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Rezension: 400 kulinarische Reisen, die Sie nie vergessen werden.

Dieses hochinformative Buch wird all jenen gefallen, die auf ihren Reisen ein Augenmerk auf kulinarische Besonderheiten legen. Zur Sprache kommen:

-Spezialitäten und Zutaten (Regionale Delikatessen)

-Bunte Märkte (Streifzüge über die schönsten Schlemmermeilen der Welt)

-Saisonale Köstlichkeiten (Lokale Gaumenfreuden in der ganzen Geschmacksreife)

-In der Küche (Geheimnisse aus den Kochtöpfen der Welt)

-Die besten Straßensnacks (Leckere Gerichte auf die Hand, von Chili Dog bis Papayasnack)

-Gourmetstädte (Metropolen für Genießer, von Paris über Honkong bis Charlston)

-Luxus pur (Exquistite Genüsse, die man sich nur einmal im Leben gönnt)

-Wein, Bier und Co. (Edle Tropfen und rustikale Getränke rund um den Erdball)

-Süße Leckerbissen (Spezialitäten aus dem Paradies für Schleckermäuler)

Nach einem Vorwort von Tim Mälzer hat man Gelegenheit sich vieler schöner Fotos und einer Fülle hochinteressanter Texte zu erfreuen, die das Genießerherz höher schlagen lassen.

Man erfährt u.a., in welchem Land Ahornsirup produziert wird und wo es den schärfsten Chili gibt, liest Näheres über den weißen Tee in China und die Feigenernte in der Türkei. Ausgespart in den Betrachtungen werden weder der "San -Daniele-Schinken" Norditaliens, noch der "Aceto Balsamico" aus Modena. Auch liest man von den Orangen vom Ätna. Es handelt sich um Blutorangen, die einen überduchschnittlichen Gehalt an Vitamin C haben und ihre Farbe den Anthocyanen verdanken, die die freien Radikalen binden und auch gesundheitlich überaus wertvoll sind.

Neben diesen Infos erfährt man jeweils auch, was es sonst noch Delikates in den Regionen gibt, aus denen bestimmte Spezialitäten stammen. Es werden also beispielsweise nicht nur Austern aus der Bretagne thematisiert, sondern man erfährt darüber hinaus beispielsweise auch etwas über Cidre, Salzbutter und Crepes.
Auf Seite 30 kann man sich in die erste der zahlreichen TOP-Ten Listen vertiefen. Vorgestellt wird Käse aus Frankreich. Die aufgelisteten Käsesorten werden genau beschrieben und man erhält Kurzinfos zur Reiseplanung.


Mit großen Interesse habe ich über die Vanille aus Rèunion/Madagaskar gelesen. Ein zwölfjähriger Sklavenjunge auf Rèunion entwickelte einst die Methode Vanillenblüten künstlich zu bestäuben. Von da an konnte sie kommerziell angebaut werden. Nach weiteren Infos zur Vanille, erfährt man, wie zu allen anderen kulinarischen Besonderheiten im Buch, jeweils die beste Reisezeit, die Reiseplanung und die entsprechenden Websites.

Die 10 besten historischen Feinkostläden werden beschrieben, so u.a. das "Jelissejew" in Moskau. Man lernt viele schöne Märkte in aller Welt kennen und auch nostalgische Süßwarenläden. Zu diesen gehört "A La Mère de Familie" in Paris. Es handelt sich hierbei um das älteste Bonbongeschäft in der Stadt, das bereits 1761 gegründet wurde.

Bei den saisonalen Köstlichkeiten lernt man auch das Nationalgericht der Norweger kennen. Es heißt "Lutefisk" und soll von den Wikingern stammen. Informiert wird man über die Top TEN der Festtagsgerichte und über die Top TEN der kulinarischen Neujahrrituale, u.a. auch über den "Weißen Mond" in der Mongolei. Neugierig hat mich mal wieder das Burgund gemacht, die Weinlese dort und die Burgunder Spezialitäten, zu denen nicht nur das "Boeuf Bourguignon" und "Escargots" zählen, sondern auch "Jambon Persillé" und andere Leckereien mehr.


