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Rezension: Iconic New York (Gebundene Ausgabe)

Dieser Fotobildband wurde von dem Konzertpianisten und Fotografen Christopher Bliss realisiert, dessen Arbeiten so anerkannt sind, dass einige davon sogar in die Dauerausstellung des Museums oft the City of New York aufgenommen worden sind, wie man der fünfsprachigen (englisch, deutsch, französisch, spanisch und italienisch) Kurzbiografie zum Ende des Buches entnehmen kann. Das ebenfalls fünftsprachige Vorwort hat der ehemalige, heute 87 jährige Bürgermeister von New York Edward I. Koch verfasst.

Die Bilder in diesem Buch werden nicht von Texten begleitet. Man hat nur Gelegenheit zum Schluss im Index nachzulesen, was man im Einzelnen in Schwarz-Weiß mitunter auch in Farbe von New York City zu sehen bekommt.

Ich war in meinem bisherigen Leben nur einmal in New York und zwar vor genau 30 Jahren, Ende September für fünf Tage und zwar auf der Rückreise von Mexiko. Fast alles, was ich im Buch betrachten kann, habe ich damals mit eigenen Augen gesehen und auch fotografiert, nur bei Weitem nicht so beeindruckend.:-((

Ein solch beeindruckendes Schwarz-Weiß-Foto von der Freiheitsstatue und ebensolch beeindruckende Bilder von der Wallstreet halten mich lange gefangen, gleichwohl die Bilder von den Hochhäusern, die ich schon damals faszinierend fand. Die kleinen Geschäfte und der Washington Square Park erinnern daran, dass Menschen in dieser Stadt leben mit genau den Bedürfnissen als anderenorts.

Sehr gut ist die Geschwindigkeit und das Pulsieren der Stadt auf einigen Fotos festgehalten, durch beleuchtete, fahrende Autos in der Abenddämmerung und sich rasch bewegende Menschen. Ich weiß nicht, weshalb mir immer wieder der Begriff "Steinwüste" durch den Kopf geistert, wenn ich mir Luftaufnahmen von der Stadt ansehe. Vermutlich, weil mein altes Vorurteil sich durch die Bilder erneut bestätigt. Wüsten können allerdings sehr schön sein und sogar leben. New York ist ein Beispiel dafür.

Die vorweihnachtliche Stimmung vor dem Rockfeller Center ist natürlich bezaubernd. Doch alles ist so riesig, so überdimensional, sogar die Weihnachtsbäume, dass die Menschen letztlich stets wie Zwerge wirken und es ja auch im gewissen Sinne sind.

Die Patrick`s Cathedral ist sehr gut abgelichtet. Sie hat mich schon damals inmitten der Hochhäuser Manhattans begeistert. Bliss hat sie aus einem Fenster eines Hochhauses aufgenommen. Der Blickwinkel ist perfekt.

Die Herbstimpression im Central-Park vor der Hochhauskulisse gefällt mir besonders gut, weil der Anschein erweckt wird, dass die Natur die Steinwüste nach hinten drängt. Menschen, die sich im Park auf dem Rasen im Sommer von der Hitze in der Stadt erholen und solche die im Metropolitan Museum of Art Freude an moderner Kunst haben, werden sicher nicht die gleichen sein, wie jene, die die Dachterrassen auf Hochhäuser aufsuchen, um dort Fotos zu machen. Das sind wohl eher Touristen oder Profifotografen wie Christopher Bliss, der dem Betrachter dieses Bildbandes geradezu eine Reise in die Stadt der Gigantomanie erspart. Dürfen wir ihm dafür dankbar sein? Es kommt auf die Jahreszeit an.

Ein empfehlenswertes Buch.

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Rezension:Teneriffa: Insel des ewigen Frühlings (Gebundene Ausgabe)

Dieser hochinformative Bildband des Fotografen Ernst Wrba und der Reisebuchautorin Anette Meisen führt den Leser nach Teneriffa, die Insel des ewigen Frühlings.

Auf den ersten Seiten hat man Gelegenheit, sich die Insel auf einer Karte genau anzusehen und einen Überblick über die im Buch näher beleuchteten Orte zu verschaffen. Die vielen wunderbaren Bilder machen neugierig auf die begleitenden Texte.

So erfährt man gleich zu Beginn, dass das, was man von der Insel Teneriffa und den kanarischen Nachbarn sieht, in Wahrheit nur 5% eines kettenförmigen "Vulkangebäudes" darstellt, das über Jahrmillionen aus über 3000 Meter Meerestiefe emporgewachsen ist.

Die Entstehung der Inseln ist auf die Kontinentalverschiebung zurückzuführen, (vgl.: S.20). Teneriffa soll außer Sonne und Strand viele andere Seiten haben und diese werden im Buch verlockend aufgezeigt.

Untergliedert ist das Buch in folgende Kapitel:

Santa Cruz und La Laguna- das urbane Zentrum
Der Norden-Anagas und Accentejo
Der Nordwesten- Altstadtzauber in La Orotava
Der Nationalpark Teide- Naturschätze in Hülle und Fülle
Der Westen- Bananen und Barrancos
Der Süden - mehr als Sonne und Strand
Der Osten-Liebe auf den zweiten Blick
Reiseteil.

Da ich noch nicht auf dieser Insel war, bin ich überwältigt von deren Vielfalt. Neben 360 Kilometer Küste mit entsprechenden Traumstränden, hat diese Insel nicht zuletzt den Teide-Nationalpark zu bieten, der seit 2007 seitens der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt worden ist.


Über dieses Paradies wird man ausführlich aufgeklärt. Man liest über die vulkanische Mondlandschaft, die den höchsten Berg Spaniens, den Pico del Teide (3718m) umgibt und kann sich anhand von Fotos einen Eindruck von dieser reizvollen Landschaft verschaffen. Man hat die Chance, mittels einer geführten Biketour auf 1800 Metern zu starten. Mit jedem Kilometer soll die Umgebung ein anderes Gesicht zeigen. Auf Terrassenfelder und Mandelbäume folgt der Grüngürtel der Kanarischen Kiefern und dieser endet schließlich in der schwarzen Lavalandschaft des Teide, (vgl.:S.85).


Mir gefällt, dass in diesem Buch auf die unterschiedlichsten Schönheiten der Insel hingewiesen wird und man im Vorfeld einer geplanten Reise bereits eine Idee hat, was uns dort erwartet. Will man Strand, will man Bananenplantagen, Blumengärten, Lorbeerwälder oder Mondlandschaft oder das Flair einer reizvollen Stadt mit Kolonialgebäuden? Alles ist möglich. Schlaumeier befassen sich am besten mit den TOP-Ten-Teneriffas(Seite 144-145), um von allem das Beste herauszupicken.


Festivals und Events, ein kurzer historischer Abriss anhand einer Zeittafel und Adressen zum Übernachten und Genießen werden zum Schluss des Buches auch geliefert. Die angeführten Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants werden kurz beschrieben, so dass man beim Besuch der Insel nicht ahnungslos in Touristenfallen tappen muss.

Infos zu Teneriffa von A-Z runden die vielfältigen Reiseinformationen im Hinblick auf die Insel Teneriffa ab.

Empfehlenswert, nicht nur als Vorabinformation, sondern auch als Nachlese.

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Rezension: Feinspitz in Salzburg

Helen-Plöderer-King hat diesen kulinarischen Reiseführer durch Salzburg verfasst. Die Autorin lebt seit 1986 in Salzburg und weiß insofern wovon sie schreibt. 120 Lokalbeschreibungen warten auf den neugierigen Leser, der hier einen guten Überblick über die Gastronomie der Mozartstadt erhält.
Das Buch enthält zwei Übersichtskarten, die es dem Besucher erleichtern, die einzelnen Lokale zu finden. Diese Lokale sind untergliedert in:

-An der Theke, Schokolade und Süßes
-Bei Tisch- Kulinarisch-Kulturelle Abwechslung
-Auszeit Biergärten
-Unterwegs- Salzburger Märkte
-An der Bar-Nachtleben

Man erhält von allen Lokalen die genaue Anschrift und auch die Website, um sich weiter zu informieren. Die Restaurants und Beisln sind bestens beschrieben. Einige habe ich selbst schon besucht, u.a. das Restaurant "Goldenen Hirsch", das sehr gut beschrieben ist und wo ich wirklich vortrefflich gegessen habe.

