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Rezension:Odessa ... wie Champagner. Spüren Sie es prickeln! (Broschiert)

Das ist das dritte Reiselesebuch von Brigitte Schulze, das ich mit viel Neugierde gelesen habe und nun auch rezensieren möchte. Die Botschafterin des ukrainischen Tourismus stellt in diesem Buch Odessa vor.

Auch hier finden sich analog zum Lemberg-Lesereisebuch auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels eine aufklappbare Stadtkarte und auf dem hinteren eine aufklappbare Landausschnittkarte, der man genau entnehmen kann, wo die Schwarzmeerstadt Odessa konkret verortet ist.

Das handliche Buch für die Jackentasche beginnt mit der Frage: Katharinas Stadt oder Potjomkins? Hier soll nicht gebeckmessert werden. Beide spielen beim Bau von Odessa eine Rolle und viele Völker haben dort Spuren hinterlassen. Darüber liest man Wissenswertes im Kapitel "Die ersten Kosmopoliten- Odessa und seine vielen Völker". 133 ethnische Gruppen lassen sich dort ausmachen. Es ist und war die Stadt vieler berühmter Musiker und Dichter, unter ihnen auch Puschkin und Anna Achmatowa, die ihr erstes Gedicht "Am Ufer des blauen Flusses" nannte. Man erfährt eine Reihe wichtiger historischer Fakten und Daten im Rahmen einer Auflistung. 1794 wurde Odessa übrigens gegründet.

 Die Oper lernt man kennen. Sie soll weltberühmt sein und man erhält diesbezüglich eine Reihe von brauchbaren Informationen. Über die Feste in der Stadt und den typischen Humor dort wird man auch aufgeklärt, liest Wissenswertes über das Schwarze Meer und den Hafen, über Wellness-Möglichkeiten und über das Essen, Trinken sowie Vergnügen. Restaurants werden genannt und kurz skizziert, auch werden Adressen für Wein, Sekt und Cognac nicht ausgespart.

Im Rahmen von 10 Kapiteln lernt man Odessa und die Umgebung mittels sehr guter erläuternder Texte, vieler Fotos und auch Kartenmaterial kennen. Es führt zu weit, auf Einzelheiten hier einzugehen. Erwähnen möchte ich aber die Paläste von einst, die heute Museen sind. Das Literaturmuseum ist im Palast eines Fürsten untergebracht und das Puschkin-Museum in Puschkins ehemaligem Wohnhaus.

Odessa soll die Stadt der Denkmäler sein. Daran habe ich keine Zweifel, nachdem ich mich im Buch kundig gemacht habe und bin fasziniert von den vielen Kirchen und Klöstern, die für Toleranz in Glaubensdingen sprechen.

Über die Wasserstadt Wylkowe im Donaudelta erfährt man auch Näheres und ebenfalls über Bessarabien, das nur zum Teil auf ukrainischem Gebiet liegt. Sich über die Geschichte von Bessarabien hier in der Rezension zu äußern, sprengt leider wohl den Rahmen.

Wer Odessa und das Umfeld der Stadt bereisen möchte, sollte im Vorfeld frühzeitig die Tipps für die Reiseplanung und für unterwegs lesen, den Sprachführer studieren und sich ansonsten auf seine Gestik verlassen. Die Mehrzahl der Menschen in der Schwarzmeerstadt spricht Russisch. Wer sich verständigen möchte, schafft es immer. Odessa ist eine Reise wert, mit oder ohne entsprechende Sprachkenntnisse. Das macht das Reiselesebuch deutlich. 

 Empfehlenswert.

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Rezension:Lemberg: ... einfach köstlich. Probieren Sie doch mal! (Broschiert)

Die Autorin Brigitte Schulze ist Botschafterin für ukrainischen Tourismus. Im vorliegenden Reiselesebuch stellt sie Lemberg vor, den Ort in der Ukraine, dessen Zentrum die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt hat.

Im vorderen, aufklappbaren Buchdeckel befindet sich eine Innenstadtkarte, im hinteren, ebenfalls aufklappbaren Buchdeckel eine Landkarte, auf der man sieht, wo in der Ukraine die alte Stadt Lemberg verortet ist. Dieser Ort war in der k.u.k. Monarchie Heimat für viele gewesen. Schulze schreibt, dass Deutsche, Armenier, Juden, Griechen, Italiener, Litauer, Polen und Österreicher die Stadt einst besiedelt haben. Eine lange Zeit war Lemberg sowjetisch. Heute nun ist es ukrainisch.

Man erfährt eingangs Allgemeines über Lemberg und kann sich anhand von aufgelisteten Daten und Fakten ein erstes Bild im Hinblick auf die Geschichte machen.

Über das beste Café vor Ort liest man sogleich Wissenswertes, erhält nicht Infos, was den guten Kuchens anbelangt, sondern erfährt auch, dass man hier angeregt diskutiert und dass eine bemerkenswerte Kaffeehauskultur zum Besuch einlädt.

Eine Fülle von Restaurants wird kurz und gut beschrieben und man liest über das Lemberger Bier, das es in dieser Stadt bereits seit 1715 gibt.

Über die Reste der jüdischen Kultur in der Stadt wird man ebenso unterrichtet, wie über den Glauben, die Kirchen und Konfessionen dort. Dabei sind die wichtigsten Kirchen aufgelistet und im Rahmen eines Rundgangs lernt man einige dieser Kirchen näher kennen, nicht nur aufgrund von sehr gut erläuterten Texten, sondern auch mittels Fotos. Bilder und Kartenausschnitte sorgen in diesem Buch generell für große Anschaulichkeit.

Wie man Weihnachten feiert, bleibt ebenso nicht im Ungewissen, wie Kurzbetrachtungen über die Opern-, Theater-, Musik- und Literaturszene und natürliche auch über die Szenenclubs.

In der Folge dann warten zehn thematische Erkundungstouren auf die Leser, die verdeutlichen, dass man diesen Reiseführer bestens vor Ort zum Einsatz bringen kann. Ein der Erkundungstouren führt in die Lemberger Museen und Galerien und hier erfährt man, dass es sogar ein Buchmuseum gibt, das Freunde alter Bücher natürlich bei einem Erkundung dieser Stadt nicht vergessen sollten zu besuchen.

Man lernt die Schlösser in der Umgebung kennen und auch die Kleinstadt Brody, in der der Schriftsteller Joseph Roth geboren wurde. Über das zweitgrößte orthodoxe Kloster in der Ukraine, das in Potschajiw liegt wird man auch in Kenntnis gesetzt. Im Gästehaus des Klosters kann man übernachten und sich eventuell Exerzitien unterziehen.

Ich staune, welche Möglichkeiten eine Reise nach Lemberg noch so bietet und lerne anhand des kleinen Sprachführers zum Ende des Buches die ersten Vokabeln in Ukrainisch kennen, studiere im Anschluss noch die Tipps für die Reiseplanung und für unterwegs und bin nun wirklich motiviert, Lemberg kennen zu lernen.

Ein sehr brauchbarer Reiseführer, den ich gerne empfehle, sehr authentisch und erfreulich persönlich geschrieben.

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Rezension:Salzburg (Gebundene Ausgabe)

In Salzburg war ich bislang nur ein einziges Mal. Das ist zwanzig Jahre her. Damals versuchte ich dort viele historische Plätze in wenigen Stunden aufzusuchen, speiste erschöpft in einem Hotel, wo man besonders gut isst und trank meinen Kaffee an dem Ort, der in der Kaffeehaustradition Salzburgs als die erste Adresse gilt.

Als das Buch noch nicht aufgeschlagen vor mir lag, sah ich spontan drei Bilder vor meinem geistigen Auge, die sich wohl am intensivsten während des kurzen Aufenthalts damals eingeprägt hatten. Es war ein imposanter Panoramablick auf die Stadt von der Festung Hohensalzburg aus, dann die kargen Räume in Mozarts Geburtshaus und eine sehr alte Apotheke, ich meine fast, dass sie gegenüber dem Café Tomaselli lag, ich sie vom Fenster aus sah und beeindruckt war.

Natürlich assozierte ich spontan auch die sphärischen Klänge Mozarts und nahm den Geschmack von Veltliner wahr. Vermutlich deshalb, weil ich ihn in Salzburg erstmals bewusst getrunken habe.

Wen interessiert so etwas? Nun mich, die ich schreibe und die ich meinen Lesern begreifbar machen möchte, weshalb ich das vor mir liegende Buch gelesen habe und es nun rezensieren möchte.

Ich wollte lesen, was Johannes Neuhardt und Wolfgang Schraub über die Salzachstadt schreiben, denn ich hatte gehört, dass mit dem Buch eine umfassende Charakteristik geboten wird. Diese war mir bislang nicht zu eigen.

Das Buch ist reich bebildert mit alten und neuen Aufnahmen von der Stadt und ihren Bewohnern. Es wird eine Fülle von Kunstschätzen gezeigt und hier natürlich auch Gemälde und es werden wirklich eloquente Texte geboten, die ich mit großem Interesse gelesen habe.

Nach einer kurzen Einleitung warten fünf umfangreiche Kapitel auf den Leser.

