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Rezensionen:Highlights Vietnam: Die 50 Ziele, die Sie gesehen haben sollten (Gebundene Ausgabe)

Bernd Schiller und Hans Zaglitsch stellen in diesem reich bebilderten Buch die Highlights von Vietnam vor. Dieses Land möchte ich gerne einmal bereisen, weil es wirklich wunderschön ist, wie die Fotos dokumentieren.

Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Ausstellung in Darmstadt, die Bilder aus dem Vietnamkrieg zeigte und dort das unendliche Leid der Bevölkerung. Das war 1972.

Wie schön nun zu sehen, dass die von je her offenen und freundlichen Vietnamesen dort wieder in Frieden leben können und trotz der furchtbaren Vergangenheit uns alle gerne als Gäste empfangen.

In diesem Land boomt der Tourismus liest man gleich zu Beginn, hat Gelegenheit sich zunächst in eine Karte zu vertiefen und die einzelnen im Buch beschriebenen Regionen geographisch einzuordnen.

Untergliedert ist das Buch in:
Hanoi
Nordvietnam
Zentralvietnam
Der Süden und Saigon
Mekong-Delta und Inseln.

Hanoi wird als eine Stadt beschrieben, die durch ihre Vielfalt besticht, durch ein Nebeneinander von alter Kultur und neuer Welt experimentierfreudiger Künstler und Galerien. Man liest über die "Van-Mieu-Pagode", die als "Literaturtempel" berühmt wurde und zum Weltkulturerbe gezählt wird. Sie erinnert an die bereits 1070 gegründete Universität und wird seitdem als Schatzkammer für die Wertvorstellungen des großen chinesischen Gelehrten Konfuzius "hoch und heilig" gehalten.

Die Reste der Zitadelle von Thang Long wurden 2010 zum Weltkulturerbe ernannt. Darüber, aber auch über die Ein-Säulen-Pagode "Chu Mot Cot" und über das französische Hanoi, der Oper, der Grandhotels und des Savoir-Vivre wird man sehr gut unterrichtet. Es sind aber noch viele weitere Informationen, die man im Hinblick auf diese wirklich schöne Stadt erhält. Alle Infos werden von überzeugenden Fotos begleitet und machen neugierig auf diese Stadt.

Es folgen sehr gute Beschreibungen zur Halong-Bucht, zu Kenh Ga, einem schwimmenden Dorf und heißen Quellen in Nordvietnam, auch zu Haiphong und dem Golf von Tonging, dem Bergland Nordvietnams sowie vielem Sehenswerten mehr.

In Zentralvietnam soll die schönste Stadt des Landes liegen: Hoi An ist eine Touristenhochburg mit UNESCO-Prädikat, aber nicht nur sie, sondern auch My Lai sollte man besuchen, hier nämlich wurden 500 unschuldige und unbewaffnete Dorfbewohner- Alte, Frauen, Kinder, Säuglinge am 16 März 1968 von US-Soldaten brutal ermordet.

All die Gräueltaten sollten nicht weggeschoben werden, wenn man dich mit den Schönheiten Vietnams befasst.

Ich staune über die gezeigten Nationalparks, die Pagoden, die liebevollen Gesichter und bin besonders begeistert von Saigon sowie von Tay Ninh, dem heiligen Zentrum der Cao Dai, einen Tagesausflug südlich von dieser Stadt.

Beeindruckt auch hat mich das Kapitel über das Mekong- Delta und gefallen haben mir die Sonderinformationen, die an den Seitenrändern geliefert werden.

Ein tolles Buch, das ich nicht nur Reiselustigen gerne empfehle.

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Rezension: Island

Mit Island assoziiert der eine Mama und Papa, andere eine geheimnisvolle Landschaft und ich assozierte bislang damit einen wunderschönen Reisebegleiter und dessen spannende Erzählungen über sein Geburtsland.:-))

Bevor ich als junge Studentin in den Semesterferien in Andalusien den isländischen Studenten Elias kennenlernte und mit ihm spontan drei Wochen hindurch vergnügt durch Andalusien trampte, assoziierte ich Island allerdings mit "Brunhild", der Gattin des Nibelungen Gunthers, die diesen, als er mit ihr beischlafen wollte, an die Wand tackern oder an einen Kleiderbügel gefesselt im Wormser Schlafgemach an die Tür hängen ließ..., ich weiß es nicht mehr genau. Der Grund ist jedenfalls klar: Gunther entsprach nicht ihren ästhetischen Vorstellungen. Falls die Männer in Island, dem Herkunftsland Brunhilds, alle so blendend aussahen, wie mein  Reisebegleiter in Andalusien, verstehe ich, weshalb sie unpässlich auf Gunther reagierte. Dieser soll angeblich ein bordeauxrot gewandter, zeternder Gnom gewesen sein, eine Art Giftzwerg demnach..

Kurzzum, Elias berichtete mir in Andalusien drei Wochen hindurch von Island und seit damals vermischen sich Bilder, die an sich nicht zusammengehören vor meinem geistigen Auge. Island und Andalusien sind gewissermaßen eins geworden. Das darf natürlich nicht sein.

Durch den vorliegenden Bildband des französischen National Geographic Fotografen Oliver Grunewald habe ich mir endlich Klarheit verschafft. Nun sind alle Bilder wieder am rechten Ort. Island allerdings erscheint mir noch schöner als ich es mir bislang vorgestellt habe. Island ist so schön wie Elias, einer der schönsten Männer, die mir in meinem bisherigen Leben begegnet sind.

Das Buch, das primär aus Fotos von dieser Insel besteht, beginnt mit einer knappen, hochinformativen Einleitung. Hier auch erfährt man, dass diese Insel am nördlichen Polarkreis vor 25 Millionen Jahren entstand.
Die der Einleitung folgenden Bilder sind in die Kapitel: Eis, Eruptionen, Vulkane, Geysire, Wasser Erosionen untergliedert. Diesen Bildkapiteln folgt ein abschließendes Textkapitel mit dem Titel "Die Seele Islands".

Beeindruckt hat mich gleich zu Beginn ein Foto, das kleine Eisklumpen und Eisberge zeigt, die angeblich leise klingend unter dem kalten Licht des Vollmonds auf dem Wasser treiben. Im Hintergrund sieht man das fluoreszierende Polarlicht am Horizont.

Alle Bilder im Buch werden übrigens kurz und dabei sehr gut von Bernadette Gilbertas beschrieben.
Ich habe mich in jedes einzelne Bild geradezu verliebt, in die Eisschollen, das Polarlicht, in die Solfatorenfelder, hauptsächlich aber in das Foto, wo sich das aus dem Vulkan Eyafjallajökull strömende Lava über einen Abhang ergießt und ihn dabei von seiner Eisdecke befreit. Dieses Bild strahlt Erotik pur aus. (Vielleicht lag ich mit meiner andalusisch-isländischen Kopfkinomelange gar nicht so verkehrt). Die dann folgenden Eruptionen sind atemberaubend: Eis und Feuer vor der grün erleuchteten Polarnacht. In solchen Nächten werden Halbgötter gezeugt und die leben dann auf der Insel.:-))
Es führt zu weit, die einzelnen Bilder zu beschreiben.

Die Erde ist auf dieser Insel noch nicht zur Ruhe gekommen. Es blubbert und dampft überall. Das finde ich aufregend. Wunderschön sind die vielen Wasserfälle, aber auch die ausgehöhlten Felswände. Einfach alles. Auf den Bildern findet man keine Menschen. Man vermisst sie nicht, vermutet, dass sie Tarnkappen aufhaben, wie einst Siegfried, der auf diese Weise Brünhild in Island beim Kampf besiegte. Es war eine klitzekleine Schlacht aber kein Endsieg:-)). Ich vermute die Isländer haben aus dieser vorübergehenden Niederlage ihre Konsequenzen gezogen. Das war sicher nicht dumm von ihnen. Doch wer die Geschichte von Siegfried kennt, weiß, dass ihn seine Handlung teuer zu stehen kam. Hagen machte ihn im Odenwald im Auftrag der Isländerin zu Hackfleisch. Was hat ihm nun sein kurzfristiger Sieg gebracht? Er konnte das gute Odenwälder Quellwasser nicht länger genießen. Pech für ihn.