Leider war ich noch nicht im "Ikarus" im legendären "Hangar -7". Dort wechseln die Spitzenköche monatlich ab und das Menü ändert sich ebenfalls dauernd. Wer in Salzburg lebt, hat hier Gelegenheit lukullisch extrem verwöhnt zu werden und zwar das ganze Jahr über, sofern es der Geldbeutel zulässt.

Im "Tomaselli" habe ich einen guten Kaffee getrunken. Die Atmosphäre versetzt die Besucher in Zeiten Mozarts zurück. Den Ort muss man einfach aufsuchen, wenn man in Salzburg ist, weil er Kaffeehaustradition verkörpert.

Dieser kulinarische Reiseführer ist in deutscher und englischer Sprache abgefasst und ein Muss, wenn man in Salzburg gut speisen und nicht blind in einer Touristenschuppen landen möchte.
Empfehlenswert.

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Rezension:On Location: Die Welt der Naturfotografie (Gebundene Ausgabe)

"On Location" ist eine beeindruckende visuelle Ode an die Natur. Diese lizensierte Publikation der National Geographic Society, einer der größten Wissenschaftsorganisationen der Welt, wartet mit eine Fülle weltweit realisierter farbenprächtiger Fotografien von Bernd Ritschel, Gabriela Staebler, Norbert Rosing, Carsten Peter und Hans Strand auf.

Auf den Eingangsseiten kann man sich auf einer Weltkarte kundig machen, wo die einzelnen Aufnahmen entstanden sind.

Bernd Ritschel hat Fotos von der Zugspitze (Deutschland), vom Stubai (Österreich), von der Bachalp (Schweiz) und vom Alpamacho (Peru) realisiert. In Textbeiträgen, die die Bilder begleiten, beschreibt Ritschel seine Fotoexkursionen. In gleicher Weise verfahren all die anderen Fotografen im Buch.

Gabriela Staebler steuert wundervolle Naturaufnahmen von Masai Mara (Kenia), von Sossusviei (Namibia), von Okavango (Botswana), von Masoala (Madagaskar) bei.

Norbert Rosing wartet mit Bildern von Spitzbergen (Norwegen), von Polarfüchsen (Kanada), von Yellowstone (USA) und vom Elbesandsteingebirge (Deutschland) auf.

Peter Carsten zeigt auf seinen Fotos die Natur in Kamtschaktka (Russland), Hawai (USA), Untersberg (Deutschland), Tornado Alley (USA).

Hans Strand schlussendlich nimmt den Leser mit in den Süden Islands, nach Patagonien in Argentinien und Chile, nach Sarek (Schweden) und nach Mahé, Praslin, La Digue (Seychellen).

Jedes einzelne Foto verdient es natürlich näher beschrieben zu werden, doch ein solches Unterfangen würde den Rahmen einer Rezension sprengen. Besonders beeindruckt haben mich die Aufnahmen vom Alpamayo, insbesondere das Foto der weißen Bergspitze, des Weiteren ein Foto von einer Rotackerlerche, die in den ersten Strahlen der Morgensonne flattert, irgendwo in der Masai Mara, um durch ihr Verhalten einen Parner anzulocken. Die Masai Mara zählt übrigens zu dem Serengeti -Ökosystem. Dieses Naturreservat ist berühmt für seine hohe Wilddichte, seine großen Löwenrudel und das Spektakel der jährlichen Gnu-Migration, (vgl.: S.63). Bilder von dem Wild dort hat Frau Staebler für den Betrachter zur Verfügung gestellt. In Botswana hat sie einen Rotschnabel-Madenhacker auf dem Kopf einer Antilope abgelichtet, den Sie gerade von Parasiten befreit.


Beeindruckend sind die Bilder der Chamäleons in Madagaskar, aber auch die Landschafts-und Tieraufnahmen in Spitzbergen und in Island. Mein Lieblingsbild im Buch hat Hans Strand realisiert. Es handelt sich dabei um einen Regenbogen, den der Fotograf so ablichtete, das man den Wasserfall nur teilweise sieht, der für das Farbenspiel verantwortlich ist.

Auf den letzten Seiten werden die Aufnahmen auch aus fotografischer Sicht seitens der Fotografen näher erläutert.

Mein Traum vom Paradies sind die Seychellen. Die Fotos im Buch haben mir das erneut deutlich gemacht.

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Rezension:Trends und Lifestyle Berlin und Umgebung (Gebundene Ausgabe)

Die Autorin Roberta Busch und Andreas Tauber machen mit ihrem Buch "Berlin und Umgebung", in dem sie Trend und Lifestyle vor Ort unter die Lupe nehmen, auf diesbezüglich interessante mittelständische Betriebe in der Landeshauptstadt aufmerksam. Dabei thematisieren sie die Modestadt Berlin, auch Antik-, Kunst und Flohmärkte sowie Restaurants, Bars und Cafes und vergessen bei allem nicht Kunst und Kultur ein wenig zu beleuchten.

Zunächst erfährt man Allgemeines zur Modestadt Berlin. Die UNESCO kürte Berlin aufgrund des kreativen Potentials zur "Stadt des Designs". Man lernt einige hübsche Boutiquen für Kleider, auch für Handtaschen und Schuhe u.a. mehr kennen und darf sich im Rahmen des Kapitels "Kunst und Kultur" des "Koreanische Kulturzentrums" erfreuen, aber auch des "Adlon Day Spa", das aufgrund seiner Innenarchitektur besticht.

"Dali"- Die Ausstellung am Potsdamer Platz sollte man besuchen. Hier werden u.a. Themen und Zyklen vorgestellt, die große Geschichte erzählen. Dabei sind Dalis berühmte Illustrationen zur Weltliteratur. Übrigens befinden sich auch die Kaltradierungen zu "Tristan und Isolde" darunter auch Lithographien zu "Don Quichote de la Mancha" etc.
In Berlin soll es knapp 50 Kunst-, Antik- und Flohmärkte geben. Die schönste Kulisse bietet Besuchern der Antik- und Buchmarkt am Bodemuseum. Es muss eine wahre Schatztruhe für Liebhaber alter Bücher sein.

Loben möchte ich an dieser Stelle die vielen schönen Fotos von all den hübschen Dingen, die im vorliegenden Buch zur Sprache kommen, nicht zuletzt auch eine sehr ansprechende englische Ledercouch, die gerade von Daniel Rodan, dem "Lederdoktor", neu gestaltet wird.
Von den vorgestellten Restaurants finde ich das "Massimo 18" im Holländischen Viertel sehr interessant. Das Interieur sieht vielversprechend aus, der Wein scheint überdurchschnittlich zu sein und die Speisen sind offenbar von hoher Qualität.

Ein informatives Buch, das nicht nur für Berlinreisende, sondern auch für dort neu Hinzugezogene attraktiv ist. Mir ist beispielsweise ein kleines Apartmenthotel ins Auge gefallen, das ich gerne mal bei einer Kurzreise in unsere Hauptstadt bewohnen würde. Es befindet sich im "Holländischen Viertel". Nach den Bilder zu urteilen bietet dieses Hotel Idylle pur.
Eine lobenswerte Maßnahme das Können mittelständischer Betriebe einem breiten nichtberliner Publikum bekannt zu machen.

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Rezension:Zeit für Rom: Die ewige Stadt entdecken und genießen (Broschiert)

Dieser wundervolle Bildband, den Thomas Migge und Mirko Milovanovic auf den Weg gebracht haben, entführt den kunstinteressierten Leser nach Rom. Im Buchdeckel befindet sich ein Stadtplan, auf dem die Orte, die es zu besichtigen gilt, alle eingezeichnet sind.