-1800 Salzburg – Eine Geschichte des Erzbistums in Schlaglichtern
-Salzach-Bayreuth, Karajanopolis, weltbestes Festival- Die Festspiele
- Sound of Mozart- Salzburger Mythen
- Welttheaterschwindel, Verlogenheitsmaschine, Touristenmania- Literarische Salzburgkritik
- Vom Umgang mit der Schönheit- Das moderne Salzburg

Die umfangreiche Geschichte Salzburgs werde ich gewiss nicht in verkürzter Form hier wieder geben. Doch das so genannte Rupertskreuz will ich erwähnen, eine Goldschmiedearbeit aus dem 8. Jahrhundert, die man im Dommuseum in Salzburg heute bewundern kann. Ausführlich wird man über die Benediktinerabtei St. Peter informiert, die eine Vielzahl von Kunstwerken beherbergt. Man lernt auch die Maximuskapelle in den Katakomben im Mönchsberg kennen und bemerkt Seite um Seite mehr, dass Salzburg, nicht nur die Stadt der Musik, sondern auch der Sakralbauten ist.

So liest man von der Benediktinerabteil Nonnenberg, von den Staatsmännern auf dem Bischofsthron und dem dazugehörigen Bischofssitz, vom Dom der Dome Österreichs und vielen anderen Sakralgebäuden mehr.

Natürlich sind auch die Salzburger Festspiele ein Thema und schließlich neben den Brücken auch die Kaffeehäuser. Jenes von dem ich eingangs schrieb, stammt aus dem Jahre 1703.

Bilder von Thomas Mann, Stefan Zweig, aber auch von Marlene Dietrich und noch lebenden Persönlichkeiten deuten an, dass hier ein Ort der kulturellen Begegnungen war und immer noch ist, auch jenseits der Musik Mozarts und deren Verkünders Karajan.

Sehr schöne Bilder von der Getreidegasse warten auf den Betrachter. Dort auch habe ich den Veltliner getrunken, in einem Restaurant, das mir in guter Erinnerung geblieben ist.

Sollte ich nach der Lektüre des Buches abermals nach Salzburg reisen, weiß ich schon jetzt, dass mich dort viele Plätze erwarten, die es lohnt, sich genauer anzusehen. Danke der Tipps zum Schluss, werde ich wohl einige Galerien und Museen besuchen und sicher in einem der empfohlenen Restaurants speisen.

Mein Traum wäre es, den "Jedermann" vor Ort zu erleben. Nun ja, wer weiß, was noch kommt… Empfehlenswert 

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Rezensionen:USA Südwesten: Naturwunder aus Stein und Sand [Gebundene Ausgabe] Stefan Schomann (Autor), Holger Lorenz (Fotograf)

Vor mir liegt ein traumhafter Bildband mit sehr beeindruckenden Fotos von Holger Lorenz und Texten von Stefan Schomann. Das Buch wurde von NATIONAL GEOGRAPHIC herausgebracht. Dies ist nach meiner Erfahrung ein Garant für sehr gute Bildqualität. 

Gleich zu Beginn hat man die Chance sich auf einer doppelseitigen Landkarte einen Eindruck zu verschaffen, an welchen Orten die Bilder konkret entstanden sind. Bei den Ländern handelt es sich um Colorado, New Mexiko, Arizona, Utah, Nevada und Kalifornien.

Schomann lässt den Leser wissen, dass die Bilder des Fotografen den Betrachter auf eine epische Reise mitnehmen und als Orientierungshilfe dabei der Fluss Colorado dient. Dieser entspringt in den Rocky Mountains. In einer beeindruckenden Diagonale strömt er nach Südwesten und ist durch mächtige Zuflüsse gekennzeichnet. Im Südwesten fällt der Kontrast zwischen Wasser und Wüste ins Auge, aber auch der Kontrast zwischen Grün und Rot. Bei allem ist aber stellt die Erosionslandschaft die eigentliche Quintessens des Südwestens dar. Erwähnt werden nicht zuletzt die verwunschenen Täler New Mexikos mit ihren Felsformationen, auch die Sandsteinwelten von Utah und die Wüste von Nevada. Man liest von den Felsbildern der Indianer und von Stätten, die seitens Archäologen gefunden wurden, die nur wenige bislang gesehen haben, seit sie verlassen wurden. Neben Betrachtungen zu Wasserkraft und Wüstenzauber liest man auch dem Mythos der mit dem Südwesten verbunden ist. Dabei geht es um Freiheit und Abenteuer, Wüste und Wildnis und Schönheit und Schrecken. 

 Die Bilder von Holger Lorenz dokumentieren die gesamten Paradoxien einer hochdramatischen Natur und belegen zudem die ökologische Bandbreite dieser Region, vom Bergwald bis zur Sandwüste und vom Saguaro-Kaktus bis hin zum Riesenmamutbaum. Wie Schomann schreibt, folgt Lorenz der Tradition, Fotografie als ein Medium der Naturvermittlung und des Naturschutzes einzusetzen. Den Bildern, die den einzelnen Ländern zugeordnet sind, ist stets ein Textbeitrag und ein Kartenausschnitt vorangestellt. In den Texten erfährt man stets Wissenswertes über die Länder und begreift die Fotowelten in ihrer Tiefe noch besser. Die Fotos selbst sind alle kurz beschrieben und lassen die Landschafts- und Tieraufnahmen noch näher an den Betrachter herankommen. Da ich bislang noch nicht im Südwesten der USA war und mich bisher auch kaum mit diesen Landschaft befasst habe, erzählt mir das Buch viel Neues. So etwas von den Völkern der Anasazi, die einst ihre Siedlungen bevorzugt unter schützende Feldüberhänge bauten. Man erhält diesbezüglich einen Eindruck von den Ruinen von Mesa Verda, an der Grenze von New Mexiko. Diese Ruinen zählen offenbar zu den spektakulärsten Beispielen der indianischen Kultur.

Ich staune über die Landschaftsbilder, die in New Mexiko entstanden sind, über die Hoodos, das sind beeindruckende Felsengebilde, die an einen anderen Planeten denken lassen. Die Traumlandschaften in Arizona, die dortigen Kakteenfelder und mehr noch die Sandsteinformationen, zeigen wie schön unsere Welt gerade dort ist, wo der Mensch nicht vorkommt.

 Wenn ich all die traumhaften Bilder sehe, in der der Schöpfer sein vielfältiges Gesicht zeigt, dann bleiben nur Demut und die Erkenntnis, dass wir Menschen uns nicht so wichtig nehmen sollten. Wichtig allein ist die Tatsache, alles zu unternehmen, um das Geschenk Gottes in Ehren zu halten. 

 Empfehlenswert.

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Rezension:Teneriffa: Mit Extra-Reisekarten und 10 Entdeckungstouren! (Broschiert)

Dieser Reiseführer enthält im vorderen Buchdeckel eine Inselkarte und im hinteren eine aufklappbare Reisekarte Teneriffa plus Detailkarte Kanarische Inseln.

Der reich bebilderte Taschenbuch von Dieter Schulze beginnt mit einem Schnellüberblick über die Insel, dann zählt der Autor seine Lieblingsorte dort auf, erteilt viele brauchbare Reiseinfos und weist auf wichtige Adressen und Websites hin. Bei den Reiseinfos schreibt er Wissenswertes zu Wetter und Reisezeit, wie man Rundreisen auf der Insel plant, äußert sich zu Übernachtungsmöglichkeiten sowie Essen und Trinken, Sport und Wellness, zu Festen sowie Unterhaltung und vielem anderen mehr, so z.B. zu den Umgangsformen.

Im Kapitel Panorama, Daten, Essays und Hintergründe kann man sich zunächst in allgemein Wissenswertes über die Insel vertiefen, etwa zur Wirtschaft und Bevölkerung sowie der Geschichte Teneriffas. Den hier gebotenen historischen Überblick habe ich neugierig gelesen, weil ich kaum etwas über die Geschichte der Insel bislang wusste. Über den Klimawandel dort habe ich auch noch nichts gelesen und manch anderes war mir ebenfalls unbekannt. Nun weiß ich mehr über die Guanchen, auch dass diese Ureinwohner, sofern sie die Conquista überlebt haben, zwangsgetauft wurden. Das wundert mich allerdings nicht.

Humboldt war einige Tage auf der Insel. Darüber schreibt der Autor bevor er mit den Lesern die Insel bereist. In den Abschnitten Santa Cruz und der Südosten, die Südküste, Südliches Bergland, der Nordwesten, Valle de Orotava, der Nordosten und das Inselzentrum stellt er jeweils Highlights vor zu Kultur und Sehenswertem, zur Übernachtung, zum Essen und Trinken, zum Einkaufen, zu abendlichen oder nächtlichen Unternehmungen und man erhält zudem Touristeninfos und Angaben zu wichtigen Terminen.