In Bernadette Gilbertas Ausführungen über die Seele Islands erfährt man Wissenswertes über diese Insel. Erwarten Sie hier bitte keinen poetischen Text. Es sind Fakten, die vermittelt werden. Auch die Ausführungen einer Autorin, eines Fischers, eines Gletscherführers, eines Reisebüroleiters, zweier Landwirte, eines Geophysikers, Alpinisten, Autors und Fernsehmoderators sind faktischer Natur. Nur die Malerin bekundet Poesie und diese fügt sich so wunderbar in die Landschaft, genauer in die Bilderwelt ein, die an die Anfänge der Erde erinnern.

Ein gelungenes Buch.

Empfehlenswert.

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Rezension:Sizilien: Kunst und Kultur (Gebundene Ausgabe)

"Wir fuhren die Straßen hinauf, wo das Lava, welche 1669 einen großen Teil dieser Stadt zerstörte, noch bis auf unsere Tage sichtbar blieb." (Goethe, S. 78)

Herbert Hartmann und Christoph Wetzel haben dieses reich bebilderte Buch auf den Weg gebracht, das sich mit der Kunst und Kultur von Sizilien auseinandersetzt.
Das Buch ist in sechs Kapitel untergliedert. Dabei handelt es sich um:

Die ionische Küste

Griechen, Punier und Araber

Normanen, Staufer und Spanier

Wege durch die Insel

Der Inselbogen

Schauplatz Sizilien

Im Vorwort erhält man bereits eine Idee davon, wie vielschichtig man Sizilien betrachten kann. Man liest in der Folge von historisch Wissenswertem über die ionische Küste und was sich dort zugetragen hat. Orte wie Messina und Catania kommen zur Sprache und man erfährt, dass in der zuletzt genannten Stadt der Opernkomponist Bellini und der Schriftsteller Vega geboren worden sind.


Man erfährt aber auch, dass Goethe sich vier Jahre nach dem Erdbeben von Messina, der letzten Station seiner in Palermo begonnenen Sizilienreise, in dieser Stadt aufhielt und liest Näheres zu dessen Aufenthalt dort. Liest des Weiteren von anderen Zeiten, nämlich jenen der Staufer im Hinblick auf das quadratische Castello Ursini von Catania und hat Gelegenheit sich alsdann mit der Welt der Mythen zu befassen, die sich dieser Insel als Orte des Geschehens bemächtigten.

Beeindruckende Bilder von Messina haben mich lange gefangen genommen, auch das antike Theater von Taormina und Ansichten von Catania. Dann las ich erneut Eindrücke von Goethe am Ostermorgen des Jahres 1787, wo er die Insel in Feststimmung erlebt.

Ausfühlich wird man über die Griechen, die Punier und die Araber unterrichtet, die alle auf der Insel ihren kulturellen Einfluss geltend machten. Das griechische Theater in Syrakus mag der ein oder andere bereits besucht haben, doch wem ist die phönizische Handelsstation "Mazara der Vallo" bekannt?

Am meisten angetan bin ich von den Zeiten als die Normannen, Staufer und Spanier das Inselgeschehen beeinflusst haben. Man erfährt nicht zuletzt Näheres über die normannisch-sizilische Baukunst und den Hof Friedrichs II. , der sich als die Verkörperung des Rechts auf Erden begriff.

Wunderbare Bilder von Palermo erwarten den Betrachter und man hat Gelegenheit sich in einem mehrseitigen Text mit dem Thema Goethe und Sizilien zu befassen. Der Dichter schreibt am 5.Mai: "Wir rückten dem roten Berg näher, ich stieg hinauf: er ist ganz aus rotem vulkanischen Grus, Asche und Steinen zusammengehäuft.", (Zitat: S.79).

Den Ätna kann man auf einem Foto bewundern und immer wieder die Landschaft in sich aufnehmen, die so facettenreich ist. Doch man wird auch über die Künstler in Sizilien informiert und darf sich eines Bildes des Strómboli (vorgelagertes Inselchen erfreuen und hier den weithin sichtbaren Eruptionen- heute in Intervallen von20 Minuten bis zu einer Stunde- , die schon den Seefahrern im Altertum als natürliches Leuchtfeuer dienten.

Die kulinarischen Besonderheiten Sizilien werden thematisiert, bevor man sich in einen mehrseitigen historischen Abriss der Geschichte vertiefen kann und dort auch über Literatur, Oper und Film informiert wird, wobei natürlich di Lampedusas "Il Gattopardo" nicht vergessen wird.

Zum Schluss hat man Gelegenheit sich in eine Landkarte zu vertiefen, die dem Betrachter Sizilien zeigt. Interessant sind für mich auch die vielen kleinen vorgelagerten Inselchen, die mir mal wieder verdeutlichen, das ein Blick auf die Karte blitzschnell Kopfgeburten aus dem Weg zu räumen vermag.

Menschen, die diese Insel bereisen dürfen, können sich glücklich schätzen. Das macht das Buch deutlich.
Empfehlenswert.

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Rezension:Andalusien: Maurische Pracht in Spaniens Süden (Gebundene Ausgabe)

Dieser traumhafte Bildband von Rolf Leger stellt sowohl textlich als auch fotografisch Andalusien, die maurische Pracht in Spaniens Süden vor. Gleich vorab möchte hervorheben, das die wunderschönen fotografischen Impressionen mich dazu veranlassten, mich zunächst erst einmal in die Bilder zu vertiefen, bevor ich mich mit den diese begleitenden eloquenten Texte auseinandergesetzt habe.

Während des Betrachtens und Lesens habe ich Segovia gehört, den ich vor einiger Zeit auf dieser Plattform auch rezensiert habe. Die Landschaftsaufnahmen gleich zu Beginn des Buches hielten mich lange gefangen, speziell ein doppelseitiges Foto, das Zahara de la Sierra, eines der berühmten weißen Dörfer um Ronda zeigt, das von einer sehr beeindruckenden Landschaft umgeben ist.

Zunächst wird man textlich mit Spaniens Außenbild konfrontiert, liest hier auch bereits historisch Wissenswertes, bevor es dann zur Sache geht. Andalusien liegt kulturhistorisch betrachtet an einen Kreuzpunkt kaum zu überschätzender weltgeschichtlicher Bedeutung. Weshalb das so ist, wird im Buch ausführlich erläutert. Auch liest man davon, dass die fokussierte Region topografisch eine klare Dreiteilung besitzt. Diese wird genau definiert und dann näher textlich beleuchtet. Anschließend folgt ein historischer Abriss, der, was uns an anbelangt, bei dem Cro-Magnon-Menschen seinen Anfang nimmt. Man liest Näheres zur geheimnisvollen Megalithzeit, zu den Phönikern und Puniern, den Zeiten römischen Einflusses und schließlich von der Geburt der spanischen Nation.

Ausführlich wird dann über die nichtchristliche Zivilisation auf europäischem Boden berichtet, die im Jahre 711 begann. Informiert wird man auch über das Kalifat von Cordoba und auch über die architektonischen Wunderwerke dort. Dabei handelt es sich um eine der ältesten Moscheen der gesamten islamischen Welt "die Mezquita" und ferner um den Kalifenpalast von Medina Azhara. Zur Sprache gebracht wird in diesem Zusammenhang eine eigenständige Kunst in Al- Andalus, die an Beispielen sehr gut nachvollzogen werden kann. Beeindruckend sind die Innen- und Außenaufnahmen der Mezquita. Das Bild der Arkaden ist sicher vielen bekannt, weil es beinahe einem Wahrzeichen von Andalusien gleichkommt.

Über Taifa-Könige, Almoraviden und Almohaden wird man aufgeklärt und hat die Chance erneut in Bilderwelten einzutauchen, so etwa in Motive aus Sevilla und Malaga, bevor man sich mit Granada und der Alhambra befassen kann. Die Alhambra wird nicht nur anhand eines Schaubildes erläutert, sondern auch textlich umfangreich erklärt und zwar untergliedert in Alcazaba, Patio de Machua, Mexuar und Cuarto Dorado, Palacio de Comares, Palacio de Leones, Banos Reales, Patio de la Daraxa, Jardines del Partal und El Generalife.