Dieser Bildband ist kein Reiseführer, den man auf eine Reise in die ewige Stadt mitnimmt - dazu ist er zu groß -, sondern ein Buch das man liest, bevor man sich auf die Reise begibt.

Eingeteilt ist der Bildband in vier Hauptteile:

1) Die klassischen Viertel
2) Trendviertel
3) Rund um Rom
4) Kunst, Kultur und Kulinarisches

Das Foto, das einen Blick von der "Spanischen Treppe" ermöglicht, habe ich mir lange angesehen, bevor ich mich in den Text dazu vertiefte und las, dass sich hier die "Casa di Goethe" befindet, das Haus, indem der Dichter einst lebte. Man liest von interessanten Lokalen und Modeläden in der Nähe der "Spanischen Treppe, auch von schönen Hotels und prachtvollen Kirchen und hat Gelegenheit, sich wie in allen Folgekapiteln über das, was man besichtigen sollte, wo man shoppen und übernachten, aber auch, wo man gut speisen und etwas delikates trinken kann, in Erfahrung zu bringen. An der "Spanischen Treppe" übrigens befindet sich die berühmte "Hassler Villa Medici", ein Hotel der ersten Kategorie, auch das berühmte "Caffé Greco" und Geschäfte von Designern wie Brioni, Fendi und Bulgari.

Man liest alsdann vom "Forum Romanum", das bis zum Untergang des Römischen Reiches das politische, juristische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zentrum des Staates und der Hauptstadt war und hat die Chance, sich mit den Plätzen und Palästen der Antike auseinanderzusetzen und diese auf Bildern zu bestaunen.

Wie man erfährt, ist einer der beeindruckendsten Bauten des Forum Romanums die "Basilica di Massensio" (vgl.:S.30). Textlich wird hervorragend auf die vielen Ruinen und deren Geschichte eingegangen, nicht zuletzt auch auf das Kolosseum, das einst
50 000 Zuschauer Platz gab.

Der Autor Migge und der Fotograf Milovanovic unternehmen mit dem Leser einen Rundgang zum Kaptitol. Der Kapitolsplatz wurde übrigens von Michelangelo entworfen. Anschließend hat man Gelegenheit das antik-barocke Rom kennenzulernen und dort das Pantheon zu besichtigen, ein Gebäude, das vormals ein Rundtempel war. Es folgt eine nähere Beschreibung der "Piazza Navona" und deren Brunnen, auch liest man Näheres zu dem prächtigen "Fontana di Trevi".

Immer wieder wird auf Adressen zum Shoppen, Übernachten, Essen und Trinken und solchen für Nachtschwärmer hingewiesen, obschon ich mir kaum vorstellen kann, dass man nach einem umfangreichen Tagesprogramm noch große Lust für Nachtschwärmereien als Tourist haben kann.

Hervorragend wird man über den Vatikan informiert. Man liest hier auch von der Geschichte der neuen Peterskirche, an deren Vollendung Künstler wie Bramante und Michelangelo beteiligt waren. Die Bilder beeindrucken mich so sehr, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als noch in diesem Jahr Rom bereisen zu können.

Es führt zu weit an dieser Stelle all die Kunstgegenstände, die hier aufgeführt werden, zu benennen. Die "Stanzen" Raffaels müssen ein Traum sein und all die wundervollen Skulpturen, nicht zuletzt die "Laokoongruppe" !

Man hat Gelegenheit, sich auch mit dem anderen Rom, mit Esquilino und San Lorenzo zu befassen. Dort wohnen junge Künstler. Hier kann man offenbar gut speisen, einen historischen Eisladen besuchen und dergleichen mehr. Von da aus geht es weiter nach Trastevere, einem Ort, an dem einst arme Leute lebten, wo man aber auch einen schönen Renaissancebau besichtigen kann mit sehenswerten Fresken u.a. Raffaels Zyklus "Die Geschichte von Amor und Psyche".

Das Kirchenviertel um St. Giovanni und S. Croce wird thematisiert und das erste jüdische Ghetto in Europa, in dem heute wieder viele Juden leben. Es folgen eine Reihe weiterer hochinteressanter Sehenswürdigkeiten, die sehr gut beschrieben werden, darunter die Villa Borghese, die nicht nur eine erholsame Grünfläche(der zentrale Stadtpark), sondern auch eine Museumslandschaft.

Es führt zu weit all die anderen aufgeführten Orte, Straßen und Plätze zu nennen, Monti ist dabei, die Via Nazionale, der Süosten Roms die Castelli Romani. Zu besichtigen gibt es dort nicht zuletzt eine 1000 Jahre alte Abtei, zudem kann man in diversen Weinbars Frascatiweine genießen.

Man wird mit den Norden Roms vertraut gemacht, dem Osten Latinums und den schönsten Villen die Kaiser Hadrian einst bauen ließ, lernt die Strände der Römer kennen und kann sich mit römischen kulinarischen Spezialitäten befassen, um schließlich die Top-Ten für Rom-Neulinge und für fortgeschrittene Rombesucher im Überblick auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels nachzulesen.

Anfänger sollten natürlich die Caracalla-Thermen nicht vergessen und es nicht versäumen, die Katakomben zu besichtigen. Ganz klar!

Empfehlenswert.

PS: Das Buch hat bei mir bewirkt, dass ich am liebsten sofort die Koffer packen würde, um all die Sehenswürdigkeiten und schönen Plätze im Buch, in der Realität bewundern zu können.

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Rezension:Bella Arcadia: Das Italien der Literaten und Künstler (Gebundene Ausgabe)

Christina Höfferer, eine österreichische Reise- und Radjournalistin, nimmt den Leser mit auf eine kulturelle Reise durch Italien. Sie zeigt uns zunächst Besonderheiten von Piemont, das in ihren Augen herb, deftig und genussvoll ist. Dass sich in dieser Region vieles um das Essen und um die Trüffel dreht, ist allen bekannt, die sich mit entsprechenden Kochbüchern befassen oder selbst bereits, dem Kulinarischen nicht abgeneigt, in Piemont in die Töpfe guter Köche geschaut haben.

Die Autorin berichtet über Alba, der Hauptstadt der weißen Trüffel, aber auch über den in Alba geborenen Schriftsteller Beppe Fenoglio, der den Partisanenkrieg der Widerstandsbewegung während des Faschismus in Italien beschrieb. Sie schreibt auch über Asti und die Sehenswürdigkeiten dort und über einen legendären Rennrad-Pionier aus jener Stadt.

Diesen Wechsel von Kurzportraits interessanter Persönlichkeiten einzelner Regionen Italiens und der Schilderung von Landschaften, Orten und Sehenswürdigkeiten setzt sie in den folgenden 23 bebilderten Kapiteln fort. Gerade die Tatsache, dass sie immer wieder von Menschen erzählt, machen die Reisebeschreibungen so lebendig.

Die Autorin lernt die Tochter des Weingutsbesitzers Angelo Gaja kennen, welche sie über die Grundlagen des Ruhmes von Barbaresco aufklärt. Höfferer berichtet von ihren Eindrücken im Castello von Barbaresco, erzählt kurz die Familiengeschichte des Winzergeschlechts Gaja, bevor sie sich nach Bologna begibt. (Die Weine dieses Winzers sind übrigens superlecker.)

Es führt zu weit, alle Stationen ihrer Reise hier aufzuführen. Sehr gut gefallen haben mir die beiden Kapitel, die Höfferers Reise durch das Land der Etrusker beschreiben und berührt hat mich, dass die Autorin ein Kapitel den "Gärten der Finzi-Contini" widmet. Das großartige Buch Bassanis und den Film mit Helmut Berger kenne ich. Dass die Gärten der Finzi-Contini in Wirklichkeit nicht existieren, war mir bekannt, nicht aber dass der Autor sie an einer Stelle der Stadt Ferrara imaginierte, wo sich einst eine Delizia der Familie Este befand.