Der Reiseführer hat alles, was man benötigt, um klüger von der Insel zurückzukehren als man dort angekommen ist. Mit den Karten und Plänen im Buch findet man auch problemlos zum Inselzentrum zurück, wenn man sich auf Entdeckungstour begibt. 10 Entdeckungstouren werden angeboten u.a. in ein Weinmuseum, einen Ort, den es sich offenbar nicht nur dann zu besuchen lohnt, wenn man den Paradiesgarten Risco Bello in Puerto de la Cruz verlassen hat. Der Sprachführer und das kulinarische Lexikon zum Schluss sind sehr nützlich für alle , die kein Spanisch sprechen. 


 Empfehlenswert.

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Rezension: Nur in Paris - Ein Reiseführer zu einzigartigen Orten, geheimen Plätzen und ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten (Broschiert)

Reiseführer lese ich mit Vorliebe und die Reiseführer des Autors Duncan J. D. Smith nehmen diesbezüglich einen besonderen Platz ein, denn er führt den Leser zu einzigartigen Plätzen und ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten in bedeutenden Metropolen Europas. Diesmal geht es um solche Orte in Paris.

Untergliedert ist das Buch in:
Stadtzentrum (Rechtes Ufer)
Stadtzentrum (Linkes Ufer)
Nordwestliche Vorstädte
Nordöstliche Vorstädte
Südöstliche Vorstädte

 Man erfährt u.a. Wissenswertes über das 1. Arrondisement und die dortigen Künstlerateliers, wird über interessante Passagen im Stadtzenturm aufgeklärt, unter diesen die "Galerie Vivienne", eine klassische Pariser Passage Couvert. Ein nicht ganz so bekanntes Meisterwerk Leonardo da Vincis, dass sich neben der Mona Lisa auch im Louvre befindet, wird zur Sprache gebracht und man lernt bemerkenswerte Buchläden kennen, dabei sollte man wissen, dass sich um den Pariser Buchladen "Shakespeare und Companie" die meisten Geschichten ranken.

Es ist unmöglich über all die Besonderheiten zu sprechen. Erwähnen möchte ich jedoch das älteste Haus in der Stadt. Offiziell handelt es sich hierbei um ein wettergegerbtes Gebäude an der Rue de Montmorcency, erbaut von dem Alchemisten Nicolas Flamel (1330- 1418). Beim nächsten Paris-Besuch werde ich mir dieses Haus auf jeden Fall anschauen.

Auch eine Reihe anderer Sehenswürdigkeiten stehen dann auf dem Programm. Ganz gewiss der Kreuzgang eines ehemaligen Klosters, über den der Autor spannend informiert, ein gotischer Keller und die sieben Mauern von Paris.

Neugierig auch macht mich ein historischer Jazzkeller, der sich "Caveau de la Huchette" nennt. Das Gebäude, in dem sich dieser Keller befindet ist aus dem 16. Jahrhundert. Ich habe ein Faible für historische Gebäude, denn sie sind in der Lage viele Geschichten zu erzählen, wenn man sich auf sie völlig einlässt.

Der Autor fragt in einem seiner wirklich lesenswerten Kapitel nach dem besten Bistro in Paris. Er beschreibt in der Folge Bistros, die ich bislang noch nicht kannte. Dafür bin ich ihm dankbar.

Dass es am Montmartre Rebstöcke gibt, weiß auch nicht jeder. Jährlich werden die 1500 Flaschen für eine karikative Einrichtung versteigert. Die Infos zum Wein von Montmatre sollte man nicht überblättern.

Obschon ich bereits viele Sehenswürdigkeiten in Paris besucht habe, staune ich, was alles ich noch nicht kenne. Unbekannt war mir bislang das "Chateau de Viecennes" an der Avenue de Paris und so vieles andere mehr, das in diesem Reiseführer vortrefflich beschrieben wird.

Mein besonderes Lob gilt der Beschreibung des Geists von Montparnasse. Paris ist wahrlich Hunderte von Reisen wert. Nicht nur derjenige, der daran zweifelt, sollte das Buch lesen.

Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass auf der Innnenseiten der Buchdeckel Kartenausschnitte von Paris aufgeklappt werden können. Dort sind alle Sehenswürdigkeiten eingezeichnet.

Ein gelungener Reiseführer. Bravo.

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Rezension:Weltreise für Feinschmecker (Gebundene Ausgabe)

Vor mir liegt ein traumhafter Bildband. Schlägt man den Buchdeckel auf, wird man zunächst mit einer Weltkarte konfrontiert. Diese ist nicht unwichtig, denn der Dorling Kinderley Verlag nimmt den Leser mit auf eine Weltreise für Feinschmecker.

Untergliedert ist das Buch in fünf große Abschnitte: Europa; Naher Osten und Afrika; Asien und Australasien; Nordamerika und Südamerika.

Für jedes Reiseziel sind zwei Seiten vorgesehen. Stets erhält man imposante fotografische Eindrücke und erfährt im Rahmen eines kleinen Textporträts touristisch und kulinarisch Wissenswertes über den jeweiligen Ort, der für eine spezielle lukullische Besonderheit steht.

Immer wird kurz beschrieben, was man an einem Tag oder auch an drei Tagen an einem Ort unternehmen kann. Geliefert werden zudem stets hilfreiche praktische Informationen zur Anreise, Übernachtung etc. Zudem erfährt man, wo die besten Orte neben dem Hauptort für diese Besonderheiten zu finden sind.

Es ist unmöglich im Rahmen einer Rezension die rund 150 Spezialitäten und unzähligen Orte, die hier beschrieben sind, zu benennen. Deshalb auch gehe ich selektiv vor.

Die kulinarische Reise beginnt mit der Leckerei "pastel de nata". Das sind Vanillencreme-Törtchen, die aus Belém, einem historischen Viertel in Lissabon kommen und über die man dann Näheres erfährt, auch wo in Portugals Hauptstadt, ja im ganzen Land und sogar weltweit man die besten Puddingtörtchen angeboten bekommt, die übrigens warm mit Zimt serviert werden

 Ich werde einige der kulinarischen Highlights nennen, um die es hier im Buch geht: Tapas, Baklava, Crepes, Satsiwi, Tarte Flambée, Bliny, Paella, Waterzooi, Gazpacho, Pierogi, Rösti, Amok, Pho, Jerky und vieles andere mehr.

Auch einige Orte will ich hier aufzählen: Beaune, Porto, Lyon, Aachen, das Loire-Tal, Brügge, Bergen, Beirut, Maputo, Fukaoka, Seoul, Delhi, Trinidad, Lima, Quito, Jamaika, etc.

Auf den Seiten 34 und 35 liest man Wissenswertes über die "Crepe in Cournouaille" in der Bretagne. Camembert und Schnittlauch machen die herzhafte Füllung einer "crepe" aus, zu der Cidre aus der Bretagne passt.

Auch über traditionsreiche Torten in Salzburg wird man aufgeklärt. Bereits im Jahre 1700 eröffnete das Café Tomaselli, das ich vor Jahren einmal besucht habe. Gefreut habe ich mich, dass einige meiner Lieblingsorte im Buch zu finden sind, so auch Colmar. Hier geht es um die "Tarte flambée", den elsässischen Flammkuchen. Dass die beste "Tarte flambée" im "La Maison Rouge" zu haben ist, kann ich mir gut vorstellen.

Den berühmten "Salade nicoise" und Nizza werden vorgestellt. Dabei wird u.a. vorgeschlagen, am Nachmittag nach Cimiez zu fahren, um dort im Musée Matisse dessen Gemälde Zeichnungen und Skulpturen zu bewundern. Ein schöner Vorschlag. Dass man im "Bistro d`Antoine" den besten "Salade nicoise" serviert bekommt, kann ich bestätigen.

Kopenhagen und seine Gourmetbrote lernt man kennen und die besten Adresse für Gulasch in Budapest. Was unternimmt man abends in dieser Stadt? „Spazieren Sie in Pest an der Donau entlang und bewundern sie die beleuchteten Brücken. Dann gehen Sie zur Ráday utca mit ihren vielen Cafés und Restaurants." (vgl.: S.108).

Es ist wirklich schade, dass ich nicht über alles hier berichten kann. Gestehen muss ich, dass ich mir wünschte, jeden dieser Orte aufsuchen zu können. In meinem nächsten Leben werde ich "Tourismus" studieren, dann besteht von Anfang an eine Chance all diese Reisen gut informiert zu realisieren. Ursprünglich hatte ich dies ja in meinem jetzigen Leben mal vor.

Krakau wegen der "Pierogi" zu besuchen ist zwar unter kulinarischen Gesichtspunkten eine Motivation, die weitaus größere aber sind die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Gerne würde ich dort im jüdischen Kamierz-Viertel jetzt einen Kaffee trinken und mir dann den Marktplatz sowie die alten Tuchhallen ansehen.

Die Informationen zu der von mir überaus geschätzten flämischen Stadt Brügge sind sehr gut. Die dortigen kulinarischen Besonderheiten heißen Schokolade und Pralinés. Die Tipps für drei Tage Brügge sind bestens.

Sehr gut auch sind die kulinarischen Betrachtungen Straßburgs und ein Traum stellt die Skizzierung meines vorrangigen Wunschziels Ligurien dar. Jetzt in einem Café in Portofino und dort die Sonne genießen... Ja.

