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Rezension: Burgund: Kunst, Landschaft, Architektur (Gebundene Ausgabe)

Burgund zu bereisen, ist aus mancherlei Gründen sehr reizvoll. Eine traumhafte Landschaft, viel Kunst, Architektur, Kultur, guter Wein und eine vortreffliche Küche gilt es dort kennen zu lernen. Als ich vor Jahren Beaune besuchte, war ich hingerissen von dem, was ich alleine dort sah und war natürlich auch begeistert von den gastronomischen Highlights.

Im vorliegenden, reich bebilderten Buch hat man Gelegenheit, sich zunächst auf einer Karte kundig zu machen, wo all die Städtchen und Dörfer, von denen im Buch die Rede ist, verortet sind. Zunächst wird man im Rahmen einer kleinen Landeskunde allgemein über Burgund informiert und erfährt hier auch, dass die Kunst in dieser Region Frankreichs zwei große Epochen hatte: die Romantik und das Mittelalter. Bereits vor 30 000 Jahren hatten sich im Burgund Sammler und Jäger in den Flusstälern angesiedelt. Über die Geschichte des Burgund wird man in der Folge gut unterrichtet und lernt in diesem Zusammenhang die Herzöge des Hauses Valois kennen. Mit diesen Kenntnissen ausgerüstet, kann man sich dann in die vier großen Abschnitte des Buches vertiefen.

Département Cote-D`Or
Département Saone-et-Loire
Département Yonne
Départemente Nièvre

Ausführlich wird man über alle Sehenswürdigkeiten informiert und hat die Chance aufgrund vieler Bilder, sich einen guten Eindruck zu verschaffen, sei es von Dijon, der Hauptstadt Burgunds und den dortigen Kirchen Notre Dame, Saint Michel oder der Kartause von Champmol, dem Palais des Ducs, den imposanten Stadthäusern u.a. mehr. Der wohl größte Teil der mittelalterlichen Bebauung von Dijon waren Fachwerkhäuser. Davon sind viele noch erhalten. Eines dieser Häuser beeindruckt besonders. Es gehörte einst einem Kaufmann und heißt „Maison Millière“

Es macht viel Freude, sich mit all den Schlössern, Kirchen, Landsitzen, Weingütern etc. zu befassen. Gevrey –Chambertin heißt das mittelalterliche Weingut der Mönche von Cluny. Über dieses wird man ebenso gut informiert wie über Saint-Seine- l`Abbaye und so viele andere Orte, die man leider nicht alle hier aufführen kann. Eines der berühmtesten Bauwerke Burgunds ist die Abtei Fontenay in Marmagne. Sie wurde 1118 von dem hl. Bernhard von Clairvaux gegründet. Ein beeindruckendes Gebäude, wie man auf den Bildern bereits erkennen kann.

Im Rahmen eines speziellen Beitrags wird man über die Gründung des Zisterzienserordens und Bernhard von Clairvaux sehr gut informiert und erfährt in einem weiteren Beitrag Wissenswertes zu den Familiensitzen des niederen Adels im Burgundischen. All das sollte man wissen, wenn man durch Burgund reist, weil man dort um so mehr begreift, je mehr Informationen man besitzt... Man lernt das Hotel-Dieu in Beaune kennen, dessen farbige Dächer zu den meist fotografierten Motiven Burgunds zählen. Der Weltgerichtsaltar von Roger van der Weyden im Hotel -Dieu wird dem Leser auch gezeigt und viele andere interessante Gebäude in der Stadt und in deren Umgebung.

Sehr gut sind die Weine des Burgunds beschrieben und bestens auch die Weidelandschaften, auf denen die Charollais-Rinder grasen. Ganz wundervolle Orte lernt man zwischen der Loire und Grosne kennen und wird umfassend mit Cluny vertraut gemacht, der riesigen Klosteranlage, deren Geschichte äußerst spannend zu lesen ist.

In allen vorgestellten vier Départements befinden sich geradezu unermessliche Kunstschätze. Es muss ein Hochgenuss sein, sich für einige Monate in dieser Region Frankreichs aufhalten zu können und all das, was im Buch beschrieben wird, zu besichtigen. Ich vermute, dass Burgund eine der drei interessantesten Kulturlandschaften Europas ist.

Sehr, sehr empfehlenswert.

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