fondue den passenden Wein sucht, findet ihn im Oberengadin besonders leicht. Die Spitzentropfen sollen in diesem Teil der Region gewaltig sein, weil der Wein aus Italien im Engadin umgeladen bzw. gleich ausgeschenkt wird. Man lernt auch hier eine Reihe sehr schöner Hotels und Restaurants kennen.

Besonders ansprechend finde ich das hochmodern gestaltete " Hotel Misani" in Celerina, einem Ort, der nur wenige Autominuten von St. Moritz entfernt liegt. Die Räume im Hotel sind sehr geschmackvoll und farbenfroh vom Künstler Marco Zufferato beeindruckend gestaltet. Das Rezept, das der Küchenchef beigefügt hat, ist offensichtlich für Junggesellen gedacht, denn die Zutaten sind für eine Person berechnet. Die Ingredienzien für die "Lammkeule im Heu" versprechen Aromareichtum. Ich frage mich freilich welche Herkulestaten ein Junggeselle vollbracht haben muss, um eine 2 kg Lammkeule zu verspeisen?

Man liest von einer Käserei in Pontresina, lernt dort auch das "Hotel Müller" kennen, dessen Restaurant bemerkenswert zu sein scheint. Das beigefügte Rezept für "Eisacktaler Schlutzkrapfen mit heißer Butter und Parmesan" wird Pasta-Freunde erfreuen. Die Messerspitze Muskat verleiht der Spinatfüllung den letzten Kick.

Es folgen Hotel- und Restaurantbeschreibungen in Alp Grüm, in La Punt Chamues, auch in Zuos, bevor das Unterengadin landschaftlich skizziert wird.

Kulinarisch gesehen ist diese Gegend offenbar nicht so interessant, allerdings verstecken sich Delikatessenproduzenten und Restaurants oft in kleinen Bergdörfern. Erwähnenswert scheint mir die Sennerei Samnaun in Samnaun -Compatsch. Dort werden jährlich 570 000 Liter Milch verarbeitet und es lässt sich die ganze Geschmacksfülle, die die Milch den Alpenkräutern verdankt, später im Käse wiederfinden. Interessant ist sicher das Samnauer Käsefondue, dessen Zutaten aus einer ausgetüftelten Mischung aus verschiedenen Käsesorten, etwas Weißwein und Knoblauch bestehen.

Die Biosfra Val Müstair- Parc Naziunal engagiert sich für die Förderung einer attraktiven Lebensqualität und lädt nicht nur Gäste dazu ein die vielfältigen Spezialitäten aus einem der schönsten Täler der Schweiz zu goutieren. Kloster St. Johann , das Benediktinerkloster in Müstair ist UNESCO Welterbe. Nicht nur kunsthistorisch und archäologisch Interessierte kommen im Kloster St. Johan auf ihre Kosten. Labsal für Leib und Seele bleibt nicht außen vor, inmitten der 1200- jährigen Geschichte.

Das Valposchiavo lernt man in der Folge kennen und des Weiteren die Rhätische Bahn in Chur. Die Fahrt mit den roten Panorama-Waggons der legendären Bernina-Express zählt gewiss zu den beeindruckendsten und schönsten Routen in der Schweiz. Der Bericht dazu macht auf jeden fall reiselustig. Es werden eine Vielzahl weiterer Hotel und Restaurants beschrieben, unmöglich auf diese einzugehen. Gefallen hat mir, dass zum Schluss noch zwei Weingüter in Campascio beschrieben werden. Der heilige Benedikt hätte gewiss seine Freude an dieser Beschreibung, schließlich war er es , der die Regel aufstellte, dass jeder Mönch täglich eine Hermina Wein trinken darf.:-))

Ein hochinformatives Buch für kulinarisch Interessierte mich vielen gelungen fotografischen Eindrücken.