Fellini ist ein Thema, ein anderes Sardinien und die Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Grazia Deledda, deren hochgelobtes Erzählwerk um ihre Heimat Sardinien kreist.

Sehr gut gelungen ist die Beschreibung des Caffé Greco in Rom. Hier arbeiteten nicht nur Goethe, Dumas und Gogol, sondern unzählige weitaus weniger bekannte Schriftsteller. Zu den Schätzen des Kaffeehauses zählt ein Gemälde der Malerin Angelika Kauffmann. Sie war eine gute Freundin Goethes.

Einige sehr interessante Gebäude in Rom, die man als Normaltourist möglicherweise übersieht, kommen zur Sprache. Zu diesen gehört das "Keats-Shelley-Haus" an der Spanischen Treppe.

Dem berühmten Schriftsteller Cesare Pavese ist ein Kapitel gewidmet, dessen bekanntestes Werk "Der Mond und die Johannisfeuer", in alle Sprachen der Welt übersetzt wurde. Sehr lobenswert.

Begeistert bin ich natürlich, dass Christina Höfferer den von mir hoch geschätzten Lord Byron nicht vergessen hat und ihre Betrachtung Venedigs mit ihm beginnt. Byron lebte anderthalb Jahre in Venedig. Welch` Glück ist jenen beschieden, die ähnlich wie er, so viele Monate in dieser Stadt verweilen dürfen.

Ein gelungenes Buch. Empfehlenswert.

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Rezension:Traumziel Ostsee: Von Flensburg bis Usedom (Gebundene Ausgabe)

Bernhard Pollmann stellt in diesem textlich aber auch fotografisch hochinformativen Bildband die Landschaften an der Ostsee vor. Dabei berichtet er zunächst von Land und Leuten, von der Entstehung der Ostsee während der letzten beiden Eiszeiten, von dem Phänomen, wie Wind und Wellen die Küstenlandschaft veränderten und aus Sandhaken Nehrungen und Lagunen entstanden sind.


Aufgrund des Entstehens der Nehrungen wurden Meeresbuchten abgetrennt, die Haffe, die anderen Ortes als Lagunen bezeichnet werden (vgl.: S.12). Man erfährt, dass die südliche und baltische Ostküste über weite Strecken eine typische Haffküste sei. Die Begriffe "Stettiner Haff" und das "Frische" sowie das "Kurische Haff" wird der ein oder andere aus der Schule kennen. Sehr gut wird man darüber aufgeklärt, was man unter "Bodden" zu verstehen hat und auch über einstige mystische Orte an der Ostsee, die heute als Natur- und Kulturdenkmäler besichtigt werden können. Man lernt Hünen-, Riesen- und Langbetten kennen und erfährt auch Näheres zur neolithischen Revolution, durch die die technischen und geistigen Grundlagen gelegt wurden für die Jahrtausende bis zu den Umbrüchen der industriellen Revolution.

Die Hanse, die einst mächtigste Vereinigung von Bürgern im Heiligen römischen Reich Deutscher Nationen, kommt zur Sprache, die zwischen dem 13. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert Wirtschaft und Kultur in den Städten an der Ostsee prägte. Hier werden auch die architektonischen Glanzstücke aus jener Zeit kurz zur Sprache, die man später im Buch ausführlich betrachten kann. Störtebecker und seine Vitalienbrüder bleiben nicht unerwähnt und man lernt eine ganze Reihe von Leuchttürmen kennen, die zu den markantesten Bauten an der Ostsee zählen.

Gefallen hat mir, dass im Rahmen eine sehr aufschlussreiche Schilderung des Seebädertourismus auch von der Erfindung des Strandkorbs berichtet wird. Deutschlands älteste Strandkorbfabrik nahm übrigens 1925 auf Usedom die Produktion auf.

Das Buch ist in folgende die Rubriken alsdann gegliedert:

Schleswig- Von Flensburg zur Kieler Förde
Holstein- Von Kiel nach Lübeck
Mecklenburg- Vom Klützer Winkel zur Rostocker Heide
Rügen- Deutschlands größte Insel
Vorpommern-Vom Fischland zum Stettiner Haff
Usedom- Deutschlands östliches Inselparadies

Anhand eines übersichtlichen Kartenausschnittes kann man sich kundig machen, wo die einzelnen Landschaften und Orte lokalisiert sind. Es ist unmöglich im Rahmen der Rezension auf alle Orte, Sehenswürdigkeiten und Landschaften im Buch näher einzugehen. Dass Flensburg eine alte "Rumstadt" ist, wusste ich bislang noch nicht. Über die "rumreiche" Vergangenheit wird man gut informiert und begreift sofort, weshalb bei einem Besuch Flensburgs auch das einzige Rum-Museum Deutschland besichtigt werden sollte.

Lobend erwähnen möchte ich die Beschreibung sagenumwobener Kultstätten in Schleswig, die Mooropferplätze dort und auch die Heilige Quelle, die noch heute ein Anziehungspunkt für viele darstellt. Traumhaft ist die Landschaft an der Schlei, über die sehr einladend berichtet wird. Die Schlei stellt das größte Brackgewässer in Schleswig-Holstein dar. Für seltene Pflanzen- und Tierarten sind ihre Nebenbuchten ein idealer Lebensraum.

Thematisiert wird u.a. die Wikingersiedlung Haitabu am Danewerk, aber auch das Inselschloss Gottorf, ein fünfflügeliger Prachtbau, der mit seinen Gärten und Parks zu einem der schönsten baulichen Ensemble der Ostseeküste zählt. Kiel wird sehr gut porträtiert. Diese Stadt habe ich vor einigen Jahren besucht und war nicht sehr von deren Architektur angetan. Bestens beschrieben wird die Landschaften der Insel Fehmarn und die Glanzlichter in Ostholstein, zu denen Travemünde und Lübeck zählen. Dem Buddenbrookhaus in Lübeck hat man eine besonderes Augenmerk gewidmet.Neben dem Holstentor und anderen bekannten Backsteingebäuden in der Stadt, wird nicht vergessen über das Lübecker Marzipan zu berichten.

Anschließend lernt man das von mir sehr geschätzte Mecklenburg näher kennen, kann sich mittels Fotos in die schönen Landschaften dort vertiefen, erfährt über die Hansestädte Wismar, Rostock, Stralsund und über die Inselwelten Näheres. Poel ist Mecklenburgs fruchtbare Insel. Bis vor kurzem kannte ich die Insel noch nicht. Sie begann mich zu interessieren als ich erfuhr, dass sich ein Mensch, der mir als sehr junge Frau viel bedeutete, dorthin zurückgezogen hat. Die Insel ist Deutschland ältestes Seevogelschutzgebiet. Allerdings muss man nicht Biologe sein, um dort hin auszuwandern. Juristen tun es offenbar auch. Vielleicht haben sie weit mehr Grund dazu, sich auf eine solche Insel zurückzuziehen als Biologen.

Traumhaft dargestellt werden die Seebäder Kühlungsborn und Heiligendamm und noch besser die Insel Rügen mit ihren Hünengräbern und Opfersteinen, ihrer Hauptstadt Bergen und dem dortig ältesten Bauwerk der Insel, die durch ihre zauberhaften Alleen besticht. Sehr gut wird man mit Putbus, der weißen Stadt am Meer vertraut gemacht, auch mit dem bedeutendsten Seebad der Insel nämlich Binz, der Halbinsel Mönchgut, der Urwaldinsel Vilm, dem Nationalpark Jasmund mit seinen Kreideklippen und Buchenwäldern sowie den botanischen Raritäten dort. Es gibt dort u.a. alleine 27 Orchideenarten, darunter auch den Frauenschuh. Man lernt Arkona, Rügens Nordkap kennen, auch das Fischerdorf Vitt und erfährt, dass die flachen Bodden von Ummanz sie zur Kranichinsel machen.

