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Rezension:Reise durch das Land des Prosecco: Mit Fotos von Marion & Martin Assam (Gebundene Ausgabe)

Dies ist ein kleiner handlicher Reiseführer von Hans Messner mit Fotos von Marion und Martin Assam, der den Leser durch das Land des Prosecco führt. Jeder kennt dieses Kultgetränk, über das man im Buch gleich zu Beginn ausführlich aufgeklärt wird. Auf über 15 Gemeinden, etwa 30 Kilometer Luftlinie und 4350 Hektar erstreckt sich das DOCG- Gebiet (Näheres zum Begriff auf Seite 13 des Buches), auf dem die Weine für Prosecco wachsen und dort auch wird Prosecco als Stilwein (Tranquillo), als Perlwein (Frizzante) und als Sekt (Spumante) hergestellt, (vgl.: S.13). Einzelne Proseccosorten werden vorgestellt, auch der "Verdiso", der ein alter Platzhirsch der Region verkörpert und den man gerne zu Fisch oder verschiedenen Risotto reicht.

Messner thematisiert in einzelnen Kapiteln die Reiserouten:
Entlang der nördlichen Strada del Prosecco- Vittorio Veneto- Valdobiande
Im Herzen der Strada des Prosecco- Tarzo- Follo bei Valdobbiadene
Entlang der südlichen Strada del Prosecco-Conegliano- Farra di Soglio- Vidor- Conegliano
"Heilige" Landschaft am Fluss- Quartier del Piave
Conegliano- Hauptstadt des Prosecco
Valdobbiadene- die kleine Schwester
Romantik in den Colli Asolani
Und in der Mitte der Montello
Treviso- Stadt zwischen den Flüssen
Köstliche Provinz Treviso

In diesen Kapiteln wird man über jeweils Sehenswertes unterrichtet und erhält auch immer Tipps, wo man speisen und übernachten kann. Aufgrund der vielen Fotos bekommt man eine recht gute visuelle Vorstellung von der fokussierten Region. Im 13. Kapitel handelt der Autor den Frühling im Land des Prosecco und 17 Weinfeste ab. So wird beispielsweise in Combai Anfang Mai- also jetzt- dem Verdiso gehuldigt, den ich zu Beginn meiner Rezension schon erwähnte, weil er der alte Platzhirsch ist (Merke: Platzhirschen muss man immmer huldigen, sonst reagieren sie unpässlich:-)) und im Bergdorf Combai, neben den Maroni das Aushängeschild ist, das die Touristen anlockt.

Auf den letzten Kapiteln im Reiseführer kann man Wissenswertes zum Thema "Radeln in den Hügeln" erfahren und sich in die Liste alle Prosecco-Winzer vertiefen, deren Adressen man mitgeliefert bekommt.

Wer mit dem Auto nach Venedig reist, sollte sich dieses Gebiet, das nur etwa 60 km von der Lagunenstadt entfernt liegt, nicht entgehen lassen und schlauerweise einen Reiseführer in der Tasche haben. Dieser hier ist empfehlenswert.

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Rezension: Bioparadies Toskana- Zu Gast bei 100 BIO-Produzenten

Telsche Peters hat ein aufschlussreiches Buch für Toskana-Freude verfasst. Sie beschreibt 100 Bio-Produzenten aus den Provinzen Florenz, Siena, Acquacotta, Grosseto, Arezzo, Licca, Posa, Liverno Massa Carrara, Pistoia und Prato.

Die Bioproduzenten stellen folgende Produkte her: Wein, Vinasanto, Grappo, Olivenöl, Pasta, Honig, Marmelade, Fleisch, Käse, eingelegtes Gemüse, Cremes, Kräuter, Brot, Gemüse, Früchte, Kekse, Hülsenfrüchte, Soßen, Säfte, Safran, Getreide, Kastanien und Tomatenprodukte.

Die Autorin erklärt zunächst die Bedeutung von „Bio“ und differenziert dabei zwischen Biologischer, biodynamischer und Biolandwirtschaft. Anhand einer Liste kann man die Zertifikationsorganisationen nachvollziehen, die in der Toskana zugelassen sind.

Die einzelnen Bio-Produzenten werden sehr gut beschrieben. Man erhält immer die Anschrift, Infos zur Zertifikation, zu den Öffnungszeiten, zur Kreditkartennutzung, wann man den Produzenten besuchen kann sowie wer und in welche Länder die Bio-Waren importiert werden.

Besonders haben mich die Produzenten von Bio-Weinen. Diese während eines Toskana- Urlaubs aufzusuchen, um die Weine vor Ort zu verkosten, stelle ich mir besonders vergnüglich vor.

Neben den informativen Bioproduzentenporträts wartet Telsche mit einem delikaten Rezept für „Kaninchen in Weißwein“ und ein anderes für „Aquacotta“ auf. Des Weiteren kann man sich im Rahmen eines Bio-Wein- und eines Olivenöl-Exkurses einen knappen Überblick über die Herstellungsart dieser Bio-Produkte verschaffen.

In vielen der Biobauernhöfe- und- weingüter kann man auch wohnen, einige der Betriebe haben hauseigene Restaurants, in denen man die toskanische Küche genießen kann.

Empfehlenswert.

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Rezension: Die schönsten Blütenwanderungen in Südtirol (Broschiert)

In Südtirol war ich in meinem bisherigen Leben genau drei Mal. Stets war ich fasziniert von den netten Menschen dort, der traumhaften Landschaft, den Orten und der überbordenden Blüten- und auch Obstpracht, die für mich der Vorstellung eines Paradieses auf Erden nahe kommt.

Susanne und Rainer Altrichter stellen in ihrem Buch 34 Blütenwanderungen in Südtirol mit dem Schwerpunkt "Dolomiten" vor. Die Texte sind überaus informationsreich und die Fotos ein Traum für Natur- und Pflanzenliebhaber.

Eingangs erfährt man Wissenswertes zum Weltnaturerbe "Dolomiten", erhält hilfreiche Tipps für eine gelungene Wanderung, erfährt des Weiteren den Schwierigkeitsgrad der Wanderungen anhand von entsprechenden Symbolen, kann sich in eine Blühzeittabelle einlesen und anschließend in die Wanderungen vertiefen, die ausgezeichnet beschrieben sind. Es werden stets spezielle Blüten näher beschrieben, so etwa die Zwerg-Alpenrose, der Frühlings-Enzian, das Dolomiten-Fingerkraut, der echte Alpenklee, der Rhätische Alpenmohn, das Maiglöckchen und das Edelweiß.

Es wird mit Ausschnittkarten der Routen aufgewartet und man erhält immer auch Infos zum Start, eine Kurzfassung der Route, Angaben zur höchsten Wegstelle, zum Höhenunterschied, zur reinen Gehzeit, zum Schwierigkeitsgrad, zur Telefonnummern zur Touristeninfo und spezielle auf die jeweilige Route ausgerichtete Tipps.

Dass der "Blaue Eisenhut" nicht nur im Garten wächst, war mir bewusst, dass er einer der giftigsten Pflanzen im Alpenraum ist, wusste ich bislang nicht. Auch wusste ich nicht, dass man im Altertum die Speerspitzen mit dem Gift des Eisenhutes präparierte. Kaiser Claudius soll angeblich mit dem Gift des Eisenhutes getötet worden sein.

Meine Lieblingsblume im Buch ist der blaue Frühlingsenzian, an dem man sich im Naturpark Puez-Geisler erfreuen kann.

Ein Buch, das ich gerne empfehle.

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Rezension: Wildes Bayern- Norbert Rosing

Dieser Bildband huldigt mittels traumhafter Fotos des renommierten Naturfotografen Norbert Rosing, über den man Näheres auf den letzten beiden Seiten des Buches erfährt, den einzigartigen Naturschätzen Bayerns.

Die Bilderwelten sind untergliedert in die Kapitel:
Zugspitze, Allgäu und Berchtesgadener Land
Paradies für Gipfelstürmer
Bayrischer Wald und Oberpfalz
Spurensuche im Urwald
Fichtelgebirge und Rhön
Spielplatz der Riesen

In der Einleitung von Katja Büllmann erfährt man u.a., dass sich in Bayern zwei deutsche Nationalparks, des Weiteren UNESCO-geschützte Biospährenreservate und Naturparks befinden, die teilweise noch nahezu unerschlossen sind. Überall gibt es in Bayern wunderschöne Kulturlandschaften, doch stets auch Wildnis, die sich, wie Büllmann verdeutlicht, nicht widersprechen müssen. Das zeigt die Almwirtschaft und die Fischerei in den bayrischen Nationalparks.

Im ersten Kapitel lernt man die Naturschätze der Zugspitzregion, des Allgäus und des Berchtesgadener Landes kennen. Alle Fotos werden kurz erklärt. Besonders beeindruckt hat mich eine doppelseitige Wetterstimmung, die der Fotograf im Winter auf der Zugspitze aufgenommen hat und ein weiteres Motiv, das ebenfalls auf der Zugspitze realisiert wurde. Hier geht die Sonne über dem Hochnebel auf, im Hintergrund werden die Tannenheimer Berge angestrahlt, zu deren Füßen die Stadt Füssen liegt. Als junge Studentin unternahm ich einst eine Tramptour durch das Allgäu, jener traumhaften Region, in der Touristen nicht selten nur Augen für Schloss Neuschwanstein haben. Leider.


Die Bilder aus dem Berchtesgadener Land habe ich mir lange angesehen, das Foto eines Murmeltieres, auch das Edelweiß, das für Rosing eine der größten Herausforderungen darstellt, denn es gilt diese Pflanze zunächst einmal aufzuspüren und sie anschließend perfekt zu fotografieren, (vgl:.S.71). Ganz zauberhaft muten die Wasserfälle nach Starkregen bei Ramsau an, die dort in die Wimmbachklamm fließen. Almrausch habe ich vor Ewigkeiten in der Nähe von Interlaken blühen sehen, dass er auf der Reiter Alpe häufig vorkommt, wusste ich nicht.