Es folgen Fotos von glaublicher Schönheit, die der Alhambra vielschichtig huldigen, dann erst liest man von der Neuzeit und den "Katholischen Königen", die das Ende des islamischen Königreichs in Andalusien herbeiführten, lernt die Reconquista-Architektur alsdann kennen, aber auch in der Folge die Geburt des Barock und ist wie verzaubert von dieser besonderen Region Spaniens, die ich bislang nur einmal in sehr jungen Jahren Gelegenheit hatte, persönlich kennenzulernen, leider in der glutheißen Julisonne. Dennoch sind die Eindrücke unvergesslich und wurden durch dieses Buch mehr als nur ein wenig aufgefrischt.
Empfehlenswert, für kulturhistorisch interessierte Leser und solche, die es werden wollen.

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Rezension:Wolfram Siebeck isst unterwegs: Kulinarische Abenteuer (Gebundene Ausgabe)

Der Autor, Restaurantkritiker und kulinarische Kolumnist Wolfram Siebeck hat wieder einmal ein kurzweiliges Buch vorgelegt, in dem er den Leser mit spannenden Reisebeschreibungen unterhält, die natürlich immer auch lukullische Facetten haben.

Siebeck bekennt gleich zu Beginn, dass er in den letzten Jahrzehnten viel gereist sei und kommt zu dem selbstironisierenden Ergebnis, dass Reisen, die wegen kulinarischen Erlebnissen angetreten werden, arm und dick machen.

Ganz so arm, wie Siebeck vorgibt es zu sein, ist er aber nicht, denn immerhin residiert er auf Burg Mahlberg in der Ortenau. Ein wenig Hüftgold kann man ihm seit einigen Jahren allerdings nicht absprechen. Dieses macht diesen älteren Herren jedoch noch attraktiver als er es ohnehin immer war. Siebeck kokettiert offenbar gerne. Das ist amüsant.


Mit viel Interesse habe ich von Siebecks frühen kulinarischen Erfahrungen in Frankreich gelesen und wie der Maler Max Ernst ihn in Paris zur Kasse gebeten hat. Die Speisen im "Voltaire", auch die Weine scheinen exzellent gewesen zu sein. Immerhin. Siebeck weiß, was einen Gentleman wirklich ausmacht, nämlich ohne mit der Wimper zu zucken zu zahlen und erst Jahrzehnte später auf der Parkbank für jeden hörbar, allerdings witzelnd zu miauen, (grins).


Der Gentleman erzählt von Reiseerlebnissen in Wien, Prag, Monte Carlo, Istanbul, Granada, Tokio, Moskau und vielen anderen Reisezielen mehr. Alle Erlebnisse sind spannend zu Papier gebracht, auch die Erlebnisse, die er in Island hatte. In Reykjavik sollen die besten Restaurants in Hotels untergebracht sein und die Bürger dieser Metropole sollen gerne ausgehen und Konsum zu schätzen wissen. Siebeck berichtet von seinen lukullischen Erfahrungen auch dort und dass für ihn das gepfefferte Walsteak enttäuschend war, weil es auch vom Esel hätte gewesen sein können, so dünn und zäh wie es war, (vgl.: S.105).


Ich möchte nicht zu viel von den Reiseerlebnissen verraten, um das Lesevergnügen nicht zu mindern, jedoch noch kurz erwähnen, dass Siebecks Bericht über ein "Luft-Menu" mir besonders gut gefallen hat.


Siebecks Geschichten machen stets deutlich, dass hier ein hochgebildeter, weltgewandter Mann schreibt, der immer auch über Literatur und Kunst etwas Kluges zu sagen weiß und damit dokumentiert, dass seine Konversation bei Tisch über den Tellerrand weit hinausreicht. Mit ihm zu speisen, muss ein Vergnügen sein.

Empfehlenswert.

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Rezension:Trends und Lifestyle Freiburg und Umgebung (Gebundene Ausgabe)

Die Autorin Sigrid Hofmaier und der Fotograf Andreas Gerhard stellen in diesem Buch die badische Universitätsstadt und den Breisgau unter mittelständischen Gesichtspunkten vor. Dabei ist das reich bebilderte Buch in folgende Kapitel untergliedert:

-Kultur mit Bodenhaftung- Freiburg hat, was alle suchen

-Perfekter Dienst und beste Leistung- Nachhaltigkeit in und um Green City

-Lebensart an der Dreisam- Entdeckungen mit Charme und Charakter

-Alles nah, alles da- Regionalität ist Trumpf

-Am Schauinsland- Unterwegs am Freiburger Hausberg

-Alles auf einen Blick
Freiburg und dessen Umgebung habe ich schon vielmals besucht, insofern sind die touristischen Beschreibungen im Buch für mich kein Neuland. Neu für mich sind die Infos zu mittelständischen Betrieben, die für Touristen durchaus lesenswert sind, speziell, wenn man die Städtereise auch zum Shoppen nutzen möchte.

Nachdem man zunächst ein wenig über die Geschichte Freiburgs aufgeklärt wird und hier auch erfährt, dass die Albert-Ludwigs-Universität im Jahre 1457 gegründet worden ist und heute 140 Studiengänge in Gebäuden, die eine Fläche von 437 000 Quadratmetern einnehmen, belegt werden können, erfährt man mehr über die Kunst- und Musikszene und hat Gelegenheit nicht nur das Münster, sondern auch ein historisches Kaufhaus, das Colombi-Schlössle und andere Sehenswürdigkeiten mehr in Augenschein zu nehmen.

Besonders lesenswert finde ich den Beitrag über den "Freiburger Münsterbauverein", der einen eigenen Steinmetzbetrieb betreibt, die so genannte Münsterbauhütte. Im dort in der alten Münsterbauhütte beherbergten Münsterladen kann man sich mit Literatur versorgen und Originalsteine sowie Modelle des Bauwerks etc. erwerben.

Bei meinem letzten Besuch in Freiburg saß ich lange in einem sehr netten Weinlokal direkt am Münster, trank dort sehr guten Wein, erfreute mich des regen Marktlebens und unterhielt mich mit Freiburgern, die dort nach ihren Markteinkäufen ebenfalls ihren Wein tranken. Natürlich bin ich überaus begeistert nun mehr über die "Alte Wache- Haus der badischen Weine" zu erfahren, u.a. auch, dass dieses Haus mittlerweile 39 Gesellschafter zählt und man aus über 100 Wein- und Sektsorten der Anbaugebiete Kaiserstuhl, Tuniberg, Markgräflerland, Breisgau und Ortenau als Gast wählen kann, freundlich beraten wird, die edlen Tropfen im Ausschank probieren und mit nach Hause nehmen kann. Das kann ich soweit bestätigen und auch, dass die Fotos nicht übertreiben. Es ist wirklich so schön, wie auf den Fotos dargestellt und die Weine sind tatsächlich bestens.

Ich kann an dieser Stelle natürlich nicht über alle Geschäfte, die im Buch zur Sprache kommen, schreiben, denn das würde den Rahmen einer Rezension sprengen. Hinweisen möchte ich auf die "Galerie pro arte", aber auch auf das "Stiftungsweingut Freiburg", das ich bislang nicht kannte, das aber seit 1298 dem Wohl der Bürger verpflichtet ist.

Informiert wird man über das Industrie- und auch über das Gewerbegebiet der Stadt, bevor man einen Modeladen, ein Friseurgeschäft, ein Lichtstudio, eine Möbelwerkstatt, einen Blumenladen und auch verschiedene Restaurants kennenlernt.

Es führt zu weit auf diese Betriebe, wie auch die dann folgenden näher einzugehen. Stets sind die Hinweise ausführlich beschrieben und man hat nach der Lektüre eine Vorstellung davon, was man von den einzelnen Geschäften zu halten hat. Freiburg verzeichnet über 1 Million Übernachtungen im Jahr. Der Tourismus boomt. 30 % der Bevölkerung nutzen das Fahrrad und der Fahrradnetzweg ist 400 km lang. Seit 2010 darf sich Freiburg die Bundeshauptstadt im Klimaschutz nennen. Weshalb diese Stadt auch "Green City" genannt wird, erfährt man auf den Seiten 88-89.

Gut informiert wird man auch über die Früchte des täglichen Marktes rund um das Münster, auch über die Stadtteilmärkte im Gründerzeitviertel Wiehre und im Quartier Stühlinger und darf sich schöner Fotos vom Wochenmarkt auf dem Münsterplatz erfreuen.

