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Rezension:Abenteuer Ozean: Geheimnisse der Weltmeere (Gebundene Ausgabe)

Ein Reise unter Wasser

Dieser Bildband enthält beeindruckende Fotografien des Unterwasserfotografen und Tauchabenteurers David Hettich. Der Fotograf hat die Meereswelt von den Korallenriffen Fijis über die der Isla del Coco bis in die türkisblauen Lagunen Bahamas eingefangen und ist überall auf Tierarten gestoßen, deren Erscheinungsbild und Leben uns Rätsel aufgeben. Diesen Rätseln wollte er mit dem Buch auf die Spur kommen.

Das Buch enthält zwar auch erläuternde Texte, lebt aber in erster Linie von seinen Bildern und diese zeigen Farben und Formen, die unmissverständlich klar machen, dass es ein unterirdisches Paradies gibt.

Vorgestellt werden Korallen, die man zwischen einzeln lebenden Tieren, wie Seeanemonen und den geselligen Typen, die große Kolonien bilden unterscheidet. Ein sogenannter Korallenstock setzt sich aus vielen kleinen Wesen zusammen, die Polypen genannt werden. Diese sind durch Kanäle miteinander verbunden. Als Gemeinschaft bilden sie die Fundamente von Inselstaaten wie den Malediven und Riffe wie das Great Barrier Reef vor Australien. Steinkorallen haben Lebensräume geschaffen, die in ihrer Biodiversität nur mit den tropischen Regenwäldern vergleichbar sind (vgl.: S.15)

Man hat Gelegenheit unterschiedliche Korallenarten optisch kennenzulernen, nicht zuletzt auch das Korallenriff Fiji, ein sehr artenreicher Meereslebensraum. Dann lernt man auch den Großflossen-Riffkalamar aus Indonesien kennen und ein weitere wunderschöne Kreatur mit dem Namen "Pygmäenpferdchen", das im westlichen Pazifik in Tiefen von 20 bis 90 Metern auf drei Arten von Fächerkorallen lebt, (vgl.: S. 33). Dieses Tier ist nur 2 cm groß und zeichnet sich dadurch aus, dass die Männchen die Jungen austragen. Deshalb auch ist der Bauch des abgebildeten Tieres geschwollen.

Der Fotograf präsentiert auch eine wunderschöne Harlekinsgarnele auf den Malediven und zauberhafte Mandarinenfische im westlichen Pazifik. Auch Orange-Ringel-Anemonenfische aus dem Indopazifik lernt man kennen, die in enger Symbiose mit stark nesselnden Seeanamonen leben. Jede einzelne Meereskreatur hält den Betrachter durch ihr Aussehen gefangen. Das gilt auch für die Buckelwale, die Nomaden der Meere, die keine Stimmbänder besitzen, aber dennoch Meister im Singen sind.

David Hettich war auf den Weihnachtsinseln und hier hat er die Krabbenwanderung beeindruckend fotografiert. Noch immer weiß man nicht, wie sich die Krabben bei ihrer Wanderung orientieren. Sie sollen selbst versuchen durch Häuser hindurchzukommen bis sie schließlich nach vier wöchiger Wanderung im Ozean ihre Eier ablegen.

Die Welt der Quallen lernt man im Buch ebenfalls kennen, deren ästhetische Schönheit auf den Fotos für jeden nachvollziehbar ist und man wird zudem mit Haien unterschiedlicher Art konfrontiert. Diese Tiere gibt es schon 400 Millionen Jahre. Da der Mensch auf die Haifischflossen Jagd macht und da die Reproduktionsrate gering ist, müssen Haie, die keineswegs so gefährlich sind, wie Spielfilme dem Publikum vorzugaukeln versuchen, mittlerweile geschützt werden.

Hettich berichtet von dem Natur- Und Tierparadies der Galapagos-Inseln und schreibt im Hinblick auf den fotografierten Galapagos-Seelöwen, dass diese für Meeresfreunde die Kandidaten mit dem höchsten Unterhaltungswert im Archipel sind und erzählt auch, weshalb.

Schildkröten und Delphine lernt man ebenfalls noch kennen. Besonders archaisch schaut die Grüne Meeresschildkröte aus, die der Fotograf auf den Galapagosinseln aufgenommen hat.
Auf den letzten Seiten des Buches erfährt man Wissenswertes zu David Hettich, der übrigens im Schwarzwald geboren ist. Hier auch liest man, dass die Aufnahmen zum Buch im Zeitraum von vier Jahren auf etwa 30 Reisen entstanden sind.

Ein grandioses Buch, das nicht nur Taucher und Unterwasserfotografen begeistern wird.

Empfehlenswert.

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