Rosing hat eine ganze Reihe von wild lebenden Tieren abgelichtet, u.a. einen jungen Steinbock, einen Rothirsch, einen Sperlingskauz, Wildkatzen, sogar Wölfe, einen Luchs, eine Erdkröte und andere Tiere mehr. Ich ahne wie lange er warten musste bis diese Bilder entstanden sind.

Mein Augenmerk gilt allerdings mehr der Flora als der Fauna auf den Bildern, was mit meinem Faible für schöne Farben zu tun hat. Wunderschön ist das Motiv, welches einen Eisenhut zeigt, der sich in eine Eisblume verwandelt hat, auch das doppelseitige Foto, das Christrosen im Neuschnee zeigt, ist zauberhaft.

Großartig schaut die Bergwelt des Watzmann aus. Rosing hat die Ostwand vom Hubschrauber aus 2000 Meter senkrecht nach unten abgelichtet. Die Landschaft ist atemberaubend schön.

Im Bayerischen Wald, in der Oberpfalz und im Fichtelgebirge, sowie der Rhön war ich noch nie und bin überrascht, wie schön es dort ist. Im Frühling scheinen die Wälder hier märchenhaft zu sein und von besonderem Zauber sind sie offenbar auch im Winter. Die Baumimpressionen, die Rosing hier verwirklicht hat, haben es mir besonders angetan, aber auch ein Landschaftsbild, das die mäanderte Naab durch die Wiesen südlich von Schwandorf zeigt. Man kann Urbuchen und Karpatenbirkenurwälder in der Rhön bewundern, aber auch Küchenschellen und Adonisröschen, die im Frühling in der Rhön erblühen.

Dass Bayern viele schöne Regionen und Märchenlandschaften besitzt, ist kein Geheimnis, doch wie schön die Natur dort wirklich ist, erahnt man erst, wenn man sich die Bilder Rosings anschaut. Man denkt an Waldgeister und Feen, an eine Zeit lange vor unserer Zeitrechnung und ahnt, dass der Alpendost, die Alpenkratzdistel und der Almrausch schon damals üppig an den Orten blühten, an denen sie im Heute von Rosing fotografiert wurden.

Ein Schätzkästlein für Liebhaber schöner Naturaufnahmen und Menschen, die kein Problem damit haben, das Wort "schön" pausenlos in den Mund zu nehmen, ohne sich veranlasst zu sehen, es variieren zu müssen, weil sie begreifen, dass alles einfach schön ist, so wie Ludwig Thoma es verbalisiert.
Empfehlenswert.

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Rezensionen:400 inspirierende Reisen, die Sie nie vergessen werden: Von Angkor bis zu den Zedern Gottes (Gebundene Ausgabe)

Dieses Reisebuch enthält eine Fülle beeindruckender Fotografien und eine ebensolche Fülle von Sachinformationen im Hinblick auf 400 inspirierende Reisen, von Angkor bis zu den Zedern Gottes. Es sind Reisen für die Seele, die hier vorgestellt werden.

Zugeordnet werden diese beeindruckenden Reisen den Oberbegriffen:

-Magische Landschaften
-Rätsel aus Stein
-Quellen des Glaubens
-Majestätische Ruinen
-Gebet und Verehrung
-Heilige Stätten
-Wege der Pilger
-Zeremonien und Feste
-Orte des Gedenkens
-Oasen der Stille

Alle im Buch fokussierten Orte werden näher beschrieben. Stets werden die beste Reisezeit, die Reiseplanung und wichtige Websites genannt, wie auch Highlights, die mit dem konkreten Reiseziel in Verbindung stehen. Pittoreske Fotos runden die Infos zu dem einzelnen Reiseziel mehr als nur zufriedenstellend ab. Daneben hat man in mehr als 20 Top- Ten -Listen Gelegenheit, Besonderheiten im Rahmen von spirituellen Reisen kennenzulernen.
Bei den magischen Landschaften lernt man beispielsweise die Sonnen-und Mondinsel in Bolivien näher kennen. Die "Isla del Sol" ist die wichtigste der 41 Inseln des Titicacasees. Die Amymara glaubten, dass dort auf der Insel der Gott Inta geboren worden sei. Auf dieser Insel befindet sich ein Jungbrunnen, der offenbar eine ähnliche Wirkung hat, wie die Brunnen und Quellen, die auf der nächsten Seite im Buch genannt werden, so etwa die "Ambohimanga-Quellen auf Madagaskar".

Zehn heilige Berge lernt man näher kennen, darunter den Olymp in Griechenland und den Kilimandscharo in Tansania. Auch zehn heilige Bäume werden vorgestellt und in der Folge zehn Felskunststätte, zehn Riesenstatuen, zehn heilige Schriften, zehn sakrale Klänge, zehn Mosaike, zehn heilige Höhlen, zehn heilige Türme, zehn Künstlerkapellen, zehn Reliquiare, zehn Marienheiligtümer, zehn historische Wallfahrten, zehn nächtliche Feiern, zehn Ernte-Dankfeste u.a. m.

Eine Reise wert sind in meinen Augen Orte wie Tula in Mexiko. Ich besuchte Tula 1980 im Rahmen einer Studienreise und finde, dass die Beschreibung im Buch alles Wissenswerte sehr gut vermittelt. Ich bedauere "Machu Picchu" in Peru noch nicht besucht zu haben, denn die heilige Stadt in den Anden soll ein Labyrinth von Tempeln, Toren, Palästen und Plätzen sein, die es zu bestaunen gilt.
Petra in Jordanien möchte ich auch gerne besuchen. Ein Highlight dort ist das Amphitheater mit 7000 Plätzen.

Thematisiert werden u.a. die Steinreihen von Carnac und Stonehenge in England, die möglicherweise heiligste Stätte Europas, auch der Tempelberg in Israel, der Berg Sinai in Ägypten, der Berg Athos in Griechenland und anderes Sehenswerte mehr. Cluny in Frankreich halte ich für einen Ort, den man nach Möglichkeit aufsuchen sollte, und Mezquita, die große Moschee Córdobas, ein imposantes Baudenkmal der Mauren, das einst aus 1000 Säulen bestanden haben soll.

Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom ist der berühmteste Reliquienschrein der westlichen Welt. Ihn habe ich schon mehrfach betrachtet, wenn ich in Köln war. Er ist wirklich sehenswert.

Bei den Wallfahrtsorten wird natürlich Santiago de Compostela erwähnt. Dort ziehen die Reliquien des heiligen Jacobus Gläubige schon fast 1200 Jahre an. Nach Lourdes in die Pyrenäen würde ich gerne eine Wallfahrt machen, weil dieser Ort eine hohe Spiritualität besitzt.

Am 29. September sollen jedes Jahr Tausende von Pilgern drei Kilometer durch die Bucht zur Insel Mont Saint Michel waten, um sich vom Erzengel Micheal für ihr spirituelles Ringen Kraft zu holen.

Vor langer Zeit habe ich einem Menschen, den ich liebte, einen Spaziergang durch Stadtfriedhof von Pére Lachaise empfohlen als er geschäftlich nach Paris reiste. Ich empfahl ihm das Grab von Heloise und Abelard aufzusuchen, vergaß aber zu erwähnen, worauf er achten solle. Es waren die Bindestriche zwischen Geburts- und Todestag beider Personen, die Bindestriche, die ihr Leben ausmachten, das so viel beinhaltete, dass man sich noch heute ihrer erinnert. Hauptsächlich erinnert man sich ihrer Liebe, die die Zeiten überdauerte. Die Liebe ist am Ende immer das einzige, was bleibt, alles andere ist vergänglich. Alle guten Musiker und Dichter wissen das.
Chopins Grab dort soll ähnlich wie jenes von Oscar Wilde stets mit Blumen geschmückt sein. Das verstehe ich, denn beide waren Menschen, die durch ihr Werk die Melodie der Seele erklingen ließen, eine melancholische Melodie von unendlicher Tiefe.

Ein schönes Buch, das ich gewiss noch oft zur Hand nehmen werde.

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Rezension:Eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Engadin: mit Val Poschiavo, Val Müstair und Val Bergaglia (Gebundene Ausgabe)

Sie Autoren Wolfgang Fassbender und Cornelia Haller Zingerling sowie der Fotograf Christian Hacker nehmen den Leser mit auf eine kulinarische Reise durch das Engadin, Valposchchiavo, Val Müstair und Val Bregalia. Auf den Eingangseiten kann man auf einer Karte genau lokalisieren, wo die Orte liegen, von denen gesprochen wird. Die angegebenen Zahlen sind identisch mit den Seitenzahlen der einzelnen Betriebe im Buch und bezeichnen ihre Lage in der Region. Thematisch gestreift werden Landschaft und Sehenswürdigkeiten aber vor allem Hotels und Restaurants, sowie kulinarisch interessante Gewerbebetriebe unterschiedlicher Art. Floristen- Kunsthandwerksbetriebe bleiben auch nicht ausgespart.

Die Reise nimmt im Engadiner Wintersportort St. Moritz ihren Anfang, der 1800 Meter über dem Meeresspiegel angesiedelt ist. Man liest vom Beginn seines Aufstiegs zum mondänen Skireiseziel und lernt verschiedene Hotels dort kennen. Diese werden alle bestens beschrieben. Die Küchenchefs vieler im Buch näher skizzierter Restaurants warten mit gut erklärten Rezepten auf. Mittels dieser Rezepte erhält man einen ersten Eindruck von ihren Kochkünsten. Beeindruckend finde ich das "Carlton Hotel" in St. Moritz. Dort präsentiert sich Luxus mit Understatement.