In der Folge erfährt man Näheres zur Winzergenossenschaft Oberbergen. Am Kaiserstuhl mit seiner vulkanischen Landschaft gedeihen bekanntermaßen hervorragende Weine. Hier liest man auch, dass der Begriff "Bassgeige" für Oberbergener Weine auf die Geländeform des Anbaugebietes zurückgeht, was mir bislang übrigens nicht bekannt war.

Einige sehr gute Restaurants im Breisgau werden näher beschrieben und auch die "Kunsthalle Messmer" in Riegel am Kaiserstuhl. Zur Kunsthalle gelangt man durch einen Skulpturengarten. Die "Kunsthalle Messmer" wartet mit zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr auf, wobei ihre Kompetenz in der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst zu finden ist. Alle zwei bis drei Jahre lobt Messmer den internationalen Evard-Preis aus. Es nehmen etwa 600 Künstler daran teil. Der Preis gilt in der konkret-konstruktiven Kunstszene als bedeutend.

Thematisiert wird auch der Freiburger Hausberg und die "Schauinslandbahn der Freiburger Verkehrs AG". Ferner lernt man den Steinbildhauer Martin Wiese und seine Werke näher kennen und immer wieder hübsche Restaurants, die verdeutlichen, dass man sich hier im siebten Himmel befindet. Insofern wundert es mich nicht, dass in Vogtsburg-Burgheim am Kaiserstuhl ein Restaurant und Gästehaus auch so heißt. Das Ambiente des "Siebten Himmels" ist so schön, dass ich mich entschlossen habe, beim nächsten Besuch der Region dort zu wohnen und zu speisen.

Auf den letzten Seiten findet man umfangreiches Adressenmaterial. Nicht uninteressant, wenn man Weine ordern möchte oder aber wie ich demnächst im "Siebten Himmel" zu wohnen gedenke.

Empfehlenswert.
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Rezension:Neuseeland: Im Land der weißen Wolke (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Thomas S. Frank und der Fotograf Clemens Emmler haben dieses reich bebilderte Buch auf den Weg gebracht. Hier lernt man ausführlich die Schönheiten Neuseelands kennen, dessen wichtigste Orte man anhand von vorangestelltem Kartenmaterial zunächst geografisch einzuordnen vermag.

Die Nordinsel wird durch die Themenbereiche der winterlose Norden, der entlegenere Osten, der brodelnde Kern sowie das kulturelle Zentrum abgedeckt und die Südinsel mittels der Themenbereiche sonniger Norden im Süden, Neues im Osten, wilde Westküste und tief im Süden. Zum Ende des Buches kann man sich in einen praktischen Reiseteil einlesen, auf den ich später in meiner Rezension noch zu sprechen komme.

Lobenswert in diesem Buch ist, dass sich der Text- und der Bildteil die Waage halten und man Seite um Seite aufgrund der Bilder auf die begleitenden Texte neugierig gemacht wird.

Man erfährt historisch Wissenswertes aber auch Näheres über die Bewohner, so etwa dass auf 100 Kiwis heute 76 Weiße und 15 Maori kommen und dass Menschen aus Asien die dynamischste ethnischste Gruppe im Land darstellen. Man liest des Weiteren Lehrreiches über die Agrarstruktur und über die Mentalität der Bewohner dort.

Die Hauptstadt Polynesiens wird fokussiert, auch die Reste der Riesenbäume im Norden der Nordinsel und anschließend lernt man alle wichtigen Orte und Regionen beider Inseln näher kennen. Mich fasziniert dabei der brodelnde Kern der Nordinsel am meisten, weil dort Geysire fauchen, Schlammtümpel Kochen, Thermalquellen sprudeln und heiße Wasserlöcher am Siedepunkt dampfen, (vgl.: S.72).

Bemerkenswert auch ist das kulturelle Zentrum der Nordinsel und hier die Stadt Martinborough, auf die der Autor einen nicht grundlos einen Toast ausspricht.

Die Südinsel beeindruckt landschaftlich aufgrund ihrer Lieblichkeit, wobei Marlborough Sounds unumstritten zu den schönsten Küstenlandschaften in ganz Neuseeland zählen sollen. Die Fotos lassen diesbezüglich keine Fragen offen. Ein Traum.
Doch auch die wilde Westküste sollte man sich bei einem Besuch der Inseln ansehen, speziell wenn man ein Liebhaber romantischer Landschaften ist.

Wer sich schnell einen Überblick über die TOP 10 der Insel verschaffen möchte, wird zum Schluss des Buches dahingehend bestens bedient. Die beiden Nationalparks sollte man nicht verabsäumen auszusuchen, wenn man in Neuseeland weilt, sicher allerdings auch auf einschlägigen Festivals und Events tummeln, sofern man Geselligkeit und Einsamkeit im Wechsel schätzt.

Der Zeittafel kann man die wichtigsten historischen Ereignisse der Insel entnehmen, auch gibt es sehr gute Hinweise, wo man übernachten und genießen kann. Eine Reihe weiterer Kurzinfos macht deutlich, dass dieses Buch eine gute Basis für einen geplanten Neuseelandaufenthalt darstellt.

Empfehlenswert.
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Rezension:Luxury Hotels Top of the World Vol. II: 2 (Gebundene Ausgabe)

In diesem Bildband lernt man die besten Luxushotels der Welt kennen. Auf den Leser und Betrachter warten eine Fülle von Fotos mittels derer man sich einen Eindruck von besagten Luxusherbergen beschaffen kann. Preise werden in dem Buch keine genannt, denn es handelt sich nicht um einen Buchungskatalog und auch nicht um einen Hotelführer.

Um Bücher dieser Art wirklich schätzen zu können, muss man frei von Neid sein und das Schöne um seiner selbst willen lieben, ohne danach zu fragen, ob man es für sich in Anspruch nehmen kann.

Exklusive Hotels aufzusuchen, auch dann, wenn man nur eine Tasse Kaffee dort zu sich nimmt, um das Ambiente für eine Weile zu genießen, macht sehr viel Freude. In solchen Hotels einige Tage verwöhnt zu werden, ist natürlich ein wenig wie der Himmel auf Erden. Von solchen Erlebnissen kann man lange zehren. Man sollte sich das von Zeit zu Zeit gönnen. Wirklich kostspielig wird es, wenn man sich dort wochenlang niederlässt, so wie dies einige Popstars und Modezaren angeblich zu tun pflegen. Doch auch diesen Menschen sollte man den Genuss nicht neiden, denn wo viel Licht ist, ist stets viel schmerzhafter Schatten.

An trüben Herbst- und Wintertagen genügt mitunter der Blick in ein solches Buch, um zu besserer Laune zu gelangen und sich vorzustellen an einem dieser Punkte zu sein. In der Fantasie ist bekanntermaßen alles möglich....

Die Hotels sind den jeweiligen Kontinenten zugeordnet. Sie werden im Einzelnen kurz und auch sehr präzise beschrieben und zwar in englischer, deutscher, französischer, spanischer und italienischer Sprache.

In einigen wenigen der beschriebenen Hotel habe ich schon Kaffee getrunken, in anderen gespeist und im "Bayrischen Hof" in München einige Male übernachtet, insofern meine ich, das Buch ein bisschen auch vom Wahrheitsgehalt her beurteilen zu können.

Es ist unmöglich, im Rahmen der Rezension auf alle Hotels einzugehen. "The Savoy" in London soll der Big Ben unter den Luxushotels in dieser Stadt sein. Oscar Wilde und George Bernhard Shaw hielten sich hier einst bereits gerne auf. Weshalb das so war, begreift man sofort, wenn man die Bilder sieht.

Drei Luxushotels der Stadt Berlin werden gezeigt. Nach den Fotos zu urteilen ist das "Adlon" wohl das schönste. Die Zimmer sind opulent gestaltet. In einem solchen Himmelbett zu schlafen, ist gewiss ein besonderes Erlebnis. Die Aufenthaltsräume und das Schwimmbad sind so exzellent designt, dass man auf einen Stadtrundgang bei entsprechender Begleitung gerne verzichtet.