Natürlich interessiert mich auch Isfahan und Marrakech, auch die dortigen kulinarischen Besonderheiten. Aleppo und Beirut derzeit zu besuchen ist zumindest was Aleppo anbetrifft leider nicht möglich.
Auf der malaysischen Insel Penang liebt man eine scharfe Fischsuppe und ein Gericht namens "Thali" in Tamil Nadu. Abgebildet ist die Pancha Rathas, ein imposantes Gebäude aus dem 7. Jahrhundert, das zum Weltkulturerbe gehört und in diesem südindischen Bundesstaat liegt.

Es ist einfach nur unglaublich, was in diesem Buch alles auf den Leser wartet. Auf den Seiten 230-231 werden Currys auf dem  indischen Subkontinent vorgestellt und wo man diese idealer Weise essen kann.

Delikatessen in Manhatten lernt man ebenso kennen, wie Jambalaya in New Orleans oder ein feuriges Jerky auf Jamaika.

Fast zum Schluss liest man Wissenwertes über lukullische Reiseziele in Südamerika. Wie vor allen anderen Abschnitten erfährt man zunächst allgemein etwas über die Küche des fokussierten Kontinents und darf dann auf die Reise gehen. Peru und Argentinien interessieren mich hier am meisten. Das peruanische Gericht "ceviche" habe ich schon gegessen. Es ist sehr gut und besteht aus frischem rohen Fisch, kurz mit Limettensaft mariniert und mit Paprika- und Zwiebelringen vermischt.

Auf den letzten Seiten dann sind kulinarische Fest und Festivals durch das gesamte Jahr aufgelistet.

 Ein Buch für Genussmenschen mit kulturell hohem Anspruch. Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Japan - Christine Grandy-Dick

Die Autorin Christine Grandy-Dick hat dieses Reisetagebuch nach ihrem Aufenthalt in Japan verfasst. Noch immer bin ich überwältigt von der Fülle an Informationen, die die Bildende Künstlerin in ihrem Werk untergebracht hat. Die Reise dauerte  vom 5. März bis 14. Mai 2012.

Grandy–Dick ist eine überaus aufmerksame Beobachterin. Minutiös, beinahe filmisch spult sie das Gesehene und Erlebte in einem farbenfrohen Text ab, der mich an gewisse Gemälde von Hieronymus Bosch oder Pieter Bruegel d. Ä. erinnert, nur eben im "Garten der aufgehenden Sonne" geschaffen. 

Mich wundert es nicht, wenn eine Bildende Künstlerin mit Buchstaben malt und auf diese Weise dem Leser behagliche Stunden der besonderen Art schenkt. Um mich einzustimmen, habe ich während des Lesens ZEN-Musik gehört und eine Japan-Karte zur Hand genommen, da meine geografischen Kenntnisse, was Japan anbelangt, bislang eher rudimentär waren.

Die Autorin hat übrigens bereits mehrere Reisebücher verfasst. Auf einer Indien-Reise lernte sie den Japaner Yuka kennen, den sie zu Beginn ihres Japan-Aufenthaltes besuchte. 

2006 habe ich ein Buch des damals in Japan lebenden Autors Christopher Neumann gelesen, das den Titel trägt:"Darum nerven die Japaner: Der ungeschminkte Wahnsinn des japanischen Alltags". Grandy-Dick geht in ihrem Reisetagebuch weitaus positiver an die dort lebenden Menschen heran und nimmt mit ihrem achtsamen Blick so viel Schönes wahr, das man in dieser Vielfalt natürlich nicht sehen kann, wenn man sich um mögliche Haare  in einer Suppe kümmert.

Immer wieder schreibt sie über kulinarisch Wissenswertes, auch japanische Geschichte ist in die Betrachtungen eingeflochten, aber sie zeichnet durchaus auch Verhaltensmuster der Bürger auf, so deren Liebe für Ordnung, Sauberkeit und Pünktlichkeit, ohne allerdings diese Werte groß zu hinterfragen. Grandy-Dick ist ein guter Gast und wird entsprechend wohlwollend aufgenommen. Alles ist eben eine Frage der Schwingungen.

Die Autorin berichtet über unendlich viele Orte, die sie besucht hat. All die Sehenswürdigkeiten hier aufzuzeigen, führt zu weit. Zudem soll man sie ja durch das Buch erfahren. Sie schreibt über ihre Eindrücke in Städten wie Tokyo, Kyoto und Hiroshima, über Landschaften, Tempel und Klöster, Gartenanlagen, über die traditionellen Künstler und so vieles andere mehr. Seite für Seite zeigt die Autorin, dass sie nicht nur eine aufmerksame Beobachterin ist, sondern auch eine gebildete, gut informierte Frau.

Die Japan-Reisende schreibt auch über ihre Erfahrungen beim Bogenschießen, das in ihren Augen eine gute Konzentrationsübung darstellt. Damit Sie einen Eindruck bekommen, wie minutiös die Autorin alles aufzeichnet, möchte ich hier ein paar Sätze zitieren: "Das Prozedere beginnt im Hinknien, nacheinander Aufstehen, dabei den Bogen drehend, einen Pfeil mit Ring- und kleinem Finger der linken Hand wegklemmen, den zweiten am Spannseil anlegen. Nun das Seil hypnotisieren, langsam das Gerät über den Kopf strecken, der rechte Arm dehnt die Sehne sukzessive zur Schulter hinunter, wo das Geschoss auf Augenhöhe verharrt. Dies erfordert die meiste Kraft in der Elle, Bauch- und Pomuskeln. Durchschnittlich zehn Sekunden später springen allein die Finger auf, der Unterarm schwingt waagrecht zur Schulterlinie, der Kopf zurück zum Meister, Ellbogen in die Hüfte gestemmt, Verbeugung, abtreten. Nächster,"(Zitat S. 75). 

Grandy-Dick schafft es in diesen  Wochen mehr zu erleben als ein anderer Reisender in einem Jahr. Wie kommt das? Neugierig sind viele. Es ist aber mehr. Die Bereitschaft, sich auf alles einzulassen, dieses "Du bist o.k., aber auch ich bin es" in ihrem Gesamtverhalten während der Reise bewusst umzusetzen, das macht das Besondere der Reisenden Christine Grandy –Dick aus.

Auf den Seiten 201-226 findet man übrigens Kartenmaterial und Fotos, die dokumentieren, dass Ihren Reisebeschreibungen reale Erlebnisse zu Grunde liegen.

Bei all dem Schönen und Imposanten, das die Autorin festhält, vergisst sie nicht die 140 000 Toten von Hiroshima zu erwähnen. Unter ihnen befanden sich auch koreanische und chinesische Zwangsarbeiter. Sie berichtet davon, dass man sich im Peace Memorial Museum im Rahmen unerträglicher Dokumentationen die Folgen für die damalig überlebenden schwangeren Frauen und Kinder vergegenwärtigen kann. Grandy –Dick schafft es mit eindringlichen Worten die Atmosphäre im Museum und die Betroffenheit der Besucher zu skizzieren und das abzubilden, was gesagt werden muss, wenn man Japan bereist.

Im Rahmen eines Interviews werde  ich die Autorin zu ihren Erfahrungen auf dieser eindrucksvollen Reise befragen. Die Antworten versprechen eine große Vielfalt und einen tiefer gehenden Einblick in die Gesellschaft von Japan, aber auch über die Schönheiten, die das Land zu zeigen hat.

 Empfehlenswert. 

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Rezension:DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Malaysia, Singapur (Broschiert)

Das Reisehandbuch "Malaysia Singapur" enthält eine Fülle von Informationen über dieses multikulturelle Tropenziel. Verfasst haben es Renate, Stefan und Mischa Loose. Dem Buch ist eine Reisekarte beigefügt, sodass man die besprochenen Reiseziele im Vorfeld einer Reise schon mal lokalisieren kann.

Im Kapitel "Wissenswertes über Malysia" erfährt der Leser zunächst steckbriefartig Daten und Fakten u.a. im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum, die Lebenserwartung etc., wird über die Geografie, die Geschichte, über Staat und Politik, Wirtschaft und Tourismus sowie über Bevölkerung und Religion aufgeklärt. Alsdann geht es um Natur und Umwelt. Die landschaftliche Vielfalt des tropischen Malaysias entfaltet sich zwischen steil aufragenden Granitfelsen in über 400 m Höhe und bunten Korallenriffen in der Tiefe des Ozeans, (vgl.:S.16).

Aufgeklärt wird man über tropische Küsten und Inseln, dort über die Strände, liest auch über das, was unter Wasser geschieht, über die Mangrovenwälder und die Küstentypologie. Das Landesinnere ist ein weiteres Thema und hier schließlich auch die Flora und Fauna. Unter den maximal 20 m hohen Bäumen erwarten den tapferen Reisenden übrigens fleischfressende Kannenpflanzen, (vgl.: 18). Weiter erfährt man Wissenswertes über Plantagenwirtschaft, die Umwelt und den Umweltschutz und wird ausgiebig über Wirtschaft, Soziales und aktuelle Politik aufgeklärt. Auch die Geschichte Malaysias bleibt nicht ausgespart, in der nichts zuletzt Holländer, Portugiesen und Briten eine Rolle spielten.