Die international bekannte Designer Carlos Rampazzi sorgte für edle Eleganz. Die Speisekarte im " Romanoff" lässt erahnen, dass man hier fürstlich speisen kann, vermutlich noch weitaus besser als die Gäste, die es sich dort 1913 bereits gut gehen ließen. Sehr einladend auch wirkt das Restaurant "Cascade" am gleichen Ort. Die Küche dort wurde vom GaultMillau bereits ausgezeichnet, dennoch scheint das Lokal als eine Art Geheimtipp zu gelten, vermutlich einer, der bei den Gourmets von St. Moritz in aller Munde ist.

Man lernt in der Folge das Oberengadin und Bergell kennen. Hier soll in einer Alpensennerei das klassische Fondue neu erfunden worden sein, mit Kräutern und gar mit Trüffeln verfeinert. Wer zum Fondue den passenden Wein sucht, findet ihn im Oberengadin besonders leicht. Die Spitzentropfen sollen in diesem Teil der Region gewaltig sein, weil der Wein aus Italien im Engadin umgeladen bzw. gleich ausgeschenkt wird. Man lernt auch hier eine Reihe sehr schöner Hotels und Restaurants kennen.

Besonders ansprechend finde ich das hochmodern gestaltete " Hotel Misani" in Celerina, einem Ort, der nur wenige Autominuten von St. Moritz entfernt liegt. Die Räume im Hotel sind sehr geschmackvoll und farbenfroh vom Künstler Marco Zufferato beeindruckend gestaltet. Das Rezept, das der Küchenchef beigefügt hat, ist offensichtlich für Junggesellen gedacht, denn die Zutaten sind für eine Person berechnet. Die Ingredienzien für die "Lammkeule im Heu" versprechen Aromareichtum. Ich frage mich freilich welche Herkulestaten ein Junggeselle vollbracht haben muss, um eine 2 kg Lammkeule zu verspeisen?

Man liest von einer Käserei in Pontresina, lernt dort auch das "Hotel Müller" kennen, dessen Restaurant bemerkenswert zu sein scheint. Das beigefügte Rezept für "Eisacktaler Schlutzkrapfen mit heißer Butter und Parmesan" wird Pasta-Freunde erfreuen. Die Messerspitze Muskat verleiht der Spinatfüllung den letzten Kick.

Es folgen Hotel- und Restaurantbeschreibungen in Alp Grüm, in La Punt Chamues, auch in Zuos, bevor das Unterengadin landschaftlich skizziert wird.

Kulinarisch gesehen ist diese Gegend offenbar nicht so interessant, allerdings verstecken sich Delikatessenproduzenten und Restaurants oft in kleinen Bergdörfern. Erwähnenswert scheint mir die Sennerei Samnaun in Samnaun -Compatsch. Dort werden jährlich 570 000 Liter Milch verarbeitet und es lässt sich die ganze Geschmacksfülle, die die Milch den Alpenkräutern verdankt, später im Käse wiederfinden. Interessant ist sicher das Samnauer Käsefondue, dessen Zutaten aus einer ausgetüftelten Mischung aus verschiedenen Käsesorten, etwas Weißwein und Knoblauch bestehen.

Die Biosfra Val Müstair- Parc Naziunal engagiert sich für die Förderung einer attraktiven Lebensqualität und lädt nicht nur Gäste dazu ein die vielfältigen Spezialitäten aus einem der schönsten Täler der Schweiz zu goutieren. Kloster St. Johann , das Benediktinerkloster in Müstair ist UNESCO Welterbe. Nicht nur kunsthistorisch und archäologisch Interessierte kommen im Kloster St. Johan auf ihre Kosten. Labsal für Leib und Seele bleibt nicht außen vor, inmitten der 1200- jährigen Geschichte.

Das Valposchiavo lernt man in der Folge kennen und des Weiteren die Rhätische Bahn in Chur. Die Fahrt mit den roten Panorama-Waggons der legendären Bernina-Express zählt gewiss zu den beeindruckendsten und schönsten Routen in der Schweiz. Der Bericht dazu macht auf jeden fall reiselustig. Es werden eine Vielzahl weiterer Hotel und Restaurants beschrieben, unmöglich auf diese einzugehen. Gefallen hat mir, dass zum Schluss noch zwei Weingüter in Campascio beschrieben werden. Der heilige Benedikt hätte gewiss seine Freude an dieser Beschreibung, schließlich war er es , der die Regel aufstellte, dass jeder Mönch täglich eine Hermina Wein trinken darf.:-))

Ein hochinformatives Buch für kulinarisch Interessierte mich vielen gelungen fotografischen Eindrücken.

Rezension: Eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Appenzeller Land (Gebundene Ausgabe)

Das Appenzell ist ein Land im Norden der Schweiz, im Bereich von Alpstein und dessen Vorland. Die Grundherrschaft im Gebiet des zuerst 1061 erwähnten Dorfes Appenzell (lat. Abbatis cella) hatte die Abtei St. Gallen. Im 14. Jahrhundert erwarb sie Vogteirechte. Als die Vogtei zur vollen Landesherrschaft ausgebaut werden sollte, erhoben sich die Landgemeinden 1403 - 08 gegen die Abtei im Appenzeller Krieg, der bis zum Bodensee und ins Allgäu übergriff. 1411 schloss Appenzell ein Bündnis mit der Eidgenossenschaft und wurde 1513 gleichberechtigt in sie aufgenommen. Die der Reformation folgende Gegenreformation führte 1597 zur Spaltung der heutigen Kantone: Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden.

Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden ist der Höhenkurort Appenzell im Tal der Sitter.

Anje Lichtenauer, Holger Dorn und Hans Ullrich Gantenbein gehen im vorliegenden Buch mit dem Leser in Wort und Bild auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Appenzeller Land.

Man erfährt Wissenswertes über den Tourismus und über die "Appenzeller Bahnen", die im Juli 2006 aus einer Fusion mehrerer appenzellischer Bahnunternehmen entstanden sind. Diese hübsch anzusehenden Bahnen sind bestens für Familienfeiern geeignet und wirken sehr nostalgisch.

Appenzeller Bier und Käse werden vortrefflich thematisiert.

Die Käseherstellung hat im Appenzellerland eine über 500 jährige Tradition. Es werden unterschiedliche Käsesorten hergestellt. Von Frischkäse aus Ziegenmilch bis hin zum Hartkäse aus Kuhmilch. Für die Käseherstellung darf generell nur hochwertige Milch verwendet werden. Für ein Kilogramm Käse benötigt man im Appenzell vier bis zwölf Liter Milch. Weitere interessante Infos zum Thema Appenzeller Käse können Sie dem Buch entnehmen, so etwa auch eine nähere Beschreibung von "Chäs-Sutter " GmbH" im Kurort Appenzell, wo Feinschmecker sich im Käseschlaraffenland wähnen dürfen.

Man wird über Handwerk und Kunst im Appenzeller Land mehr als nur zufriedenstellend informiert und liest über uralte Handwerke wie das der Sennensattelei , aber auch über Silberschmieden, die wunderschönen Trachten- und Filigranschmuck herstellen. Landestypisches Kunstgewerbe und Brauchtum werden auch gut beschrieben.

Lesenswert sind die Beschreibung des Alpsteins und der Bericht über die Luftseilbahn Wasserauen-Elpenalp, wie auch die Alpenfahrten, Alpenfeste und Viehschauen. Auch die Fronleichnamsprozession in Appenzell Innerhoden ist Anlass für eine Feierlichkeit, die Touristen nach Appenzell zieht. Schön , dass die Autoren darauf aufmerksam machen, dass es sich um ein religiöses Fest handelt, bei dem man sich in seiner Begeisterung für die Prozession beim Fotografieren und Staunen angemessen verhalten sollte.

Der Weinanbau im Appenzell wird ebenfalls angesprochen. In der Ostschweiz hat er eine lange Tradition. Im Appenzeller Land lässt er sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Man erfährt Näheres zur " Ochsentorkel Weinbau AG " und über "Maienhalde", das Reb- und Weingut und Speiserestaurant der Familie Indermauer. Die Haupttraubensorte der Indermauers ist übrigens die "Pinot Noir".

Vorgestellt werden eine Vielzahl von Restaurants und Hotels, auch wird über das Wandern im Appenzeller Land informiert. Mehr als 1000 Kilometer bezeichnete Wanderwege gibt es dort. Der Wanderer lernt saftige Wiesen, kühle Wälder, klare Bäche und schroffe Felsen kennen und kann sich außerdem an schmucken Dörfern , historischen Bauwerken, Museen und kulturellen , landschaftlichen, botanischen oder geologischen Besonderheiten erfreuen. Über all das erfährt man seitens der Autoren mehr als man möglicherweise erwartet hat.

Die vorgestellten Restaurants warten mit landestypischen Rezepten auf, so etwa einem "Gaiser Käsetatar mit Blüten-Kräutersalat an Appenzeller Pesto". Das Pesto wird aus Bärlauch, Baumnüssen, Rapsöl und Pfeffer kreiert. Eine nicht uninteressante Variation.

Ein gelungenes Buch. Informative Texte und einladende Bilder von einer Region, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint.

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Rezension: Eine kulinarische Entdeckungsreise - Amrum, Föhr, Helgoland und St.-Peter-Ording: Mit Büsum, Heide und Tönning (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Peter Sawallich und die Fotografin Regina Jacobsen nehmen den Leser mit auf eine kulinarische Reise nach St. Peter-Ording, Büsum , Heide und Tönning. Hauptsächlich aber stellen sie die Inseln , Föhr, Amrum und Helgoland unter lukullischen Aspekten näher vor.

Den umfangreichen erklärenden Texten und wunderschönen Fotos ist eine Karte vorangestellt. Die Zahlen dort sind identisch mit den Seitenzahlen der einzelnen Betriebe in diesem Buch und bezeichnen ihre Lage in der Region.

Der Kniepsand im Westen Amrums soll zu den schönsten und breitesten Stränden Europas zählen. Seit 1890 besitzt die Insel den Status eines Nordseebades. Der Autor schreibt von den Orten auf Amrum, besonders von Nebel. Viele Cafés und originelle Lokale laden dazu ein, sich auf dieser Insel verwöhnen zu lassen. Die Fotos zeigen u.a. eine wunderschöne Dünenlandschaft.