Das "Hotel Hessischer Hof" in Frankfurt/Main ist perfekt dargestellt. Es ist nicht nur zu Messezeiten ein begehrter Aufenthaltsort, sondern auch für Frankfurter, die die Bar dort zu schätzen wissen.

Im "Hotel Goldener Hirsch" in Salzburg habe ich vor langen Jahren einmal gut gespeist. Die gezeigten Räume haben sich kaum verändert. Es scheint noch immer eine gute Adresse zu sein, wenn man die Geburtsstadt Mozarts besucht. Das "Hotel Sacher" in Wien wirkt auf mich sehr anziehend, wenn ich die Bilder genauer studiere. Auch hier schläft der Gast in einem schönen Himmelbett.

Ich will gar nicht wissen, wie teuer der Aufenthalt im "Badrutt`s Palace" in St. Moritz ist, obschon es schönere Inneneinrichtungen gibt. Doch das Panorama ist einzigartig.

Im "Hotel Le Negresco" in Nizza muss man einen Kaffee trinken und man muss sich auch die imposante Eingangshalle ansehen, wenn man diese Stadt besucht. Die Aufnahmen spiegeln die Realität gut wieder. Es ist ein Traum, von solch wundervollen originalen Kunstwerken umgeben zu sein.

Eine sehr schöne Hotels in Paris werden gezeigt, darunter das "Four Seasons Hotel George V" mit seinem prachtvollen Speiseraum und das "Hotel Ritz", das zumeist von Amerikanern frequentiert wird.

Das "Hassler Roma" würde ich gerne mal besuchen, weil der Blick auf die Stadt von dort optimal ist und im "Bauer II Palazzo" in Venedig muss es sehr schön sein zu wohnen, wenn man sich an Casanovas Heimatort aufhält. Die Bilder überzeugen mich.

Natürlich werden auch Traumhotels in Spanien angeführt, doch ich habe mich soeben in das Hotel "La Sultana Marrakech" verliebt. Dort aber auch im "Royal Mansour" muss Scheherazade ihren Kaffee genießen.

Dubais Hotels machen mich sprachlos. Dort gibt es Luxus pur. Doch Luxus kann sich auch anders als in prachtvoll ausgestatten Räumen zeigen. Dies machen die gezeigten Camps in Namibia und Kenia und die Lodges in Süd Afrika deutlich.

Die Hotels in den USA sind puritanisch-luxuriös und insofern fehlt ihnen das Unerhörte, das Luxus erst zu dem macht, was er ist. Ganz anders die Hotels in der Karibik und in Argentinien sowie Peru, die mir bei Betrachten den Mund offen stehen lassen. Das "Alvear Palace Hotel" in Buenos Aires soll die formale Eleganz der 30er Jahre besitzen und das "Hotel Monasterio" in Cuzco war einst ein Priesterseminar und wartet mit Luxus ganz besonderer Art auf.

Von den indischen Luxusherbergen beeindruckt mich "The Oberoi Udaivilas" in Udaipur besonders und wird nur noch getoppt von dem Hotel "Alila Villas Soori" auf Bali. Dort würde ich es schon einige Monate ohne Computer aushalten:-)). Das Hotel liegt direkt am Meer.

Im Index sind alle Hotels aufgelistet. Hier auch erfährt man die genauen Anschriften und erhält zudem diverse andere Infos. Preise kann man sich im Internet besorgen. Die will ich beim Lesen des Buches auch gar nicht wissen. Solches Wissen stört nur beim Genuss der Bilder.

Empfehlenswert.
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Rezension:Australien (Gebundene Ausgabe)

Der NATIONALGEOGRAPHIC-Fotograf Stanislas Fautré stellt in diesem Buch mittels einer Fülle beeindruckender Fotos und aufschlussreicher begleitender Texte Australien vor. Auf einer der ersten Seiten wird der Betrachter bzw. die Betrachterin fast ein wenig vorwurfsvoll von dem Patriarchen der Ngkalabons im Dorf Weemol, Arnhemland "Philipp" angeblickt. Fast meint man er wolle sagen:"Krähenfrau und Eidechsenmann, das war vor dem weißen Mann. Die Traumpfade führen nun ins Nichts. Alkohol und Drogen haben die Traumzeit abgelöst,"(Zitat: S. 9).

Auf einigen Fotos lernt man neue Kunstwerke der Aborigines kennen, auf anderen solche, die bereits 40 000 Jahre alt sind. Gezeigt werden des Weiteren bemalte Aborigines, die zur Musik des Didgeridoo und dem Rhythmus der Keulen tanzen.

Berührend sind die Kinderbilder. Diese Kinder der Eingeborenen haben sehr große Augen und wirken engelsgleich. Nach den ersten Eindrücken, die den Menschen, die die Traumzeit noch kannten, vorstellen, lernt man Landschaftsbilder kennen.

Das Buch ist übrigens in die Kapitel: Terra Incognita; Die Straße zum Wasser; Unterwegs; Felsen; Traumstädte und Landschaften untergliedert.

Im ersten Landschaftskapitel kann man sich einen Eindruck von Kaps, Felswänden und Vorgebirgen verschaffen, aber auch von Sandbänken, die das Blaue Wunder des Great Barrier Reefs Queensland) bewachen. Man lernt Riesenstörche und Reptilien auf den Bildern kennen, auch Wasserfälle, die von einer einzigartigen Vegetation umgeben sind. Nicht selten verlaufen solche Wasserfälle und Flüsse zwischen Schraubenbäumen und riesigen Farnen.

Das Kapitel über das Outback gefiel mir dort am besten, wo ich mit der "Roten Mitte" konfrontiert worden bin. Dort mit einem Heißluftballon entlang zu schweben oder noch besser über die Felsenlandschaft zu gleiten muss die Erfüllung sein.

Beeindruckend sind die Sandsteinkuppeln von Purnululu und der Kata Tjuta (Mount Olga in all seinen Farben. Noch schöner als all dies sind der Mango Lake und die Pinnacles-Wüste im rosa Licht des Sonnenuntergangs.

Die Städte haben mich weniger berührt als das Paradies auf diesem Kontinent, auf dem der Sand rote und weiße Wellen wirft und seltene Bäume und noch seltenere Tiere an die Traumzeit erinnern. Ob es damals schon Kängurus und Koalas gab oder nur eine Idee davon, vermag ich nicht zu sagen, doch Hände hat es gegeben, wie die alten Höhlenmalereien zeigen und diese Hände tasteten sich aus der Traumzeit in die Schattenwelt hervor, von der wir glauben, dass sie die Tatsächlichkeit verkörpere.

Empfehlenswert.

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Rezension: 400 Roadtrips, die Sie nie vergessen werden (Gebundene Ausgabe)

Dieser grandiose Reisebildband mit einem kurzen Vorwort von Keith Bellow führt den Leser auf die höchsten Straßen der Welt hin zu kurvigen Küstenstraßen mit atemberaubendem Blick und weiter zu spektakulären Landschaften, vom Wasser geformt und auch hin zu versteckten Schätzen für abenteuerlustige Reisende und zu verträumten Orten an ruhigen Landstraßen aber auch zu Dinosaurieren, Schlachtfeldern und Kultstraßen, um schließlich Streifzüge durch den Großstadttrubel zu unternehmen und kulinarische Köstlichkeiten am Wegesrand zu genießen.


Die einzelnen Reiserouten werden jeweils sehr gut erklärt. Neben den allgemeinen Erläuterungen erfährt man immer, von wo nach wo die Reise geht, die Straßen werden genau bezeichnet, die Länge der Route, die Fahrzeit, die beste Reisezeit werden genannt und man erhält zudem Daten zur Reiseplanung. Dazu kommen dann noch fotografische Eindrücke.

Im ersten Kapitel "Über Hügel und Berge" bin ich am meisten angetan von der Route San Demetrio Corone nach Catanzaro. Dabei handelt es sich um die Bergstraßen Kalabriens, die nach der Beschreibung sehr beeindruckend sein müssen. Noch interessanter erscheint mir allerdings die Rundstrecke ab Catania entlang den Hängen des Ätnas auf Sizilien zu sein, Europas größtem aktiven Vulkan, den man ganzjährig besuchen kann.