Die Informationen zu Gesellschaft und Alltagskultur sollten Reisende sehr genau studieren. Hier auch erfährt man Näheres zu Festen und Veranstaltungen und zur malaiischen Sprache. Mit großem Interesse las ich das Kapitel über Architektur, Kunst und Kultur. Die Städte Penang und Melaka gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die alten malaiischen Holzhäuser unterscheiden sich von Region zu Region, insofern können nur Kenner einem Haus auf Fotos ansehen, woher es stammt, (vgl.: S.56). Dass Kipling und Hesse sich mit Malaysia befasst haben, ist mir vor der Lektüre des Buches schon bekannt gewesen.

Über die kulinarischen Besonderheiten wird man auch aufgeklärt, liest über typische Gerichte Wissenswertes, erfährt mehr über die Essgewohnheiten der Bevölkerung und wo man speisen soll. Eingefügt in das Buch ist ein zwei Seiten umfassendes kulinarisches Lexikon.

 Im Abschnitt "Wissenswertes für die Reise" kommen eine Vielzahl wichtiger Informationen auf den Leser zu, die die Themen Reise- und Routenplanung, Anreise- und Verkehr, Unterkunft, Sport- Aktivclub, Einkaufen, Reisekasse, Reisezeit und Reiseausrüstung, Gesundheit und Sicherheit etc. abhandeln. Ein kleiner Sprachführer wird auch mitgeliefert.

Im Rahmen von Spezialthemen erfährt man Wissenswertes über Orang Utans, die Insel Langkawi, über traditionelle Medizin, über das Kunsthandwerk der indigenen Völker, über die Unterwassergärten an der Ostküste, über die Wunder der Flora u.a. mehr.

Der eigentliche Reiseführer umfasst dann sechs Kapitel:
Kuala Lumpur und die südliche Halbinsel
Der Nordwesten
Die Ostküste und das Landesinnere
Sarawak
Sabah
Singapore
 Diese Kapitel sind ausgezeichnet erläutert. Hier erfährt man alles, was man wissen muss, um wirklich informiert reisen zu können. Sehenswertes, Wanderwege, Übernachtungmöglichkeiten, Essen und Trinken und noch vieles mehr kommen zur Sprache. Fotos und Kartenausschnitte runden die Infos ab. In den Rubriken "Auf einen Blick" erhält man jeweils Kurzinfos zu Sehenswertem, schöne Routen und spezielle Reisetipps. Das gilt übrigens auch für Singapore, dem Handelszentrum und Teil der ehemaligen Kronkolonie, dem Stadtstaat, der in diesem Reisehandbuch auch thematisiert wird.

Alles in allem ein toller Reiseführer, den ich gerne empfehle. 

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Rezension:Bauernhöfe in Südtirol: Wohlfühlreisen mit Genuss (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Andreas Gottfried Hempel bereist schon seit 50 Jahren Südtirol und weiß insofern genau, wovon er schreibt. In seinem reich bebilderten Buch stellt er 30 ausgewählte Bauernhöfe vor. Dort kann man kostengünstig Ferien machen und Südtiroler Spezialitäten aus hofeigener Produktion genießen.

Gleich zu Beginn des Buches hat man Gelegenheit auf einer doppelseitigen Landkarte genau zu eruieren, wo die einzelnen Bauernhöfe lokalisiert sind.

 Zu finden sind die gastlichen Häuser im:

Vinschgau und Meraner Land
Südtiroler Süden-Bozen und Umgebung- Eisacktal
Dolomiten- Tauferer Ahrntal- Pustertal

Diese Regionen Südtirols werden allesamt kurz beschrieben und zwar jeweils am Anfang der einzelnen Kapitel, dann lernt man die Bauernhöfe näher kennen. Es werden immer Fotos von außen und innen gezeigt. Die Höfe werden textlich ausführlich porträtiert, es wird auch stets auf Besonderheiten hingewiesen und es werden zudem immer Rundwanderungen von den einzelnen Gehöften aus beschrieben. Man erfährt wie man die Orte erreicht, um welchen Hoftyp es sich handelt, die Übernachtungsmöglichkeiten werden genannt, auch die wirklich günstigen Preíse, die Öffnungszeiten, die hofeigenen Produkte, die Tiere auf dem Hof sowie Besonderheiten.

Zudem lernt man jeweils ein kulinarisch interessantes Rezept kennen, das in den einzelnen Häusern zubereitet wird und des Weiteren stets auch einen Südtiroler Wein, den man zu den jeweiligen Speisen trinken kann.---

Wer eine Reise nach Südtirol plant, ist gut beraten, sich hier kundig zu machen. Hier wartet Idylle pur auf die Reisenden. Fern ab vom Schicki-Micki-Ambiente kann man Ursprüngliches erleben in gemütlicher Atmosphäre bei gastfreundlichen, bodenständigen Menschen. Ein gelungenes Buch, das ich gerne weiter empfehle.

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Rezension:Africa Overland: 60000 Kilometer Abenteuer (Gebundene Ausgabe)

"Oft frage ich mich, wie es wohl wäre, in einem Land wie Namibia zu leben. Die Weite, die Freiheit und das einfache Leben würden mich sehr reizen. Ich weiß aber nicht, ob ich die alltägliche Ungerechtigkeit auf Dauer ertragen könnte", (Zitat: S.123).

Nachdem ich mich heute Nachmittag mit Bildern von Afrika befasst habe, die ein berühmter Fotograf vor einigen Jahren aus einem Helikopter realisierte, möchte ich jetzt ein paar Sätze über ein ganz neues Buch verlieren, das bei National Geographic erschienen ist und ebenfalls Bilder von Afrika zeigt, diesmal während eine Reise mit einem Land Rover durch 36 Länder dieses Kontinent aufgenommen und zwar von dem Fotojournalisten Christoph Bangert, der mit seiner Frau Chiho 60 000 Kilometer in Afrika zurücklegte durch Hitze, Dauerregen, Sandstürme, Schlamm und Straßensperren.

Das Buch enthält tagebuchartige Reisenotizen und eine Fülle imposanter Bilder und nimmt seinen Anfang in Fès/ Marokko. Bangert schreibt von der Altstadt und den Gerbereien dort, die er fotografiert hat. Sehr witzig mutet das Bild mit einem Campingstuhl in der Sahara an. Der Fotograf schreibt wie er riesige Dünenfelder und Geröllplatos durchquert und wie sein Auto im Treibsand stecken bleibt. Alles, was er aufnotiert, dokumentiert er mittels vieler beeindruckender Bilder, die er auch in Mauretanien und im Senegal aufnimmt und dort in Dakar.

Bangert berichtet weiter von Mali, dort waren die beiden im August zur Regenzeit. Es folgen Bilder um Bilder und man liest von Timbuktu, der sagenumwoben Stadt am Niger, erfährt Wissenswertes über Länder wie Burkina Faso, Ghana und Kamerun, beginnt spätestens nach dem Berichten aus Namibia die Vielfalt Afrikas zu begreifen, auch der Einfluss vormaliger Kolonialherren dort. Die Bilder, auch von Südafrika und später dann aus dem Sudan, von Jordanien aber auch von Syrien machen begreifbar, mit welchen Eindrücken die Reisenden zurückgekommen sind. Um das, was beide sahen, zu verarbeiten, benötigt man ein Leben lang. Da bin ich mir ganz sicher.

Ein tolles Buch. Empfehlenswert.

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Rezension:Eyes Over Africa (Gebundene Ausgabe)

Dieser traumhafte Bildband mit doppelseitigen Landschaftsaufnahmen des Starfotofotografen Michael Poliza bringt dem Betrachter diesen grandiosen Kontinent Afrika auf eine besondere Weise nah. Luftaufnahmen von Ägypten, Äthiopien, Tansania, Mosambik, Malawi, Sambia, Botswana, Namibia und Südafrika warten darauf, vom Betrachter bestaunt zu werden.

Auf einer Karte von Afrika im hinteren Teil des Werkes kann man sich kundig machen, wo die Aufnahmen entstanden sind. Uli Hauser berichtet davon, wie es zu der Idee kam, mit einem Hubschrauber den Kontinent zu erkunden und wie sich im Jahre 2006 der Unternehmer Stefan Breuer gemeinsam mit Michael Poliza den Traum erfüllten, in unmittelbarer Bodennähe diverse Länder Afrikas zu erkunden. Entstanden sind Bilder für die Ewigkeit, realisiert aus einer Höhe von 30, 300 und 600 Metern. Sichtbar werden geometrische Strukturen, die man nur von oben wahrnehmen kann, denn von unten sieht man ja nicht wie Bäume, Gräser und Büsche sich zu Bildern fügen. Da kann ich Uli Hauser nichts entgegen halten.