Sawallich wirbt für zahlreiche Hotels und Restaurants auf dem Eiland und beschreibt diese ausführlich. Diverse Restaurants warten mit einem Rezept aus der Küche auf, das stets bestens erklärt ist und sich einfach nachkochen lässt.

Besonders gefallen hat mir die Beschreibung vom "Restaurant Oomes Hüs" in Norddorf auf Amrum. Dort bildet Fisch den Schwerpunkt der Tageskarte. Der Inhaber Claus Lund kocht ohne Rezeptvorgaben kreativ, dabei durchaus auch mit exotischen Noten. Hier im Buch präsentiert er die Kreation: " Steinbeißerfilet garniert mit Lauchzwiebelgemüse."

Wirklich hübsch scheint das "Hotel-Restaurant Ual Öömrang Wiartshüs" in Norddorf zu sein. Das sehenswerte Ambiente stellt eine vorzügliche Ergänzung zum kulinarischen Angebot der dortigen Küche dar.

Die Räumlichkeiten werden von friesischem Ambiente geprägt. Der Boden wurde mit Fließen belegt, die aus einem alten Kloster aus der Normandie stammen. Das Rezept für die "Amrumer Meeräsche" zeigt, dass hier tatsächlich delikat gekocht wird.

"Restaurant Likedeeler" in Stennode verfügt über nur sechs Tische.

Ich erwähne das Restaurant nicht nur des Begriffs " Likedeeler" wegen, einem Begriff, der an Klaus Störtebecker und seine Gefolgsleute erinnert und von " like" ( gleich) und " deelen" (teilen) abgeleitet ist, sondern auch, weil mich das aufnotierte Rezept überzeugt hat. Es dokumentiert nämlich eine bodenständige gutbürgerliche Kochart. Der " Wolfsbarsch im Speckmantel auf süß-saurem Linsengemüse" wird raffiniert zubereitet. Nicht zuletzt der getrocknete Thymian und der Balsamico-Essig verleihen der Speise den letzten Kick.

Die Besonderheiten der Insel Föhr werden im Anschluss kurz beschrieben. Auch hier werden einige Restaurants vorgestellt. Hervorheben möchte ich die " Restaurant Friesenstube " auf Wyk . Es handelt sich hierbei um ein populäres Fischrestaurant, wo man nicht bloß Matjes in allen Variationen speisen , sondern auch feine Schollengerichte und Nordseekrabben genießen kann.

Ebenfalls hervorheben möchte ich " Hotel-Restaurant Schloss am Meer" in Wyk. Von dort aus kann man seinen Blick herrlich über die Hallig-Welt schweifen lassen. Das Ambiente mutet wie ein lichtdurchfluteter , klassisch-englischer Wintergarten an. Gekocht wird delikat. Die Kräuter aus dem hoteleigenen Garten sorgen bei den angeboteten Speisen für feines Aroma. Der Kräutergarten ist nach ökologischen Gesichtspunkten angelegt.

Insel Helgoland liegt 70 Kilometer vom Festland entfernt. Auf dem "Roten Felsen" dort gibt es einmalige Flora, die ihre Existenz dem milden des Golfstroms verdankt.

Die Gastronomie auf Helgoland überzeugt. Vorgestellt wir u.a. das "Helgoländer Fährhaus". Empfehlenswert ist dort der " Fährmannteller" mit einer Kombination von Lachs, Riesengarnelen und Nordseekrabben.

Das Restaurant ist übrigens sehr geschmackvoll eingerichtet. Warme Farben, ausgesuchte Bilder, frische Blumenarrangements etc. wirken überaus einladend. Das vorgestellte Rezept " Helgoländer Angeldorsch auf Tomaten Lauchgemüse" überzeugt durch seine Ingredienzien.

Am besten kocht wohl Gérard Buron im Restaurant "Galerie". Seine exquisite Küche mit regionalen Elementen wird im Rezept " Gegrillter Hummer mit Hummersauce " deutlich. Buron hat in den feinsten Hotels der Welt gearbeitet, bevor er sein Restaurant in Helgoland eröffnete. Eine seiner Spezialitäten heißt "Helgoländer Bouillabaisse im Luftballon" . Was das wohl sein mag?

Verschiedene Restaurants in St. Peter Ording machen teilweise einen sehr idyllischen Eindruck. Dies gilt insbesondere für den " Richardshof ", der ausführlich beschrieben wird. Café Rasmus wartet mit dem Rezept für eine Friesentorte auf. Diese Blätterteigtorte beinhaltet Pflaumenmus sowie Sahne und schmeckt wie ein Kuss vom Himmel.

Gewiss bietet Café Kröger in Büsum ebenfalls diese Torte an, möglicherweise mit leicht veränderter Rezeptur. Eventuell beziehen die Cafés den begleitenden Tee vom "Tee& Weinhaus Hansen" in Heide, das übrigens sehr gut im Buch beschrieben wird. Vielleicht ruht sich derjenige, der die leckere Friesentorte goutiert hat, später erschöpft in einem der schönen Strandkörbe der Hotels Mirarmar in Tönning aus. All dies ist möglich, wenn man vor eine Reise das von mir rezensierte Buch gelesen hat.

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Rezensionen:Eine kulinarische Entdeckungsreise durch den Schwarzwald (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Gustav C. Buchal und die Fotografin Mechthild Schneider nehmen den Leser mit auf eine kulinarische Reise durch den Schwarzwald.

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Beschreibung von Hotels und Restaurants, die man auch visuell kennenlernt und durch gut nachvollziehbare Rezepte eine Idee vom lukullischen Niveau der jeweiligen Küche erhält.

Den Texten und Bildern ist eine Landkarte vorangestellt. Die Zahlen auf der Karte sind identisch mit den Seitenzahlen der einzelnen Betriebe in diesem Buch und bezeichnen ihre Lage im Schwarzwald.

Man lernt zunächst gute gastronomische Betriebe in Karlsruhe, Ettlingen, Baden-Baden und Bad Herrenalb kennen und wird durch Rezepte wie etwa "Feuerzauber" (Pfefferrahmspätzle mit gebratenen Rinderfiletstreifen) daran erinnert, dass man sich in Baden befindet.

Informiert wird man ausführlich über edle Brände und Wässer. So ist "Schwarzwälder Kirsch" (gemeint das Eau de Vie) fast schon zum Inbegriff Schwarzwälder Lebensart geworden. Kirschbäume sind in Baden schon seit über 2000 Jahre heimisch. Die Römer haben sie dort eingeführt.

Die Wiege der Obstbrände steht in der Ortenau. 1726 wurde das Schwarzwälder Kirschwasser erstmals erwähnt. Der Bischof zu Strassburg genehmigte damals offiziell sämtlichen Einwohnern und bäuerlichen Untertanen des Amtes Oberkirch das Brennen von Kirschen.

Sehr schön beschrieben ist das "Hotel-Restaurant Engel" in Sasbachwalden. Dort habe ich schon mehrfach gespeist und kann bestätigen, dass die Beschreibung und Bewertung hundertprozentig zutrifft. Das wunderschöne Haus ist übrigens denkmalgeschützt. Um es mit den Worten des Autors zu sagen: der Himmelsbote frönt dort seit über 200 Jahren seinen lukullischen Amouren.

Vorgestellt wird die Schwarzwaldbrennerei Emil Scheibel in Kappelrodeck. An diesem Ort kannte ich bislang nur die hervorragende Winzergenossenschaft, die leider im Buch nicht erwähnt wird.

Sehr gut beschrieben sind Freiburg, der Breisgau und der Kaiserstuhl, Gegenden die ich nicht nur des Weines wegen zu schätzen weiß. Franz Kellers "Schwarzer Adler" in Vogtsburg- Oberbergen sollte man besuchen( ich war schon mal dort- man kocht dort zum Niederknien gut).

Franz Keller gilt als der "Rebell vom Kaiserstuhl", was das Weinmachen anbelangt. Seine Weine sind wirklich ein Hochgenuss.

Die Beschreibung des Hotels "Colombi" in Freiburg könnte nicht besser sein. Es gehört zu den besten Häusern in der Republik. Ich hatte vor zwei Jahren Gelegenheit dort zu speisen. Man kocht göttlich. Der Autor resümiert: "Wirklich schön ist, dass es im "Colombi " möglich ist, im Rahmen all der kulinarischen Höchstleistungen in Küche und Keller erstklassiges zu erschwinglichen Preisen in unverwechselbarem und authentischem Ambiente zu genießen." Genau das stimmt.

Sehr gut ist der Bericht über den Naturpark Südschwarzwald und seine Wirte. Dass Reich - Ranicki immer in Badenweiler Ferien macht, kann ich gut nachvollziehen.

Sehr delikate Schwarzwälder Rezepte wie etwa "Oberwiesentäler Schäufelsülze" oder " Badisches Rehschäufele " kann man zuhause nachkochen, um sich auf diese Weise auf den schönen Schwarzwald kulinarisch einzustimmen.

Meine Jugendliebe lernte ich im Alter von 17 Jahren in Schenkenzell kennen, ein Feriengast, der dort ebenfalls mit seinen Eltern Urlaub machte. Überrascht war ich nach so vielen Jahren das Hotel im Buch wiederzusehen. Schenkenzell ist einer der Orte, die so typisch sind für den Schwarzwald: überschaubar, idyllisch gelegen und mit weit mehr Substanz ausgestattet, als der äußere Anschein vermuten lässt.

Die Autoren vergessen nicht das "Hotel& Restaurant Bareiss" und das " Hotel Traube Tonbach& Restaurant Schwarzwaldstube " in Baiersbronn zu beschreiben.

Der begnadete Meisterkoch Harald Wohlfahrt steuert eines seiner Rezepte bei, das ich voller Ehrfurcht gelesen habe. Mehr als 30 Zutaten benötigt man, um die "Lackierte Taube mit Tannenhonig und schwarzem Pfeffer an Ingwer-Limonensauce" zuzubereiten.

