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Rezension:Die schönsten Märkte der Welt (Gebundene Ausgabe)

Dieser Bildband von NATIONAL GEOGRAPHIC stellt die schönsten Märkte der Welt vor. Diese sind im Buch untergliedert in die Märkte Afrikas, Europas, Asiens und Amerikas. 280 Fotos warten auf den Betrachter. Hinzu kommen informative Texte, die es ermöglichen, sich ein Bild von den jeweiligen landestypischen Märkten machen zu können.

Die gezeigten Märkte Afrikas befinden sich in Marokko, Algerien, Ägypten, Mauretanien, Mali, Niger, Senegal, Togo, Nigeria, Republik Kongo, Madagaskar und Südafrika.

Zu jedem Land erfährt man über das dortige Marktleben Wissenswertes, kann sich in entsprechende Bilderwelten vertiefen und liest zudem, welche Märkte in den einzelnen Ländern die schönsten sind und welche Spezialitäten dort feilgeboten werden.

Über marokkanische Märkte habe ich das oder andere bereits gelesen, insofern ist mir das dortige Marktleben nicht ganz fremd. Anders hingegen sieht es mit den algerischen Märkten aus. Die in Algerien lebenden Menschen gehören zu einem nicht geringen Teil dem Volksstamm der Berber an, die als geschickte Kaufleute und Händler gelten. Entsprechend bunt ist das Marktleben gestaltet, wie die Auflistung der schönen Märkte von Algier zeigt, auf denen eine Vielzahl von Gewürzen angeboten wird, nicht zuletzt auch Harissa, dessen Grundzutat sonnengetrocknete Chilischoten sind.

Auf den Märkten von Ägypten findet man "Minze", über die man Näheres erfährt. In der Folge steigt man dann immer tiefer in das geheimnisvolle afrikanische Marktleben der fokussierten Länder ein. Hier ist u.a. von den Kolanüssen auf den Märkten in Mali die Rede, von Sabafrüchten, Kochbananen und Yamswurzeln, die man auch auf den Märkten von Timbuktu findet. In Niger kann man Zebufleisch, Hirse u.a. mehr auf den Märkten kaufen und im Senegal "Bissap-Saft" trinken, so etwa auf dem Markt in Dakar. Dieser senegalesische Wein wird aus Hibiskus hergestellt.


Auf den Märkten von Togo dann findet man Fetische aller Art, über die man im Buch auch Wissenswertes erfährt. Die Bilder vom afrikanischen Markttreiben sind sehr faszinierend aufgrund der Fremdheit. Man liest von der herausragenden Rolle, die Madagaskar vor tausend Jahren im Gewürzhandel spielte, weil diese Insel die Handelswege von Asien und Indien in den Nahen Osten und nach Afrika verband. Auf den Märkten dort findet man nicht zuletzt Vanille, denn die Hälfte der weltweit produzierten Vanille kommt aus Madagaskar.


Im Hinblick auf die Märkte Europas werden solche in Italien, Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien, Deutschland, Norwegen, Polen, Tschechien, Ungarn und aus der Russischen Föderation vorgestellt. Auch hier wird man mit wundervollen Bildern beschenkt und mit entsprechenden Informationen versorgt. Dass in Deutschland der Viktualienmarkt in München zu den schönsten Märkten des Landes zählt, steht außer Frage, allerdings würde mich der Greifswalder Markt schon auch sehr interessieren, fast so sehr wie die ungarischen Märkte, speziell der Zentralmarkt Nagy Vásarcsarnok in Budapest. Hier nämlich gibt es Paprika in allen Variationen, über dem man im Buch sehr gut informiert wird.

Bei den asiatischen Märkten handelt es sich im Buch um solche in der Türkei, im Oman, in Usbekistan, Indien, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, China, Südkorea und Japan. Den Oman würde ich sehr gerne mal bereisen, nicht nur um dort Zaatar und Weihrauch zu kaufen, sondern um den Flair zu erleben, der an orientalische Märchen erinnert. Indien ist auch ein Wunschreiseland von mir. Auf den Märkten dort duftet es nach Curry. Die Märkte in Jaipur, Mumbai und Neu-Delhi sind für Besucher gewiss unvergesslich.

Ich lese derzeit gerade ein Kochbuch mit Rezepten aus der vietnamesischen Küche und stelle mir vor, dort auf den Märkten die für die Rezepte notwendigen Lebensmittel einzukaufen, so etwa Wasserspinat und Bitterlimonen in Hanoi , um dann Märkte in Indonesien, China, Südkorea, auch Japan aufzusuchen und die einzelnen Bestandteile asiatischen Essens aufzuspüren.

Es bleiben noch die Märkte Amerikas, thematisiert werden solche in Bolivien, Argentinien, Peru, Brasilien, Ecuadors, Guatemala, Mexiko, auf den Karibischen Inseln, in den USA und in Kanada. Aufmerksam habe ich mir die Bilder dieser Märkte angesehen und beispielsweise über "Quinoa" Wissenswertes gelesen, einer Pflanze, die in Peru angebaut wird und deren nussig schmeckende Körner auf den Märkten verkauft werden.

Kakaobohnen aus Guatemala sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man dort einen der schönen Märkte besucht und in Mexiko sollte man natürlich den "Mercado de la Merced" in Mexiko City besuchen. Diesen Markt kenne ich und war von dem, was ich sah begeistert. Unvergesslich.

Dieses Buch ist informativ und aufgrund der bunten Bilderwelt Balsam für die Seele, obgleich sich natürlich Fernweh breitmacht. Nichts ist schöner als Vielfalt. Das wird durch dieses Buch dokumentiert.

Empfehlenswert.

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