Rezension: Eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Appenzeller Land (Gebundene Ausgabe)

Das Appenzell ist ein Land im Norden der Schweiz, im Bereich von Alpstein und dessen Vorland. Die Grundherrschaft im Gebiet des zuerst 1061 erwähnten Dorfes Appenzell (lat. Abbatis cella) hatte die Abtei St. Gallen. Im 14. Jahrhundert erwarb sie Vogteirechte. Als die Vogtei zur vollen Landesherrschaft ausgebaut werden sollte, erhoben sich die Landgemeinden 1403 - 08 gegen die Abtei im Appenzeller Krieg, der bis zum Bodensee und ins Allgäu übergriff. 1411 schloss Appenzell ein Bündnis mit der Eidgenossenschaft und wurde 1513 gleichberechtigt in sie aufgenommen. Die der Reformation folgende Gegenreformation führte 1597 zur Spaltung der heutigen Kantone: Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden.

Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden ist der Höhenkurort Appenzell im Tal der Sitter.

Anje Lichtenauer, Holger Dorn und Hans Ullrich Gantenbein gehen im vorliegenden Buch mit dem Leser in Wort und Bild auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Appenzeller Land.

Man erfährt Wissenswertes über den Tourismus und über die "Appenzeller Bahnen", die im Juli 2006 aus einer Fusion mehrerer appenzellischer Bahnunternehmen entstanden sind. Diese hübsch anzusehenden Bahnen sind bestens für Familienfeiern geeignet und wirken sehr nostalgisch.

Appenzeller Bier und Käse werden vortrefflich thematisiert.

Die Käseherstellung hat im Appenzellerland eine über 500 jährige Tradition. Es werden unterschiedliche Käsesorten hergestellt. Von Frischkäse aus Ziegenmilch bis hin zum Hartkäse aus Kuhmilch. Für die Käseherstellung darf generell nur hochwertige Milch verwendet werden. Für ein Kilogramm Käse benötigt man im Appenzell vier bis zwölf Liter Milch. Weitere interessante Infos zum Thema Appenzeller Käse können Sie dem Buch entnehmen, so etwa auch eine nähere Beschreibung von "Chäs-Sutter " GmbH" im Kurort Appenzell, wo Feinschmecker sich im Käseschlaraffenland wähnen dürfen.

Man wird über Handwerk und Kunst im Appenzeller Land mehr als nur zufriedenstellend informiert und liest über uralte Handwerke wie das der Sennensattelei , aber auch über Silberschmieden, die wunderschönen Trachten- und Filigranschmuck herstellen. Landestypisches Kunstgewerbe und Brauchtum werden auch gut beschrieben.

Lesenswert sind die Beschreibung des Alpsteins und der Bericht über die Luftseilbahn Wasserauen-Elpenalp, wie auch die Alpenfahrten, Alpenfeste und Viehschauen. Auch die Fronleichnamsprozession in Appenzell Innerhoden ist Anlass für eine Feierlichkeit, die Touristen nach Appenzell zieht. Schön , dass die Autoren darauf aufmerksam machen, dass es sich um ein religiöses Fest handelt, bei dem man sich in seiner Begeisterung für die Prozession beim Fotografieren und Staunen angemessen verhalten sollte.

Der Weinanbau im Appenzell wird ebenfalls angesprochen. In der Ostschweiz hat er eine lange Tradition. Im Appenzeller Land lässt er sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Man erfährt Näheres zur " Ochsentorkel Weinbau AG " und über "Maienhalde", das Reb- und Weingut und Speiserestaurant der Familie Indermauer. Die Haupttraubensorte der Indermauers ist übrigens die "Pinot Noir".

Vorgestellt werden eine Vielzahl von Restaurants und Hotels, auch wird über das Wandern im Appenzeller Land informiert. Mehr als 1000 Kilometer bezeichnete Wanderwege gibt es dort. Der Wanderer lernt saftige Wiesen, kühle Wälder, klare Bäche und schroffe Felsen kennen und kann sich außerdem an schmucken Dörfern , historischen Bauwerken, Museen und kulturellen , landschaftlichen, botanischen oder geologischen Besonderheiten erfreuen. Über all das erfährt man seitens der Autoren mehr als man möglicherweise erwartet hat.

Die vorgestellten Restaurants warten mit landestypischen Rezepten auf, so etwa einem "Gaiser Käsetatar mit Blüten-Kräutersalat an Appenzeller Pesto". Das Pesto wird aus Bärlauch, Baumnüssen, Rapsöl und Pfeffer kreiert. Eine nicht uninteressante Variation.

Ein gelungenes Buch. Informative Texte und einladende Bilder von einer Region, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint.

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