Vielleicht sollte man besser gleich ins Hotel Traube reisen, dann weiß man wenigstens, dass das Kochergebnis genial ist...




Rezension: Das Buch der Inseln

In diesem reich bebilderten Buch werden 200 Inseln rund um den Globus vorgestellt. Jede der Inseln wird kurz textlich porträtiert. Man erhält jeweils einen fotografischen Eindruck und darf sich stets in ein Zitat vertiefen, das die einzelne Insel charakterisiert. Zu jeder der Inseln erfährt man zusätzlich ein paar Eckdaten: u.a. die geographische Länge und Breite, den höchsten Punkt, die Einwohnerzahl, Hauptstädte und welche bekannten Leute auf der jeweiligen Insel geboren wurden.

Die Fotos in diesem Buch sind umwerfend schön. So kann man gleich zu Beginn in den Vulkan auf "Vanuatu" blicken. Diese Insel liegt im Südpazifik. Das "Bikini-Atoll" befindet sich auch im Südpazifik und ist ein Friedhof versenkter US-Schlachtschiffe des zweiten Weltkrieges. Diese Insel bleibt unbewohnt, weil die USA dort zwischen 1946 und 1958 20 Atomtests durchgeführt hat. Im Pazifik liegt übrigens auch die größte Sandinsel der Erde. Sie heißt "Fraser Island" und gehört den Great-Sandy-Nationalparks" an. Kontinuierlich bewegen sich die Dünen und beeindrucken durch ihre Formen. Die "Teewah-Kliffe" dort sind für die Aborigines ein heiliger Ort.

Das "Great Barrier Reef" im Pazifik wird sehr gut textlich aber auch bildlich dargestellt. Wenig später staunte ich über den Nasenschmuck eines Eingeborenen auf den "Torresstraße-Inseln", bevor ich Näheres zu den Einwohnern dort las.

"Neuguinea" und seine Stämme galten lange als letzte Bastion des Kannibalismus auf unserer Erde. Dort frönten die Menschen noch in den 1970er Jahren dem Kannibalismus. Steinzeitbauern, die im Tal des Balim-Flusses leben, kamen erst 1938 mit der westlichen Welt in Berührung, (vgl.: S.47).

Die "Molukken" liegen auch im Pazifik und sind als Gewürzinseln bekannt. Einst waren diese Inseln die einzigen auf der Welt, auf denen Gewürznelken wild wuchsen. Die Heimat der Muskatnuss sind übrigens die Banda-Inseln im Süden der "Molukken"-Gruppe. "Timor", ebenfalls im Pazifik gelegen, wird von ihrem Präsidenten wie folgt definiert:"Timor, das Grab einer Seele, die nicht im Nebel der in der legendären Ferne verlorenen Geschichte unterging." (Zitat: S.62)

"Sumatra" im indischen Ozean ist die größte Insel in einer Kette von rund 17 000 Inseln, die den Inselstaat Indonesien bilden. Der Vulkan "Gunung Kerinci" wirkt recht bedrohlich und scheint es auch tatsächlich noch immer zu sein. Ich staune über die Schönheit all der Inselmotive und bedaure, dass ich im Rahmen dieser Rezension nicht alle Inseln zur Sprache bringen kann.

Die "Insel Sagar" im Mündungsdelta des Ganges ist der Ort an dem mehr als 200000 Menschen jährlich am heiligen Bad am "Makar-Sankranti-Tag" teilnehmen. Das wird im Buch gut geschildert. Das Foto der "Malediven" beeindruckt mich sehr. Thor Heyerdahl beschrieb sie wie folgt: "Jede Insel war wie ein einziges Juwel in einem Goldring aus Strandsand gesetzt, um den herum weiter draußen ein Ring aus flaschengrünem Wasser verlief. Dort reichten die Korallenriffe, die sich wie riesige Pilze aus dem unendlichen Blau erhoben, bis an die Oberfläche." (Zitat: S. 116)

"Réunion" soll trotz des französischen Firnisses im Herzen kreolisch sein und ein afrikanisch-indisch-europäisches Geschmisch darstellen, was seine Einwohner anbelangt. Auch hier hat man Gelegenheit sich mittels eines Fotos von der Schönheit der Insel zu überzeugen. Mich begeistern die "Seychellen", die ich hoffe in meinem Leben noch irgendwann bereisen zu können. Der Strand und das Meer sind dort paradisisch, wie die Bilder zeigen.

Von den Inseln in der Ägäis interessiert mich "Lesbos" am meisten, denn dort lebte einst die Dichterin Sappho, welche sagte: "Manche meinen, ein Reiterheer oder Infantrie oder eine Flotte sei das Schönste auf dieser schwarzen Erde. Ich aber sage: Es ist das, was du liebst." (Zitat. S. 159) Wie recht Sappho doch hatte.

Kreta würde ich auch gerne bereisen. Dort wachsen 24 Millionen Olivenbäume und einige davon sind über 1000 Jahre alt. Alles, was man von der Insel im Buch erfährt, zeigt wie schön Kreta doch ist.

Man lernt eine ganze Reihe von Ostseeinseln näher kennen. Das Gesicht Bornholms wird von Windmühlen und von 15 mittelalterlichen Kirchen geprägt. Dort soll es ein ganz besonderes Insellicht geben. Auch diese Insel hat ihren Reiz, wie das Foto zeigt.

Malta ist eine meiner Lieblingsinseln im Buch. Eine wirklich geschichtsträchtiger Punkt, den es sich lohnt aufzusuchen, wie Text und Bilder zum Ausdruck bringen.

Mein verstorbener Schwiegervater reiste am liebsten nach "Ischia". Der Bericht von der Insel im Buch deckt sich mit seinen Schwärmereien. Die Insel im Golf von Neapel muss ein Traum sein.

"Porquerolles" ist die Insel, auf die ich gerne auswandern würde. Sie liegt im Mittelmeer und zählt zu den "Hyèrischen Inseln". Sie soll mit dem langsamen Lebensrythmus einer französischen Kolonialstadt in Nordafrika, dem Überfluss an Meeresfrüchten, den Weingärten der Cotés der Provence und dem durchsichtigen klaren Wasser der beispielhaft schönen Strände von Notre Dame und Place d Àrgent ein Refugium der besonderen Art verkörpern, (vgl.: S.253). Das glaube ich gerne.

"Antigua" in der Karibik hat 365 Strände. Diese liegen in unzähligen kleinen, von Meeresarmen geformten Buchten am Fuß der felsigen Uferklippen. Die Insel ist flach, ohne Flüsse oder natürliche Quellen und soll nahezu baumlos sein. Die Panoramaansicht macht deutlich, wie schön es dort ist.

Doch schön scheint es auf all den 101 Inseln zu sein, die man im Buch kennenlernt. Ich glaube am schönsten ist es auf "Bora Bora" im Südpazifik. James A Michener brachte es auf den Punkt: "Einfach überwältigend- es gibt wirklich keine passenden Worte, um das zu beschreiben."(Zitat: Seite 491).

Ein tolles Buch, in welchem ich gewiss noch oft lesen und mich inspirieren lassen werde. Die Bilder sind wirklich ein Traum und lassen Sehnsucht nach vielen der Inseln entstehen.
Empfehlenswert.

Bilder: © National- Geographic- Verlag


Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.

Rezension: Eine kulinarische Entdeckungsreise durch München- Stadt und Land

Dieses wunderbare, reich bebilderte Buch, das ich mit ganz großer Freude gelesen habe, haben die Autorin Barbara Kagerer und der Fotograf Daniel Schvarz auf den Weg gebracht. Vorgestellt werden, wie man dem Klappentexts bereits entnehmen kann, "die Spitzenleistungen der Restaurants, Landgasthöfe, Hotels, Märkte, Erzeuger und Brauereien."

Zu Beginn des Buches hat man Gelegenheit, anhand von Landkartenausschnitten sich die fokussierte Region zu vergegenwärtigen. Die Zahlen auf diesen Landkarten sind identisch mir den Seitenzahlen der einzelnen Betriebe im Buch und bezeichnen Ihre Lage in der Region.

Zunächst lernt man einige Stadtansichten auf den beigefügten Fotos kennen, darunter auch den "Dianatempel" im Hofgarten. Die Autorin berichtet kurz über Sehenswertes (Kirchen und Museen) in dieser Stadt und vergisst dabei nicht die luxuriöse Maximilianstraße zu erwähnen, um sich als dann in die kulinarische Szene Münchens zu vertiefen. Der Viktualienmarkt ist ein Thema. Dort werden neben saisonfrischen regionalen Produkten auch Blumen und Pflanzen angeboten. Es stimmt, wenn Kagerer schreibt, dass an den vielen kleinen Gassen des Marktgeländes typische "Standl`n" mit kunstvoll aufgebautem Obst, knackigem Gemüse und Südfrüchten sowie Exotisches und Einheimisches zu finden sind. "Fruitque" wird detailliert vorgestellt, ein Marktstand mit sehr hochwertigen Früchten etc., bei dem auch gestandene Küchenchefs und experimentierfreudige Sterneköche einkaufen.

Es ist natürlich unmöglich all die Restaurants und Gewerbebetriebe, die in diesem Buch besprochen werden, im Rahmen der Rezension in Augenschein zu nehmen, aber auf einige werde ich verweisen. Zuvor jedoch möchte ich ganz ausdrücklich die wunderbaren Rezepte loben, die in diesem Buch enthalten sind. Es handelt sich hierbei um sehr gut erklärte, durchaus nachkochbare Rezepte, die aus der Küche der vorgestellen Restaurants stammen und es dem Leser ermöglichen, einen Eindruck von dem Koch-Niveau der gastronomischen Betriebe zu bekommen.

