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Rezension:Tales from the Roads Less Traveled Pie Aerts- teNeues Mendo

Dieser grandiose Fotoband mit Bildern von #Pie_Aerts möchte zeigen, wie wichtig eine vielfältige Menschheit und ein Leben im Gleichgewicht mit der Natur sind. Dabei geht es diesem Fotografen bei seinem Tun nicht nur um die Bilder, sondern zudem um eine tiefere Verbindung, konkret darum, "in Vergangenheit und Gegenwart vorzudringen, die Bedeutung individueller Überzeugungen, Traditionen und Unterschiede wahrzunehmen, zu würdigen, wertzuschätzen und zu verteidigen."

Deshalb auch möchte er die einfache, unvollkommene und rätselhafte Natur des Menschseins darbieten. Er will eine Verbindung visualisieren zu den Dingen, auf die wir angewiesen sind, gemeint sind Natur, Ressourcen, Wildtiere- und einander. 

Pie Aerts möchte Menschen zusammenführen, sie dazu motivieren, sich wieder füreinander und für unseren Planeten zu interessieren. Ein Wollen, dass man gerne unterstützt, wenn begreift, dass nur das friedliche WIR dauerhaft überlebensfähig ist. 

Zahlreiche Bilder und Geschichten im Buch werden zukünftig nie wieder so sein oder in naher Zukunft völlig verschwinden. Diese Aufnahmen sind in Indien, Indonesien, Uganda, Japan, Chile, Myanmar, Botswana, Sri Lanka, Nepal, Italien, Namibia, Bolivien und auf den Philippinen entstanden. Die erläuternden Texte sind in englischer, französischer und deutscher Sprache nachlesbar. 

So werden beispielsweise Legenden eines Tales im Hochland von #Papua visualisiert. Es geht darum, dass sich Volksstämme aus dem Hochland von Wanema im Baliem-Tal versammeln, um zu feiern. Hier auch lernt man Mellius kennen, den örtlichen Dorfvorsteher. Von seinem hohen Wachturm aus hält er Ausschau nach den Wildschweinen. Seine Kleidung, kaum beschreibbar, zeugt davon, dass Männer auf der ganzen Welt eitel sind, auch wenn sie eine Art Urmenschentracht tragen. Im Fall von Mellius ist der Penis künstlich verlängert durch ein überstülptes Tierhorn und auf dem Kopf thront eine Riesenfeder, durch die er sich als Häuptling ausweist. Dabei muss man wissen, dass Penisfutterale bei den Hochlandvölkern ein gängiger Körperschmuck sind, der in allen Farben getragen wird. 

Man lernt Männer, Frauen und Kinder dieses Volkes kennen, das durch  seine Kleidung wie aus einer anderen Zeit kommend erscheint. Trotz der Speere, die man auf einigen Fotos wahrnimmt, wirkt das, was man sieht, aber dennoch nicht bedrohlich.

Blättert man weiter, gelangt man zu Motiven, die in all den weiter oben aufgezählten Ländern entstanden sind. Dazu im Einzelnen im Rahmen einer Rezension zu berichten, ist allerdings unmöglich. 

Besonders begeistert haben mich die Fotos von Myanmar, dem ehemaligen #Burma. Die Menschen haben dort eine besonders friedliche Ausstrahlung, strahlen Mitgefühl, Freude und Hoffnung aus. 

Der Schwerpunkt der Bilder aus Botswawa und dort vom Okovango Delta liegt auf Tieren: Löwen. Elefanten, Giraffen. Hier auch liest man, dass das Geheimnis des wahren Buschkarmas das "Loslassen" sei. 

Die Fotos von Nepal werden nicht nur Buddhisten gefallen, weil sie auf geheimnisvolle Art Frieden visualisieren.

Am meisten allerdings faszinieren mich die Bilder von Nepal, Kathmandu, weil man sieht, dass die Menschen dort trotz unsäglichen Leids die Hoffnung nie aufgegeben haben. Nicht wenige Städte im Kathmandu-Tal sollen sich wie eine Zeitreise anmuten, 200 Jahre in die Vergangenheit.

Sehr schöne Landschaftsaufnahmen von Namibia beeindrucken ebenso wie die Aufnahmen der Teeplantagen in Srilanka.

Fast überall erlebt man Menschen, die das Lächeln noch nicht verlernt haben, auch in Bolivien  leuchtet es bei aller Armut hervor und  man erkennt den Hochmut der Industrieländer, der außer einem zynischen Lachen keine menschliche Regung mehr zu zeigen in der Lage ist. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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