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Rezension: In 80 Wundern durch Italien

Die Autorin dieses großartigen Bildbandes ist die Journalistin Fabrizia Villa. Mit diesem Buch hat sie ein imaginäres Museum ersonnen, anhand dessen sich alle Eigenschaften Italiens darstellen lassen.

Kein Land auf dieser Welt verfügt über ein solch kulturelles Erbe wie Italien, das z. Z. 3400 Museen, 40 von der UNESCO geschützte Orte und circa 2100 archäologische Stätten und Parks zählt. Aus diesem Fundus lernt man die italienische Malerei kennen, auch magische Orte der Antike und Objekte aus der Bildhauerei. Vorgestellt werden ferner große Mäzene der Kunstgeschichte, die ihre Macht auch durch die Kunst hinterließen, doch auch Landschaften werden gezeigt und die archäologischen Wurzeln Italiens.

Den traumhaften Bildern sind erläuternde und dabei sehr erhellende Texte beigegeben worden. Die Fotos, die die Schönheit Italiens dokumentieren, erstrecken sich teilweise über zwei Seiten. Untergliedert ist das Werk in vier Abschnitte:
Die Architektur der Emotionen
Die Grand Tour durch die Kunstepochen Italiens
Orte und Landschaften: Das große Schauspiel Italiens
Archäologie: an den Wurzeln der Geschichte

Seinen Anfang nimmt die Reise in Venedig und hier bei dem Markusdom, über den man viel Wissenswertes erfährt und visuell nicht nur eine Außen- sondern auch eine Innenansicht erhält. Es folgen Erläuterungen zum Canal Grande und dem Dogenpalast. Dieser Prachtbau wurde 1340 begonnen, damit in der Folge insgesamt 1200 Personen an gesetzgebenden Versammlungen teilnehmen konnten. Auch hier erhält man Einblicke in die Innenräume und die Gemälde dort.

Mailand ist dann die nächste Station und hier zunächst der Mailänder Dom. Thematisiert werden alle Lebensabschnitte des Castello Sforza, das man mittels einer Luftaufnahme sehr gut wahrnehmen kann. Man lernt den Palazzo Te in Mantua kennen und dort dessen Wandmalereien. Ferrara, Parma, Bologna und Florenz sind die nächsten Stationen. Natürlich wird die Kathedrale von Florenz zur Sprache gebracht und deren begnadeter Architekt Brunelleschi. Man hat die Chance die Kuppelmalerei von Giorgio Vasari und Federico Zuccari zu bewundern, bevor man mehr über die Piazza della Signoria und die berühmte Brücke über den Arno erfährt, die bereits 1473 so ausschaute wie heute. Beeindruckend auch ist der Piazza del Miracoli in Pisa, der den Dom, das Bapistorium, den Composanto und den Schiefen Turm, dessen Bau man im Jahre 1173 begonnen hat. Einblicke in den Dom zeigen die dortige Pracht.

Dann werden die Sehenswürdigkeiten Sienas gezeigt.  Hier führen übrigens alle Straßen zum Campo. Man erhält einen sehr guten Eindruck vom Dom, an dessen Ausgestaltung viele Künstler beteiligt waren. Auch Urbino und Perugia kommen zur Sprache und nicht zuletzt der Dom von Orvietto, einem Wunder der Gotik. Es folgen Sehenswürdigkeiten in Rom, zunächst Bilder und Informationen zur Vatikanstadt, auch zum Trevi-Brunnen und anderes mehr.

Den Palast von Caserta kannte ich noch nicht und bin von der Außen- und Innenanlage dieses Bourbonenpalastes mehr als nur beeindruckt. 300 Baumeister sollen an der Errichtung beteiligt gewesen sind und das Gebäude soll über 1000 Zimmer besitzen.

Man lernt die älteste Festung Neapels in der Folge kennen und alsdann den Dom von Monreale, der ein Meisterstück der normannischen Baukunst auf Sizilien darstellt. 6300 Quadratmeter bedeckende Goldmosaike zeigen dort Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.

Bei der Grand Tour durch die Kunstepochen Italiens kommt man aus dem Staunen wahrlich nicht mehr heraus. Gezeigt wird hier u.a. die Basilika San Francesco und die Fresken von Giotto dort, Kunstwerke wie die "Allegorie des Frühlings" von Sandro Botticelli oder "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci. Ganz hervorragende Fotos von Michelangelos "Pietà", seinem "David" und den Fresken der "Sixtinischen Kapelle" warten auf den Betrachter und auch die Stanzen des Raffael. Eine Doppelseite ist der Schule von Athen gewidmet. Dieses Meisterwerk gilt als das größte der Vatikanischen Museen. Wundervolle Landschaftsaufnahmen motivieren, sofort die Koffer zu packen.

Garda wird sehr schön beschrieben und der Comer See ist mein großer Wunschtraum. Traumhaft auch der barocke Palazzo Borromeo. Dort weilte einst Napoleon Bonaparte mit deiner ersten Ehefrau Josephine. Es folgen Beschreibungen von so schönen Orten wie Portefino und Amalfi. Capri wird gezeigt und die Äolischen Inseln. Zum Schluss folgt dann noch Archäologisches u.a. die Mosaike in Ravenna, die Pinakothek des alten Rom  und auch die Villa Tivoli des Hadrian. Ich verstehe alle, die sich diesen Traum erfüllten, besonders Goethe. Klar geworden ist mir, dass ich im kommenden Jahr nach Italien reisen muss. Diese Bilder und Berichte haben mich überzeugt.

Sehr empfehlenswert.

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