Bei meinem nächsten Münchenbesuch werde ich gewiss das "l`Atelier Art und Vin" aufsuchen, das sich in der Westenriederstraße befindet. Die Küche dort ist zwar nicht bayerisch, aber dennoch offenbar sehr delikat, wie durch das Rezept für eine "Paté de Champagne" (siehe Seite. 53) deutlich gemacht wird.

Man lernt eine Kochschule kennen und auch das Teegeschäft "Tee Gschwender". In diesem biofizierten Laden stehen dem Kunden 350 Teesorten zur Auswahl. Vorgestellt wird u.a. auch das rustikale Wirtshaus "Der Pschorr" am Viktualienmarkt. Dieses hat ein Rezept für "gestandene Mannsbilder" beigesteuert. Es handelt sich um eine "Geschmorte Querrippe mit knackigen Marktgemüse", das sicher nicht nur die Herzen der Männer im Lodengewand höher schlagen lässt.

Der textliche Spaziergang durch München führt den Leser natürlich auch zum "Englischen Garten", der 1792 bereits eröffnet wurde und in dem es zahlreiche Tempel gibt, die man über Brücken erreichen kann. In den Isarauen findet sich übrigens eine architektonische Kostbarkeit, gemeint ist das "Asam-Schlössl" an den Thalkirchener Isarauen. Das Schlösschen war einst der Künstlersitz des kurfürstlichen Hofmalers Cosmas Damian Asam. Das Rezept "Böfflamott" lohnt es nachzukochen, sofern man nicht Vegetarier ist.

Lesenswert ist der Beitrag zu "J. Eilles im Pep". Johann Eilles hatte in der Residenzstraße in München das erste Spezialgeschäft für Kaffee eröffnet und erhielt das Prädikat "königlich-bayrischer Hoflieferant." 1987 wurde die Firma von dem Hamburger Kaffeeröster Darboven übernommen, der hier das Feinste vom Feinsten anbietet, nicht zuletzt auch die röstfrische Kaffeespezialität "König Ludwig`s Grand Gourmet".

Informiert wird man weiter umfangreich über das "Staatliche Hofbräuhaus in München" und erfährt, was der "Käse Abt" Leckeres anzubieten hat.

Das Restaurant des Südtirolers Carlo Rieder sollte man besuchen. München wird ja nicht selten die nördlichste Stadt Italiens genannt. Das Ambiente des Restaurants finde ich überaus geschmackvoll. Die Küche belegt, wie man liest, in München einen festen Platz in der gehobenen Gastronomie. Ups, fast hätte ich das "Tantris" vergessen. Dort gibt es Kreationen vom Zwei-Sterne-Koch Hans Haas. Gourmets sollten sich einen Abend dort nicht entgehen lassen, wenn sie sich in München aufhalten. Haas kocht überirdisch gut.

Man lernt in diesem Buch, wie eingangs bereits erwähnt, das Umfeld von Bayerns Hauptstadt kennen, d.h. Orte wie Dachau, Feldmoching, Wasserburg und den Starnberger See. Hier liest man u.a. "Dechants Fischladen und Restaurant" in Starneberg. Es ist nicht das erste Mal, dass ich dieses Restaurant in einer Rezension hervorhebe, denn es hat das gewisse Etwas. Bloß acht Tische gibt es hier. Diese jedoch sind elegant gedeckt. Wenn das Wetter es zulässt, kann man auf der idyllisch-schönen Terrasse speisen. Renke, Saibling und andere Fische aus dem See bekommt man hier delikat zubereitet. Das Rezept zur "Edelfisch-Pfanne" findet man auf Seite 191.

Vorgestellt werden Restaurants in Otterfing, Holzkirchen, auch in Rottach-Egern. Hier finde ich "Maiwerts Restaurant Vinothek" bemerkenswert. 220 Weine hat die Vinothek vorrätig. Vom "Lugano" bis zum "Petrus" bis hin zu den hochpreisigen Dessertweinen des "Chateau d`Yquem" kann man dort Weine zu delikaten Gerichten genießen.

Den "Venezianischen Spiegelsaal" in Dachau sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Niveau der Küche ist viel versprechend, wie das Rezept deutlich macht. Weniger mediterran geht es im "Lampl-Hof" zu. Dieser Bauernhof direkt neben der barocken Kirche betreibt noch immer Acherbau- und Viehzucht. Der Hofladen mit eigener Wurstküche ist für seine Ochsenspezialiäten bekannt.

Alles in allem erhält man einen guten kulinarischen Überblick. Die Restaurants, Hotels und Landgasthöfe sind sehr gut beschrieben. Die Rezepte sind selten typisch bayrisch, sondern zumeist mediterran angehaucht. Was mir sehr zu Pass kommt. Besonders angetan bin ich von dem Rezept "Verschiedenes vom Tegernseer Saiblig", dem "Zackenbarschfilet im Brotmantel mit gebackener Zucchiniblüte und Tomaten-Chutney". Wer es gerne defig mag, wird sicher von der "Kalbshaxe mit Reindlgemüse" begeistert sein.

Apfelstrudel Wiener Art
Kochschule ess-art im Hause Kustermann

Zutaten für 4 Personen
Strudelteig
250 g Mehl
3 EL flüssige Butter
1 Prise Salz
1 Ei
100 ml lauwarmes Wasser
Füllung
1 kg feste, säuerliche Äpfel
2 unbehandelte Zitronen (Saft und Schale)
100 g gehobelte, geröstete Mandelblättchen
80 g Zucker
1 TL Zimt
80 g Rosinen
100 g Sauerrahm oder Schmand
Zum Angießen ca. 1 l naturtrüber Apfelsaft
Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig zu einer glatten Masse verarbeiten, in Folie wickeln und circa 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Äpfel schälen, entkernen und in feine Spalten schneiden. Mit den restlichen Zutaten vermengen. Den Teig dünn ausziehen, mit Sauerrahm bestreichen.
Die Äpfel darauf verteilen und aufrollen. Den aufgerollten Strudel in eine gefettete Form geben. Sofort mit 500 Milliliter naturtrüben Apfelsaft angießen.
Bei 170 °C Heißluft circa 60 Minuten backen. Dazwischen immer wieder Apfelsaft angießen und die Oberfläche mit den Bratensaft bepinseln.


Ein gelungens Buch. Empfehlenswert.


© 2010 Eine kulinarische Entdeckungsreise durch München / Daniel Schvarcz / Umschau


Rezension: 100 Länder Urlaubsreif - 5000 Ideen

In diesem reich bebilderten Buch werden 100 Urlaubsländer vorgestellt und insgesamt 5000 Urlaubstipps gegeben. Auf den ersten Seiten wird bestens erklärt, wie man den Ratgeber benutzt. Anhand von gut nachvollziehbaren Schemen kann man sich mit den wichtigsten touristischen Kriterien in den einzelnen Ländern vertraut machen. Dabei handelt es sich um: Landschaft, Meer, Schnee, Wüste, Fauna (Land und Meer), historische Bauten, Städte, Museen und Denkmäler, Feste und Bräuche. In einer weiteren Übersicht erfährt man, in welchen Ländern man Abenteuer erleben, Ethnien begegnen und diverse Besonderheiten entdecken kann.

Verdeutlicht wird in der Folge, wie man Reiseziele auswählt und man erfährt allgemein Wissenswertes zu: Kulturreisen, Abenteuerreisen, zu so genanntem fairen Tourismus, zu All-inclusive-Reisen, zu Spa und unvergesslichen Nächten. Es werden Informationen über Reisekosten und -dauer, Infrastruktur, Sicherheit, auch über den Zeitunterschied mitgeteilt und man wird des Weiteren über die jeweiligen klimatischen Bedingungen informiert, bevor man über die 100 fokussierten Länder Wissenswertes in Erfahrung bringen kann. Beschrieben werden jeweils die Reisehighlights. Man wird über die Kulturdenkmäler aufgeklärt, erhält eine Fülle von Reiseinformationen, liest Erhellendes über Städte, Dörfer, die Landschaft und kann sich in das Pro und Kontra für eine Reise in ein spezielles Land einlesen. Unzählige schöne Fotos wecken die Neugierde auf die Texte und regen die Reiselust an.

Die Länder sind alphabetisch abgehandelt.

Leicht ist es nicht, eine Wahl zu treffen zwischen all den Reisezielen. Die Mittelmeerinsel Malta würde ich gerne besuchen, weil sie neben ihrer landschaftlichen Schönheit auch bemerkenswerte Kulturdenkmäler aufweist. Polynesien ist mein Traum, weil die vielen Inseln dort meiner Vorstellung vom Paradies sehr nahe kommen. Doch ich bin sicher, das auch Réunion, die Seychellen, die Malediven und Martinique wundervolle Reiseziele sind, wenn man Ausschau nach Paradiesen auf Erden halten möchte.

Die Beschreibung Indiens mit seinen vielen Reisehighlights hat mir sehr gut gefallen. Vom Palast der Winde hatte ich bislang noch kein so gutes Foto gesehen. Diesen Palast und auch Tadsch Mahal zu besichtigen ist ganz gewiß kein Fehler, wenn man sich mit der alten indischen Kultur auseinandersetzen möchte.

Ein sehr gutes Nachschlagewerk, das aufzeigt, wie schön unsere Welt ist.


Bilder: © Gruner+Jahr AG & Co KG
Mit freundlicher Genehmigung des National- Geographic-Verlags


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Rezensionen: 400 Reisen, die Sie nie vergessen werden- Vom Amazonas bis ins Zululand.

Dieses traumhafte, reich bilderte Buch beginnt mit einer doppelseitigen Weltkarte. Anschließend werden nach einem Vorwort des Chefredakteurs des National-Geographic Traveler-Magazins Keith Bellow insgesamt 400 Reisen vorgestellt.

