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Rezension: Bodensee / Reisen kennt kein Alter- Dr. Patrick Brauns Callwey


Der Autor dieses Reiseführers, der einen neuen Blickwinkel auf den Bodensee verspricht, ist der Journalist und Texter Dr. Patrick Brauns. Im Rahmen von acht Kapiteln kann man sich in diese bemerkenswerte Gegend vertiefen. Jedem Kapitel ist ein Interview mit einer oder mehreren  namhaften Persönlichkeiten  beigefügt, die sich als Experten der Region im Gespräch outen.

Zunächst erfährt man Wissenswertes über die fokussierte Gegend, so etwa über das Klima, die Sprache, die Währung, den Verkehr, auch über den Genuss. Ein  hilfreicher Kulturkalender wurde auch mit eingebunden, bevor es dann zur Sache geht. 

Zu Anfang lernt man die Konzilstadt Konstanz kennen. In einer Ausschnittskarte sind alle Punkte eingetragen, die dann textlich näher erläutert werden.  So wird dann Kapitel für Kapitel vorgegangen. Eindrucksvolle Fotos vervollständigen die textlichen Ausführungen. Kultur und Sehenswertes lernt man kennen, erfährt auch, wo man gut essen und trinken kann, wird mit der Blumeninsel Mainau vertraut gemacht und lernt zudem eine kleine Auswahl von Alleinstellungsmerkmalen von Konstanz kennen. 

Anschließend werden Radolfzell, Singen und Überlingen vorgestellt, auch hier werden wieder Sehenswertes, Essen, Trinken etc. angesprochen. Zwei Interviews von Insidern runden  dieses Kapitel ab. Weiter geht es dann mit Friedrichshafen und Ravensburg. Hier ist das Interview mit Franz Schwarzbauer sehr lesenswert, denn er war lange Jahre in Meersburg und in Ravensburg als Kulturamtsleiter tätig. So erfährt man hier u.a., was Ravensburg kulturell vor anderen Städten der Region auszeichnet und wie diese Stadt zu dem architektonisch bemerkenswerten Kunstmuseum gekommen ist. 

Spannend auch ist das Interview mit Prof. Dr. Peter Berthold, dem ehemaligen Direktor der Vogelwarte Radolfzell. 

Lindau und Bregenz werden danach thematisiert. Interessant scheint das Buchcafé Augustin in Lindau zu sein, das wie ein großes altmodisch möbliertes Wohnzimmer mit raumhohen Bücherregalen aussehen soll, dabei aber mit dem vollen Angebot eines Cafés, ohne dass es auf die Kosten der Bücherauswahl geht. 

Neugierig macht die Hauptstadt der Ostschweiz, sprich St. Gallen mit ihren vielen Museen und Kultureinrichtungen, aber auch die Obersee- und die Unterseerundfahrt sowie die Ostschweizrundfahrt. 

Natürlich sollte man auch die Insel Reichenau und Schaffhausen gesehen haben, was es dort und anderenorts zu bestaunen gibt, wird im Buch sehr gut beschrieben.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: City Guide TEL AVIV Jerusalem-Callwey



In diesem bemerkenswerten Lufthansa- City-Guide liest man zunächst wie man vom Flughafen nach Tel Aviv gelangt, dass das Lieblingsfortbewegungsmittel in dieser Stadt das Fahrrad sei und denkt spontan an die Universitätsstadt Münster in Westfalen.

Neben zahlreichen Facts erfährt man in der Einleitung bereits, was man  in Tel Aviv mit Kindern unternehmen kann und welche Dinge man hier und in  in Jerusalem tun sollte. Events und Termine werden thematisiert, dann werden Filme, Serien und Bücher vorgestellt, in denen Israel eine Rolle spielt; weiter geht es mit einem interessanten Interview und zwar mit der Schauspielerin Iris Berben.

Insgesamt zehn Interviews im Buch mit namhaften Persönlichkeiten, die Tel Aviv und Jerusalem gut kennen, bringen dem Leser diese Städte sehr nahe. Bei den Personen handelt es sich um die schon genannte Iris Berben, um die NENI-Chefin Haya Molcho & ihre Söhne, den Krimi-Autor Dror Mishani, die Designerin Michael Hidas, die Filmproduzentin Dr. Alice Brauner, den Popstar Asaf Avidan, die Bestsellerautorin Nicole Krauss, den Masarati Manager Amaury la Fonta und um die Schriftstellerin Zeruya Shalev.

Neben den erhellenden Interviews werden 7 Touren präsentiert. Jeder Tour geht ein Kartenausschnitt voraus, damit man die während der Touren besprochenen Orte auch leicht findet. Die erste Tour führt nach Jaffa. Dieser Ort liegt im Süden von Tel Aviv und besticht durch seine pittoreske Altstadt, die Hafenpromenade, die hübschen restaurierten Steinhäuser, aber auch durch einen der ältesten Häfen der Welt.

Vorgestellt wird der Osmanische Glockenturm und der berühmte Flohmarkt. Man wird mit Adressen für gutes Essen und Trinken vertraut gemacht, erfährt auch wo man Einkaufen kann und wo man mit Kunst und Kultur in Berührung kommt. Zudem werden Übernachtungsmöglichkeiten angeboten und es gibt fernerhin tolle Extratipps als auch Insider-Tipps der Lufthansa-Crew, sprachlich auf den Punkt gebracht von Marianne von Waldenfels, der Autorin dieses Buches.

Genau wie bei der Tour mit dem Titel "Jaffa" wird bei den sechs anderen Touren verfahren. So etwa bei Neve Tzedek, dem winzigen Gründungsstadtteil von Tel Aviv und auch bei der Tour 6 und 7,  die die Leser nach Jerusalem führen. Diese Stadt mit einem arabischen, armenischen, einem christlichen und einem jüdischen Viertel bietet viele Sehenswürdigkeiten, über die man im Buch Näheres erfährt. Dass Jerusalem kulinarisch interessant ist, wird spätestens nach der Lektüre dieses  Reiseführers klar. Der Extratipp, den man nicht überlesen sollte, ist der Hinweis auf Yad Vashem. Dies ist Israels Gedenkstätte für die sechs Millionen Opfer des Holocaust. Sich dort hinzubegeben, ist eine moralische Pflicht.

Alles in allem ein sehr informativer Reiseführer, der Reiselust aufkommen lässt. Vielleicht ergibt sich ja in Nach-Coronazeiten eine Chance, all die beschriebenen Orte aufzusuchen.

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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