Die Halbinsel Fischland lernt man kennen und das wunderschöne Ostseebad Ahrenshoop. In dieser Künstlerkolonie lebten vor über 100 Jahren schon Maler, Künstler und Kunsthandwerker, deren Häuser heute unter Denkmalschutz stehen. Zingst wird sehr gut beschrieben und auch der Ort Ribnitz-Damgarten, den ich schon besucht habe, weil dort eine Tante von mir einst lebte. Damals lernte ich auch Stralsund kennen, eine Stadt von der ich hoffe, sie noch einmal zu sehen, weil sie mich auf besondere Weise fasziniert hat. Bei einer solchen Reise hoffe ich allerdings auch Greifwald näher kennen zu lernen und die Ruinen des Klosters Eldada am Greifswalder Bodden, die Caspar David Friedrich einst zu seinem berühmten Gemälde inspirierten. Diesbezüglich wird man im Buch ebenfalls gut informiert. Wolgast und die Insel Usedom bleiben auch nicht ausgespart. Hier werden die Bäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck beeindruckend vorgestellt.

Im Anschlusskapitel "Ostsee kompakt" erhält man einen guten Überblick über alles Wissenswerte, wie etwa Anreisemöglichkeiten, Klima und Wetter, kulinarische Spezialitäten und Veranstaltungshöhepunkte. Eine Zeittafel zur Geschichte der Ostsee schließt das empfehlenswerte Buch ab.

Der bislang beste Bildband, den ich zum Thema Ostsee gelesen habe.

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Rezension: Geheimnisvolle Steiermark


Nicht nur Personen, die bevorzugt in der Steiermark ihre Ferien verbringen, werden Freude an dem vorliegenden, reich bebilderten Buch haben, das die Autoren Reinhard M.Czar und Gabriela Timischl auf den Weg gebracht haben. Die Steiermark, so kann man dem Klappentext entnehmen kann, ist flächenmäßig das zweitgrößte Bundesland, das sich zwischen dem Dachstein im Norden und den Weinbaugebieten im Süden durch eine enorme Vielfalt auszeichnet.

Zur Sprache gebracht werden 65 steierische Besonderheiten, denen ein Besuch abzustatten nicht uninteressant ist. So ist beispielsweise vom "Tal der Schmetterlinge" die Rede, einem unbekannten Naturjuwel in der Spitzbachklamm. Dort gibt es vom Aussterben bedrohte, seltene und an sich eher in anderen Gegenden beheimatete Schmetterlingsarten. 500 Arten sind mittlerweile bekannt, allerdings rechnen die Forscher mit weit mehr als 1000 dieser Arten. Fotos vom Pantherspinner und vom Jakobs-Bärenspinner machen neugierig auf dieses Paradies, in dem man natürlich auch unzählige seltene Pflanzen kennenlernen kann.

Man liest Wissenswertes über den Minnesänger Ulrich von Liechtenstein, lernt seine Frauenburg bei Unzmarkt kennen und hat Gelegenheit eine Zeitreise zu den "Ursteieren" und zu einem magischen Quell am Hochlantsch zu unternehmen. Natürlich gibt es dort auch eine Wallfahrtskirche. Das hier entspringende Wasser soll bei Augenleiden helfen. Über die Magie des Ortes gibt es diverse Legenden, die man im Buch nachlesen kann.

Berührend finde ich die Geschichte von Anna und ihrem Jungfernsprung. Wenn Liebe und Tod eine Einheit bilden, sind die Protagonisten wohl immer unsterblich. Julia und Anna sind Beispiele dafür.
Es ist unmöglich an dieser Stelle zu all den geheimnisvollen Sehenswürdigkeiten Stellung zu nehmen, deshalb habe ich versucht an einigen Beispielen aufzuzeigen, worum es in diesem Buch geht.

Mir gefallen die in die Texte eingebundenen Sagen, die den Blick für eine Welt öffnen, die in unserer Zeit der Zahlen und Fakten sehr an Bedeutung verloren hat. Es sind diese Traumwelten, die Dichter einst inspirierten, Balladen zu schreiben.
Empfehlenswert.

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Rezension:Indien - Eine Bilderreise (Gebundene Ausgabe)

National Geographic hat mit "Indien- Eine Bildreise" nicht nur ein Fest für die Augen für all jene geschaffen, die sich ab und an gerne in Traumwelten aufhalten, sondern wartet zudem textlich mit umfangreichen Informationen über Indien auf.

Untergliedert ist das Buch in:

Land der Vielfalt- Kulturgeschichte
Nordindien-Im Land der Hochpässe
Nordwestindien-Ein Märchen mit Zukunft
Nordostindien-An den Ufern des Ganges
Kolkata-Sitz der Göttin Kali
Mittelindien- Das Herz Indiens
Mubia-Die Stadt der Träume
Südindien-Das ursprüngliche Indien
Bangladore- Die Hauptstadt des Business

Der indische Kulturraum, der den gesamten südostasiatischen Subkontinent umfasst, kann auf eine beinahe 5000-jährige Geschichte zurückblicken. Dabei haben Begegnungen mit Eroberern und Einwanderern aus Zentralasien, Persien und Mazedonien, mit Handelspartnern aus Rom und China sowie während der Kolonialzeit mit diversen europäischen Ländern stets zur Aufnahme neuer Elemente in der indischen Architektur, Kunst, Musik und Literatur geführt, (vgl.:S. 8).

Im Rahmen des Kapitels über Kulturgeschichte lernt man die einzelnen Epochen und Dynastien kennen, nicht zuletzt auch die vedische Periode(ca. 1500-500 v.Chr.). Die ein oder anderen haben sicher schon von Veda gehört. Das ist eine Sammlung altindischer, religiöser Texte, die hymnische Loblieder an die Götter, Melodien für deren Gesang und begleitende Opfersprüche enthalten.



















Man wird auch das Leben des Buddha unterrichtet, der zwischen 563 bis 483 v. Chr. gelebt haben soll. Die islamische Invasion kommt zur Sprache und auch die britische Kolonialherrschaft, bevor die Reise durch die einzelnen Regionen beginnt. Man erhält weitrechende Einblicke in die Gepflogenheiten der Menschen Indiens, lernt Fluss- und Seenlandschaften näher kennen und es werden traumhafte Städte Paläste und Tempelanlagen sowie farbenprächtige Massenhochzeiten thematisiert. Des Weiteren lernt man Religionsgemeinschaften kennen aber auch Metropolen der Hoffnung wie Delhi.
Thematisiert werden die Wahlen in Indien auch der Islam dort, den arabische Kaufleute im 7. Jahrhundert ins Land brachten. Das Taj Mahal, das Grabmal der Kaiserin Mumtaz lernt man kennen und natürlich auch Jaipur mit seinen beeindruckenden Palästen. Bilder von "Kumbh Mela" bleiben nicht ausgespart. 2001 strömten 70 Millionen Pilger nach Allahabad, um sich am Zusammenfluss von Ganges, Yamuna und Saraswati rituell zu reinigen.

Neben dem alte Indien der Unterdrückung lernt man auch das neue Indien der IT-Branche kennen. Das neue Indien, so hoffe ich, wird dafür sorgen, dass sich die Armut minimiert, dass das Kastendenken dem Gestern angehört und die Menschen sich ihren Fähigkeiten gemäß entwickeln können.

Ein Buch, dessen Bilderwelt Reisefieber aufkommen lässt.

Copyright-Hinweis:"Indien-Eine Bilderreise/National Geographic" .

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Rezension:Geo Saison Extra Kurzreisen: 31/2011 [Broschiert]

Diese „Geosaison extra“ stellt die besten Kurzreisen- 17 Traumziele- aus Geosaison vor und wartet mit lesenswerten Reisereportagen auf, die den Leser nach Amalfitana , Marrakesch, zu einer Oberpfalz-Radtour, nach Lissabon, ins Ötztal, nach Venetien, auf Rügen, nach Palma und nach Perpignan mitnehmen.