Diese Reisen sind untergliedert in:
-Zu Wasser: Unvergessliche Reisen in großen und in kleinen Schiffen
-Auf der Straße: Zu neuen Horizonten auf legendären Routen
-Auf der Schiene: Ob Luxus- oder Zeitreise: die Welt im Panoramablick
-Zu Fuss: Die älteste und umweltfreundlichste Art des Reisens
-Kunst und Kultur: Entdeckungstouren für Schöngeister
-Gourmetparadiese: Kulinarische Streifzüge für jeden Geschmack
-Rein ins Abenteuer: Herausforderung für Tatendurstige
-Hoch hinaus: Atemberaubende Perspektiven für Schwindelfreie
-Auf Spurensuche: Pilgerreisen für Leser, Träumer und Geschichtsliebhaber

Man erhält zu jeder Reise im Rahmen eines kleinen Beitrages komprimierte Informationen. Zudem sind immer Infos aufgelistet zur: besten Reisezeit, der Reisedauer, der Reiseplanung. Auch gibt es stets erhellenende Tipps, Angaben zu wichtigen Websites und es werden Reisehighlights kurz skizziert.

Bei den Reisen zu Wasser wird beispielsweise eine Amazonaskreuzfahrt thematisiert. Highlights hier sind natürlich die überwältigende Tierwelt, der Regenwald, die Indianerdörfer, die man bei gelegentlichen Landgängen aufsuchen kann. Beeindruckt auch bin ich von einer "Antarktik-Kreuzfahrt", die einer meiner ganz persönliche Träume ist. Verlockend aber auch scheint mir eine Reise durch das winterlicher Wunderland der Eisgewässer vor Lappland zu sein. Wenn man Glück hat, kann man am Ende des kurzen Wintertags das spektakuläre Farbenspiel des Nordlichts am dunklen Nachthimmel flackern sehen.

Im Rahmen der vorgestellten Reisen zu Wasser sind die Top Ten der Städtefahrten aufgelistet, darunter natürlich auch Venedigs Vaporetti, die dort die Stadtbusse ersetzen. Ferner werden die Top 10 Kanalfahrten vorgestellt, wie etwa die Grachtentouren in Amsterdam, die ich als Studentin Gelegenheit hatte, schon einmal erleben zu dürfen.

Bei den berühmten Reiserouten auf der Straße wird ganz zu Anfang die "Route 66" beschrieben, die von Chicago nach Los Angeles führt und die durch Bob Dylans Song zur Legende wurde. Mehr als die "Route 66" würde mich jedoch eine Reise über die Anden von Bolivien nach Chile interessieren und ferner eine Reise rund um das verwunschene Land des Nordlichts und Vulkanfeuers, der sprudelnden Geysire und rauschenden Wasserfälle, mit einem Wort eine Reise durch Island, die im Buch sehr gut beschrieben ist.

Eine Historienreise durch Spanien kann eigentlich durch kaum etwas getoppt werden, dennoch macht auch eine Reise durch die Sahara neugierig. Es ist gewiss ein Abenteuer der besonderen Art, sich auf den uralten Handelswegen durch Wüsten und Berge auf den Weg zu machen, hin zu exotischen Märkten und versunkenen alten Kulturen. Man lernt die Top 10 der Stadtbusstouren kennen, die übrigens sehr gut erläutert werden und auch die TOP 10 der historischen Straßen, zu denen auch die Bernsteinstraße von St. Petersburg nach Venedig zählt.

Die Zugreisen haben es mir besonders angetan. Es muss ein Traum sein, mit dem Zug von Hanoi bis Saigon zu reisen oder mit dem "Eastern und Oriental Express" von Singapur nach Bangkok zu fahren und sich beispielsweise in George Town, der Hauptstadt von Pinang die buddhistischen Tempel und die Kolonialarchitektur anzusehen. Wie ein Märchen allerdings mutet eine Zugreise durch Rajasthan an, insbesondere, wenn man Gelegenheit hat, Jaipurs "Palast der Winde" und "Taj Mahal" zu bewundern. Man lernt nicht nur eine Reise mit der "Transsibirischen Eisenbahn" kennen, sondern auch die TOP 10 der Straßenbahnen und die TOP 10 der Dampfzugrouten.

Reisen zu Fuß führen beispielsweise auf alten Inkawegen zum Vermächtnis einer eindrucksvollen Kultur: den Ruinen von Machu Picchu oder auch durch den nepalesischen Himalaja vor der Ehrfurcht gebietenden Kulisse des Annapurna-Massivs. Man lernt die Top 10 Fernwanderwege kennen, sogar die TOP 10 Brücken, die mich allerdings weniger interessieren, als eine Wanderung durch die zauberhafte Heimat des heiligen Franziskus, sprich durch Umbrien. Die TOP 10 der Trödelmärke sind sehr vielversprechend. Gerne würde ich das Treiben auf dem "Großen Basar von Istanbul" erleben. 400 Geschäfte soll es dort auf dem überdachten Markt geben. Feilgeboten werden Teppiche, Schmuck, glasierte Kacheln, Keramik, Edelmetalle und Gegenstände aus kostbaren Materialien wie Alabaster und Meerschaum, (vgl.:S. 133).

Besonders beeindruckt bin ich von den Routen, auf denen man alte Kulturschätze näher kennen lernt, sei es nun die Tempel der Maya, die ich Gelegenheit hatte, bereits zu besichtigen oder die märchenhaften Paläste der indischen Maharadschas. Frankreichs Kathedralen zu besuchen, ist wirklich lohnenswert und auch das maurische Spanien hat viel zu bieten. Gerne würde ich die Moldauklöster in Rumänien besichtigen und mich auf der 5000 Jahre alten Route zu antiken Stadt Petra begeben, um die Wunder der jordanischen Wüste kennen zu lernen. Die Top 10 der Stadtmauern werden aufgelistet. Von der Stadtmauer von Cartagena in Kolumbien habe ich bei Michener Spannendes gelesen, das im Buch hier bestätigt wird. Interessieren würde mich auch die Stadtmauer von Sa`dah im Jemen. Des Weiteren werden 10 historische Stadtrundgänge vorgestellt, u.a. ein Stadtrundgang durch die Altstadt von Tallin.

Gourmetparadiese sind ein schönes Thema. Die Straßenstände von Malaysia, die Küche Goas, Weine aus Bordeaux, Tapas in Barcelona aber auch die TOP 10 Weine aus Italien machen neugierig. Die Reiseplanung zu den Orten, wo der jeweilige Wein wächst, wird mitgeliefert. Ein wunderbares Ereignis muss es sein, bei den Beduinen zu Gast zu sein. Man sitzt um Lager auf Teppichen und teilt sich eine delikate Mahlzeit, die im Buch näher beschrieben wird, (vgl.: S.198).

Abenteuerreisen werden auch beleuchtet. Hier interessiert mich eine Reise nach Argentinien am meisten. In Südafrika mit Haien zu tauchen, finde ich mehr als gruselig. Gefallen würde mir eher Skilanglaufen in Lillehammer, eine Reise durch Transsilvanien oder auch Kamelreiten in Marokko. Die Top 10 Radtouren erscheinen auch recht abenteuerlich. Mit den Fahrrad von Hanoi nach Ho-Chi Minh-Stadt (1200 km) soll kein Zuckerschlecken sein, aber auch all die anderen Touren sind nicht ohne. Du meine Güte! Hinterher hat man stramme Waden. Ganz bestimmt.

Reisen durch die Lüfte werden vorgestellt und hier auch die Top 10 der Seilbahnen und Cable Cars. Von den aufgeführten Bahnen kenne ich nur eine, die Gondelbahn Grindelwald-Männlichen in der schönen Schweiz, von der aus ich Gelegenheit hatte, schon einmal die Aussicht auf Jungfrau, Eiger und die Täler in der Tiefe zu genießen. Einer meiner großen Träume ist Inselhopping auf den Seychellen. Im Buch ist das sehr schön beschrieben. Ich denke, eine solche Reise ist wirklich lohnenswert.

Eine Ballonfahrt über den Nil muss fantastisch sein. Die Pyramiden und das Tal der Königinnen auf diese Weise zu erleben, stelle ich mir grandios vor. Der Ballon bewegt sich langsam und der Korb schwankt kaum in einer Höhe von 100 bis 300 Metern. Ein solcher Eindruck ist gewiss unvergesslich.

Expeditionen in imaginäre Welten, wie etwa auf dem Jakobsweg nach Santiago oder auch zu den Stätten des spirituellen Lebenswegs Buddhas werden ebenfalls vorgestellt und manch anders mehr.

Wenn ich mir nur eine einzige der 400 Reisen aussuchen dürfte, würde ich wohl die Ballonfahrt über dem Nil wählen.

Ein tolles Buch.
Bild: © Gruner+Jahr AG & Co KG Mit freundlicher Genehmigung des National- Geographic- Verlags


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Rezension: Wildes Mecklenburg-Vorpommern- Bilder einzigartiger Naturschätze

Dieses Buch hat der im Münsterland geborene Fotograf Norbert Rosing auf den Weg gebracht. Er hat die einzigartigen Naturschätze Mecklenburg-Vorpommerns in beeindruckender Weise abgelichtet und lässt den Leser dieses wunderschönen Buches daran teilhaben.

Den Einleitungstext hat Hilke Madauner verfasst. Den Fotos sind stets kleine erläuternde Texte beigegeben. Eine Karte von Mecklenburg-Vorpommern auf einer der letzten Seiten zeigt, wo die Bilder im Einzelnen entstanden sind. In die Vita des Fotografen kann man sich ganz zum Schluss vertiefen.



Auf den Anfangsseiten hat man Gelegenheit erste visuelle Eindrucke zu sammeln. Besonders angetan bin ich hier von der Heidelandschaft mit Kiefern auf der Insel Hiddensee und von einer Sommernachtsimpression an der Müritz, realisiert an einem von mehr als 100 Seen und zahllosen kleineren Gewässern des Parks. Beeindruckt bin ich auch von einer Luftaufnahme, die wenig später folgt und die kleine Insel Block zeigt, die übrigens unbewohnt und nur spärlich bewachsen ist. Sie befindet sich südlich von Hiddensee und ist künstlich durch Aufspülung von Sand aus der Fahrrinne nach Stralsund entstanden.