Viele Bilder in diesem Buch sind direkt von oben aus einem 90 –Grad Winkel fotografiert. Die Kunst von Poliza besteht lt. Hauser darin, das unerschöpfliche Angebot Afrikas zu sortieren und den Landschaften ein spezielles Gesicht zu verleihen. Dabei waren die Reise und die Bilder nicht der Dokumentation von Gewalt, Hunger, Armut, Not, Elend und Korruption gewidmet, sondern vielmehr der Schönheit und den Geheimnissen des Lebens. Dem Fotografen ging es darum, das beste Licht zu erhaschen, den günstigsten Winkel, Farben, Muster und Formationen.

Es ging darum, Augenblicke aufzuzeigen, Unwiederbringliches festzuhalten und genau das ist gelungen und versetzt den Betrachter in Staunen, heute, morgen, bis ans Ende aller Tage.

Die Fotos werden auf den letzten Seiten nochmals im kleinen Format gezeigt. Hier erfährt man dann in englischer Sprache ganz kurz, worum es sich im Einzelnen handelt und wo und wann die Bilder realisiert worden sind.

Mich beeindruckt nicht nur die Schönheit, sondern vor allem die Idee von Ewigkeit, die aus jedem der Bilder hervorscheint.

Empfehlenswert.

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Rezension:Leben wie in der Toskana - Wie man Einfachheit, Warmherzigkeit und Leichtigkeit für sich entdecken kann (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch habe ich während meinen Zugfahrten Frankfurt- Leipzig- Frankfurt gelesen. Die derzeit verschneite Landschaft ließ in mir vor der Abfahrt spontan den Wunsch aufkommen, etwas über das sonnige Italien in Erfahrung zu bringen.

Der in Ungarn geborene Autor Ferene Máté lebt seit 20 Jahren in der Toskana. Dort hat er seinen Traum von einem eigenen Hauses mit Weinberg verwirklicht. Ein wenig erinnert mich der Inhalt des Buches an das, was Peter Mayle in seinen Büchern über die Provence schreibt und doch ist es anders, weil Maté in seinem Buch nicht nur Beobachtungen festgehalten hat, sondern sich überlegt, was er für sich Positives aus seinen Beobachtungen ziehen kann. Es geht ihm also um Erkenntnisgewinn.

 Bei allem ist der Text federleicht verfasst, insofern die ideale Reiselektüre. Ob der Autor die Bewohner dort, eventuell nicht doch zu sehr durch die rose Brille sieht, will ich ihm nicht unterstellen. Schön, wenn es ein Volk dieser Art tatsächlich gibt, das sich durch eine solch mitmenschliche Mentalität auszeichnet. Der Autor lobt die Lebensqualität der Toskaner: "das gemächliche Tempo, den Frieden, die Schönheit, den sozialen Zusammenhalt und die Küche," (S.14) und stellt zunächst Betrachtungen über den Umgang mit der Zeit und der Qualität der Dinge an. Dabei erklärt er die Gelassenheit der Menschen dort mit der Gegebenheit, dass sie von uralten Gebäuden und Jahrhunderte alter Kultur umgeben sind und von einer Landschaft, die sich im Laufe der Zeiten kaum verändert hat. Diese Interpretation hat mir gefallen. Ich denke, sie trifft auch genau den Kern und lässt den Umkehrschluss zu, das es die Unstetigkeit in allen Belangen des Lebens, die uns Mitteleuropäer so wenig gelassen erscheinen lässt.

 Máté schreibt zum Thema Gesundheit und ist davon überzeugt, dass das italienische Gesundheitssystem neben der Ernährung dafür sorgt, dass die Menschen dort bis ins hohe Alter fit sind. In seinem Buch beschreibt er das Leben und die Lebensgewohnheiten der Toskaner mit viel Liebe, beschreibt das Landleben und die Freude an Gartenarbeiten. Die Gärten der Toskana gedeihen nicht bloß deshalb so prächtig, weil die Menschen ein genetisch verankertes Bedürfnis zum Harken haben: Gemüse wecken nämlich eine echte Leidenschaft, so Ferené Maté (vgl.: 157).

 Wie wichtig familiäre Bande für das seelische Wohlergehen sind, lässt der Autor auch nicht unerwähnt und wartet zum Schluss mit Beschreibungen der kulinarischen Besonderheiten der Toskana auf. Wie Leser von Toskana-Kochbüchern und vor allem Reisende wissen, kocht man in dieser Region sehr schlicht und ursprünglich. Knoblauch, Olivenöl, Brot und Tomaten spielen eine tragende Rolle.

Ferene Máté macht in seinem Buch unmissverständlich klar, dass das Geheimnis für ein glückliches Leben durch die Liebe zu den Menschen und zur Natur bestimmt wird. Nicht die Gier soll im Vordergrund stehen, sondern der soziale Zusammenhalt. Immer häufiger werden Stimmen laut, die dies verkünden, doch alle bleiben ungehört. Leider

Empfehlenswert. 

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Rezension:Traumhotels in Bayern: Originale entdecken und genießen (Gebundene Ausgabe)


Ralf Eibl stellt in diesem wunderschönen Reisebildband 24 Traumhotels in Bayern vor. Diese Hotels sind folgenden Regionen zugeordnet: Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken, Oberpfalz, Niederbayern, Oberbayern und Schwaben.

Auf einer Landkarte gleich zu Beginn des Buches ist der Standort der einzelnen Hotels eingetragen. Anschließend werden diese Hotels bestens beschrieben und man erhält anhand von Fotos jeweils einen Eindruck wie diese Häuser von außen und innen aussehen. Es handelt sich dabei u.a. um Schlösser, Ritterburgen, Land- und Patrizierhäuser, die zu den so genannten "Sightsleeping-Hotels" zählen, einer Hotelmarke für anspruchsvolle Ästheten. Unter dem Leitmotiv "Das Auge schläft mit" sucht eine Jury aus Kunstsachverständigen, Designfachleuten Journalisten und Tourismusexperten die Hotels aus, die in die exklusive Kollektion aufgenommen werden.

Von den vorgestellten Hotels habe ich bislang nur das "Hotel Eisenhut" in Rothenburg/Tauber besucht, das aus vier Patrizierhäusern besteht, die allesamt im 16. Jahrhundert entstanden sind. An diesem Beispiel erkenne ich, dass man sich mit beim Porträtieren wirklich Mühe gegeben und auch nicht übertreibt.

Am meisten von allen präsentierten Übernachtungsmöglichkeiten interessiert mich die "Abtei Sankt Walburg" in Eichstätt. Hier schläft man hinter wuchernden Klostermauern bei Benediktinerinnen. Dabei sorgt das Interieur, eine Kombination aus alten Stilmöbeln und reduziertem modernem Design und einigen selbstgemalten Kunstwerken der Nonnen für ästhetische Balance, (vgl.: S.113).

Sollte ich wider Erwarten in meinem Leben nochmals nach Füssen reisen- ich war als Studentin während einer Tramp-Tour durch den Allgäu vor Jahrzehnten das letzte Mal dort, dann würde ich mich gewiss im "Hotel Hirsch" einmieten. Hier überzeugt die Atmosphäre sowohl drinnen als auch draußen. Ein vortrefflicher Standort, um von dort aus die Schlösser König Ludwigs II. zu besichtigen und dessen Traumwelten auf sich wirken zu lassen.

 Empfehlenswert.

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Rezension: Wo die Welt am schönsten ist: 30 unentdeckte Reiseziele (Taschenbuch)

An einem trüben, verschneiten Märztag wie heute ist es für mich stets ein großes Glück, wenn ich ein schönes Reisebuch aus einem Bücherregal ziehen kann und mich zumindest mittels eines solchen Bildbandes gedanklich in wärmere Regionen begeben darf. Zuviel Kälte und Lichtmangel machen mich depressiv.

In diesem traumhaften Bildband von Herbert Ypma mit dem neugierig machenden Titel "Wo die Welt am schönsten ist", der bei National Geografic veröffentlicht wurde, werden 30 unentdeckte Reiseziele vorgestellt, die in Frankreich, Italien, Marokko, in Indien, Thailand, Mexiko, auf Bali und anderswo auf dieser Welt lokalisiert sind.

Wie Ypma im Vorwort unterstreicht, ist sein Buch kein Ratgeber für Billigreisen. Die vorgestellten Hotels und Resorts sind unentdeckte Juwelen, die sehr preiswert sind, Orte von denen man träumt und die der Autor trotz aller Bedenken Dritter nicht unter Verschluss halten möchte, weil er überzeugt ist, dass man Wissen teilen muss. Dieser Ansicht schließe ich mich an.

 Was den Leser erwartet, sind sehr gute Beschreibungen der fokussierten Orte und fantastische Bilder. Das dritte Reiseziel im Buch ist das "Chateau de Massillan" in der Provence, eine Burg aus dem 12. Jahrhundert, die von leuchtenden Feldern gelber Sonnenblumen und Lavendel umgeben ist. Über dieses Chateau erfährt man Wissenswertes und hat die Möglichkeit sich einen visuellen Eindruck zu verschaffen, sowohl von der Außenanlage als auch vom Ambiente der Räumlichkeiten, die von der Designerin Birgit Israel gestaltet worden sind und genau meinen Geschmack treffen, aufgrund der schlichten Eleganz.