Neben eine Fülle wirklich einladender Bilder von diesen schönen Reisezielen und interessanten Erlebnisberichten, erhält man jeweils sehr gute Info im Hinblick auf Übernachtungsmöglichkeiten und wird auch nicht im Ungewissen gelassen, wo man gut essen und trinken kann. Wichtige Daten wie etwa Adressen von Fremdenverkehrsämtern werden immer mitgeliefert.

Auf den letzten Seiten hat man Gelegenheit Kurzberichte zu Städtereisen nach Berlin, Edinburgh, Granada, Stockholm, Tallinn und Petersburg zu lesen.

Dieses Magazin macht wirklich Lust auf eine Kurzreise. Hätte ich die Wahl, würde ich wohl nach Mallorca reisen und zwar dort zur wilden Küstenlandschaft und den versteckten Paradiesen. Es soll hier romantische Buchten geben, wo man fast allein ist. Wer hätte das gedacht.

Empfehlenswert.

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Rezension:Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Luxemburg (Gebundene Ausgabe)

Die Autorinnen Annette Beckmann und Ursula Furlan sowie die Fotografin Mechthild Schneider nehmen die Leser mit auf eine kulinarische Reise durch Luxemburg.

Gleich zu Beginn kann man sich anhand einer Karte klar machen, wo die im Buch beschriebenen Orte lokalisiert sind. Die Zahlen auf der Karte sind identisch mit den Seitenzahlen der einzelnen Betriebe in diesem Buch und bezeichnen die Lage der Region.


Gegliedert ist das reich bebilderte Buch wie folgt:

Die Luxemburger Mosel-nicht nur kulinarisch ein Genuss

Die Luxemburger Schweiz ganz groß

Der Luxemburger isst gerne

Die Ardennen-überall ist grün

Rund um die Großstadt herum

Vergangenheit und Zukunft gekonnt vereint

Luxemburg- Die Stadt der Gourmets

Vorgestellt werden Restaurants und Betriebe, in denen kulinarische Besonderheiten hergestellt werden und man lernt Sehenswertes im letzten Großherzogtum der Welt kennen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Essen und Trinken, das erwähne ich trotz allem, damit keine Missverständnisse aufkommen.

Man liest vom Ort Schengen und dem gleichnamigen Abkommen, wodurch am 14.Juni 1985 die stationären Grenzkontrollen abgeschafft worden sind. Heute stehe der Austausch von Kultur, Kunst und Tradition zwischen den drei Ländern im Vordergrund und auch die verschiedenen Küchen Deutschlands, Frankreichs und Luxemburgs im Vordergrund, (vgl.: S.15). Auf das Naturschutzgebiet Haff Remich wird man hingewiesen und auf die Tatsache, dass keiner die Mosel wirklich kenne, der dort noch nicht durch die Weinberge gewandert sei. Wenn man von den Weinbergen aus ins hügelige Hinterland fährt, soll sich das mediterrane Klima der Mosel stark verändern.

Weinliebhaber dürfen sich freuen, denn man lernt einige sehr gute Weingüter im Buch kennen, so auch die "Domaine Henri Ruppert" in Schengen. In der Weinstube dort hat man Gelegenheit die Weine vor Ort zu verkosten, die von kleinen Gerichten begleitet werden sollten, sofern man es nicht nur bei einem Glas belässt.

Im Rahmen der Weingüter wird auch "Les Domaines de Vinsmoselle" kurz skizziert, wo man offenbar sehr gute Weine verkosten kann. Es ist unmöglich all die Weingüter, die im Buch beschrieben sind, hier zu benennen. Gewiss ist es kein Fehler in der "Domaine Cep d` Or", dem größten Weingut des Großherzogtums, ein Weinseminar zu besuchen, um sich Grundkenntnisse im Hinblick auf Luxemburger Weine anzueignen.

Vorgestellt wird auch die "Distellierie Clos du Fourschenhaff" in Ehnen. Hier werden Edelbrände hergestellt, die bereits viele Auszeichnungen erhalten haben und natürlich allerbeste Restaurants, wie etwa das "Restaurant Joel Schaffler", das mir vom Interieur her besonders gut gefällt. Schaeffler ist der jüngste Spitzenkoch in Luxemburg und schaffte es bereits auf dem Wettbewerb "Bocuse d` Or" sein Land zu vertreten. Sein Markenzeichen soll eine leichte Küche sein mit viel Gemüse, Tomaten, Artischocken, Mandeln, Oliven, angereichert mit Äpfeln und Birnen der Region, (vgl.: S.46).

Traumhaft sind die Bilder von der "Kleinen Luxemburger Schweiz". Dort erschließt sich dem Besucher in der Region Müllerthal mit seinen ausgeklügelten Wanderwegen eine geheimnisvolle Felsenlandschaft aus Sandstein. Im 18. Und 19. Jahrhundert soll es dort über 80 Mühlen gegeben haben. Besuchen kann man u.a. den Ort Echternach und die dortige Abtei und Basilika, aber auch die imposante Burg Beaufort. Vorgestellt werden die Liköre aus diesem Renaissance-Schloss, die nach einem Geheimrezept des ehemaligen Schlossherrn kreiert werden. Während der Sommermonate kann man übrigens verschiedene Veranstaltungen auf der Burg besuchen.

Man lernt verschiedene Käsereien näher kennen und immer wieder bemerkenswerte Restaurants. Mich spricht das "Le Cigalon in Müllerthal im Müllerthal" besonders an. Philippe Stoque hat in Südfrankreich drei Jahre lang in einem 3 -Sterne-Restaurant gekocht. Die Spezialität des Hauses ist Lamm, wobei ich wohl lieber die "Jakobsmuscheln an Steinpilzrisotto mit einer Schwarzwurzelemulsion" bevorzugen würde.

Die Luxemburger sollen gerne gut speisen, liest man. Man lernt zahlreiche Gerichte der traditionnel Küche dort kennen, darunter "Ardenner Schinken", Rieslingpasteten und "Quetschflued".

Etwa in der Mitte des Buches warten auf den Leser 28 Rezepte. Diese wurden seitens der Restaurants, die im Buch vorgestellt werden, beigesteuert. Die Rezepte sind gut gegliedert und lassen sich problemlos nachkochen. Meine Lieblingsrezepte sind "Gebratenes Zanderfilet auf Trüffelrisotto an einer Pinot-noir-Sauce" und die "Bachforelle mit Pilzen gefüllt". Wer gerne Fleisch isst, sollte das "Lamm mit Thymiankruste" zubereiten. Das Rezept klingt vielversprtechend.

Mir gefällt die Idee Rezepte aus den vorgestellten Restaurants zu präsentieren, weil man auf diese Weise mehr über das tatsächliche Kochniveau des Hauses erfährt als in normalen Restaurantführern.

Sehr schön werden die Ardennen beschrieben. Hier lernt man die mittelalterliche Stadt Clervaux und "Schloss Wiltz" kennen und erneut eine Fülle schöner Restaurants u.a. auch in Vianden, einer mittelalterlichen Stadt am Rande der Ardennen.

Restaurants rund um die Großstadt herum und auch das Grubenmuseum Cockerill kommen zur Sprache und schließlich der "pavillon madeleine" von Lea Linster in Kayl. Sie kocht dort auf höchstem Niveau und ist wohl die allererste Adresse im Großherzogtum, wenn es um das Stillen kulinarischer Bedürfnisse geht.

Die Stadt Luxemburg soll die Stadt der Gourmets sein. Man lernt im Buch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen und exquisite Restaurants, bei denen es schwer fällt eine Wahl zu treffen. Ich würde wahrscheinlich das "Le Bouquet Garni" aufsuchen, das einen Stern hat. Thierry Duhr war übrigens Souchef bei Lea Linster.