Madauer lässt den Leser wissen, dass allein 14 deutsche Nationalparke in Mecklenburg-Vorpommern liegen. Zu diesen kommen sieben Naturparke, drei Bioreservate und ein Geopark als Großschutzgebiete, des Weiteren 288 Natur- und 144 Landschaftsschutzgebiete.

Untergliedert ist das Buch in:

-Vorpommersche Boddenlandschaft und Mecklenburger Ostseeküste: BLAUE LAGUNEN
-Müritz und Umgebung: WASSERLAND
-Rügen und Usedom: ZEUGEN DER EISZEIT

Tausende von Zugvögeln erfreuen sich an den Bodden Mecklenburg-Vorpommerns mit ihrem Windwatt und den daran anschließenden Flachwasserbereichen eines reichhaltigen Nahrungsangebotes. Für die Kraniche sind die Werderinseln zwischen Zingst und Hiddensee ein wichtiger Übernachtungsplatz, wenn sie auf ihrem Zug von Skandinavien und Nordeuropa in den Süden Rast machen. Ein Luftaufnahme zeigt die Schönheit dieser zartgrünen Inselchen.


Beeindruckend auch ist ein Panoramabild, das eine Ansammlung von Schilf zum Motiv hat. Das Schilf erhebt sich aus dem Barther Bodden, in dem auch die Inseln Kirr und Oie liegen. Man liest von dem Gespensterwald bei Nienhagen, der ein Teil des 180 Hektar großen Nienhagener Forstes zwischen Warnemünde und Heiligendamm ist. Buchen, Eichen und Eschen sollen dort so dicht stehen, dass kaum Licht für Bodenpflanzen bleibt. Die Fotos von diesem Wald, um den sich so viele Mythen und Legenden ranken, sind gruselig und bezaubernd zugleich.

Man lernt u.a. das Fischland-Kliff zwischen Ahrenshoop und Wustrow kennen, kann sich eines Fotos von einer Kolonie bodenbrütender Kormorane auf der Insel Heuwiese erfreuen und eine Formation von Kranichen im Sonnenaufgang ziehen sehen. Der feine Sand der Küste des östlichen Zingst und der Strandhafer dort haben dem Fotografen ebenso angelockt, wie die Wind geformten Bäume am Darßter Ort. In der Nähe von Stralsund erhebt sich der Klatschmohn leutend rot in einem Gerstenfeld, während auf der Insel Hiddensee die letzte große Zwergstrauchheide der Mecklenburg-Vorpommerschen Ostseeküste in einem Brombeerrot den Betrachter melancholisch werden lässt.

Wunderschön ist die Heidelandschaft auf Hiddensee, die sich auf einem Strandwallfächer in Boddennähe bis zu den fünf Meter hohen Dünen an der Westküste erstreckt. Der immergrüne Wacholder ist dort mit seinen blauen Zapfen ebenso zu Hause wie die gemeine Krähenbeere mit ihren schwarzen Früchten.

Der 1990 ins Leben gerufene Nationalpark Müritz mit seinen Wäldern, Seen, Mooren, Wiesen und Weiden teilt sich in zwei räumlich voneinander getrennte Gebiete auf. Die Müritz ist mit 117 Quadratkilometern nach dem Bodensee der zweitgrößte See Deutschlands. Entstanden ist er während der jüngsten Eiszeit. Man kann sich der Morgenstimmung über dem Schilfgürtel und der Verlandungszone der Müritz erfreuen und auch der weißen Seerosen, die im Sommer zu Tausenden auf den Gewässern rund um die Müritz erblühen, wenn man einen Sinn für die Schönheit der Natur hat. Der Nationalpark Müritz ist übrigens bis zu 480 Meter lang und 150 Meter breit.


Die Landschaftbilder von Rügen und Usedom sind ein Traum. Bereits Caspar David Friedrich war von den Kreidefelsen von Jasmunds begeistert. Ich bin es auch, wenn ich die Doppelseite im Buch aufschlage und das Zauberhafte Foto bewundere. Dass die Rügener Schreibkreide mehr als 70 Millionen Jahre alt ist, wusste ich nicht. Stubnitz mit ihren einzigartigen Felsen wurde 1935 bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Vor der Küste des Biosphärenreservates Südost-Rügen gibt es mit Algen überwachsene Granatfindlinge, die von der letzten Eiszeit stammen. An den Steinen und Algen kann man sehen, dass der Wasserspiegel schwankt.

Interessant auch ist eine Luftaufnahme der Insel Ruden im Norden Usedoms. Sie wird seit Jahrhunderten immer kleiner. Mittlerweile schützt ein Ringdamm den Norden und Betonrippen den Süden.


Ein Jugendfreund hat sich vor einigen Jahren auf einer kleinen Insel Mecklenburg Vorpommerns niedergelassen, wie ich vor Kurzem erst erfuhr. Seit ich die Fotos im Buch studiert habe, weiß ich genau weshalb er es tat. Eine kluge Entscheidung.



Bilder: © Gruner+Jahr AG & Co KG

Mit freundlicher Genehmigung des National- Geographic-Verlags


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Rezension:Traumpfad München - Venedig: Auf der Grassler-Route von der Isar an die Adria (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch haben Ludwig Graßler, der Autor des Erfolgsbuches "Zu Fuß über die Alpen", Stefan Lenz, sowie Eva-Maria Troidl auf den Weg gebracht. Gemeinsam betreuen die drei Personen seit 2003 den Wanderführer Venedig. Der Traumpfad München-Venedig, der in diesem Buch thematisiert wird, umfasst 28 Wandertage. Wie man den letzten beiden Seiten entnehmen kann, beträgt die Wanderroute 520 km.

Damit Sie eine Vorstellung davon haben, worum es geht, teile ich an dieser Stelle mit, von wo nach wo man im Laufe der 28 Tage jeweils wandert.


1.Wandertag: München-Wolfratshausen

2.Wandertag: Wolftratshausen-Bad Tölz

3.Wandertag: Bad Tölz-Tutzinger Hütte

4.Wandertag: Tutzinger Hütte-Vorderiss

5.Wandertag: Vorderiss-Karwendelhaus


6.Wandertag: Karwendelhaus-Hallerangerhaus

7.Wandertag: Hallerangerhaus-Wattens (oder Hall)

8. Wandertag: Wattens (oder Hall)-Lizum

9. und 10. Wandertag: Lizum- Tuxerjoch-Opererhütte

11. und 12. Wandertag: Olpererhütte-Stein-Pfunders

13. Wandertag: Pfunders-Kreuzwiesenhütte

14. Wandertag: Kreuzwiesenhütte-Schlüterhütte

15. und 16. Wandertag: Schlüterhütte-Grödnerjoch-Boehütte

17. und 18. Wandertag: Boéhütte-Marmoladahütte-Masarè am Alleghesee

19. und 20. Wandertag: Masarè- Tissihütte-Carestiatohütte-Pramperet

22. und 23. Wandertag: Pramperet-Rif.7V Alpini-Belluno

24. Wandertag: Belluno-S.Maria di Revine Lago

25. Wandertag: S. Maria- Ponto Priula

26. Wandertag: Priula-Bocca Callalta

27. Wandertag: Bocca Callalta- Jesolo

28. Wandertag: Jesolo- Punta Sabbione- Markusplatz


Ludwig Graßler erzählt in diesem reich bebilderten Buch zunächst wie es zu seiner Graßler-Route von der Isar an die Adria überhaupt kam und wie der Traumpfad dann schließlich zum Klassiker wurde. Die Grundlage für den Erfolg sind nach seiner Überzeugung die Routenführung Nord-Süd nahe des historisch bedeutenden Brennerpasses, die Attraktivität des Weges mit all seiner faszinierenden Hochgebirgswelt und die beliebte Ausgangs- und Endpunkte. Symbolkraft sollen die sechs Kreise des Kulturtreffs 8.8., 8 Uhr, Ort Marienplatz München, haben. Diese Kreise stehen laut Graßler für die Erlebnisse des Traumpfades: Schönheit und Harmonie- Gleichheit und Gemeinschaft- Freiheit und Unendlichkeit, (vgl.: S. 15) .


In der Folge wird man mit den Schönheiten des Traumpfades vertraut gemacht. Zur Sprache kommen: Das Isartal, die Bayrischen Voralpen, das Karwendel, das Inntal, die Zentralalpen, die Südtiroler Täler, die Nördlichen Dolomiten, die Südlichen Dolomiten, die Belluneser Voralpen, das Veneto, der Piave und Venedig.

In die einzelnen wirklich beeindruckend dargestellten Etappen ist immer ein Special eingebaut. So liest man Näheres zur Renaturierung der Isar in München, zum traditionsreichen Gewerbe der Wofratshausener Floßleute, zum Walchenseekraftwerk, zu Hermann von Barth, dem Erschließer der nördlichen Kalkalpen - Senberghausen-, zu Josef Speckbacher und dem Tiroler Freiheitskampf, zur Geschichte des Friesenberghauses, zu Südtirol, zum Reich der Fanes, zum Nationalpark Belluneser Dolomiten und zu Piave.

Sowohl die Texte als auch die Bilder verdeutlichen, dass die 28 tägige Wanderung unvergesslich ist, auch wenn man gewiss mit viel Muskelkater rechnen muss.

Obschon Venedig ein Traumziel darstellt, scheint mir in diesem Fall bereits der Weg das Ziel zu sein.

Auf den letzten Seiten dieses Buches hat man Gelgenheit, eine Übersicht des Reisetagebuchs von dem Theologen Adolf Kolping zu studieren. Er wanderte vom 16.8.1841- 8.10.1841 von München zur Lagunenstadt und zurück in 17 bzw. 14 Wandertagen. Seine Ausführungen lässt sich entnehmen, dass die Bergtouren, die der Traumpfad impliziert, kein Spaziergang sind. Wer Höhenangst hat, sollte am Meer wandern gehen.