 Einer meiner bislang unerfüllten Reisewünsche ist Portifino in Italien. Dass es dort noch einen unentdeckten Ort gibt, hat mich schon etwas überrascht. "Albergo da Giovanni" ist ein Kloster aus dem 16. Jahrhundert in einer versteckten Bucht bei Portefino. Die Familie der Köchin bereitet dort seit 400 Jahren Mahlzeiten zu. Besagtes Kloster liegt verborgen in einer Bucht der geradezu vertikal ins Mittelmeer stürzenden Hänge des südlichen Alpenkamms. Vom Wasser aus kann man es nicht sehen und über Land ist es nicht erreichbar. Es muss wundervoll dort sein. Sollte mich mein Weg doch noch nach Portofino führen, dann ganz gewiss in dieses Kloster. Dort nämlich wird man ganz offensichtlich nicht abgezockt und darf seinen Traum insofern vergnügt leben.

 Als Frankreich-Fan entzückt mich natürlich auch "Le Manoir", ein Haus auf einer wenig bekannten Insel direkt vor der Cote d `Azur. Die Insel liegt vor der Küste von Hyéres und ist eine Schwester von Porquerolles. Iles de Hyères wurde u.a. von Jean Cocteau in seinem Werk begeistert beschrieben und muss, schenkt man Ypma Glauben, ein Ort der Ruhe sein. Das Haus, in dem man seine Ferien verbringen kann, verspricht romantische Schönheit. Die Strände sollen verborgen liegen und da sie nur über steile, zerklüftete Pfade erreicht werden können, wird ihr Besuch umso reizvoller.

Ach ja, da ist auch noch "Le Sènèchal" auf der Ile de Ré. Dort würde ich gerne für immer leben. Auf der Insel wohnen Fischer und Bauern. Hier soll es alte Steingebäude, antike Dorfplätze und unberührte Dünen geben und u.a. ein gemütliches Hotel, dass der Autor gut beschreibt. Warum, also in die Ferne schweifen? Zumal es dort noch eine weitere traumhafte Übernachtungsmöglichkeit gibt. Ypma bezeichnet "La Baronnie" auf der Ile de Ré als die herrlichste Pension in ganz Frankreich. Die Beschreibung und die Bilder überzeugen....

 ... und doch würde ich gerne auch das "Atelier Sul Mare" auf Sizilien für einige Wochen bewohnen, es handelt sich um ein Hotel ohne Zimmer, stattdessen gibt es dreidimensionale Kunstinstallationen, in denen man schlafen kann. Die Gästezimmer wurden von elf Künstlern zu Kunstwerken umgestaltet.

Das Weingut Marianne in Stellenbosch in Südafrika darf man auch nicht verpassen. Die Beschreibung und die Fotos überzeugen ebenfalls. Bei einigen Gläsern Wein kann man dort weiter überlegen, ob man sich lieber auf den Weg Mexiko machen möchte oder stattdessen am unberührten Strand von Kerales in eine Welt eintauchen will, die an ein orientalisches Märchen erinnert. Das Leben kann schön sein, wenn uns Fortune eine gute Freundin ist.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Streifzüge zwischen Oder und Drage: Begegegnung mit der Neumark (Gebundene Ausgabe)

"Die ersten Orden, die sich in der späteren Neumark ansiedelten, waren die Templer." (S.168)

 Der Herausgeber dieses reich bebilderten und dabei textreichen Buches ist das "Deutsche Kulturforum östliches Europa". In der Einleitung konnte ich in Erfahrung bringen, dass besagtes Kulturforum im Jahre 2006 gemeinsam mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam die Ausstellung "Die Neumark- Begegnungen mit einer historischen Landschaft" organisiert hatte. Ziel war es, dem polnischen und dem deutschen Publikum eine vergessene historische Landschaft näherzubringen und zu verdeutlichen, dass es sich hierbei um ein gemeinsames historisches Erbe handelt. Im Anschluss an die Ausstellung plante man eine zweisprachige Publikation, die sich des Themas annehmen sollte. Orte, die in der Ausstellung zur Sprache kamen, finden sich in dieser Publikation, die 6 Jahre später veröffentlicht wurde, wieder. Dazu kommen einige sehr gut dargestellte Themenkomplexe, die für die Region wichtige Phänomene behandeln:

-die Bautätigkeit und Alltagskultur verschiedener Orden
-die Sakralarchitektur des Mittelalters
 -die Entstehung der Städte
 -Schlösser und Herrenhäuser

An diesem Buch haben zahlreiche polnische und deutsche Historiker, Kunst- und Regionalhistoriker als auch Redakteure mitgewirkt. Seinen Anfang nimmt es mit Betrachtungen zur Geschichte der Neumark, die einst ein Teil der Mark Brandenburg war, wie Werner Vogel die Leser wissen lässt. Der historischen Einführung folgt dann die ausführlichen Beschreibungen der Orte, die alphabetisch angeordnet sind.

Sehr gut informiert wird man über die Geschichte der Orte, erfährt Wissenswertes über Persönlichkeiten, die dort geboren wurden und/oder lebten, wird zudem genau über die Anfahrt sowie das, was es jeweils zu besichtigen gibt, informiert.

 Ich muss gestehen, dass ich nur von ganz wenigen Orten aus diesem Gebiet, das zwischen Brandenburg, Pommern, Großpolen und Schlesien vormals beheimatet war, je gehört habe. Wohl hatte ich schon etwas von dem Ort Gleissen vernommen, weil sich dort die getreueste Kopie des Schlosses Sanssouci und eine Kirche, die von dem Königlich-preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel entworfen wurde, befindet. Orte wie Königswalde, Liebenow, Bärwalde aber auch Sonnenburg kommen zur Sprache. Dass es dort in Sonnenberg ein Konzentrationslager gab, wusste ich bislang nicht.

Es führt zu weit hier alle näher vorgestellten Orte aufzuführen. Gesagt werden kann, dass man einen guten Überblick von der Region erhält. Neben einem umfangreichen Glossar warten die Autoren zum Schluss auch mit Kurzbiografien und Hinweisen auf weiterführende Literatur auf. Eine Ausschnittkarte zu Buchbeginn zeigt, wo die besprochenen Orte in der Neumark konkret zu finden sind.

Empfehlenswert.

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Rezension Peter J. König: Bodo Müller VON BERLIN ZUR MÜRITZ

Dieses Buch ist allen Freizeitkapitänen und Wasserwanderern gewidmet, die mit ihren Booten die einzigartigen Seen- und Flusslandschaften zwischen Berlin und dem größten See Deutschlands, dem Müritz See und seinen Nebengewässer kennenlernen möchten. Dabei passiert man idyllische Kanäle, wie den Oder-Havel-Kanal oder den Ruppiner Kanal. Mit der entsprechenden Urlaubsentspannung genießt der Wassersportler die unberührten Auen und die unverbaute Landschaft, Natur pur mit einer einmaligen Vegetation und einer Fülle von Wasservögeln, die hier noch geeignete Lebensbedingungen finden. 

Dies sind großartige Erlebnisse, die man nirgendwo sonst in dieser Fülle in Deutschland noch antreffen kann. Das ist auch der Grund, warum immer mehr Menschen diese Art von Urlaubs- und Freizeitgestaltung suchen. Unterwegs trifft die Crew auf malerische Städte und verschlafene Dörfer, die allmählich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen. Es bieten sich unvergleichliche Perspektiven, wenn der Blick von der Seeseite über die Uferlandschaft wandert. In erste Linie ist der vorliegende Band aber ein unverzichtbares Hilfsmittel, um einen gelungenen Urlaubstörn auf diesen Gewässern zu erleben. 

Dazu gehört alles Wissenswerte, dass nötig ist, um eine solche Wasserwanderung erfolgreich durch zu führen, angefangen von den notwendigen Bootsführerscheinen, über neuestes Kartenmaterial, der Beschreibung von Anker- und Rastplätzen, bis hin zu Tankmöglichkeiten und besuchenswerten Ausflugslokalen, eben alles was man auf einer solchen Bootsreise wissen muss. Wer genügend Zeit mitbringt, dem bietet die Lektüre auch noch Abstecher in andere Mecklenburger Gewässer, die ungemein reizvoll sind. Neben den Ausflugtips ist es die große Anzahl von Gewässerkarten, die dem Skipper zur Seite stehen. Damit nicht alles so dröge daherkommt, hat der Autor Bodo Müller mit einer Vielzahl von Farbbildern dem Leser einen Eindruck vermittelt, auf welches wunderbare Erlebnis er sich auf einer solchen Fahrt einlassen darf.

Das Inhaltsverzeichnis sagt wohl am besten aus, wie man auf dem Wasser von Berlin an die Müritz gelangt: Vorwort 
Von Berlin zur Müritz Oranienburg 
Die Ruppiner Gewässer 
Der Rhin zwischen Neuruppin und Lindow
Die Obere Havel-Wasserstraße 
Die Wentow-Gewässer 
Die Templiner Gewässer 
Die Lychener Gewässer 
Die Obere Havel-Wasserstraße 
Die Rheinsberger Gewässer 
Vitzsee-Schwarzer See-Mirow 
Die Müritz Ortsregister 

Die Fahranleitung ist übersichtlich dargestellt und zeichnet sich durch konkrete Angaben aus, die nicht langatmig den Bootsführer und seine Mannschaft langweilen. Die Informationen dienen dazu, auf allen Streckenabschnitten das zu finden, was einen besonderen Törn ausmacht, sowohl in technischer als auch in unterhaltsamer Hinsicht. 