Im Adressenverzeichnis zum Schluss werden alle Restaurants und kulinarischen Betriebe mit Anschrift, Telefonnummer, Website und E-Mailadresse vorgestellt, sodass man schon mal vorbestellen kann, wenn man plant ein paar Tage in Luxemburg zu verbringen.

Ich war bereits einige Male in Luxemburg, eine Reise dorthin lohnt sich. Durch das Buch habe ich viel dazu gelernt und weiß nun, wo ich das nächste Mal speisen werden, wo ich Wein kaufen und welche Sehenswürdigkeiten ich mir zu Gemüte führen werde.

Sehr empfehlenswert.

Bilder:Copyright: © 2011 Neuer Umschau Buchverlag GmbH, Neustadt/Weinstr. /A. Tauber/F. Rettig

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Rezension:Südwestengland: Mit allen Infos und Tipps zu den schönsten Gärten und ihrer Umgebung (Taschenbuch)

Dieser Gartenreiseführer der Landschaftsarchitektin und Gartenjournalistin Heidi Howcroft enthält eine Fülle von Informationen, Tipps und auch Fotos zu den schönsten Gärten in Südwestengland.

Die Autorin untergliedert das Buch in die Gärten der Grafschaften:

Dorset
Sommerset
Devon
Cornwall

Nach einer knappen Einführung erhalten potentielle Gartenbesucher einige Hinweise, wie man sich in den Gärten Südwestenglands als Gast zu verhalten hat und wie man eine Gartenreise plant.

Allen Gärten vorangestellt ist der "Stourhead Garden", der zwar in der Grafschaft Whitshire liegt, offenbar jedoch so schön ist, dass man ihn während der Reise nicht aussparen sollte. Zu allen Gärten im Buch (subtropischen Paradiese, naturhafte Landschaftsgärten, botanische Sammlungen, architektonische Gärten, Parkanlage und Cottage-Gärten) erfährt man immer die konkrete Anschrift mit Telefonnummer, den Namen des Eigentümers, eine Kurzbeschreibung des Gartens, die Entstehungszeit, den Gestalter, die Größe, die empfohlene Jahreszeit und die Mindestzeit für Besuche, die Anfahrt, die Öffnungszeit und die Eintrittspreise. Mittels kleiner, individueller, stimmungsvoller Texte wird man über jeden Garten informiert.
Mir haben es die subtropischen Gärten wie etwa "Abbotsbury Subtropical Gardens" in Dorset besonders angetan, die in Stichworten folgendermaßen beschrieben sind:" Subtropischer Waldgarten, Wald- und Schattenpflanzen, Liebhabergarten, Sumpfgarten, Ziergräser-Rabatten, Mittelmeergarten, Seerosenbecken, Frühlingsblüher, Nationale Sammlung von Hoheria",(Zitat. S.26).

Ein Lob dafür, dass man neben den guten Gartenbeschreibungen auch mehr über das Umfeld erfährt, beispielsweise über den nackten Mann von Cerne Abbas, von dem man noch immer nicht weiß, ob er ein Fruchtbarkeitssymbol aus der Eiszeit oder aber eine Protestaktion aus dem 17. Jahrhundert gegen die puritanische Regierung Oliver Cromwells war.

Einen Garten in Cornwell liebe ich. Er nennt sich "Trebah Garden" und beinhaltet ein subtropischer Waldgarten, einen Bachlauf mit Sumpfgarten, einen Sammlergarten und einen Pflanzenliebhabergarten.

Eine Reise nach Südwestengland, deren primäre Absicht darin besteht, dort Gärten zu besuchen, bedeutet sich in ein Paradies auf Erden aufzumachen. Um eine solche Reise stressfrei zu erleben, ist es sinnvoll, zuvor bereits diesen Gartenreiseführer gelesen zu haben und genau zu überlegen, welche Gärten man sehen möchte. Genuss heißt auch in diesem Fall, sich auf weniges zu beschränken.
Empfehlenswert.


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Rezension: Paris AAD - Art, Architecture, Design (Taschenbuch)

Dieser Reiseführer thematisiert neben Design-Restaurants und angesagten Newcomer-Galerien sogenannte Klassiker, wie etwa den Louvre, das Museé Rodin etc., sowie sehenswerte Beispiele moderner Architektur. Das Taschenbuch ist handlich und lässt sich in jeder Jackentasche problemlos unterbringen.

Die Empfehlungen im Buch sind untergliedert in die Kapitel Art, Architecture, Design. Anhand einer Ausschnittkarte zum Schluss kann man nachsehen, wo sich die jeweilig besprochenen Orte befinden.

Man erhält zu den einzelnen Orten jeweils die Adresse und die Öffnungszeiten und immer auch mittels Fotos visuelle Eindrücke, sowie eine Kurzbeschreibung in englischer, französischer, spanischer und deutscher Sprache.

Am Beispiel der Louvre-Beschreibung möchte ich kurz aufzeigen, was Sie in den Kurzbeschreibungen erwartet: "Er gilt als eines der schönsten und größten Museen der Welt. Gerade 8% des Bestandes, der von der Antike bis 1848 reicht und alle wichtigen Kunstepochen und- regionen umfasst, sind ausgestellt. Darunter Publikumsmagnete wie die "Venus von Milo" oder die "Mona Lisa". Aufwendige Restaurierungen ermöglichen eine zeitgemäße museale Präsentation, und die Werke zeitgenössischer Künstler hielten Einzug: so schmückt seit 2010 ein Gemälde Cy Twomblys den Bronzesaal der Antike." Nach meiner Ansicht genügt dies als Kurzinfo. Alles Weitere kann man bei einer Führung vor Ort in Erfahrung bringen.

Bei einem nächsten Besuch in Paris werde ich mich noch mehr mit der Architektur befassen. Die diesbezüglichen Hinweise im Buch haben mich sehr neugierig gemacht. Besonders interessant finde ich das Technik- und Industriemuseum des Architekten Adrian Fainsilber, - "Cité des Scienes" genannt, das wie eine futuristische Fabrik aus Glas und Stahl anmutet.

Bei den Design-Restaurants sollte man sich das "Le George" nicht entgehen lassen. Die Dachterrasse soll als die schönste von Paris gelten, mit einer geradezu umwerfenden Sicht auf Notre Dame und Montmartre.

In der Folge lernt man auch sehr hübsch gestaltete Bars und Shops in Paris kennen.

Es gibt also viele Besonderheiten zu sehen, wie das Büchlein verdeutlicht und manches, was man in herkömmlichen Reiseführer nicht findet.

Empfehlenswert.

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Rezension:Über die Alpen nach Italien: Zu Fuß 1500 Kilometer auf den Spuren Heinrich Heines (Gebundene Ausgabe)

Der 1955 geborene freie Journalist, Vortragsreferent und Fotograf Achill Moser hat sich unmittelbar nach dem Abitur seines jüngsten Sohnes Aron auf den Weg gemacht, um mit diesem gemeinsam auf den Spuren Heines von München nach Florenz zu Fuß zu gehen. Heine fuhr die 1500 km umfassende Strecke einst mit der Kutsche.


Vater und Sohn schreiben im Wechsel die einzelnen Kapitel des spannend zu lesenden Reiseberichtes. Berichtet wird nicht nur von Sehenswertem, sondern von den Lauferfahrungen, den Befindlichkeiten und Überlegungen unterschiedlicher Art, die das 75 Tage lange Beisammensein mit sich brachten. Verwoben in den Gesamttext sind zahllose Textpassagen aus Heines Heines "Reise nach Italien".


Achill Moser lässt nicht unerwähnt, dass Heine damals das Klischee eines Italienreisenden erfüllte und wie viele Söhne der gehobenen Bürgerschicht und des Adels auf große Tour ging, motiviert durch Fernweh, Neugier und Begegnungslust,(vgl.: S.57). Moser sen. erzählt zunächst auf wenigen Seiten Heines Leben und auch wie es zu der Italienreise kam, zu der er sich im Alter von 31 Jahren entschied.