Besonders anziehend finde ich des Weiteren die ostspanischen Bergdörfer mit den Terrassen von Orangen und Zitronenhainen, Oliven- und Mandelbäumen, die sich von Altea nach Albir erstrecken. Aufgeführt sind in diesem Kapitel auch die Top Ten "Routen für Könner". Zu ihnen gehört u.a. die Strecke von Davos über Bormio nach Stelvio, die im Winter nicht selten gesperrt ist.

Im Kapitel "An den Küsten und Ufern" bin ich am meisten angetan von Neuseelands Westküste, gefolgt von der deutschen Ostseeküste mit ihren wundervollen Stränden, grünen Landschaften, Fischerdörfer und historischen Häfen von Wismar nach Barth.

Natürlich begeistert mich auch die Amalfi-Küste in Italien von Sorrento nach Vietri sul Mare und die Französische Riviera von Nizza bis Monaco, die ich schon oft Gelegenheit hatte zu besuchen und der meine ganz große Liebe gilt. In diesem Kapitel lernt man neben vielen Reiserouten weltweit die TOP TEN der spektakulären Brücken kennen, den ultimativen Roadtrip und die TOP TEN der Seeufer-Touren, zu der auch eine Plattensee-, aber auch eine Neusiedler- See- Tour zählen.

Anschließend folgen die Routen an "Flüssen in Tälern und durch Schluchten". Hier lernt man u.a. den ultimativen Roadtrip "Felsbögen und Canyons" näher kennen und eine Route von Lima nach Tacna in Peru, aber auch eine Fahrt entlang der Elbe in Sachsen, die zu historischen Schlössern und Burgen, reizvollen alten Städten und der dramatischen Sandsteinküste des Nationalparks Sächsische Schweiz führt.

Im Kapitel "Auf einsamen Straßen" fasziniert mich am meisten die Rundstrecke ab Salta/ Argentinien. Höhepunkt dieser Tour sollen rote Felsenschluchten, Wanderdünen, Weinberge, Kolonialstädte und alte Dünen bilden. Man lernt übrigens u.a. die TOP TEN der ungezähmten Straßen, den ultimativen Roadtrip "Seidenstraße", aber auch die Rundstrecke um Arezzo in Italien kennen, wo man uralte Wälder und abgelegene Klöster bestaunen kann.

Schön auch muss die Rundstrecke ab Pickering in England sein mit den geheimnisvollen Mooren, aber auch die Route nach Assisi im ländlichen Umbrien.

Es ist unmöglich alles, was in diesem Reisebuch aufgeführt ist zu benennen, doch die TOP TEN der Mittelmeerrouten möchte ich anführen, die alle sehr gut beschrieben sind. "Über die Dörfer" ist ein Kapitel, das mich sehr anzieht und hier am meisten wohl die mittelalterlichen Festen, die man auf der Rundstrecke ab Guarda in Portugal besichtigen kann.


Bei den Städtetouren finde ich die Rundstrecke ab Madrid am interessantesten und bei den historischen Routen die Katharerroute in Frankreich sowie natürlich die Tour im Tal des Indre, der ein Nebenfluss der Loire ist.

Schlussendlich dann kann man sich ein Gourmetreisen vertiefen. Hätte ich die Wahl zwischen den vorgestellten Gourmet-Routen, würde ich wohl nach Galicien reisen, um dort Wein und Meeresfrüchte zu genießen.

Alles in allem ein tolles Buch mit vielen hilfreichen Informationen. Auch, wenn man nicht überall hinreisen kann, ist es doch schön, eine Idee von den Reiserouten zu erhalten.
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Rezension: Iconic New York (Gebundene Ausgabe)

Dieser Fotobildband wurde von dem Konzertpianisten und Fotografen Christopher Bliss realisiert, dessen Arbeiten so anerkannt sind, dass einige davon sogar in die Dauerausstellung des Museums oft the City of New York aufgenommen worden sind, wie man der fünfsprachigen (englisch, deutsch, französisch, spanisch und italienisch) Kurzbiografie zum Ende des Buches entnehmen kann. Das ebenfalls fünftsprachige Vorwort hat der ehemalige, heute 87 jährige Bürgermeister von New York Edward I. Koch verfasst.

Die Bilder in diesem Buch werden nicht von Texten begleitet. Man hat nur Gelegenheit zum Schluss im Index nachzulesen, was man im Einzelnen in Schwarz-Weiß mitunter auch in Farbe von New York City zu sehen bekommt.

Ich war in meinem bisherigen Leben nur einmal in New York und zwar vor genau 30 Jahren, Ende September für fünf Tage und zwar auf der Rückreise von Mexiko. Fast alles, was ich im Buch betrachten kann, habe ich damals mit eigenen Augen gesehen und auch fotografiert, nur bei Weitem nicht so beeindruckend.:-((

Ein solch beeindruckendes Schwarz-Weiß-Foto von der Freiheitsstatue und ebensolch beeindruckende Bilder von der Wallstreet halten mich lange gefangen, gleichwohl die Bilder von den Hochhäusern, die ich schon damals faszinierend fand. Die kleinen Geschäfte und der Washington Square Park erinnern daran, dass Menschen in dieser Stadt leben mit genau den Bedürfnissen als anderenorts.

Sehr gut ist die Geschwindigkeit und das Pulsieren der Stadt auf einigen Fotos festgehalten, durch beleuchtete, fahrende Autos in der Abenddämmerung und sich rasch bewegende Menschen. Ich weiß nicht, weshalb mir immer wieder der Begriff "Steinwüste" durch den Kopf geistert, wenn ich mir Luftaufnahmen von der Stadt ansehe. Vermutlich, weil mein altes Vorurteil sich durch die Bilder erneut bestätigt. Wüsten können allerdings sehr schön sein und sogar leben. New York ist ein Beispiel dafür.

Die vorweihnachtliche Stimmung vor dem Rockfeller Center ist natürlich bezaubernd. Doch alles ist so riesig, so überdimensional, sogar die Weihnachtsbäume, dass die Menschen letztlich stets wie Zwerge wirken und es ja auch im gewissen Sinne sind.

Die Patrick`s Cathedral ist sehr gut abgelichtet. Sie hat mich schon damals inmitten der Hochhäuser Manhattans begeistert. Bliss hat sie aus einem Fenster eines Hochhauses aufgenommen. Der Blickwinkel ist perfekt.

Die Herbstimpression im Central-Park vor der Hochhauskulisse gefällt mir besonders gut, weil der Anschein erweckt wird, dass die Natur die Steinwüste nach hinten drängt. Menschen, die sich im Park auf dem Rasen im Sommer von der Hitze in der Stadt erholen und solche die im Metropolitan Museum of Art Freude an moderner Kunst haben, werden sicher nicht die gleichen sein, wie jene, die die Dachterrassen auf Hochhäuser aufsuchen, um dort Fotos zu machen. Das sind wohl eher Touristen oder Profifotografen wie Christopher Bliss, der dem Betrachter dieses Bildbandes geradezu eine Reise in die Stadt der Gigantomanie erspart. Dürfen wir ihm dafür dankbar sein? Es kommt auf die Jahreszeit an.

Ein empfehlenswertes Buch.

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Rezension:Teneriffa: Insel des ewigen Frühlings (Gebundene Ausgabe)

Dieser hochinformative Bildband des Fotografen Ernst Wrba und der Reisebuchautorin Anette Meisen führt den Leser nach Teneriffa, die Insel des ewigen Frühlings.

Auf den ersten Seiten hat man Gelegenheit, sich die Insel auf einer Karte genau anzusehen und einen Überblick über die im Buch näher beleuchteten Orte zu verschaffen. Die vielen wunderbaren Bilder machen neugierig auf die begleitenden Texte.

So erfährt man gleich zu Beginn, dass das, was man von der Insel Teneriffa und den kanarischen Nachbarn sieht, in Wahrheit nur 5% eines kettenförmigen "Vulkangebäudes" darstellt, das über Jahrmillionen aus über 3000 Meter Meerestiefe emporgewachsen ist.

Die Entstehung der Inseln ist auf die Kontinentalverschiebung zurückzuführen, (vgl.: S.20). Teneriffa soll außer Sonne und Strand viele andere Seiten haben und diese werden im Buch verlockend aufgezeigt.