Die TOP TEN der kulinarischen Überraschungen weltweit, lohnt es ebenso zu studieren, wie die Infos zur Küche von Yucatán in Mexiko und jene zu den Gewürzen aus Rajasthan. Für Hobbyköche werden die 10 besten Kochschulen Italiens aufgelistet und kurz beschrieben, auch die Aromen der Provence werden thematisiert, d.h. die delikaten Kräutermischungen aus Thymian, Fenchel, Rosmarin, Kerbel, Bohnenkraut etc, die nicht nur einem Kaninchenragout den letzten Pfiff verleihen.

Im Rahmen der Vorstellung der besten Straßensnacks weltweit, liest man auch von den TOP TEN der kulinarischen Feste, die man besuchen sollte.

Zu den Gourmetstädten zählt natürlich Honkong und auch Athen. Die dortigen Tavernen sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man gegrillten Fisch und erntefrisches Gemüse essen möchte.

Wer wissen will, wo man am besten mit Meerblick diniert, kann sich in den TOP TEN "Dinner mit Meerblick" informieren. Auf Platz 7 steht der "Club 55" in Saint Tropez. Hier habe ich schon einmal gegessen und kann bestätigen, dass es dort wirklich schön ist, zumindest im Winter, wenn keine Touristen den Blick aufs Meer verhindern.

Man lernt u.a. die besten 10 historischen Restaurants weltweit kennen. Zu ihnen zählt auch das "La Tour d`Argent" in Paris. Die Spezialität des Hauses ist die Ente. Sie ist innen blutig und außen karamelisert.


Luxus pur ist auch ein Thema. Klosters in der Schweiz wird u.a. hervorgehoben, auch die Spitzenküche von Lyon. Man lernt 10 gastronomische Höhenflüge kennen und auch 10 sündhaft teure Cocktailbars, in denen Barkeeper Gold, Diamanten und erlesen Champagner mixen. Es gibt Menschen, die solche Getränke offenbar benötigen.


Ich freue mich, dass man meinen Lieblingsort auf dieser Welt, Saint-Paul-de Vence, auch fotografisch festgehalten hat. Im "Le Saint Paul", das im Buch sehr gelobt wird, habe ich das beste Lammfilet meines Lebens gegessen und kann insofern bestätigen, was man über dieses Restaurant geschrieben hat.


Sehr neugierig hat mich die Top Ten der Literaturkneipen gemacht. Hier auch ist das Café aufgeführt, in welchem Puschkin seine letzte Mahlzeit verspeiste und Dostojekwski Stammgast gewesen sein soll.

Über kleine Champagnerhäuser in Frankreich wird man des Weiteren informiert, auch über die TOP TEN der Weintouren in unserem westlichen Nachbarland. Gerne würde ich das Saint Èmillion kennen lernen und keineswegs nur deshalb, weil die Troubadoure diesen Wein schon gepriesen haben.

Die Wiener Kaffeehäuser sind ebenso gut beschrieben, wie das Eis in Rom. Die Vorstellung, nicht wegen der Kultur und Kunst nach Rom zu reisen, sondern der guten Eissorten wegen, finde ich amüsant.

Ein tolles Buch, in dem man immer wieder lesen und sich inspirieren lassen kann.

Den Weihnachtsmarkt von Cusco würde ich gerne besuchen oder alternativ den Weihnachtsmarkt von Prag. Vielleicht meint es ja Nikolaus in diesem Jahr gut mit mir und gewährt mir einen der beiden Wünsche.

Ein wunderschönes, überaus informatives Buch.


Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.
Bildmaterial: Mit freundlicher Genehmigung des National- Geographic-Verlags.


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