Auf der Reise selbst ist Heine gewissermaßen dann der Dritte im Bunde, dessen Fahrt in der Kutsche in jenen Tagen auch nicht gerade ein Spaziergang war. Es ist interessant zu beobachten, ob die drei Personen einzelne Orte wirklich unterschiedlich wahrnehmen. Hat sich der Blick auf einen Ort wie Verona oder Florenz im Laufe der Zeit verändert?

Mir gefällt, dass Achill und Aron Moser diese körperlich beschwerliche Reise gemeinsam durchführen. Auf eine solche Weise ein Kind ins Leben zu entlassen, halte ich für nachahmenswert. Die vielen Gespräche, die Nähe, die gemeinsame Erfahrung, das Vertrauen wird sich nicht nur im Heute, sondern wohl auch in der Zukunft positiv auszahlen. Einander kennen- und vertrauen lernen ist in Extremsituationen am besten möglich. Wie viele Väter kennen heute ihre Söhne und Töchter noch, wenn diese das Kleinkindalter hinter sich gebracht haben? Selbst dann, wenn sie in einer gemeinsamen Wohnung leben, bleibt nicht selten das Eigentliche verborgen. Doch je besser man sich kennenlernt, umso geringer werden die Missverständnisse, deren Konsequenz nicht selten Funkstille ist. Eine banale Erkenntnis, aus der selten die richtigen Folgerungen gezogen werden.


Empfehlenswert.

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Rezension: Romantisches Wien: Verschwiegene Orte · Verträumte Winkel (Gebundene Ausgabe)


 Die Autorin Dr. Barbara Sternthal und der Fotograf Carlos de Mello thematisieren in diesem schönen Buch die verschwiegenen Orte und verträumten Winkel von Wien. Wer mit dem Begriff Romantik kein Problem hat, wird sich ohne Vorbehalte auf das Buch einlassen können. Der Portugiese Carlos de Mello, der seit über 10 Jahren in Wien lebt, hat mittels seiner Fotos ein sehr einfühlsames Porträt von Wien realisiert, das von aufschlussreichen, erläuternden Texten Dr. Sternthals begleitet wird.

Gegliedert ist das Buch in die Kapitel:
-Walzertraum und Frühlingsblühen - Eine Verführung

-Schmale Gassen, bezaubernde Plätze - Durch die Innenstadt Wiens
-Wie im Dorf- Jenseits der alten Basteien

-Grüne Oasen -Wo Wien blüht

-Imperiale Romantik- Wo Adel und Herrscher die Pflicht vergaßen

-Der Saum der Stadt - Als wär`s ein Stück vom Himmel

Mein besonderes Augenmerk gilt dem Saum der Stadt, den Orten Grinzing, Nussdorf etc. Dort soll die Weinbautradition im Osten Österreich ihren Anfang genommen haben. Dass Ludwig von Beethoven eine Weile in der Kahlenberger Straße in Nussdorf gewohnt hat, kann ich gut nachvollziehen, denn der Ort ist Idylle pur.

Zauberhaft sind auch die Aufnahmen, die Skulpturen inmitten vom Grün des Parks von Schloss Schönbrunn zeigen und andere jenseits der alten Basteien.

Wenn Romantik das ist, was ein melancholisches Wohlgefühl auslöst, so trifft das auf die meisten der vorgestellten Ecken und Winkel zu. Weshalb Romantik fast immer mit alter Pracht oder Naturaufnahmen in Verbindung gebracht wird, lässt mich nachdenklich werden. Vielleicht sind wir heutzutage nicht mehr in der Lage, diesem melancholischen Wohlgefühl gestalterisch geschmackvoll Ausdruck zu verleihen und zwar aus Angst davor, dass etwas Kitschiges dabei herauskommt.

Empfehlenswert.

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Rezension:Das große Reisebuch: 100 Traumziele für vier Jahreszeiten (Gebundene Ausgabe)

Das Autorenteam Dr. Klaus Viedebantt, Jochen Müssig, Roland F.Karl und Bernd Schiller haben dieses sehr informative, reichbebilderte Reisebuch auf den Weg gebracht, das 100 Traumziele für vier Jahreszeiten enthält.

Die Reiseziele sind den vier Jahreszeiten und jeweils den einzelnen Kontinenten zugeordnet. Wer Sizilien aufsuchen möchte, sollte dies beispielsweise im Monat April tun, weil es dann noch nicht so heiß ist und man besser Rundfahrten zu den archäologischen Stätten unternehmen kann. Zu jedem der Reiseziele erfährt man die beste Jahreszeit, erhält besondere Reisetipps, wird auf die Highlights hingewiesen und bekommt im Rahmen eines kleinen, informativen Textes einen Überblick über das, was man am Reiseziel dann zu erwarten hat.

Meine persönlichen Traumziele im Frühling sind eine Rundreise durch die Toskana und Reisen nach Sizilien, zum Jakobsweg, nach Madeira, Kreta und Malta sowie Reisen zu bestimmten Orten in Syrien und Jordanien. Doch das ist Geschmackssache. Exotische Reiseziele wie "Bhutan" sind gewiss auch nicht uninteressant. Ein Aufenthalt im Wellnesstempel "Uma-Paro" scheint allerdings ein ziemlich kostspieliges Vergnügen zu sein.

Bei den Sommerzielen ist u.a. die Provence angeführt. Da ich mich in dieser Region schon häufiger aufgehalten habe, kann ich bestätigen, dass die Informationen wirklich bestens sind. Alle Wesentlichkeiten sind aufgeführt. Das gilt auch für das Reiseziel "Loiretal". Die aufgeführten Schlösser habe ich besucht. Es freut mich, dass man "Azay-le Rideau" nicht vergessen hat und man auch auf das Kloster "Fontevraud" hinweist. Dort befindet sich u.a. das Grab von Eleonore von Aquitanien, die in diesem Kloster einige Jahre auch lebte. Diese Klosteranlage ist die sehr beeindruckend und damit wirklich sehenswert. Was nicht erwähnt wird ist, dass es in der Klosteranlage ein preisgünstiges, sehr gutes Hotel gibt, das ich an dieser Stelle gerne empfehle. Ein wirklicher Geheimtip für Loire-Reisende.

Schön beschrieben ist das Reiseziel Peru. Unsere Sommermonate sind die dortigen Wintermonate. Das soll die ideale Saison für Andentouren sein. Leider habe ich die Anden noch nicht bereist. Sie sind aber nach wie vor eines meiner Traumziele, nicht nur wegen Cuzco, Machu Picchu und dem Titicacasee, sondern auch wegen der Menschen dort und der bunten Märkte der Indios.

Von den vorgestellten Inselwelten machen mich die Seychellen, Mauritius und Réunion und Polynesien am neugierigsten. Die beste Reisezeit soll jeweils der Sommer sein. Alle diese soeben erwähnten Insel-Paradiese sind ziemlich kostspielig. Das darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Die Reiseziele- auch für den Herbst und Winter- sind sehr gut gewählt und man erhält stets einen ersten, recht aufschlussreichen Eindruck. Mich faszinieren die Bilderwelten in diesem Buch, die zunächst zur gedanklichen Reise einladen. Ob die Wünsche, die daraufhin entstehen, realisiert werden können, hängt freilich von vielen Kriterien ab. Wer Flugangst hat, für den ist es unmöglich, manche Orte zügig zu erreichen, ganz egal wie groß der Geldbeutel ist. Manche Leute vertragen feucht-warmes Klima nicht, andere haben Angst vor Attentaten. Tausenderlei Gründe stehen nicht selten dagegen seine Traumreisen zu verwirklichen. Das Buch hilft in diesem Fall auch neue Traumreisen aufzutun, die sich einfacher realisieren lassen. Auch eine Reise nach Oberbayern kann wunderschön sein, wie die Infos von Seite 10-11 deutlich machen.

Das Buch ist kein Reisekatalog, also erwarten Sie bitte keine Reisepreisauflistungen.

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