Untergliedert ist das Buch in folgende Kapitel:

Santa Cruz und La Laguna- das urbane Zentrum
Der Norden-Anagas und Accentejo
Der Nordwesten- Altstadtzauber in La Orotava
Der Nationalpark Teide- Naturschätze in Hülle und Fülle
Der Westen- Bananen und Barrancos
Der Süden - mehr als Sonne und Strand
Der Osten-Liebe auf den zweiten Blick
Reiseteil.

Da ich noch nicht auf dieser Insel war, bin ich überwältigt von deren Vielfalt. Neben 360 Kilometer Küste mit entsprechenden Traumstränden, hat diese Insel nicht zuletzt den Teide-Nationalpark zu bieten, der seit 2007 seitens der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt worden ist.


Über dieses Paradies wird man ausführlich aufgeklärt. Man liest über die vulkanische Mondlandschaft, die den höchsten Berg Spaniens, den Pico del Teide (3718m) umgibt und kann sich anhand von Fotos einen Eindruck von dieser reizvollen Landschaft verschaffen. Man hat die Chance, mittels einer geführten Biketour auf 1800 Metern zu starten. Mit jedem Kilometer soll die Umgebung ein anderes Gesicht zeigen. Auf Terrassenfelder und Mandelbäume folgt der Grüngürtel der Kanarischen Kiefern und dieser endet schließlich in der schwarzen Lavalandschaft des Teide, (vgl.:S.85).


Mir gefällt, dass in diesem Buch auf die unterschiedlichsten Schönheiten der Insel hingewiesen wird und man im Vorfeld einer geplanten Reise bereits eine Idee hat, was uns dort erwartet. Will man Strand, will man Bananenplantagen, Blumengärten, Lorbeerwälder oder Mondlandschaft oder das Flair einer reizvollen Stadt mit Kolonialgebäuden? Alles ist möglich. Schlaumeier befassen sich am besten mit den TOP-Ten-Teneriffas(Seite 144-145), um von allem das Beste herauszupicken.


Festivals und Events, ein kurzer historischer Abriss anhand einer Zeittafel und Adressen zum Übernachten und Genießen werden zum Schluss des Buches auch geliefert. Die angeführten Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants werden kurz beschrieben, so dass man beim Besuch der Insel nicht ahnungslos in Touristenfallen tappen muss.

Infos zu Teneriffa von A-Z runden die vielfältigen Reiseinformationen im Hinblick auf die Insel Teneriffa ab.

Empfehlenswert, nicht nur als Vorabinformation, sondern auch als Nachlese.

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Rezension: Feinspitz in Salzburg

Helen-Plöderer-King hat diesen kulinarischen Reiseführer durch Salzburg verfasst. Die Autorin lebt seit 1986 in Salzburg und weiß insofern wovon sie schreibt. 120 Lokalbeschreibungen warten auf den neugierigen Leser, der hier einen guten Überblick über die Gastronomie der Mozartstadt erhält.
Das Buch enthält zwei Übersichtskarten, die es dem Besucher erleichtern, die einzelnen Lokale zu finden. Diese Lokale sind untergliedert in:

-An der Theke, Schokolade und Süßes
-Bei Tisch- Kulinarisch-Kulturelle Abwechslung
-Auszeit Biergärten
-Unterwegs- Salzburger Märkte
-An der Bar-Nachtleben

Man erhält von allen Lokalen die genaue Anschrift und auch die Website, um sich weiter zu informieren. Die Restaurants und Beisln sind bestens beschrieben. Einige habe ich selbst schon besucht, u.a. das Restaurant "Goldenen Hirsch", das sehr gut beschrieben ist und wo ich wirklich vortrefflich gegessen habe.

Leider war ich noch nicht im "Ikarus" im legendären "Hangar -7". Dort wechseln die Spitzenköche monatlich ab und das Menü ändert sich ebenfalls dauernd. Wer in Salzburg lebt, hat hier Gelegenheit lukullisch extrem verwöhnt zu werden und zwar das ganze Jahr über, sofern es der Geldbeutel zulässt.

Im "Tomaselli" habe ich einen guten Kaffee getrunken. Die Atmosphäre versetzt die Besucher in Zeiten Mozarts zurück. Den Ort muss man einfach aufsuchen, wenn man in Salzburg ist, weil er Kaffeehaustradition verkörpert.

Dieser kulinarische Reiseführer ist in deutscher und englischer Sprache abgefasst und ein Muss, wenn man in Salzburg gut speisen und nicht blind in einer Touristenschuppen landen möchte.
Empfehlenswert.

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Rezension:On Location: Die Welt der Naturfotografie (Gebundene Ausgabe)

"On Location" ist eine beeindruckende visuelle Ode an die Natur. Diese lizensierte Publikation der National Geographic Society, einer der größten Wissenschaftsorganisationen der Welt, wartet mit eine Fülle weltweit realisierter farbenprächtiger Fotografien von Bernd Ritschel, Gabriela Staebler, Norbert Rosing, Carsten Peter und Hans Strand auf.

Auf den Eingangsseiten kann man sich auf einer Weltkarte kundig machen, wo die einzelnen Aufnahmen entstanden sind.

Bernd Ritschel hat Fotos von der Zugspitze (Deutschland), vom Stubai (Österreich), von der Bachalp (Schweiz) und vom Alpamacho (Peru) realisiert. In Textbeiträgen, die die Bilder begleiten, beschreibt Ritschel seine Fotoexkursionen. In gleicher Weise verfahren all die anderen Fotografen im Buch.

Gabriela Staebler steuert wundervolle Naturaufnahmen von Masai Mara (Kenia), von Sossusviei (Namibia), von Okavango (Botswana), von Masoala (Madagaskar) bei.

Norbert Rosing wartet mit Bildern von Spitzbergen (Norwegen), von Polarfüchsen (Kanada), von Yellowstone (USA) und vom Elbesandsteingebirge (Deutschland) auf.

Peter Carsten zeigt auf seinen Fotos die Natur in Kamtschaktka (Russland), Hawai (USA), Untersberg (Deutschland), Tornado Alley (USA).

Hans Strand schlussendlich nimmt den Leser mit in den Süden Islands, nach Patagonien in Argentinien und Chile, nach Sarek (Schweden) und nach Mahé, Praslin, La Digue (Seychellen).

Jedes einzelne Foto verdient es natürlich näher beschrieben zu werden, doch ein solches Unterfangen würde den Rahmen einer Rezension sprengen. Besonders beeindruckt haben mich die Aufnahmen vom Alpamayo, insbesondere das Foto der weißen Bergspitze, des Weiteren ein Foto von einer Rotackerlerche, die in den ersten Strahlen der Morgensonne flattert, irgendwo in der Masai Mara, um durch ihr Verhalten einen Parner anzulocken. Die Masai Mara zählt übrigens zu dem Serengeti -Ökosystem. Dieses Naturreservat ist berühmt für seine hohe Wilddichte, seine großen Löwenrudel und das Spektakel der jährlichen Gnu-Migration, (vgl.: S.63). Bilder von dem Wild dort hat Frau Staebler für den Betrachter zur Verfügung gestellt. In Botswana hat sie einen Rotschnabel-Madenhacker auf dem Kopf einer Antilope abgelichtet, den Sie gerade von Parasiten befreit.


Beeindruckend sind die Bilder der Chamäleons in Madagaskar, aber auch die Landschafts-und Tieraufnahmen in Spitzbergen und in Island. Mein Lieblingsbild im Buch hat Hans Strand realisiert. Es handelt sich dabei um einen Regenbogen, den der Fotograf so ablichtete, das man den Wasserfall nur teilweise sieht, der für das Farbenspiel verantwortlich ist.

Auf den letzten Seiten werden die Aufnahmen auch aus fotografischer Sicht seitens der Fotografen näher erläutert.

Mein Traum vom Paradies sind die Seychellen. Die Fotos im Buch haben mir das erneut deutlich gemacht.

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Rezension:Trends und Lifestyle Berlin und Umgebung (Gebundene Ausgabe)

Die Autorin Roberta Busch und Andreas Tauber machen mit ihrem Buch "Berlin und Umgebung", in dem sie Trend und Lifestyle vor Ort unter die Lupe nehmen, auf diesbezüglich interessante mittelständische Betriebe in der Landeshauptstadt aufmerksam. Dabei thematisieren sie die Modestadt Berlin, auch Antik-, Kunst und Flohmärkte sowie Restaurants, Bars und Cafes und vergessen bei allem nicht Kunst und Kultur ein wenig zu beleuchten.