Empfehlenswert. 

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Rezension Helga König:Reisen und Entdeckungen im südlichen Afrika: Von der Kalahari zu den Victoria-Fällen (Gebundene Ausgabe)

Von David Livingstone (1813- 1873), dem schottischen Missionar und Afrikaforscher, las ich erstmals als Zwölfjährige eine kurze Lebensbeschreibung in einem Jugendmagazin für Geschichte, in das ich damals mein Taschengeld investierte. Mich faszinierte diese Persönlichkeit, dessen Herz in Afrika unter einem Baum begraben wurde. Wessen Herz über den Tod hinaus eine solche Beachtung findet, muss sehr edelmütig gewesen sein.

Die wissenschaftliche Leistung des Forschers und gleichermaßen sein Lebensweg von seiner frühesten Jugend bis zu seinem einsamen Tod in Zentralafrika waren ein Weg von seltener Geradlinigkeit. Bei seinen herausragenden Leistungen ist es nicht verwunderlich, dass Livingstones sterbliche Hülle in der Westminster-Abtei in London beigesetzt worden ist. Er ruht im Pantheon des britischen Reiches an der Seite von Königen. Eine derartige Auszeichnung wurde bislang außer Kolumbus keinem Entdecker zuteil, der in Sevilla an der Seite von Königen ruht.

Der Forscher entstammte einer alten Bauernfamilie, sein Vater war Teekrämer. David besaß trotz seiner Herkunft oder vielleicht gerade deshalb einen großen Lesehunger und eine ebensolch große Lernbegier. Schon im Alter von zehn Jahren arbeitete er in einer Fabrik und kaufte sich von einem Teil seines Wochenverdienstes ein Lehrbuch der lateinischen Sprache. Er besuchte nach seiner Arbeit die Feierabendschule und studierte zuhause nach Schulschluss weiter. In dieser Zeit reifte sein Entschluss Missionar zu werden. Im Sommer arbeitete er in den Folgejahren weiter in der Fabrik und im Winter belegte er Vorlesungen an der Universität Glasgow über Medizin und Theologie. Seine Studien wurden seitens der Missionsgesellschaft unterstützt, die er schließlich mit einer Arbeit über die Anwendung des Stethoskops abschloss.

Er lernte den Missionar Moffat kennen, verbrachte auf dessen südafrikanischer Station die nächsten Jahre, zuerst als Missionar und später als Arzt. In seiner Freizeit lernte er die Eingeborenendialekte kennen und widmete sich wissenschaftlichen Studien. Dann heiratete er die Tochter Moffats und zog man Tschowane. Dort ließ er sich beim Bahuena- Häuptling Setschele nieder und verlegte 1847 aufgrund einer Dürreperiode seine Station ins westliche Betschunenland.

Im vorliegenden beschreibt David Livingstone sehr packend drei Entdeckungsreisen, die ihn von der Kalahari zu den Victoria-Fällen führten. Während dieser Reisen war ihm seine missionarische Aufgabe stets voll bewusst. Er entdeckte gemeinsam mit der Reisegesellschaft den Ngami-See und trat 1852 jene große Reise an, die den Hauptinhalt des Buches ausmacht. Er wollte zunächst den Lauf des Sambesi näher erforschen, zeitgleich einen geeigneten Weg von den Wohngebieten der Makololo zu der Westküste finden, um auf diese Weise die Missionarsarbeit zu erleichtern. Der Forscher ging von Kapstadt aus nordwärts nach Linyanti, von dort nach Sambesi und Kongo, ging dann zum Dilolo-See und erreichte nach großen Strapazen 1854 die portugiesische Niederlassung Laonda an der Atlantikküste. 1855 entdeckte er auf einer weiteren Reise die großen Wasserfälle von Sambesi, die er nach seiner Königin Victoria-Fälle benannte. Mit seiner Rückkehr in seine Heimat schließt er dieses Buch ab.

Bei der vorliegenden Ausgabe handelt es sich um den etwas gekürzten Text der ersten deutschen Übersetzung von 1858.

 Empfehlenswert.

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Rezension Peter J. König: T Ö R N F Ü H R E R - Jan Werner -H O L L A N D -Das Ijsselmeer und die nördlichen Provinzen

Worum es sich bei diesem Buch handelt, wird schon durch die Überschriften eindeutig klar. Wir haben es hier mit einem Törnführer zu tun, für alle Landratten, also mit einer ausgearbeiteten Route mit einem Boot, die dem Nichtkundigen die Gewässer, aber auch Häfen, Ankerplätze, Schleusen und alles Sonstige erklärt, was man wissen muss, wenn man mit einem “Kahn“ unterwegs ist. Der Autor Jan Werner, ein sehr erfahrener Skipper hat sich hier das Ijsselmeer und die nördlichen Provinzen Hollands vorgenommen. Es gibt kaum ein Land auf dem Globus, das sich besser eignet mit dem Schiff kennen zu lernen, wie die Niederlande. Wasser ist das prägende Element der verschiedenen Provinzen, das Boot das einzig wahre Fortbewegungsmittel, um mit der nötigen Gelassenheit, die Schönheit der einzigartigen Landschaft, aber auch die idyllischen, friesischen Städtchen und Dörfer in sich auf zu nehmen.

Der große Vorteil dieses Führers besteht darin, dass Jan Werner alle Informationen aus eigener Erfahrung wiedergeben kann. Alle Routen hat er selbst erkundet, viele Tipps sind nur durch das eigene Erleben zustande gekommen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass alle nautischen Besonderheiten, die in Holland gegeben sind, dem interessierten Leser für seinen Törn in diesen Gewässern fachkundig nahe gebracht werden. Deshalb ist dieses Buch besonders geeignet zu einer professionellen Vorbereitung, zumal der Autor schon oftmals diese Reviere befahren hat. 

Um auch einen ersten visuellen Eindruck zu vermitteln, gibt es 85 Farbfotos, die die ganze Schönheit vom Ijsselmeer und den angrenzenden Ländereien Noord-Hollands zeigen. 70 Übersichts- und Hafenpläne ergänzen die Informationsfülle. Das Buch ist in drei Hauptteile gegliedert, die ich hier anführen möchte: 
Das Ijsselmeer 
Die nördlichen Provinzen 
Nautisches Holland-Lexikon 

Jeder Hauptteil ist in viele einzelne Unterabteilungen untergliedert. Dort bespricht der Autor sehr verständlich und anschaulich alles Wissenswerte und Notwendige. Wenn der begeisterte Wassersportler oder Bootsliebhaber eine Reise in dieses Gebiet der Niederlande planen sollte, wird er durch diesen Törnführer von Jan Werner aus dem Delius-Klasing-Verlag bestens beraten. Einem grandiosen Erlebnis sollte danach nichts mehr im Wege stehen, denn das Buch war die perfekte Vorbereitung. 

Empfehlenswert

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Rezension:50 traumhafte Skitouren über die Ostalpengipfel (Broschiert)

Die Autoren des reich bebilderten Buches sind die skisportbegeisterten Akademiker Peter Keill, Benno Keill und Markus Stadler. Unter der Mitarbeit von Ludwig Binder, Anian Keill, Heinrich Lechner, Günter Müller, Christoph Schnurr und Michael Stacheder haben die drei Autoren "Überschreitungen in Pulver und Firn" auf den Weg gebracht. Vorgestellt werden 50 traumhafte Skitouren in den Ostalpen.

Die routinierten Skifahrer möchten einerseits attraktive Touren anbieten, andererseits aber soll der Aufwand, zum Ausgangspunkt zurückzukommen nicht groß sein und man soll idealerweise sogar direkt am Ausgangspunkt wieder mit Ski ankommen.

In der Einleitung erfährt man zunächst Allgemeines zu Routen, Routenskizzen und Karten, zu Hütten und zur Lawinengefahr. Anschließend werden die Klassifikationen aufgelistet und das in Bezug auf Kondition, Technikanspruch, alpinistischer Anspruch und Abfahrt. Die Websites für Lawinenwarndienste sind für die Leser nach der Lektüre auch kein Geheimnis mehr.

Die Touren werden jeweils ausführlich beschrieben, zudem gibt es immer Infos zur Höhenlage der Tour, zur Region, zum Talort, zum Ausgangspunkt, zur Anfahrt, zu den Übernachtungsmöglichkeiten, zur Seilbahn, zum Aufstieg gesamt, zur Abfahrt 1 und 2, zum Ziel, zur Karte und zur beste Zeit.

Neben imposanten Bildern werden auch Kartenausschnitte präsentiert

Zur Sprache kommen Skitouren im Tennengebirge, am Gamsgogel, am Geigelstein, am Hohen Riffler und am Silvrettahorn, um nur einige zu nennen.

Ein sehr informatives Buch, das ich gerne empfehle.

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