Zunächst erfährt man Allgemeines zur Modestadt Berlin. Die UNESCO kürte Berlin aufgrund des kreativen Potentials zur "Stadt des Designs". Man lernt einige hübsche Boutiquen für Kleider, auch für Handtaschen und Schuhe u.a. mehr kennen und darf sich im Rahmen des Kapitels "Kunst und Kultur" des "Koreanische Kulturzentrums" erfreuen, aber auch des "Adlon Day Spa", das aufgrund seiner Innenarchitektur besticht.

"Dali"- Die Ausstellung am Potsdamer Platz sollte man besuchen. Hier werden u.a. Themen und Zyklen vorgestellt, die große Geschichte erzählen. Dabei sind Dalis berühmte Illustrationen zur Weltliteratur. Übrigens befinden sich auch die Kaltradierungen zu "Tristan und Isolde" darunter auch Lithographien zu "Don Quichote de la Mancha" etc.
In Berlin soll es knapp 50 Kunst-, Antik- und Flohmärkte geben. Die schönste Kulisse bietet Besuchern der Antik- und Buchmarkt am Bodemuseum. Es muss eine wahre Schatztruhe für Liebhaber alter Bücher sein.

Loben möchte ich an dieser Stelle die vielen schönen Fotos von all den hübschen Dingen, die im vorliegenden Buch zur Sprache kommen, nicht zuletzt auch eine sehr ansprechende englische Ledercouch, die gerade von Daniel Rodan, dem "Lederdoktor", neu gestaltet wird.
Von den vorgestellten Restaurants finde ich das "Massimo 18" im Holländischen Viertel sehr interessant. Das Interieur sieht vielversprechend aus, der Wein scheint überdurchschnittlich zu sein und die Speisen sind offenbar von hoher Qualität.

Ein informatives Buch, das nicht nur für Berlinreisende, sondern auch für dort neu Hinzugezogene attraktiv ist. Mir ist beispielsweise ein kleines Apartmenthotel ins Auge gefallen, das ich gerne mal bei einer Kurzreise in unsere Hauptstadt bewohnen würde. Es befindet sich im "Holländischen Viertel". Nach den Bilder zu urteilen bietet dieses Hotel Idylle pur.
Eine lobenswerte Maßnahme das Können mittelständischer Betriebe einem breiten nichtberliner Publikum bekannt zu machen.

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Rezension:Zeit für Rom: Die ewige Stadt entdecken und genießen (Broschiert)

Dieser wundervolle Bildband, den Thomas Migge und Mirko Milovanovic auf den Weg gebracht haben, entführt den kunstinteressierten Leser nach Rom. Im Buchdeckel befindet sich ein Stadtplan, auf dem die Orte, die es zu besichtigen gilt, alle eingezeichnet sind.

Dieser Bildband ist kein Reiseführer, den man auf eine Reise in die ewige Stadt mitnimmt - dazu ist er zu groß -, sondern ein Buch das man liest, bevor man sich auf die Reise begibt.

Eingeteilt ist der Bildband in vier Hauptteile:

1) Die klassischen Viertel
2) Trendviertel
3) Rund um Rom
4) Kunst, Kultur und Kulinarisches

Das Foto, das einen Blick von der "Spanischen Treppe" ermöglicht, habe ich mir lange angesehen, bevor ich mich in den Text dazu vertiefte und las, dass sich hier die "Casa di Goethe" befindet, das Haus, indem der Dichter einst lebte. Man liest von interessanten Lokalen und Modeläden in der Nähe der "Spanischen Treppe, auch von schönen Hotels und prachtvollen Kirchen und hat Gelegenheit, sich wie in allen Folgekapiteln über das, was man besichtigen sollte, wo man shoppen und übernachten, aber auch, wo man gut speisen und etwas delikates trinken kann, in Erfahrung zu bringen. An der "Spanischen Treppe" übrigens befindet sich die berühmte "Hassler Villa Medici", ein Hotel der ersten Kategorie, auch das berühmte "Caffé Greco" und Geschäfte von Designern wie Brioni, Fendi und Bulgari.

Man liest alsdann vom "Forum Romanum", das bis zum Untergang des Römischen Reiches das politische, juristische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zentrum des Staates und der Hauptstadt war und hat die Chance, sich mit den Plätzen und Palästen der Antike auseinanderzusetzen und diese auf Bildern zu bestaunen.

Wie man erfährt, ist einer der beeindruckendsten Bauten des Forum Romanums die "Basilica di Massensio" (vgl.:S.30). Textlich wird hervorragend auf die vielen Ruinen und deren Geschichte eingegangen, nicht zuletzt auch auf das Kolosseum, das einst
50 000 Zuschauer Platz gab.

Der Autor Migge und der Fotograf Milovanovic unternehmen mit dem Leser einen Rundgang zum Kaptitol. Der Kapitolsplatz wurde übrigens von Michelangelo entworfen. Anschließend hat man Gelegenheit das antik-barocke Rom kennenzulernen und dort das Pantheon zu besichtigen, ein Gebäude, das vormals ein Rundtempel war. Es folgt eine nähere Beschreibung der "Piazza Navona" und deren Brunnen, auch liest man Näheres zu dem prächtigen "Fontana di Trevi".

Immer wieder wird auf Adressen zum Shoppen, Übernachten, Essen und Trinken und solchen für Nachtschwärmer hingewiesen, obschon ich mir kaum vorstellen kann, dass man nach einem umfangreichen Tagesprogramm noch große Lust für Nachtschwärmereien als Tourist haben kann.

Hervorragend wird man über den Vatikan informiert. Man liest hier auch von der Geschichte der neuen Peterskirche, an deren Vollendung Künstler wie Bramante und Michelangelo beteiligt waren. Die Bilder beeindrucken mich so sehr, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als noch in diesem Jahr Rom bereisen zu können.

Es führt zu weit an dieser Stelle all die Kunstgegenstände, die hier aufgeführt werden, zu benennen. Die "Stanzen" Raffaels müssen ein Traum sein und all die wundervollen Skulpturen, nicht zuletzt die "Laokoongruppe" !

Man hat Gelegenheit, sich auch mit dem anderen Rom, mit Esquilino und San Lorenzo zu befassen. Dort wohnen junge Künstler. Hier kann man offenbar gut speisen, einen historischen Eisladen besuchen und dergleichen mehr. Von da aus geht es weiter nach Trastevere, einem Ort, an dem einst arme Leute lebten, wo man aber auch einen schönen Renaissancebau besichtigen kann mit sehenswerten Fresken u.a. Raffaels Zyklus "Die Geschichte von Amor und Psyche".

Das Kirchenviertel um St. Giovanni und S. Croce wird thematisiert und das erste jüdische Ghetto in Europa, in dem heute wieder viele Juden leben. Es folgen eine Reihe weiterer hochinteressanter Sehenswürdigkeiten, die sehr gut beschrieben werden, darunter die Villa Borghese, die nicht nur eine erholsame Grünfläche(der zentrale Stadtpark), sondern auch eine Museumslandschaft.

Es führt zu weit all die anderen aufgeführten Orte, Straßen und Plätze zu nennen, Monti ist dabei, die Via Nazionale, der Süosten Roms die Castelli Romani. Zu besichtigen gibt es dort nicht zuletzt eine 1000 Jahre alte Abtei, zudem kann man in diversen Weinbars Frascatiweine genießen.

Man wird mit den Norden Roms vertraut gemacht, dem Osten Latinums und den schönsten Villen die Kaiser Hadrian einst bauen ließ, lernt die Strände der Römer kennen und kann sich mit römischen kulinarischen Spezialitäten befassen, um schließlich die Top-Ten für Rom-Neulinge und für fortgeschrittene Rombesucher im Überblick auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels nachzulesen.

Anfänger sollten natürlich die Caracalla-Thermen nicht vergessen und es nicht versäumen, die Katakomben zu besichtigen. Ganz klar!

Empfehlenswert.

PS: Das Buch hat bei mir bewirkt, dass ich am liebsten sofort die Koffer packen würde, um all die Sehenswürdigkeiten und schönen Plätze im Buch, in der Realität bewundern zu können.

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